Momente, in denen man es sich überlegt,

ob es das wert ist. Ich sitze, abgetrennt von einem Haufen Leuten, bei einer kleinen Gruppe. Wir trinken, unterhalten uns, die Stimmung ist trotz der bevorstehenden, wunderbaren und grandiosen Lesung ziemlich ruhig und vergnügt. Alles ist in Ordnung - nur noch einen Moment in Richtung Sanitäreinrichtungen verschwinden.

Und dann, beim Weg durch die Zuschauer, kommt ein paar Mal sowas wie "Schau mal, da ist Don Alphonso", oder "Hey, da hinten, da läuft der Don". Und dann gibt es so Leute, die sofort nach ihrer Digicam greifen und einen ablichten. Auf dem Weg in die Sanitäranlagen. Selbiges, die Bild- und Tuschellust ist nicht gestillt, auf dem Rückweg. Sie wissen, dass ich wieder kommen muss. Die Kameras sind bereit.

Im ersten Moment fand ich das etwas komisch, weil dergleichen bei normalen Lesungen eher nicht passiert. Zumindest, solange es sich nicht um Leute wie Mankell oder Bohlen handelt. Nicht, dass es in Düsseldorf ein Blitzlichtgewitter gewesen wäre, aber eben doch zu undezent für das, was man sich bei so einem Gang erwartet.



Auf dem Heimflug stellte sich dann tatsächlich ein gewisses Unbehagen ein. Man kann natürlich sagen, dass man mit solchen Reaktionen als "Blogjetsetter" rechnen muss, wenn man alle zwei, drei Wochen auf irgendwelchen Podien und Lesungen ist. So, wie es gerade läuft, mit all dem "Buzz" in der Thematik, wird das sicher nicht weniger. Möglicherweise bildet sich tatschlich eine Gruppe von Bloggern heraus, die, ähnlich wie in gewissen Disziplinen der Wissenschaften oder Kunstevents, immer irgendwie eingeladen werden und dabei sind, verstärkt durch die Unfähigkeit oder dem mangelnden Interesse der allermeisten Blogger, selbst Veranstaltungen zu organisieren, obwohl das Potential in jeder Stadt über 250.000 Einwohner da wäre.

Für die professionellen Veranstalter ist es nur logisch, dass sie nach denen fragen, die bekannt sind und schon nachweislich woanders eine gute Performance geliefert haben. Im Gegensatz zu Literaten oder Pressesprechern kann man einen Blogger nicht nach der Auflage eines Buches oder nach dem Umsatz beurteilen; deshalb wird angefragt, wer bekanntermassen die Leute zieht, ein grosses Blog füllt, gut rüberkommt und pointierte Texte und Meinungen hat. Die Veranstalter wollen "the best bang for the buck", da sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Keiner macht die "5 rheinisch faselnde Antvilledeppen (RFAD) die keine alte Sau kennt Lesung", wenn klar ist, dass dann allenfalls weitere verheiratete, verschwägerte oder sonstwie verblödete 20 RFADs kommen. Und selbst bekommen es die RFADs bislang nicht gebacken, Klappe zu, Affe tot.

Ich will mich nicht über das Ergebnis beschweren, dass es dann eben "die üblichen Verdächtigen" gibt, die zwischen Hamburg und München, zwischen Buchmesse und Kommunikationskongress die Sache "unter sich ausmachen". Denn genau so läuft es nicht, es gibt keine "Famous Weblogger AG", allenfalls hier und da ein gewisses Mass an Mobbing, das man dann irgendwann 2, 3 Wochen nach der Einladung erfährt, oder 1, 2 Tage nach der Veranstaltung. Wer den Literaturbetrieb kennt, macht sich über sowas keine Gedanken mehr. Aber dennoch wäre es schön, wenn man auch weiterhin ungestört und ohne Blitzlicht die Toilette aufsuchen könnte. Denn das Schöne am Bloggen ist ja, dass es auf gleicher Augenhöhe geschieht. Und ich habe keine Lust, alle 2 Meter irgendjemand zurückzuknipsen. Zumal es im Saal immer noch genug Gelegenheiten für Kamera und Getuschel gibt.

Freitag, 24. Februar 2006, 12:18, von donalphons | |comment

 
sprachs...
... und zückte seine liebliche Ixus und knipste zurück :-D
http://unkreativ.net/galerien/bloglesung/060222_08.jpg

Zugegeben sehr unaufällig ohne Blitz...

Ansonsten muss ich Dir aber (leider) recht geben, viele Leute vergessen immer mehr jeden Anstand, wenn es darum geht, mal eben wen abzulichten. Das ist schade, das ist bedauerlich, vor allem dann, wenn die ersten Videos und Bilder im Netz auftauchen, die über den Rand der Kabine gemacht wurden und somit auch dieser fast schon letzte Ort des Rückzugs gefährdet ist.

Andersherum... man ist oft auch der Mensch, als der man sich gibt. Oder verständlicher ausgedrückt: Du stellst hier einen bestimmten Typus Mensch dar, den die Leute greifen wollen, von dem sie wissen wollen, ob er wirklich so ist oder nur eine online-Identität, die im wahren Leben ganz anders daher kommt. Und so einen Menschen will man heute offensichtlich mannigfaltig festhalten. Vor allem in Bild und Ton. Jemanden, der anders ist, der vielleicht auch ein wenig das darstellt, was man gerne selber wäre: (finanziell) Unabhängig, ungestraft Großschnäuzig, (ein?-)gebildet und vor allem: beneidet und gehört.

Aber ich denke die Frage, ob Du die "Öffentlichkeit" nicht doch genießt, hast Du schon für Dich selber beantwortet, oder? ;-)

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Hörma, du Rassist: "rheinisch faselnd" ist immer noch als "bayerisch blubbernd" - und das meine ich jetzt gar nicht mal lustig.

Konnte leider jobbedingt gestern nicht dabei sein. Nachdem ich dein Posting gelesen habe, bedauere ich das aber nicht mehr. Bloglesungen sind Unfug. Die Leute gehen doch nicht dahin, um euch lesen zu hören, sondern um die Visagen derjenigen mal zu sehen, die auf die schräge Idee gekommen sind, Bloglesungen zu veranstalten. Mir kommt es immer mehr so vor, als solle hier durch die Hintertür ein Geschäftsmodell installiert werden. Es erinnert mich schwer an die Zeiten, in denen die wenigen, die halbwegs funktionierende Websites bauen konnten, sich für 'First Mover' hielten und alle wegbissen, die auch funktionierende Websites bauen konnten.

Nein, mir gefällt diese Entwicklung nicht. Nein, ich möchte nicht zu Blöglesungen eingeladen werden. Bloggen ist ja keine Kunstform, ein Blog ist ja nur eine Veröffentlichungsplattform. Demnächst werde ich mal wieder Geschichten lesen. In einem Theater, nicht beim Handelsblut.

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Uh, da sind aber gleich ein paar Legenden drin, die man zurecht rücken muss:

1. bin ich nicht finanziell unabhängig. Ich habe meinen festen Berliner Beruf eingetauscht gegen ein Dasein, in dem ich teilweise als freier Autor arbeite und daneben so eine Art Hausmeister bin. Dass der Komplex ein 400 Jahre alter Stadtpalast ist, ändert überhaupt nichts an den Problemen so eines Gebäudes, angefangen bei tropfenden Wasserhähnen, kaputten Glühbirnen im Gang, über Debatten mit den Handwerkern, die eine Telefonleiting gekappt haben, bishin zu Mietern, die sich als mieses Pack erweisen - wenngleich die meisten sehr nett sind. Finanziell unabhängig wäre ich, wenn ich jemanden anstellen würde, der das alles macht - aber würde ich das tun, wäre ich pleite.

Und dass "Don Alphonso" nicht ich ist, ist selbstverständlich, wenngleich es gewisse Ähnlichkeiten gibt - wir sind beide die höflichsten Menschen von der Welt und konfliktscheu, etwa. Der Mann ist natürlich erfunden, und alles, was hier als "Real Life" steht, ist geielt so geschrieben, dass es absolut keine Identifikation, weder persönlich noch zeitlich zulässt.

Wollte ich mehr rausrücken, würde ich es auch tun. Und wenn mich jemand anspricht, rede ich natürlich mit ihm - aber das Problem ist das Geknipse und Getuschel, ohne vorgestellt worden zu sein.

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@Rainer: ich bin tatsächlich hingefahren, um die Leute kennenzulernen, mit denen ich bisher nur per Blog, Mail oder Telefon Kontakt hatte.

Aber außer ix und Don Alphonso kannte ich vorher keines der anderen Blogs und habe mich über die Personen, Geschichten und zukünftig vielleicht auch die Blogs, gefreut.

"Bloglesungen machen keinen Sinn", möchte ich also klar widersprechen.

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Moment, die Argumentation finde ich schräg: Man geht also auf eine Bloglesung, um andere Blogs kennen zu lernen? Ich lerne für gewöhnlich andere Blogs kennen, weil ich die auf den Blogrolls von Blogs finde, die ich mag, oder weil von einem Blog aus auf meins getrackt oder gepingt wird. Komisch, auf die Idee käme ich nicht...

Ich käme mir auch komisch vor, zum Beispiel einen lokalen Blogger-Stammtisch zu organisieren oder zu besuchen. Wozu? Dafür gibt's doch die Blogs, dass man sich in der virtuellen Sphäre begegnen kann.

Ich glaube langsam, irgend etwas am Phänomen "Blog" verstehe ich vollkommen falsch...

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So eine Lesung ist einfach nur ein anderes Medium. Für die Leser der Blogs macht es nicht soooo viel Sinn, OK - denn bisher wurden immer nur bekannte Einträge gelesen. Aber eines Tages werden auf solchen Bloglesungen bis dato unbekannte Einträge vorgelesen...

Und schön doch auch zu wissen, was der Blogger selbst so interessant findet, dass er/sie es nochmal aufgreifen möchte.

Außerdem lese ich nicht jede Blogroll quer, dafür aber schonmal das eine oder andere Blog, *nur* weil ich die Leute persönlich kenne.

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@rainersacht:
Du verstehst das Phänomen nicht grundsätzlich falsch. Aber vielleicht ein wenig zu beschränkt. Da Blogs nicht von Silikoneinheiten befüllt werden, ist es doch nur folgerichtig, wenn sich so ein Phänomen aus dem elektromagnetisch-virtuellen Kontext herauslöst und zurück in die Kohlenstoff-Sphäre drängt. Was ist daran so schwer zu verstehen? Deiner Linie konsequent gefolgt dürften sich Blogger dann auch keine Mails schreiben, denn dafür gibts ja Kommentare und Trackbacks?

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Natürlich geht man zu Bloglesungen, um andere Blogs kennen zu lernen. Und vielleicht lernt man noch ein paar andere Blogger kennen, und die meisten, die ich jemals kennengelernt habe, sind nett. Und hoffentlich kommt man auch, um sich von Texten amüsieren, bezaubern und unterhalten zu lassen.

Wenn im Nachgang zu ziemlich jeder Lesung, die irgendwo stattfindet, die Diskussion "Blogtexte soll man nicht lesen", "Blogger treffen finde ich blöd" auftaucht, fragt man sich ja jedesmal ein bißchen, was das eigentlich soll - wer Opern lieber auf dem Sofa hört, meidet das Opernhaus. Wer andere Leute nicht mag, bleibt einfach zu Hause. Wer sich aber hinstellt, und sagt "ich kann nicht verstehen, dass andere Leute Opern besuchen, und gern Bekanntschaften schließen", der sollte vielleicht tatsächlich einmal eine ruhige Minute lang über die Bedeutung des schönen Satzes "jeder so, wie's ihm gefällt" nachdenken.

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Nein, Modeste, so geht's auch nicht. Ich halte Bloglesungen für Unfug, obgleich ich Lesungen an sich für interessant halte. Ich finde es überhaupt nicht blöd, Blogger zu treffen, ich halte es für blöd, Leute zu treffen, weil sie Blogger sind. Vielleicht sind Bloglesungen und -stammtische einfach eine Folge der Selbstüberschätzung, ich weiß es nicht. Mir kommt es ein bisschen vor wie Commodore-Amiga-Treffen seligen Angedenkens: Ich hab auch n Amiga, also treff ich andere, die auch n Amiga haben. Dass das Phänomen diskutiert wird, kann man nicht einfach mit der Bemerkung "jedem so wie's ihm gefällt" wegwischen. Die Diskussion berührt ja die Frage, was Blogs denn nun wirklich sind - die halte ich nach wie vor für ungeklärt.

Lest Blogs vor, aber leitet daraus bitte keine Deutungshoheit her.

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@ modeste: Besonders übel aber ist die Spezies, die allein kommt, um eben selbiges danach posten zu können, während sie im Laufe der Lesung hauptsächlich durch ihr Gequatsche stören. Was man so hört, soll solches Pack vor der Tür bei der Leinwand gewesen sein.

wobei sie sicher das maul gehalten hätten, wenn ihre kumpels gelesen hätten

@ rainer: Nein, der Unterschied ist ja, dass ich eben nicht einen Haufen dummer Nerds treffe, sondern mit überlegen kann, wen ich sehen will. Es gibt eine Menge Blogger, deren Lesungen mich nicht ansprechen würden, dann manche, da würde ich kommen, wenn ich nichts besseres zu tun hätte, und wieder andere, da fahre ich sogar nach Berlin. Oder Hamburg. Es geht also nicht um das Blog. Sondern um den, der über eine technische Lösung zu mir spricht. Kein Mensch würde sich was dabei denken, wenn ich zu einer Lesung eines Autoren gehe, der mir im Radio gefallen hat. genauso irrelevant ist das Blog.

Vor allem aber ich stelle mich nicht in meinem Blog hin und belästige meine Leser mit Erklärungen, warum ich das jeweils tue oder bleiben lasse.

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Warum Leute zu Veranstaltungen gehen, die sie schon vorher sinnlos finden, fragt man sich natürlich auch. Ein merkwürdiges Temperament muss das sein - ich gehe ja auch nicht in den Friedrichstadt-Palast und sage nachher "Herrje, war das scheußlich, das habe ich mir doch gleich gedacht!".

(Was die Auswahl der Lesenden angeht, steht es natürlich jedem frei, eine Lesung mit jedem, den er gern hören möchte, zu veranstalten. Einen besonderen Aufwand bedeutet eine Lesung nicht.)

Was Herrn rainersacht angeht, ist mir seine Position noch nicht so ganz klar - wenn man Lesungen mag, dann ist es doch egal, wo die Texte veröffentlicht sind, wenn sie gefallen? Oder sind Sie der Ansicht, dass in Blogs ausschließlich Texte veröffentlicht werden, die qualitativ unter dem für Lesungen erforderlichen Standard zurückbleiben? - Und was Blogs sind, halte ich für keine fruchtbringende Diskussion. Blogs sind m. E. nichts als eine weiße Wand, die eine direkte und herrschaftsfreie Veröffentlichung ermöglicht. Eine Festlegung, was Blogs sind, brächte, denke ich, nichts als eine wiederum einengende Standardisierung, eine Norm in einem Bereich, der auf Normen nicht angewiesen sein sollte. In dem Moment, in dem irgendjemand verbindlich zu einem Ergebnis kommt, was man unter einem Blog zu verstehen hat, sind haufenweise andere Blogs, die sich außerhalb dieses Standads bewegen, dann eben "falsch". Eine solche Unterscheidung in zulässiges "gutes" Bloggen, und blödsinnige Abweichungen, bringt m. E. gar nichts. Die Weite des Blogbegriffes ist, glaube ich, nicht ein Problem, sondern eine Voraussetzung eines angenehmen, demokratischen Miteinander auf Augenhöhe.

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(Nur zum Verständnis: Ich war nicht da, zähle also nicht zu denjenigen, die hingehen, um hinterher zu nörgeln.)

Ja, modeste, stimmt, das habe ich nicht zu Ende gedacht. Meine unklare Position mag daran liegen, dass ich Blogeinträge für etwas Flüchtiges halte, das nach ein paar Tagen oder Wochen seine Relevanz verloren hat. Aber so ist es ja nicht; ich wühle gern in den Archiven von Blogs, die mir gefallen.
Dem Rest der Argumente stimme dementsprechend auch zu.

Danke.

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Tja, wenn ich das alles
mal konsequent weiterdenke, dann seh ich Dich schon im Fernsehen als Juror bei "Deutschland sucht den Superblogger". Mit Dirk Olbertz, der dem Gewinner einen lukrativen Bloggervertrag offeriert. Mit Frau Lyssa und Thomas Knüwer, der der Jury die nötige MSM-Credibility verleiht. Tja, und Dein Part wäre, als eine Art bayerischer Blog-Bohlen brachiale Sprüche abzulassen: "Du kannst es einfach nicht, außerdem hast Du einen transatlantischen Neoconnard auf der Blogroll, geh lieber in Deinen Hauptstadt-Slum zurück zum Schafe poppen"... ;-))

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Komischerweise bin ich Anfang März in einer geschlossenen Veranstaltung, wo ich genau für das engagiert wurde, nur leider ohne Lyssa, Dirk und Thomas. Wobei ich die Versager eher heim nach Hintertupfing, Altötting und Gungolding trete, wo sie herkommen. Manche nennen sowas "Beratung", ich nenne es die drittschönste Nebensache der Welt, nach dem Einen und dem Contentdiebe rundmachen.

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ach don, hör dich nicht so bitter an. :)
der abend war schön, für den einen aus diesem, und dem anderen aus dem grund. man kann es nie jedem recht machen , und das geknipst werden gehört dazu, genau so wie das belauscht werden ( ja, das hab ich gemerkt, gute dame !).
ausserdem besteht düsseldorf nicht nur aus antville, und pläne werden hier auch umgesetzt.
nur weiß davon halt nicht jeder. muss ja auch nicht.

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Weg mit der falschen Bescheidenheit! Lass uns Autogrammkarten drucken und uns moderne Frisuren zu legen, damit wir auch bei den Teenager gut ankommen. Am besten wäre es, wenn die fünf von Mittwoch jetzt einfach mal die nächsten zwei Jahre durch die Medien geschickt werden. Ich meine, wir sind halt die Besten, das hat das Handelsblatt schon super erkannt. Ich fands toll und vor allem fand ich mich großartig. Es müsste viel mehr Lesungen mit mir geben! Eine neue modische, schicke Brille hab ich seit gestern auch. Wenn wir Don Alphonso jetzt vielleicht noch aus dem Anzug und in eine lässige Alcantara/Leder Kombi von Jean Paul Gaultier bekämen, könnte diese neue Teenie Band einpacken.

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Das ist nicht bitter, es ist nur ein Gedanke, der mir so kam, beim Fliegen und lesen mancher Eindrücke und Meinungen. Mitunter sollte man sowas eben klar stellen, bevor sich manche Behauptung zur Tatsache verfestigt, wie eben die von den üblichen Verdächtigen.

Ich fand es ganz wunderbar, nur dieser eine Punkt, da hatte ich eben den Eindruck, dass sich da was in die falsche Richtung entwickelt. Und ich würde das lieber festhalten, bevor jemand damit das nächste Süppchen kocht.

Don, im Prinzip steht der Gründung einer "Famous Blogger AG" zur Monopolpreisgestaltung für A-Klasse-Blogger natürlich nichts im Weg - irgendwann will man ja auch in der Limo zur Lesung gebracht werden, das muss durchgesetzt werden. Und Veuve im Backstagebereich! ;-)

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Herr Dahlmann, ich bitte doch sehr um eine Autogrammkarte - wo man schon Blogs nicht signieren kann ;-) Meine Herren, sie haben halt Celebrity-Status in der Szene, da müssen Sie auch damit rechnen, auf dem Klo abgelichtet zu werden... Ok, jetzt im ernst: Was mich verwundert ist die Ehrfurcht, die sich auch auf einer Ebene entwickelt, auf der sich die Leute eigentlich auf einem Status begegnen. Ok, der eine hat mehr, der andere weniger zu sagen. Und das mehr oder weniger gut. Anerkennung für schöne Texte - wunderbar. Ist doch der einzige Grund, was zu lesen. Ehrfurchtshaltung - überflüssig. Und Don Alphonso: Von Ihnen hätte ich mehr Stil erwartet - Veuve nicht ernsthaft. Bitte Jahrgangschampagner...

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Ich trinke sowieso nur Tee und Wasser, wenn ich ehrlich sein soll...

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Ach so, und Lu: Wenn ihr sowas macht, vielleicht ein Tipp - verbreitet vorher, dass Ihr wahrscheinlich Eintritt nehmt. Nicht viel, 2, 3 Euro. Ihr müsst es noch nicht mal nehmen, aber das hält die Siggckos draussen, die nur kommen, um kostenlos zu saufen und abzukotzen. Nach der dritten oder vierten Runde der Lesungen verschwindet dieses Gschwerrl allein schon durch die Sozialkontrolle, aber besser ist es, sich solche Leute erst gar nicht an den Trog zu holen.

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keine öffentlichen ratschläge bitte, und auch auf die beutelbasherei geh ich nicht ein. du liegst übrigens falsch mit deinen "vermutungen", wir haben alle fein geld eingesteckt, nirgendwo stand was von umsonst.
dich habe ich den ganzen abend nicht mittig angetroffen, und jetzt weißt du aber zu berichten, was der oder die gesagt alles haben ? das kann auch das stille-post-syndrom sein, wo am ende alles verzerrt ankommt. ich habe die zweite hälfte vor der leinwand verbracht, weil ich nach der klopause nicht durch mein durchlaufen stören wollte, und es war eine nette stimmung draussen.
es kann nicht allen alles gefallen, das muss man halt auch abkönnen.
( amen :)

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Ich kann frisch öffentlich Geschriebenes lesen, ich kenne die Linkzirkel, Freundeskreise und die dahinter stehenden Minderwertigkeitskomplexe höhö, und doof bin ich auch nicht, selbst wenn ich aus Bayern komme, in Berlin gelebt habe und vor RFADs vortrage. hard to believe, but true.

So, do as you please - but remember: There ist always someone to rat you. Kluge Katzen bauen vor.
Halleluja :-)

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wir nun wieder... heiligenscheine, die selbst die tiefste hölle
( oder köln ) erhellen würden ;-)

so, und jetzt is mal a ruh', mir hoam wochenend, da treibts der bauer mit den sauen, und die lu versucht sich in bayrisch.
( alles für den weltfrieden, du kennst mich ja. )

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Daher gibt es ja in Hollywood usw. bei solchen Events auch ein offizielles Shooting vor der Wand mit den Spnsorennamen. Jeder bekommt sein Foto und gut is'. Sollte man auch bei blogger-Lesungen einführen.

Obwohl ich eher wie rainersacht dem Treiben recht verständnislos gegenüberstehe. Meine Hypothese: Virtual Reality funktioniert doch nicht. Auch wenn man meint die Figur durch die Blogeinträge, flickr-Fotos, del.icio.us-Links, openbc-Foren, und andere Digital-Lifestyle Prostitutionen besser zu kennen als manche Familienmtglieder, kann es nicht das Interesse an der Person in Fleisch und Blut ersetzen.

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"Virtual Reality funktioniert doch nicht."

Gibt es ernshaft Leute, die glauben, nur "virtuell" leben zu können?

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Also Blogs lesen tu ich gerne, bei einer Quote von vielleicht 1:10, will heißen, 9x Schrott, 1x (für mich) wertvoll. Wenn ich dann mir vorstelle, Blogs vorgelesen zu bekommen, ja warum nicht, aber ... hingehen würde ich glaube ich nicht. Genauso ungerne wie auch sonst zu Autorenlesungen, die Jungs und Mädels sind schauspielerisch nämlich selten begabt, müssen sie ja auch nicht, sollen ja schreiben. Aber wenn man sich nun mal in so eine Öffentlichkeit begibt, sollte man Blitzlichter abperlen lassen können. Es gibt da Klasse Reflexionsschichten, einfach aufsprühen, fertig.
GTaag, Berlin.

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Da kommt dann noch die Folgekomponente hinzu, dass ein Teil der Blogger (z.B. mit Links auf diesem Blog) sich auch im realen Leben kennt, ein Teil wieder nicht, und dass Verlinkungen zwischen Blogs teilweise mit diesen Kontakten verbunden sind, teilweise aber auch gar nicht. Blogrolls spiegeln also einen Ausschnitt weit Freundschaften außerhalb der VR wieder, teilweise spielen sie sich nur in der VR ab, außer Bloglesungen gibt es auch private Treffen von Bloggern, es gibt Blogs, die von mehreren Personen betrieben werden, es gibt private, politische, philosophische, journalistische und wissenschaftliche Blogs und solche, bei denen sich all dies überschneidt etc pp. Die Bloggosphäre lässt sich in kein Schema pressen, und sie entwickelt sich sehr dynamisch.

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D'dorf
RFAD - das gefällt mir :-)
Ansonsten war es doch OK, dass im Arschlochland der Republik (tja, tut mir Leid Düsseldorf, das war immer so und wird ewig so sein) auch mal 'ne Bloglesung stattfand. Man kann hingehen und irgendein Bedürfnis, von dem ich immer noch nicht weiß, was es genau ist, befriedigen.
Ich meine, es gehen immer irgendwelche Leute zu irgendwelchen Veranstaltungen hin (von Fußball bis Oper) ohne ihr Begehren, daran teilzunehmen, explizit benennen zu müssen . Solange die Attraktion stimmt geht man halt hin-und für die Veranstaltungen nimmt man nun mal (ich muss es neidvoll gestehen) immer die Besten des jeweiligen Marktes und nicht die, die den Durchschnitt repräsentieren... oder so ähnlich.

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Naja, der Durchschnitt hat ohnehin kein Interesse - der ist 16 und überlegt, ob das Taschengeld besser in neuen Kajal oder in ein neues Handylogo gehen soll.

Die Stimmung war überwiegend positiv, ich verstehe (menschlich) auch die unendliche Verlinkerei, aber wenn man diese Geschwurbel nachher schon 10 Mal mitgemacht hat - den hat der getroffen und die auch noch und den hat er nur gesehen aber nicht gesprochen - dann hängt das einem irgendwann zum Hald heraus, dieser Linkmüll.

Hart gesagt: Wenn ich jemanden nicht treffe, ist es egal. Und wenn ich mich mit jemandem privat unterhalte, will ich darüber nichts am nächsten Tag im Blog lesen. Es ist sicher ein Lernprozess beim Übergang von Blog zu Realität, ich bin da durchaus nachsichtig, in Berlin klappt das auch so leidlich, aber ein wenig mehr Veständnis für die Privatsphäre wäre mitunter wirklich hilfreich. Mal ganz abgesehen von den SebSchweinen, die andere Leute gezielt bespitzeln, um was für ihr erbärmliches Blog zu haben.

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Och, maz, dir muss Düsseldorf nicht leid tun - wir verzichten gern auf Leute, die mit Barkeepern auf der Kö über den New-York-Marathon diskutieren und sich ansonsten in ihren Vorurteilen suhlen oder irgendwelche Unfälle in ihrem Leben an eine Stadt oder an eine Region binden.

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Frage an den Lokalpatrioten
Was passiert eigentlich, wenn ich ein Bild von der trostlosen S-Bahnstrecke zwischen Ddorf und Flughafen poste und dann noch die Geschichte der 60-jährigen Herpesschleuder mit den Froschaugen und der Krone auf dem Kopf erzähle, die mich auf dieser Strecke oral infizieren wollte?

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Ich wusste - das Beste wird dem treuen Leser hier unterschlagen!

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Das Beste?
Aber nur für die, die nicht dabei waren. Man beachte die echten Einschusslöcher in den Wänden, Berlin Style.



Ich weiss schon, warum ich in solche Regionen lieber fliege, da bekommt man nicht so viel mit.

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Ah was Rainersacht, gib zu, dass ihr von der Provinz so edel wie Köln und so chic wie München sein wollt aber halt nur ein Dorf voller Bauern seid (hoppla, schon wieder eine Gruppe beleidigt, das nächste Geschimpfe eines Bauern kommt nun bestimmt).--)

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@Don: Na ja, die S-Bahnstrecke vom FJS-Großkotz-Flughafen in das, was die Münchner für eine City halten, ist auch nicht besonders erquicklich. Beispiel: Business-Park Ismaning oder Pro7-Fabriken. Weiter: Das Gelände rund um den Ostbahnhof. Danach geht's zum Glück unter die Erde.
Leider hast du dir die Karnevalszeit ausgesucht, da können Begegnungen mit Touristen, die sich mal so richtig daneben benehmen wollen (oder müssen), vorkommen.

@maz: Och, nö, wer will schon wie K*** oder München sein? Und dass meine Heimatstadt ein Dorf ist, würde ich niemals abstreiten, allerdings historisch gesehen eben kein Bauerndorf, sondern ein Fischerdorf. Das macht die Stadt so angenehm - so lange die Leute wegbleiben, die auf der Kö mit Barkeepern... (Ich kenne keinen Düsseldorfer, der je auf der Kö mit einem Barkeeper... das machen nur die verstrahlten Herkömmlinge aus dem Umland).

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Was Edles hab ich in Köln noch nie gesehen. Erinnere mich nur an die große Kirche am Bahnhof. Aber hier bei uns in F sind die Hochhäuser höher . Und einen Kölner zu treffen, der einen Horizont hat der weiter als bis Köln Nippes reicht ist auch nict so leicht.

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Falsche Seite^2
Auf der anderen Seite des Bahnhofs,
auf der anderen Seite der Gleist,

hättst Du was netteres gefunden. Mit mehr... Mensch quasi :-D

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Die Sündenmeile?

Ich erkenne sowas immer nicht. Als mir Thomas sagte, das Hotel sei an der Charlottenstrasse, sagte ich - zutreffend - dass ich die Strasse kenne. Worauf er süffisant meinte, das sei der Strassenstrich. Mir ist da nie was aufgefallen. Ich bin blind für sowas - nur in Lissabon war der Schwulenstrich vor der Haustür, und auch da hat es einen Monat gedauert, bis ich das begriffen habe.

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Das mit dem Barkeeper ergab sich halt, da die Bloglesung auch an der beschissenen Königsallee stattfand.
Dafür kann ich aber wirklich nichts.

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Äh - wenn Du da warst, warum hast Du Dich nicht gemeldet? Wir hätten tauschen können, Du liest, ich hau als Maz derweilen ein paar Arschvillern und Mehrzweckmüllbeuteln was vor den Latz...

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Nächstes Mal:-)

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Keiner packt den Mehrzweckbeutel an! Der hat schon gebloggt, da seid ihr noch mit feuchten Windeln um den Weihnachtsbaum herum getanzt.

Mobbing ist anscheinend auch bloß Business.

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maz, sehr schön, dass du nicht in schubladen denkst.
IHR wollt, IHR habt, etcbla.
und edel wie köln ?
hahaha. dunkel, dreckig und voll, köln will nun wirklich keiner sein.

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Ich hab bei DCT schon die Axt an Nemax-Firmen gelegt, da haben Sick Stuss und seine helfershelfenden Mehrzwecksigge (who ever this might be, dunno) noch auf den VC-Mann gehofft. Ddorfer Mob- und Dissnetzwerke jeglicher Coleur können nicht mit Schonung rechnen.

wobei das hier immer noch der schonwaschgang ist, es ist mir schlichtweg um mein blog zu schade, die typen auf der vorderseite hochzunehmen

Ansonsten würde ich Euch bitten, Eure Lokaldifferenzen etwas zu mässigen, von meiner Warte aus ist das alles eh nur Westpreussen, Zugabe, wenn die Russen Berlin kaufen, da stört es, wenn das Give-Away schlecht gemacht wird. ;-)

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Nimm nicht alles so ernst, liebe Lu!
Ach was Lu, ich denke nur so... ich katagorisiere gerne... gehört zu meiner Natur...ansonsten: Düsseldorf ist schön, Düsseldorf ist wunderbar. Es gibt keine andere Stadt der Welt, die so großartig ist, wie Düsseldorf. Es ist diese Stadt, die die schärfsten Miesen, die schönsten Männer hervorbringt. Außerdem schissen alle Düsseldorfer Honig und pissten Wein, wenn ihre Anatomie so etwas hergäbe... sie sind aber alle Engel, deshalb...
Ich liebe Düsseldorf. Ich liebe Düsseldorf. Ich liebe Düsseldorf. Düsseldorf, Düsseldorf über alles. Ich wünschte, dass alle Menschen dieser Erde eines Tages sagten: Ich bin ein Düsseldorfer...und das ist auch gut so.
Nun, dieses Preisen der schönsten Stadt wo es gibt (Düsseldorf!) soll fürs Erste genügen. Ich muss raus aus dem Haus in die Dunkelheit meiner beschissenen kleinen Ruhrgebietsstadt.
Während ich draußen zittere werde ich nur an die Stadt der Träume denken...Aaach, Düsseldorf, ach!

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schon besser, rufe ich aus meiner bleibe in einem der sozialen brennpunkte der stadt, schon besser :)

( ich wußte gar nicht, das in mir so eine schwellbrüstige dorfpatriotin steckt, gut zu wissen, gut gut.
und nächstes jahr feier ich dann auch karneval, oder wie ?)

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Wenn Dir Herpes und Hepathitis nichts ausmachen, immer nur zu. Was ich an Angebot zum mitmachen gesehen habe, hätte ich nur mit der Kneifzange angefasst.

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"Ich hab bei DCT schon die Axt an Nemax-Firmen gelegt, da haben Sick Stuss und seine helfershelfenden Mehrzwecksigge (who ever this might be, dunno) noch auf den VC-Mann gehofft. Ddorfer Mob- und Dissnetzwerke jeglicher Coleur können nicht mit Schonung rechnen."

Ich hoffe, dass wer genau so ironisch gemeint wie mein Windel-Weihnachtsbaum-Appell.

Ich weiß nicht, warum du auf den Mehrzweckbeutel haust, aber ich denke, du haust da auf den Falschen. Richie ala argee/gleim führt ein wunderbares Blog mit tollen Fotos aus Düsseldorf, fantastischen Ausflügen in die Botanik und manch schlauer Analyse. Dafür werbe ich gerne.

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Das Argument,
"der soundso hat schon gebloggt, da warst Du noch flüssig" fand ich schon immer ziemlich schwach. Man kann eine Sache ja auch 30 Jahre lang falsch machen...

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Ich war schon Würmeiszeit, da wart ihr alle noch nicht mal Günz, das sag ich Euch :-)

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Mit dct waren wir schon Riss, da waren andere noch Oligozän!

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... comment
 
Gibt's im Hinblick auf das Recht am eigenen Bild nicht einen Unterschied zwischen Blogstar und dem unbekanntem Blogger von nebenan?

Man kann ja schlecht prominent sein wollen ohne in Kauf zu nehmen sich dabei der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch wenn man dann nur beim Gang zum stillen Örtchen und nicht in den Armen irgend eines Teppichluders abgelichtet wird. ;o)

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Bei einer öffentlichen Veranstaltung wie der vom Handelsblatt muss man damit rechnen & leben - aber nicht davor und nicht danach. In Berlin haben wir das so geregelt, dass bitte nicht geblitzt wird, das saugt beim Lesen kolossal. Und veröffentlicht nur nach Absprache mit den Abgebildeten. Ich werde mich auch dafür einsetzen, dass es einen entsprechenden Druck in München gibt, zumal es dort problemlos als nichtöffentliche Veranstaltung zu labeln ist.

Flickr ist in meinen Augen sowieso die Pest, und der gedankenlose Umgang mit Digicams ist meines Erachtens auch nicht besser als jede Überwachungskamera im öffentlichen Raum.

Es gibt dann noch das Recht, über "Personen der Zeitgeschichte" zu berichten. Aber auch nach 2 Büchern bin ich noch nichts, was man so beeichnen könnte, noch nicht mal als "relative Person d. Z.". Glücklicherweise.

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Es wertet ja eher auf wenn es mal jemand als unangenehm empfindet seine Fresse in der Bunten abgedruckt zu sehen. Oder ist es nur Flickr und das Abbilden bei unwichtigen nicht-multiplikationsfähigen Nullen?

Auch cool wär allerdings auch einen 80-iger Jahre Sean Penn Style hinzulegen, bei dem du oder wahlweise dein Bodyguard einfach jedem, der so aussieht als könnte er mal ne IXUS in den Händen gehabt haben, das Nasenbein brichst...

[edit]
Das mit der Person der Zeitgeschichte lässt sich doch heutzutage in wenigen Cut&Paste-Minuten über Wikipedia lösen...

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Hm, das mit den Bodyguards ist eine Überlegung wert. Es muss ja nicht immer für Knipser sein...

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... comment
 
Auf...
...dem stillen Örtchen abgelichtet werden, bei einem Bloggertreffen, das hat doch was. Da ist ja dann auch die Matt'sche Klowand im Hintergrund zu sehen, ergo schließt sich der Kreis...

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Geduld donalphons, noch drei, vier Lesungen, dann wirst Du dich darüber beklagen, dass Dir zum ersten Mal zwei Blog-Groupies aufs Stille Örtchen gefolgt sind. Und keiner hat's fotografiert...

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"obwohl das Potential in jeder Stadt über 250.000 Einwohner da wäre."
Okay, mit ner Lesung für "ganz" Luxemburg müsste es ja dann klappen ;-)

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Habe ich damit jetzt die Organisation von Hannover, Braunschweig und Bremen an der Backe?
:-)))

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Hannover, Bremen würde ich dich unterstützen.

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Hannover hätte was.

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OK, klären wir ab.

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ach je
warum Hannover? Obwohl... dort wohnt jemand der eine hervorragende Lasagne macht :-D

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Hannover ist besser als sein Ruf. Gut, keine Weltstadt wie Düsseldorf.

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In Hannover leben Menschen? Echt jetzt?

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Können wir uns darauf einigen, dass alle Orte, wo jeder nicht seine perfekte Heimatstadt hat, ganz unsäglich sind und von unerträglichen Menschen bewohnt werden? Dann sind alle zufrieden.

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Blog verkürzt Distanzen
Das interessanteste am Blog als Tätigkeit und Medium ist wirklich die verknappung der Distanzen: Jeder Schreiber wird sogleich auch zum Verleger und das Echo oder die Reaktion ist so nah, ob gewollt oder erhofft oder nicht, dass man sich mit dieser und seiner eigenen laufend konfrontiert sieht und nur staunen kann ob der Wirkungen, die daraus wachsen - und den Eitelkeiten, die nur so schwer zu überwinden sind.
Ich auf jeden Fall weiss jetzt endgültig, wie schwierig es ist, sich einzig auf seine Inhalte zu konzentrieren, sobald diese öffentlich werden und kommentiert werden können - und plötzlich ein Wettbewerb um diese Öffentlichkeit entsteht, der sich nach anderen Qualitätsmerkmalen richtet als jenen, die ich mir selbst auferlegen mag vor einem leeren Blatt Papier - oder einer leeren Blogseite.
Thinkabout

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Heimatstadt
Lieber eine Heimatstadt haben, ein als zynischer, unzufriedener und nörgelnder Job-Nomade zu sein.
Wer sich zu seiner Heimat bekennt (und sei es München oder gar K***), hat immer meinen Respekt.

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hm. ich habe in letzter zeit™ das gefühl, daß ihnen der erfolg langsam aber sicher zu kopf steigt. vielleicht sollten sie mal eine auszeit nehmen, es wäre schade, wenn sie ihre authenzität auf dem altar des okonomischen kalküls opfern würden...

gruß,
asleif

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äh - welches ökonomische Kalkül? Ein Grossteil der Lesungen und Auftritte sind nicht nur non profit, sondern sponsored by Don. Ich könnte jetzt von den Leuten berichten, die nach solchen Veranstaltungen kommen und sagen, dass sie das nie tun würden, unter 1000 Euro machen sie gar nichts.

Ich bin nur empfindlich, was meine Privatsphäre angeht. Würde ich von mir Zillionen Bilder im Netz sehen wollen, würde ich sie selbst posten. Nicht umsonst gibt es offizielle Pressebilder. Ich gebe keinen Millimeter mehr preis, als ich will. Und all die Schnüffler, Datenbuddler und Ungefragtdraufhalter versuchen, das zu ändern. Und das sind dann die Fälle, die einen dazu bringen, die ein oder andere schöne Geschichte eben nicht zu bringen, weil sie sehr persönlich ist und man sie nicht diesem Pöbel vorwerfen möchte.

Und ich hoffe, dass solche Texte den ein oder anderen für die Probleme sensibilisiert. Abgesehen davon ist die Kunstfigur Don Alphonso sowieso a priori nicht authentisch.

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nun, der blog hat ja keine regel. er wird vom blogger geformt. also wenn du eher die extrovertierte ausformung dieses mediums leben willst.. okay.
dennoch schätze ich persönlich die kleineren obskuren sachen von bloggern, die wahrscheinlich nie eine lesung halten werden, genauso wie die blogbuster.
alles hat seinen platz solange es ein publikum gibt welches dankbar auf das nächste posting wartet.

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Aber jeder kann sein Blog natürlich nach vorne bringen - Lesungen selbst organisieren ist nicht schwer, ganz im Gegenteil. Jeder fängt als kleine obskure Sache an, und ich persönlich denke, dass Rebellen ohne Markt nicht mehr klein, aber immer noch reichlich obkur sind.

Die bisherige Konzentration auf "Blogbuster" wid sowieso nachlassen. Wer einige Lesungen gemacht hat, verabschiedet sich gerne mal eine Weile ins Management oder in die Technik und lässt andere ran. Es geht ja nicht darum, immer vorne zu stehen, sondern andere mitzuziehen. Die sicherste Methode aber ist es, es selbst zu machen - wenn erst mal jede Woche irgendwo in diesem Land eine Bloglesung ist, wird sich die Aufregung schon legen, und der Zugang für andere Blogger sehr viel leichter. man will ja auch mal was neues hören.

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