In eigener Sache - Achtung München!

Am 16.03.06 findet die 1. Bayerische Bloglesung statt, und zwar in München Schwabing in der Reizbar. Eingeladen hat Frau Klugscheisserin. Ausserdem lesen die Kaltmamsell, Jürgen Albertsen, meine Wenigkeit - und höchstwahrscheinlich ein nicht indigener Special Guest. Mia san zwoa mia, owa mia san jo ned aso.



Das wird herrlich. Schliesslich hat auch München seine Blogstars. Wir sind alle furchtbar aufgeregt, ob das, was in Berlin zu Massenaufläufen führt, in Bayern ein schickes Lokal füllen kann.

Freitag, 17. Februar 2006, 10:12, von donalphons | |comment

 
Blogstars?

Excusez-moi, aber was soll das denn Grauenhaftes sein? So Daniel Kübelböcke des täglichen Online-Verzapfens??

Dann les ich in ruhiger Stunde doch lieber charmant ironische Geschichten von total Unbekannten mit geringen unique visits.

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Uh - oh, die Überempfindlichen, Intoleranten und Ironiebefreiten dürfen natürlich auch zuhause unbekannte Blogs unbekannter Blogger lesen. Kann man auch machen. Viel Spass dabei :-)

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Deinen angeblichen Notizzettel zähle ich weiterhin zu meiner Lektüre - kein Grund zur Beschimpfung! Das schöne am vermeintlichen Celebrity-Status sich zu wichtig nehmender Counter-Beobachter ist ja dass er nur im vermeintlich elitären Dunstkreis der virtuellen auch-Blog-Verfasser existiert.

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Das war so formuliert, dass sich niemand angesprochen fühlen muss, und mit einem :-) versehen.

Aber unabhängig davon steht man bei jeder Lesung oder beim Buch immer vor der Frage, wen man nimmt. Und dass sich dann einzelne Personen herauskristallisieren, die tatsächlich dann auch den Saal füllen, lässt natürlich keine Hierarchie, aber doch Charaktere entsethen, zu denen sich viele auch in Person hinbequemen. Und das eben nicht nur in Berlin, hoffentlich.

Wobei Bayern ja generell mit seinen Litaraten wenig freundlich umgeht. Der Berliner gilt im Literaturhaus etwas, selbst wenn er nur aus einer abgewirtschafteten Lesebühne kommt, der Eingeborene dagegen...

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Ganau darum gibt es ja Blogger-Lesungen. Um sich des Realen zu vergewissern - so eine Art externe Validierung des blog-counters.

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Spannend ist vor allem der Vergleich wischen Bloglesung und Verlagslesung - nur rund ein Fünftel der Lesungen in Grossstädten kommt über 50 Besucher. Obwohl da in der regel eine Menge Verlagsarbeit dahinter steckt und die Buchhändler auch immer 10 Leute stellen.

Das ist das eigentlich spannende: Dass es bei den Blogs offensichtlich klappt, ohne jeden Literaturbetrieb.

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Kein Thema. Das sehe ich genauso. Ich seh allerdings das Medium, naiv wie ich bin, eher als etwas in dem sich Hinz & Kunz ohne große Literaten oder eben Blogstars zu sein austoben können und gleichzeitig mit dem Ausdruck ihrer Kreativität anderen eine Freude oder Kurzweil bereiten können. Wie vielen spielt doch da gar keine Rolle, ausser man ist darauf aus es wirtschaftlich zu vermarkten...

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Ich möchte, dass dieser Kommentar in der Lesung vorkommt. Punkt.

Aber mal ernsthaft: Was liest du denn vor, bzw. dürfen wir als Publikum uns Texte wünschen? ;-)

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Im Prinzip ist es ja eine Lesung, wo jeder lesen darf, was er will. Ich werde wahrscheinlich eine traurige Geschichte einer schlechteren Tochter aus besserem Haus lesen, oder eine über die Elitesse. Ansonsten bin ich offen für Anregungen.

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drs-no sagt no. Will nicht. No! No! Gut, das Thema ist durch. Die Frage bleibt, wie man in München als Blogger-Literat Aufsehen erregt oder Anerkennung findet. Da fällt mir ein Zitat ein:
Und das einzige Mittel, in München bemerkt zu werden, ist für wirklich echte Begabung, dass man etwas Kitschigem ähnlich sieht, verwechselt wird und damit Erfolg hat.
Nun, bis das verifiziert werden kann, bitte ich drsno höflichst um ein paar Lesetipps aus den Tiefen der Blogosphäre. Und Don mag das Zitat als Anregung meinerseits sehen, quasi als Auswahlrichtlinie. Den Vorlesern wünsch ich: Viel Spaß! -(und frohe Völkerbegegnungen).

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Drsno, Sie mögen Recht haben, dass man sich hier ohne Renomée austoben kann. Dennoch gibt es in der Auswahl von Vorlesern einen entscheidenden Unterschied. Die oberste Priorität hat hierbei die Unterhaltung eines breiten Publikums. Ich habe aus Neugier mal listenweise Blogs durchgesehen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass nur sehr wenige dazu wirklich in der Lage sind. Und wenn einer das kann, das Publikum zum Lachen bringen, anrühren, unterhalten, dann schlägt sich das halt auch in Besucherzahlen nieder. Sicherlich gibt es da noch den Geschmacksaspekt und zum Glück sind wir alle unterschiedlich, doch in manchen/wenigen Fällen häufen sich auch hierbei die Übereinstimmungen.
Nix für ungut und weiterhin viel Spaß beim Lesen.

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Wie? Was sag ich?

Also bevor da andere Doktoren zu tief in die Glaskugel schauen versuch ich's dann doch lieber nochmal in anderer Formulierung (soll ja nicht am Sender hängen bleiben):

Ich fand lediglich den Begriff »Blogstar« ätzend. Hat zumindest mir Kleingeist zunächst suggeriert dass aufgrund von Page Impressions und Verlinkereien eine Vermarktbarkeit der Publizität genutzt werden kann/soll oder was auch immer.

Wahnsinn, was red ich hier?
Hat sich eh geklärt weil ich das Wort »Ironie« am Beipackzettel übersehen hab.

Egal, jedenfalls hab ich mir schon ganz anderen Käse angehört und schliesse mein Erscheinen am 16.03 nur aus, weil ich mir da anderenorts etwas auf Arabisch anhören werde.

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Zum Thema »...schlägt sich das halt auch in Besucherzahlen nieder« ist mir noch was aufgefallen:

Search request: ficken

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dann hab ich´s jetzt auch verstanden ;o)

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Es ist bekannt, dass rund 25% der Besucher dieses Blogs durch SUMAs kommen. Das betrifft aber die meisten grösseren Blogs stärker als das hier. Bleiben immer noch bei härtsester Zählung und ohne RSS mehr als 1000 Leser am Tag.

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Mei schod, da bi i z'Tschiele.

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Des wead ned as ledse moi gwesen sei.

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Schade eigentlich...
Ich tät' mich ja als bekennender Fan von mindestens 3/4 der Vortragenden gern extra deswegen für knapp zwei Stunden in den ICE setzen, aber ein Donnerstag Abend ist für berufstätige Interessenten von außerhalb Münchens doch ein Problem... Bitte daher um Bereitstellung von ein paar dokumentarischen Fotos und Soundfiles nach dem Event!

P.S. Darf bei so etwas eigentlich geraucht werden? Würde zumindest mir den Abend eher verleiden...

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In Berlin hat sich das Rauchverbot sehr bewährt. Und was Mittelfranken angeht: Da sitzt im Kulturreferat eine Dame, die früher bei Radio Z war, mit der kann man über sowas sicher reden, die hat ein Herz für solche Sachen.

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Wie belieben?
Wofür hat die Dame ein Herz? Für Blogger-Fans im Nürnberger Raum, die wegen Berufstätigkeit am Freitag schlechterdings nicht am Donnerstag nach München eilen können? Kann die Frau mir freigeben? ;-)

Im Ernst: Eine rauchfreie Zone für Lesungen habe ich gleich nebenan in der Nachbarschaft. Da könnte ich durchaus ein Event organisieren, bei dem auch garantiert Stimmung aufkommt. Aber wer will schon den zonebattler hören? Andersrum würde eher ein Schuh draus: Wie kriege ich »Stars« wie Kaltmamsell, nuf, Klugscheisserin, donalphons etc. nach Fürth, um dort forzutragen?

Was ich garantieren könnte: Ein volles Haus, da ein ernsthaft kulturinteressiertes Publikum ebenso vorhanden ist wie Multiplikatoren und Netzwerke. Kürzlich gab's am verlinkten Ort eine Lesung mit Werken von Arno Schmidt, nicht unbedingt leichte Kost, der Laden war gleichwohl zum Bersten voll. Was ich nicht bieten könnte: Das Flair einer Weltstadt, jedenfalls nicht nach gängigen Maßstäben...

Mein Angebot also: Wenn die Lesung in München wider Erwarten vor leeren Stühlen stattfinden sollte, in Fürth sorge ich für ein qualitativ wie quantitativ zufriedenstellendes Publikum! :-)

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Es ist ganz einfach: Die Leute fragen, Rampensäuen macht man so ein Angebot nur einmal, wenn man nicht allzu wit fahren muss. Ich bin dabei, solange es nicht in Omsk oder Pigeasels Gulch, North Dakota ist.

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Don, ich nehme Dich beim Wort...
...und werde bei Gelegenheit darauf zurückkommen. Verlaß' Dich drauf.

Danke und gute Nacht!

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Da ich in München wohne schaue ich möglicherweise vorbei.
Mal sehen ob es genauso interessant wird wie der "prowestliche Heimatabend" :-)

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Zumindest wird die Frauenquote höher sein, und der Bierkonsum niedriger :-)

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Wie, Bierkonsum niedriger? Dabei hat man mir einen Kasten Flens versprochen, damit ich lese...

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*tztztz*
Welch Frevel ! Ich persönlich bin zwar kein Biertrinker, aber wenn man schon in München liest sollte es doch eine Kiste Augustiner sein :-)

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Des schaug i ma o. Jetz' wisst's es :-)

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Ich wünsche viel Spaß und Glück. Tragen wir also die Lesungen in andere Städte. Wir sind in Frankfurt ja ein paar Tage früher dran, mal sehen.

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Essays required
Werter Don, nach Ihrem Brokat-Essay, das mich zu einigen kulturphilosophischen Ergänzungen inspiriert hat, würde ich mir für die Lesung einen oder zwei Essays wünschen. Im Grunde entsteht durch einen (Ihren!)gebloggten Essay ein wertvolles Offline-Produkt, das auf die Seite 3 der SZ, in Sammelbände, Hörfunk und eben in Lesungen gehört, denn den gebloggten Bemerkungen fehlt das Gegenüber, so daß der Rotzigkeit schneller Blogwechsel fast immer ein spontanes Stauenen fehlt. Jeder weiß immer schon viel zu viel. Da kommt es nie zur Pointe, sondern es bleibt beim Schlagabtausch. Ich nehme mir auf jeden Fall vor, am 16.3. in meine Geburtsstadt zu kommen.

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Dann würde ich mich schnell beim Lokal telefonisch anmelden, was man so hört, wird es schon langsam mit den Sitzplätzen knapp.

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