Totalitäre unter sich

Es ist immer wieder das gleiche. Während in normalen politischen Gruppierungen, die auf Demokratie oder gar Konsens setze, relativ grosse inhaltliche Unterschiede leicht überwunden werden können, lösen bei den Extremisten kleinste Meinungsunterschiede massive Grabenkämpfe auf. Obwohl sie sich doch kaum unterscheiden.

Marx/Bakunin, Goebbels/Hugenberg, APO/RAF, DVU/NPD lieferten und liefern teilweise bis heute Beispiele für ähnliche Urgründe und Entwicklung bei später aufbrechenden Konflikten um die Meinungsführerschaft. Meist ist es eine Radikalisierung - oder, wenn man so will, konsequentes Zuendedenken der eigenen Ideologie - die einen Riss zwischen den Durchgeknallten, denen alles egal ist, und den Durchgeknallten, denen nicht alles egal ist, entstehen lässt. Und genau das ist jetzt wieder passiert, im braunen Sumpf der Blogosphäre, der sich irgendwo zwischen Verfassungsfeinden und/oder FDP-Mitgliedern abspielt. Denn das, was als "prowestliches Treffen" einer Reihe von mehr oder weniger rechtslastiger, neoliberaler oder einfach tatsächlich nur amerikafreundlicher Blogger auf dem Nockherberg begann und gross werden sollte, liegt heute in Scherben.

Dabei hauen sich beide Seiten Dinge um die Ohren, die ich weitgehend bestätigen kann: Tatsächlich gibt es besonders bei Myblog.de Webseiten, die in ihrer fremdenfeindlichen Sprache und dem Hass und Gewaltandrohungen gegen Andersdenkende nicht signifikant von normalen Neonaziseiten unterscheiden. Ausser vielleicht von der "Dimmih"-Paranoia, die bei diesen Blogs besonders ausgeprägt scheint und sogar den Beckstein erwischt. Das ist allerdings nicht ganz neu, die Radikalisierung ist allenfalls verbal, nicht aber inhaltlich. Umgekehrt muss man konzidieren, dass diese extremen Blogs tatsächlich die Meinungsführerschaft von Blogs übernommen haben, deren zentrale Schaltstelle "Statler und Waldorf" noch einige andere Inhalte hatte, als blosse Rechtfertigung von Folter. Der Streit um die islamfeindlichen Karikaturen aus Dänemark hat die vulgären Fremdenfeinde beflügelt und gross gemacht. Ihre Ziehväter aus der Puppenloge haben sie früher gern verlinkt, dann Differenzen festgestellt - aber da war es dann schon zu spät. Bei aller Ablehnung wird man damit leben müssen, dass die neuen Feinde jetzt die grossen Player sind, mit bis zu dreimal so vielen Nutzern wie das inhaltlich doch sehr mau gewordene frühere Zentralorgan. Und das bezieht sich nicht auf den Vorwurf der Rechtsextremen, die Puppenloge wäre inzwischen aus beruflichem Opportunismus nicht mehr so eingestellt wie sie.

Natürlich gibt es auch einen Unterschied zwischen den Kommentatoren der Streiter; der Wunsch, Gegner umzubringen, seien es Kritiker in Deutschland, mittelamerikanische Politiker oder allgemein Muslime, liest sich anders als Personen, die im Zusammengang von 24 toten unschuldigen Irakern von "leichten Unannehmlichkeiten" sprechen oder solche Geschehnisse als leider unvermeidbar hinstellen.

Der Unterschied ist in etwa so gross wie zwischen, sagen wir mal, dem überzeugten Mauerschützen und demjenigen, der den Antifaschistischen Schutzwall aufgrund seines Abos des Neuen Deutschland als nötig erachtet. Zwischen dem Illegalen, der die Waffen besorgt und seinem Freund, der RAF-Terror als nicht immer glücklich, aber unvermeidbar zur Herbeiführung anderer Gesellschaftsformen erachtet. Beide können sogar ein und die gleiche Person sein, in jedem Fall ist es ein Komplex. Bei unseren rechten Blogkameraden kommt das auch dadurch zum Ausdruck, dass sie Fans oder gar Mitglieder der gleichen Partei sind - ohne das, denke ich, wirklich zu wissen, schliesslich arbeiten sie ja unter Pseudonm, aber doch ist es so.

Jetzt, da zwei aus dem gleichen Stamm, "alte Weggefährten", zu weit gegangen sind, entlinkt und beleidigt man sich, beschuldigt einander des Abweichlertums, und es sieht für mich als jemand, der politisch in der linken Mitte zu verorten ist, so aus, als hätten die ganz Durchgeknallten gewonnen - solange, bis mal jemand den Dreck genauer liest und ihnen den Staatsanwalt auf den Hals hetzt, der sich dann eventuell auch über die Verbindungen zum Spammer und Domaingrabber Achim "Jo@chim" Hecht wundern wird, der auch nach der frischen Absage seine alten Ergebenheitsadressen an diese Leute immer noch im Blog stehen hat. (zu spät, zu spät :-)) Eine vollständige Trennung ist aber auch nicht festzustellen, hat man sich doch nur einiger Protagonisten entledigt, denn bei den geringen Unterschieden ist es gar nicht so leicht, Grenzen zu ziehen.

Wie auch immer: Die Nockherbergverschwörung ist vorbei, die Szene ist zwar immer noch wie früher, aber dennoch zerstritten und zerstückelt. Das wird nichts mehr. Und um mit dem alten dicken Kohl zu sprechen: Darüber sollten wir uns freuen.

Samstag, 3. Juni 2006, 20:33, von donalphons | |comment

 
Marx/Bakunin, Goebbels/Hugenberg, APO/RAF, DVU/NPD lsehe ich zwangsläufig anders als Du und würde raten, da etwas mehr zu differenzieren, aber ansonsten gebe ich Dir recht. Im Übrigen hat man läuten hören, dass da ein Staatsanwalt oder Richter oder so jemand schon in Bewegung gesetzt wurde.

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Ach? Na dann. Nicht schön, aber es musste ja mal so kommen. Man wird sehen, wie da reagiert wird. Wäre ja nicht das erste Mal, dass manche rückwirkend ihr Blog hübschfälschen. Scheiss Googlecache :-)

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Dem Che kann ich nur zu vollen 100% zustimmen!

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Fast langweilig, dass es genauso enden muss, wie vorherzusehen war. Dass diese Spinner auch immer so berechenbar sein müssen...
Und was bleibt jetzt zur Unterhaltung? Vielleicht der für Promotionzwecke inszenierte SpOn-Schaukampf zwischen den hauseigenen Lokalmatadoren? Sowas erbärmliches: Antideutsches Spatzenhirn gegen deutschtümelnde Dumpfbacke um die Deutungshoheit von rechts.
Nene, dann doch lieber authentisches Rechtsbloggerbashing und echtes Blut.

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Mich hat es ja eher gewundert, dass es so lang gedauert hat. Was an der Sache wirklich witzig ist: Wie die nicht ganz so Durchgeknallten jetzt plötzlich die Argumente bringen, die hier und anderswo schon immer vertreten wurden. Learning by nachmaching.

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Mal zur sozialen Kompetenz von Puppenspielern
Die Verhaltensweisen dieser Leute ekeln mich an. Könnt ihr das hier unterschreiben?

http://netbitch1.twoday.net/stories/2114206/

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Ich nicht, leider. Nicht weil ich für Outing bin, sondern weil ich meine eigenen Regeln habe.

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Und die wären?

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In unserm Puff kriegt jeder, was er braucht. Immer eine Kugel mehr im Lauf haben. Immer mehr wissen, als ich sage. Die Reaktionen werden den Anforderungen angepasst. Da drüben am rechten Rand ist so viel "Dynamik", dass ich zuerst mal nichts ausschliesse.

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Dann freue ich mich darauf, euer Wissen dosiert mitzulesen und die ganze Entwicklung zu verfolgen. Vielleicht bin ich ein klein wenig naiv - ich kenne ja nur Dotcomtod als Community und workingclasshero und Che als reale Personen (war das jetzt unstrategisch, das zuzugeben :-)?) und nicht den Gesamthintergrund, aber ich habe ein klares Gespür dafür, was ehrlich gemeint ist und was nicht. Und da haben die Rechtsblogger klare Defizite.

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Da wird nicht mehr viel passieren. Statler ist der Einzige, der was hätte reissen können, er hat das Blog gross geschrieben, aber wie so oft, wenn Leute es etwas zu brilliant machen wollen: Er hat sich selbst schachmatt gesetzt.

Da ist die Sache mit der gefälschten Anmeldung der URL. Da ist die Sache mit der Angst vor dem Outing. Er wollte beides, ungefährdete Karriere im echten Leben und die Sau rauslassen im Blog. Da gibt es massenhaft nette Zitate, mit denen man ihm im realen Leben viel verbauen könnte, Stichwort "Nationale Sozalisten". Und genau das wäre jetzt aber eine schöne Sache, als zentraler Hub, der man ist, und bei den Schnullis aller Art, die jetzt Blogger einkaufen. Als Herre-Supporter geht das nicht, und die reale Person hätte keine ruhige Minute dank seiner alten Quotes. Wann fing das an, was ist passiert mit Herre, fragt Statler. Schon lange vor den Blogs, ist die leicht zu gebende Antwort. Er war einfach nur blind. Keine gute Ausgangslage für einen, der über Politik schreiben will.

Wenn man das Blog etwas länger liest, merkt man auch, dass ihm nichts mehr einfällt. Es hätte unter schwarz-gelb was werden können, aber mit der marginalisierten FDP und der nichtregierenden Union ist das eine Scheisszeit für alle Neoliberalen, genauso wie für jede Art von Transatlantiker. Ich war letzte Woche wieder mal bei alten Freunden auf der Museumsinsel, da wird viel in Sachen Frontbegradigung nachgedacht, weil man neue Wege für den gesamten Nahen Osten braucht, die Bush nicht hinbekommt. Die Israelis kotzen ohne Ende über den neuen Irak, die Iraner lassen sich ums Verrecken nicht isolieren, und die Europäer, auch das Merkel, lässt die Amerikaner freundlich lächelnd auflaufen, ich kriege die Krätze, wenn ich über den Komplex der samt und sonders Unwilligen schreiben muss. Und dann noch die geplatzte Hirsli, da bleibt nicht mehr viel für das alte Statler-Profil. Fussball ist in 6 Wochen auch vorbei. Also wird das Ding noch langweiliger, und irgendwann macht er den Waldorf und schreibt gar nichts mehr.

Der Rest kommt keinen Millimeter über das eigene Umfeld hinaus, kannste also knicken. Und der nach Broder klingende Teil von "Liza" wird ganz schnell das Maul halten, wenn sich mal einer damit auseinandersetzt. Bleiben also Herre und Co. Noch.

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Und ich bin unter Einsatz meines Lebens nach Kurdistan gereist und habe mich da für Verfolgte eingesetzt, und bekomme heute diesen neoliberalen Scheißmist mit. Und dann lese ich über Nahost sowas wie bei Lisa.

Herre und Co? Verdammtes Rassisttenpack!!!

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Ich verfolge das ja nicht so, alle dreivier Monate mache ich so einen Rundgang durch die entsprechenden Blogs, einfach um zu sehen, wie die Widerwärtigkeit weitergeht. Die jetzige Begründung von S&W, in der so getan wird, als sei das ein Ding, das sich erst seit einiger Zeit eingestellt habe, ist wirklich hochgradig lächerlich. Das einzige, was auffällt, hast du aber auch schon gesagt, ist, dass die sich in den Kommentaren kaum mehr verbergen / zurückhalten. Also: ganz gut das nochmal hier einsortiert zu bekommen, wie diese "Gesinnungswechsel" zu bewerten sind.

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Der seltsame Liberale und sein Blog
Ich mein, wenn ich eine Karriere in bzw. über die FDP plane, dann schärfe ich mein liberales Profil nicht sehr geschickt, indem ich mit Vertretern der Neuen Rechten jahrelang zusammen arbeite, oder?

Ist es für einen ambitionierten Liberalen und Interessenten an einem Job im Staatsdienst geschickt, einem missliebigen Blogger wie ein Hexenjäger nachzuspüren und diesem Kritiker in höhnischen Ton eine "richtig spannende" Zukunft und "wirklich dunke Wolken" anzukündigen? Statler droht ihm aktuell:
"Dann allerdings ziehen wirklich dunkle Wolken in seinem Kopierraum auf. Seine Anonymität, hinter der er sich bisher so schön verschanzen konnte, beginnt zu bröckeln. Dann kann er nur noch hoffen (...) Dann wird es für ihn richtig spannend."
Dass sich Anonyme im Internet beschimpfen, das mag heutzutage üblich sein, aber offene Bedrohungen?

Statlers staatsfeindliches Blog ist, was die politische Linie angeht, vielfach eklektizistisch und oszilliert zwischen Mr. Jekyll und Mr. Hyde. Abgesehen von einem konstanten "wir müssten mal über Folter nachdenken", "free markets are my law", "Bush ist super, ey" und ständig neuen Kriegsbegründungen schwankt er politisch zwischen latenten Rechtsextremismus und Liberalismus.

Man kann den Eindruck gewinnen, dass dieser Herr Statler von leicht übersteigerten Überlegenheitsgefühlen geplagt wird und dazu von der Idee, mit seiner aktuellen Drohung einen unangenehmen Kritiker zum Schweigen bringen zu müssen. Oder er hat einfach Spaß dran.
Seltsam, diese Sache.

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Gut, dass er Eliten bevorzugt und sich selbst auch als Teil einer Elite wahrnimmt, ist jetzt erst mal kein Verbrechen, sondern in gewissen Grenzen sogar verifizierbar. Was jetzt aber beim allgemeinen Niveau dieser Szene nicht unbedingt schwer ist, und auch nicht in neoliberalen Kreisen, deren Hirnkonstrukte ausser für sie selbst und eine gewisse Gruppe Modernisierungsverlierer nicht attraktiv sind. Man muss Statler zugestehen, dass er sich postmodern nicht verorten lässt und sich vermutlich für brilliant genug hält, über die Widersprüche hinweg zu glänzen.

Was ihm "a pain in the ass" sein dürfte ist, dass sich Nixxon und andere in seine alten Geschichten verbissen haben. Und dass es, wenn einer mal wirklich zündeln würde, zu einer Kettenreaktion kommen würde, bei der ihre Seite weitaus schlechter dastehen würde. Würde man mich etwa bei meinen Medien anzuschwärzen versuchen, wäre man doch sehr, hm, überrascht, wer da was will; abgesehen davon, dass es in meinem Arbeitsgbiet ohnehin die Regel ist, dass sich jemand beschwert, manchmal, wenn es um einen Konflikt geht, sogar alle beteiligten Parteien verlangen, ein Wiedergutmachungsinterview zu bekommen. Hihi. Meine Blogkreise sind politisch nicht extrem, ich schon gleich gar nicht, von ein paar erzreaktionären Anwandlungen bei der Beurteilung der Kultur mal abgesehen. Umgekehrt mit Herre und Co. an der Backe ist das nochmal as anderes. Natürlich sagt er, dass er den Islam für reformierbar hält, die Türkei in die EU soll und Moscheen gebaut werden dürfen, aber bei der Beurteilung sucht man auch die KO-Kriterien. Wie ein bisschen Folter, beispielsweise.

Ich glaube, der ist einfach frustriert, weil er so viel hätte erreichen können, und sich so viele Möglichkeiten verbaut hat. Da kommt er nicht mehr raus, das wurmt ihn, er hat sicher auch ein wenig Angst, na, und dann geht er eben in die Vorwärtsverteidigung, obwohl der Zeitpunkt mit den braunen Schlieren gerade *etwas* ungünstig ist.

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Ich glaub, frustriert passt hier besser als Elite. Wäre er wirklich Elite, könnte er z.B. auf eine Überlebensfähigkeit in der "freien" Wirtschaft wirklich rechnen, so würde er sich m.E. nicht dazu hinreißen lassen, in aller Öffentlichkeit kakophonisch garnierte Drohungen zu äußern.

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@ Dr. Dean: Die FDP samt deutschem Liberalismus steckte schon zu Mendes Zeiten tief im rechten Herrenreitersumpf. Möllemann war bestimmt kein Zufall, sondern lag voll auf Linie einer "liberalen" Tradition, die bis zu Hansemann zurückreicht; "Ausrutscher" waren eher Baum oder auch Scheel. In der Weimarer Republik saßen alle so genannten "Liberalen" in der reichlich reaktionären Stresemann-DVP, wo sich alle den Hindenburg aufs Kopfkissen stickten, um besser zu schlafen. Kurzum: Es gibt keinen Liberalismus in Parteigestalt - schon gar nicht in liberalen Parteien.

Was erwartest du auch, wenn eine Partei es allen, Koofmichs, Gewerbetreibenden und Zahnwälten dieser Republik recht machen will? Etwa dass daraus Aufklärung wird? Aus einem Rechtsanwalt beispielseise, der sich als Intellektueller versucht, wird letztlich meistens ein Ordomane wie Schily - und manchmal sogar ein Mahler. Der einzige Unterschied vielleicht: Gelb kommt vorne raus, braun hinten ...

MfG

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Herre-nreiter
Unter dem Herrenreiter-Gesichtspunkt passt es, stimmt. Diese bräunlich glänzende Mixtur aus Sozialdarwinismus, Militarismus und blinder Autoritätsbewunderung (in seinem Fall: Bush) liegt dann auf Linie. Passt auch zur Bedrohung politischer Gegner und zu einem Kommunikationsverhalten, das den Ideen von Carl Schmitt folgt, feindselig z.B. gegen Linke, Linksliberale und "Sozen" : Gelb rein, braun raus. Derartige "Liberale" waren schon immer ideale Steigbügelhalter für Faschismus. Da fehlt eigentlich nur noch etwas Nationalbesoffenheit, und schon haben wir einen fast perfekten profaschistoiden Wiedergänger der DVP, deren "liberale" Vertreter damals Hitlers Ermächtigungsgesetz zustimmten. Neulich meinte dieser Statler, dass "Sozialarbeiter" und "die Linken" schuld an den aktuellen rassistischen Übergriffen seien, und aktuell hofft Statler auf die politische Nichtberücksichtigung von Gewerkschaften und auf deren Ende.

Das passt schon.

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Ach, der Herr Dean wieder. Zu den üblichen Schmutzwürfen was "Rechtsextremismus" angeht, will ich hier gar nichts sagen. Wer unser Blog liest, der findet im gesamten Archiv von 2004 bis heute vor allem scharfe Kritik an Abschottungsmechanismen, Nationalismus u.ä. Nur ist mein Ansatz gegen Rechts eben kein sozialistisches Wolkenkuckucksheim, sondern die Betonung individueller Freiheit.

Viel wichtiger ist folgendes. Sie haben sich ja selbst völlig zurecht mal über eine Morddrohung aufgeregt, die ein PI-Kommentator gegen Sie ausgesprochen hatte.

Nun, der von Ihnen Verteidigte Linksblogger hatte beispielsweise mal diese Textpassage hier in seinem Blog:

"Ich möchte Sie der Fairness halber darauf hinweisen, dass ich ausgebildeter Fernspäher bin. Sie wissen schon, das sind die Vorläufer der KSK. Lautloses Töten, bevorzugt per Durchschneiden von antideutschen Kehlen, ist eine unserer Spezialitäten. Wie auch das Abspringen aus 5 Kilometer Höhe direkt auf dummdreiste Bush-Israel-Heuler.

Sie wissen, mit wem Sie sich anlegen?"

Das ist ein Beispiel, es gab auch andere. Das ist für Sie, Herr Dean, also ein "Kritiker"? Ganz harmlos?

Wie schon woanders geschrieben: Ich halte nichts von Outings, und von mir gibt es keine Erstschläge in diese Richtung. Auch darin unterscheide ich mich, wie es scheint, von Ihnen, Herr Dean -- wie man in der Kommentarsektion zu Ihren älteren Beiträgen immer noch sehen kann.

Meine "Drohung" war ein Warnschuß. Wenn der Betreffende weiterhin meint, auf seinem Blog in Blog-Auseinandersetzungen mein Umfeld, von Familie bis Arbeitgeber, einbeziehen zu müssen, dann bekommt er Ärger. Wenn er sich in Zukunft zusammenreißt, dann ist die Sache damit erledigt und wir können friedlich ko-existieren. Es liegt an ihm.

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Rhabarber:
wie man in der Kommentarsektion zu Ihren älteren Beiträgen immer noch sehen kann
Völliger Quark. Was man deutlich sehen kann, ist aber der "Warnschuss", Ihre offene Drohung. Tja, und dann:
Wer unser Blog liest, der findet im gesamten Archiv von 2004 bis heute vor allem scharfe Kritik an Abschottungsmechanismen, Nationalismus
Das schmückende Feigenblatt. Eine Dosis Likudblock plus eine Prise antideutscher Ideologie, und fertig ist der liberale Herrenreiter von morgen. Es gibt natürlich auch Dinge, wo ich Ihnen recht gebe, Herr Statler:
(...) Das ist ein Beispiel, es gab auch andere. Das ist für Sie, Herr Dean, also ein "Kritiker"? Ganz harmlos?
Nein, nicht harmlos, sondern in jeglicher Hinsicht intolerabel.

Wenn Sie der alte Kram so stört (mich würde er auch stören): Was den Starksprech und Beleidigungen angeht, müssen Sie zugeben, dass Sie selbst dazu neigen. Bei den übrigen Dingen würde ich mich an Ihrer Stelle mit Nixxon in Verbindung setzen, dies deutlich eher, als selber Drohungen und "wirklich dunkle Wolken" bzw. nachdeklarierte Warnschüsse u.ä. auszusprechen. Das macht man nicht, erst recht nicht als Liberaler.

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Herr Statler, Sie werden vielleicht zu Ihrer Überraschung feststellen, dass jemand, der über Sozialdemokraten als abwertend als "Nationale Sozialisten" spricht, zwar damit seine Ablehnung sowohl gegen klassische Altnazis wie auch Sozialdemokraten zum Ausdruck bringt, danach aber nur noch sehr begrenzt für eine ernsthafte Debatte brauchbar ist. Also nur noch für die begrenzte Gruppe von Leute, die zwar links von den Altnazis sind, ansonsten aber bis zur Unterkante Oberlippe in der braunen Scheisse der Relativierer stecken, da hilft auch keine Unterstützung für extreme jüdische Positionen oder der Verweis auf die grossartigen USA, deren Lenker, wie Sie sicher wissen, auch daheim nicht mehr als Garanten für die Freiheit gesehen werden. Begriffe wie "Partyschwulette", die Sie ja auch verwenden, sind auf einer direkten Linie rüber zum Herre. Da rechtfertigt man die Gewalt, die von denen kommt, die reden wie Sie. Und deshalb stecken Sie in der Sackgasse, sie würden sich zwar gern befreien vom Herre, aber der ist mehr als nur ein alter Weggefährte - der Herre steckt in Ihnen drin.

Und was die Gewalt angeht: Da ist Ihr inzwischen zum Küchenliebhaber mutierter Kompagnon auch nicht zurückhaltend: Bewundern muß man Frau Merkel jedoch für ihre Selbstbeherrschung - wir hätten es jedenfalls sicher nicht geschafft, dem dämlich süffisant grienenden Schröder nicht zwischen die Beine zu treten. Zusammen mit Ihren Ansichten zur Folter ergibt sich da ein Bild, von dem ich, offen gesagt, nicht wirklich bedaure, wenn es in naher Zukunft durch die Einstellung des Blogs verblasst.

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Gelbbraunes Triumphgeheul
Vielleicht muss man das Posting von Statler doch etwas anders werten, nämlich als ein "jetzt-haben-wir-Dich-endlich-am-Haken". Wenn ich es richtig gelesen habe, hat Statlers höhnische Drohung diesen Hintergrund:
"Seit dem 27.02.06 hat "Nixxon" eine Strafanzeige am Hals, seit gut drei Wochen kenne ich seine Identität, aber ich weiss nicht, ob die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die den Fall zuständigkeitshalber übernommen hat, ihn schon angeschrieben hat."
Das rückt den Vorgang in ein neues Licht, finde ich.

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Wer schreibt denn sowas? Strafanzeige? Wie kindisch. Und mit den Identitäten wäre ich *sehr* vorsichtig, sowas kann juristisch ganz schnell ins Auge gehen. Wenn so eine Anzeige nicht zieht, geht man schnell selbst mit einem Prozesschen baden. Na egal, ist ja nicht mein Bier.

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Soso, Herr Dean, ein Feigenblatt. Jetzt frage ich mich: Wenn man ständig für offene Grenzen argumentiert, außerdem für den Beitritt der Türkei zur EU, für die Legalisierung von Drogen und vieles mehr -- was ist dann eigentlich noch das "Rechte" das von diesem gigantischen Feigenblatt kaschiert werden müßte?

Ich muß Sie also offensichtlich so verstehen, daß ein Link zu einem anderen Blog (den ich zugegebenerweise zu spät gelöscht habe, weil ich dieses Blog falsch eingeschätzt habe) für die Bewertung eines Blogs wichtiger ist, als die Inhalte seiner Texte? Eine ziemlich seltsame Logik, finde ich.

Was den Wowereit angeht: diese Bemerkung fiel exakt einmal, in einem zu dieser Zeit klaren Kontext -- nämlich im Kontext von Medienberichterstattungen über sein ausschweifendes Partyleben bei gleichzeitig erheblich vernachlässigter Landespolitik.

Wenn ich übrigens jetzt anfangen würde, alle verbalen Ausrutscher des Hausherrn dieses Blogs hier zusammen zu suchen, dann wäre ich morgen früh damit noch nicht fertig. Aber das ist natürlich ganz was anderes und dafür gab es stets gute Gründe, richtig?

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Don, als Antwort verlink ich mal zu einem Beitrag bei mir, man beachte die Kommentare.

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Diese Strafanzeige rückt gar nichts in ein anderes Licht. Von der habe ich nämlich auch erst bei der Lektüre Ihres Blogs erfahren. Meine Quellen bezüglich der fraglichen Identität waren andere. Wenn ich seit Februar davon wüßte, dann hätte ich den Warnschuß schon lange vorher abgegeben.

Aber, meine Güte, der Mann hat offensichtlich ein ausgeprägtes Talent, mit jedem ernsthaften Streit anzufangen, der rechts der Linkspartei steht.

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Mein lieber guter Mann, es gibt da einen klitzekleinen Unterschied zwischen uns: Don Alphonso ist ein Pseudonym und Kunstfigur eines nicht ganz unbekannten Autoren und Journalisten. Jeder könnte mich ganz normal anschreiben und böse angehen, allein, es würde nichts bringen, weil ich, denke ich, klug genug bin, um sauber zu formulieren. Selbst die in Ihren Kreisen falsch kolportierte Sache mit dem "Bamberger Reiter" ist Ergebnis der typischen Bamberger Paranoia. Aufgrund meiner Wesensart sitze ich so wie ich bin auf den Podien, Sie hingegen sitzen im Loch. Sie, der Sie meinen gute Gründe zu haben, zittern vor der Enttarnung und das möglicherweise zurecht. Tatsächlich finde ich es, na, ein wenig doppelmoralisch, Leistung und Elite einzufordern und das dann zu Zeiten und Equipment zu tun, die eigentlich anderen Dingen vorbehalten sein sollten. Mir ist durchaus klar, dass Sie Ihre unschönen Aspekte nicht sehen wollen, aber wenn bei Ihnen alles koscher wäre, mit Verlaub, würden Sie sich nicht verstecken. Sie haben Angst, Sie wissen, dass das Blog beruflich mitunter schlecht käme, ganz gleich ob nun berechtigt oder nicht, und deshalb sind Sie in der Defensive.

Ich habe nichts gegen Polemiken, das wissen Sie auch, und ich setze nicht auch Auslöschungsstrategien, wie das mal im Umfeld Ihres Blogs - Linkliste bei Ihnen an zweiter Stelle von oben - nach eigenen Aussagen angedacht war. In meinen Augen sind Sie als Nährboden für die Herres, Kewils, Krafziks und andere eine tragische Figur. Sie haben denen den Weg zu dem bereitet, was sie jetzt sind: Tonangebend. Die variieren in Presto und Forte mit ein paar anderen Figuren über Ihr Marschthema, während Sie versuchen, mit ein wenig Glissandogeklimper sich dagegen zu behaupten. Sie und Ihresgleichen hassen Nixxon, nicht wegen seiner Bemerkungen, sondern als Archivar der Schande.

Darf ich Ihnen einen Rat geben? Versuchen Sie es mal mit einem anderen Blog. Offener und weniger insulting, vielleicht auch mit einer gewissen privaten Dimension. Dann könnte es noch was werden mit Ihnen. Sie wissen ja: If you´re in a hole, stop digging. Auch Bush hat revidiert, auch Sharon hat den Gaza aufgegeben, mitunter ist das nicht das Dümmste, was man tun kann. Zumal Ihresgleichen nicht wissen kann, was es auf der anderen Seite noch an Folterinstrumenten geben könnte. Es ist ja nicht so, dass gelbbraun das Hirn hat und alle anderen doof sind.

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@ dean: Wenn der Petersen dahinter steckt, würde ich ganz locker die Füsse hochnehmen. hihi. Ich bin zwar kein Jurist, aber ich kenne mich soweit aus, dass ich weiss, wenn jemand nicht weiss, was er da tut.

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"Mir ist durchaus klar, dass Sie Ihre unschönen Aspekte nicht sehen wollen, aber wenn bei Ihnen alles koscher wäre, mit Verlaub, würden Sie sich nicht verstecken."

Doch, kosher ist alles. Aber Sie können ja mal die Namen Daniel Drezner oder Michael Munger googeln. Bei denen war auch alles kosher, trotzdem war das Bloggen zeitweise nicht unbedingt vorteilhaft für ihre Karriere. So ist das halt in konservativeren Branchen, selbst wenn alles kosher ist.

Da bin ich mir eigentlich auch gar keiner Schuld bewußt, und wenn Sie sich mal umschauen, dann fällt Ihnen ja vielleicht auf, daß viele Leute aus Ihrem Umfeld auch gerne anonym bloggen möchten. Obwohl bei denen ja vermutlich auch alles kosher ist.

Für mich gehört es zu den elementaren Blog-Grundregeln, daß man das respektiert. Für Sie doch eigentlich auch, oder?

http://www.blogbar.de/archiv/2005/04/22/outer-sind-schweine/

Umso mehr wundert es mich, daß politische Sympathie in diesem Fall offensichtlich Ihre Prinzipientreue ein wenig durcheinander bringt.

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Hä? Ich habe ja noch nicht mal kewil geoutet, und sogar krafzik darauf hingewiesen, dass man bei ihm die offen dastehenden IPs einsehen kann. Abgesehen davon reden wir hier nicht über das Outing, sondern, por vavor, über den Niedergang Ihrer Szene. Und wenn sowas zu den elementaren Grundlagen gehört, wundert mich da diese Che-Statler-Hecht-Geschichte, Sie wissen schon... dieses Dings da, das jemand in die Luft gesetzt hat und daneben gehen kann und wird :-)

Ansonsten: Mit Verlaub, ich habe mich lange genug in transatlantischen Gewässern herumgetrieben um zu wissen, dass man als Lobbies verlinkender staunch republican in Amerika nicht wirklich mit Repressionen zu rechnen hat, noch nicht mal im akademischen Betrieb. Munger ist in Duke, Berufsverbote schauen m.E. anders aus. Wenn Drezner gerade jetzt schreibt, dass Chavez die erste Welt verarmen lassen will, dann ist das halt wieder so ein Stück rechte Paranoia, wie ein alter Zausel, der die Polizei ruft, weil er Angst hat, die Kinder im Hinterhof könnten den Fussball durch die Scheibe deppern. Wer sich politisch exponiert, muss halt damit rechnen, dass Widerspruch kommt. So what. Ich gehe jetzt auch nicht davon aus, dass ich bi Opel in der PR einen Job finden würde, und Sie hätten bei der IG Metall als Sachbearbeiter auch wenig Spass.

Abgesehen davon dachte ich nach dem Knall zwischen PI und Ihnen, dass das Konservative und Sie liberal sind, wo also ist das Problem?

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PS: Petersen und Sie haben mutmasslich indirekt die gleiche Quelle. Da macht sich einer die Hände nicht schmutzig. Wie schön, dass es nützliche Idioten gibt, die das Risiko per Gegenklage tragen. Jetzt erst verstehe ich die Angst. Naja, so gesehen, a sach naches wird das wohl nicht mehr werden für Ihresgleichen.

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Und wie ich sehe, hat sich Petersen auch gerade selbst via Kommentar in die Schusslinie gebracht, oh-oh, das kann lustig werden. Meine kleine Schwester würde jetzt gleich Hammer und Nägel holen.

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Oh, ich habe nicht gesagt, daß Sie irgendwen geoutet haben. Aber ein kleiner Blick in die Archive des "Bedrohten" zeigt, daß der es mit den persönlichen Daten anderer nie besonders genau genommen hat, und daß meine "Drohung" eben nichts anderes war als der Versuch, ihn an den informellen Blog-Knigge zu erinnern.

In diesem Zusammenhang wundert es mich dann schon, daß Sie bei dem Spiel mitmachen, den armen Kerl als Opfer einer bösen NeoCon-Verschwörungs-Drohung dazustellen, ohne mal daran zu denken, daß der Warnschuß ja nun nicht aus heiterem Himmel kam.

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Schaunsemol, da is zum Beispiel der Hecht in Ihrem Umfeld, der sogar Bilder von mir, und so, ja? Und noch ein paar Sachen mehr, die wir hier nicht öffentlich besprechen müssen, weil wir ja beide nicht den Zünder in eine Bombe schrauben wollen, vor der ich nun wirklich keine Angst habe, und auch keiner, den ich kenne. Insofern halte ich den Warnschuss für einen Fehler. Sowas sollte man nur tun, wenn die Schotten zur eigenen Pulverkammer dicht sind. Es sei denn, man ist ein nützlicher Idiot, und da sind wir wieder bei meinem Thema: Statler&Waldorf, die sich vor den von ihnen gepäppelten Kreaturen PI und Kewil ekeln. Und es bei Gegenstimme auch noch mal tun werden - oder wann haben Sie das letzte Mal bei denen reingeschaut?

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Sagen Sie mal, Statler ...
... ich habe mir Ihre und diverse andere Seiten aus dem so genannten "NeoCon-Umfeld" mal angetan, die ich zuvor noch gar nicht kannte - und es glich für mich einer Zeitreise zurück ins Jahr 1995. Damals ebbte diese Welle der Rebellion von rechts gerade ab, zuvor war so etwas vielleicht witzig und en vogue gewesen, in jenen "glory days", als der heute arrivierte Mainstream sich an seinen linken Professoren aus der Generation zuvor die Zähne ausbiss. Dieser "Tabubruch" von Anno Dunnemals aber zeigt heute doch nur, dass ihr Recken wie damals eure Professoren ideologietechnisch längst in die Jahre gekommen seid - lebenspraktisch angegangen wie eine reife Papaya. Menschen, die noch immer Geisterschlachten gegen ein längst in alle Winde pulverisiertes "Gutmenschentum" und friedlich ihre Rente mümmelnde "Alt-68er" schlagen, die illustrieren keineswegs ihre unverdrossene Jugendlichkeit oder ihr dreistes Rebellentum, die erinnern mich an meinen Ur-Opa, der stets forderte, dass Hannover wieder wendisch werden müsse.

Ich als Leser jedenfalls erfahre aus all diesen Ressentiments nur, dass hier inzwischen jemand zur "Generation 40 plus" zählt, und dass er trotzdem immer noch alte, abgenagte Witze reißt, die in seiner Jugend schon keine Brüller waren. Dass bei ihm die ersten Zipperlein bald einsetzen dürften, dass der Lack des Lebens stumpf und das Tresenniveau glücklich erreicht ist. Vermutlich setzt demnächst sogar die Spermatozoendarre ein. Anders ausgedrückt: Wer jetzt kein Kind gezeugt hat, der zeugt dann keines mehr. Eine Generation also, bei der ich mich frage, worin ihr gelungenes Projekt besteht.

Wenn Ihnen dieser Eindruck, den Sie und Ihre Mitstreiter dort - sicherlich unbeabsichtigt - auf mich machen, wenn Ihnen der gefällt - was will man machen: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber was soll dann das "Neo" vor dem "konservativ"?

MfG

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So, ich bin jetzt mal weg, macht weiter aber bitte so, dass ich nachher keinen löschen muss.

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... nicht unbedingt vorteilhaft für ihre Karriere.

Die Befindlichkeiten und Auswahlkriterien einer angesehenen US-Uni kann man wohl kaum mit der deutschen Hochschullandschaft vergleichen. Jedem, der auf einen Lehrstuhl in Deutschland aus ist, würde man abraten was anderes als das fachlich-wissenschaftliche zu bloggen. Da werden Märtyrer-Mythen aufgebaut, die genau gesehen ganz banale Ursachen haben - nämlich in der konservativen Geisteshaltung des deutschen öffentlich-rechtlich reglementierten und verbeamteten Universitätssystems.

Im Übrigen: Entweder stehe ich dazu und blogge mit dem Risiko, bei der Berufung leer auszugehen, oder ich lasse es. Mit oder ohne Pseudonym.

Was übrigens in der freien Wirtschaft nicht besser ist. So einige blogger hätten sicher Schwierigkeiten, wenn man den Arbeitgeber mit der Nase auf das blog stossen würde.

Das Risiko des "Outens" gehört zum Bloggen. Wer es als Drohung einsetzt um andere an ungeschriebene " informellen Blog-Knigge" zu erinnern, der beweist nur, dass er selber auf einem ganz schön dünnen Brett sitzt, das zur Zeit bedenklich knarrt.

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Terror
Strappato, vielleicht erklärt das Verständnis der Arbeitgeber, warum einerseits anteilig so relativ viele Journalisten bloggen - oder auch Akademiker mit Rückendeckung; andererseits erklärt der Terror der Ökonomie, warum sich junge, normale Arbeitnehmer i.d.R. nur trauen, anonym zu bloggen. Die Teilnahme am politischen Meinungskampf ist in der realen virtuellen Welt ohnehin nicht ohne Risiko, sofern die Identität relativ leicht ermittelbar ist. Im Fall von Nixxon zeigt sich ein arbeitsteiliges Vorgehen, welches es in der deutschen Blogosphäre schon mehrfach gab:

1. Ein rechtsliberales Kollektiv betreibt gegen pol. Gegner Adressspionage (bei mir war es die antideutsche Extremistin "Gudrun Eussner" zusammen mit einem "ca", im Fall von nixxon waren es andere Rechtsblogger), und

2. anschließend kommt es von anderer Seite unmittelbar zu wiederholten Morddrohungen (war bei mir so, und nixxon wird auch gerade von anomymen Bloggern massiv bedroht").

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Aber das hat wenig mit dem Karriere-Gejammere von Statler zu tun, sondern würde ich als kriminell bezeichnen (ich bin kein Jurist - also nur im umgangsprachlichen Sinne).

Der Terror der Ökonomie ist nicht zu ändern. Da brauche ich nicht in die blogospäre gehen: Ob als Kandidat bei Kommunalwahlen, ob als freiwilliger Feuerwehrmann oder bei politischen Initiativen. Immer wenn die Gefahr besteht, dass der Ruf oder die Arbeitszeit unter der gesellschaftlichen Engagement leidet, gefällt das dem Arbeitgeber nicht. Warum sitzen soviele Beamte im Bundestag?

Klar sollte man dagegen arbeiten, um dies zu ändern. Aber jedem blogger sollte dieses Risiko bekannt sein. Die neocon-Szene ist ein extremes Beispiel. Aber auch in anderen blogs bloggen sich zumeist junge Leute im Kopf und Kragen - oder zumindest um die Chance auf einen Arbeitsplatz.

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Och Dean, jetzt hör' halt mal mit Deinen Realitätsverdrehungen auf, und mit dem krampfhaften Versuch, Nixxon in eine Opferrolle herein zu schreiben.

Nixxon hat über Monate alle möglichen persönlichen Daten anderer Blogger bei sich veröffentlicht. Er hat die eine oder andere Mord- und Gewaltdrohung losgelassen, wie die oben zitierte.

Alles, womit ich ihm gedroht habe, war, mit seinem Namen genauso öffentlich umzugehen wie er mit meinem, falls er sich mit diesen Ausfällen nicht zurückhält. Wenn Du das für unangemessen oder übertrieben hälst, dann können wir ja zum Vergleich aus den Archiven auch mal die ganzen Drohungen rauskramen, die Du im Laufe Deines Bloglebens schon gegen die bösen Neocons abgelassen hast. Wird sicher nicht schmeichelhaft für Dich.

Wie gesagt, von mir aus hätte Nixxon sein Blog auch weiter betreiben können, gegen Kritik und harte Diskussionen in der Sache habe ich nichts. Aber wenn jemand, wie Nixxon, die Familie und die Arbeitgeber seiner Blog-Kontrahenden mit in seine Kampagnen einbezieht, dann hört der Spaß halt auf.

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Kopf und Kragen... wenn meine Informationen stimmen, dann haben sie gerade einen Virus freigesetzt. Was im Netz ist, ist kalkulierbar, was nicht mehr im Netz ist, geht auf die Reise... dumm gelaufen für die Warnschiesser.

Statler, unsereins redet immer in Anekdoten, und ich will erzählen eine solche. Kommt von einem, der hoch angesehen ist bei Euch, und der kotzen würde, wenn er manchen Verehrer kennen würde: Alan Dershowitz. Ich finde seine Haltung zwar auch mitunter voll daneben, aber er ist ein netter Kerl, wenn es nicht gerade um Palästinenser geht. Der hat mal auf eine Frage die Gegenfrage gestellt: Wenn Du einen Hamburger isst und darin einen gebratenen Mäusekopf findest, was tust? Wirfst Du den nur Mäusekopf weg oder den Hamburger?

Herre ist der Kopf, seine "liberalen" Freunde der Hamburger, und keiner hat Euch gezwungen, den reinzutun. Nun denn.

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sweet sweet
@Statler
Wie ausgerechnet ein Rechtsblogger wie Du von "Realitätsverdrehungen" reden kann, ist mir schleierhaft. Am Rassismus in Ostdeutschland sind die Linken und die Sozialarbeiter schuld, am Iranproblem europäisches Appeasement, und die Lage im Irak ist für Dich überaus wunderbar...

Schau mal Statler, es mag Dich ja ärgern, aber ich stelle einfach nur dar, was ist. Das Verhalten Deiner politischen Blogfreunde ist kein Spaß mehr, Statler! Tja, und dann meinst Du:
(...) dann können wir ja zum Vergleich aus den Archiven auch mal die ganzen Drohungen rauskramen, die Du im Laufe Deines Bloglebens schon gegen die bösen Neocons abgelassen hast.
Ich bedrohe niemanden und habe noch niemanden bedroht - und das weißt Du genau, sweet sweet neocon Statler. Wenn Du mein Blogarchiv durchlesen willst: Das solltest Du wirklich mal tun...

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Nein, Dean, das ist kein Spaß.

Die Frage ist allerdings, wie Du darauf kommst, daß das einer von meinen "politischen Freunden" geschrieben hätte. Hat er/sie denn seinen/ihren Namen und seine/ihre Parteizugehörigkeit angegeben? Könnte ja auch sein, daß Nixxon sich auch mit Linken zerstritten hat? Immerhin ist die Kommentarsektion von Che nicht unbedingt der Stammtresen der Neocons.

Aber so funktioniert das bei Dir ja immer: Mit Dreck werfen, dann bleibt schon was hängen. Da ist ein(e) Idiot(in) unterwegs? Schnell in die Schublade "politische Freunde von Statler" mit ihm oder ihr. Ohne, daß Du ihn/sie kennst, ohne daß Du irgendwelche Informationen hast, die das bestätigen würden.

Das Problem für Dich ist, glaube ich, daß immer mehr Leute Deine etwas verquere Art, die Welt in Deine Schubladen zu pressen, durchschauen. Und nicht mehr besonders ernst nehmen.

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OK, das Thema war Abnabelung von alten Kampfgenossen, Niedergang der rechten Blogosphäre, Verlust von Einfluss für S&W sowie Radikalisierung von PI & Co.

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Kosmetik
Don, das ganze Manöver war in erster Linie Kosmetik. Statler hat kein Interesse daran, Konsequenzen daraus ziehen, was mit ihm verbündete Blogger wie z.B. Eussner, Gegenstimme oder Geisteswelt treiben. Die "politischen Freunde", sofern wir jetzt über diesen ganzen deutschen Neocon-Klüngel sprechen, sind unverändert gemeinsam auf Linie. Lediglich von PI sowie F & F hat man sich getrennt. Außerdem hat sich O.P. politisch weg entwickelt. Der Niedergang von S & W hat eher mit mangelnder Blog-Pflege zu tun, mithin: beruflicher Belastung. Vielleicht stört auch die gr. Koalition und die Perspektivlosigikeit der FDP etwas. Das alles ist m.E. kein Riss in der dt. Neoconblogger-Szene bzw. beim treudoofen deutschen Bund der Daniel-Pipes-Liebhaber. Außerdem: Deren Superheld ist noch im Amt. Die werden also auch die nächsten Monate darüber schreiben, dass völlig deregulierte Märkte und die militaristishe US-Außenpolitik den Abglanz des Himmels repräsentieren.

Außerdem halten sie sich für begabte Spindoktoren, und in einer Mischung aus kindlichem Nachahmungstrieb sowie fragwürdiger Gesinnung werden sie auch in Zukunft ihre sektiererische Weltsicht präsentieren.

Die Trennung von den radikal Islamophoben ist m.E. eher eine sachte Ent-Radikalisierung. Flügelkämpfe rechtsgerichteter L-Gruppen werden wir nicht erleben. Also: Kosmetik, kein Riss, und auch kein Niedergang, einfach, weil die meisten Protagonisten dieser Blogs noch an Bord sind.

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Wir haben nach dieser weltbewegenden Trennung jetzt DVP und DNVP auf der Karte des politischen Freizeit-Restaurants zum weltverdrossenen NeoCon-Blogger. Guten Appetit allerseits!

Deutschland zweigeteilt? Aber immer! Mir fällt plötzlich Lucy Redler und die WASG ein ... aber das sind wohl nur die Muster, die verbinden.

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Schon klar, aber man muss auch sehen, dass sie seit der Bundestagswahl massiv an Anhängerschaft verloren haben. Abgesehen davon kostet so ein Blogeintrag doch keine vier Stunden, bei der Arbeit fällt auch was ab etc.. Immerhin reden wir bei S&W nicht von Kleinvieh, sondern dem zentralen Impulsgeber. Und da ist keiner, der die Rolle übernehmen könnte. Manche werden natürlich weiterschreiben, aber auf niedrigstem Niveau, was die Besucher angeht. Geschlossene Gesellschaft, Schulterklopfen und dazwischen immer wieder mal eine Fetzerei. Und wenn ich Statler oben richtig interpretiere, werden sicher noch einige andere verlinkte Blogs verschwinden, jetzt, wo die Lawine rollt. Man kann schlecht sagen, dass PI braun ist und die Gegenstimme ein befreundetes Blog. Und über deren neuen Star Liza werden sie sich auch noch wundern, der hat schon ganz andere Sachen verbrochen.

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Sektierer
Richtig, was diese nützlichen Idioten der Neuen Rechten liberalen Neocon-Blogger m.E. völlig verpeilen, auch bei "Liza", immer wieder, das ist das einschlägige politische Vorleben ihrer vermeintlichen Blogfreunde.

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"Alles, womit ich ihm gedroht habe, war, mit seinem Namen genauso öffentlich umzugehen wie er mit meinem, falls er sich mit diesen Ausfällen nicht zurückhält."

Das tu-quoque-Argument? Lieber Herr Statler, das ist ja sozusagen peinlich, diese Auseinandersetzung auf Sandkasten-Niveau, intellektuell wie moralisch.

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Putzig...
Wenn man bedenkt, was man für Hetzkampagnen, Beleidigungen, Verleumdungen und Bedrohungen gegen Kritiker wie mich gefahren hat, die schon vor Monaten erkannten, welch brauner Kern in Bloggern wie Stefan Herre von "Politically Incorrect" oder dem Pöbelblogger von "Fakten & Fiktionen" steckt, so halte ich die angebliche Distanzierung der ach so "Liberalen" von dieser Nazi-Gosse erst dann für glaubhaft, wenn man eben jene Verleumdungskampagnen beendet, die Beleidigungen löscht und sich nicht für eine Entschuldigung zu fein ist. Solange dies nicht geschieht - nicht nur meine Person betreffend - kann ich nur jenen Kommentatoren zustimmen, die von oberflächlicher Kosmetik zwecks Vermeidung von Nachteilen wie Karriereknick sprechen. Denn mit wem man im Geiste verbunden ist, läßt sich nicht bzw. nicht ausschließlich an der Blogroll ablesen.

Man konnte von Nixxons Blog halten, was man will, selbst ich hätte manches nicht so deftig ausgedrückt wie er, aber die Aktion von Statler hat was von Nötigung oder Erpressung. Ach ja, am Rande: es wäre auch glaubhafter für die Distanzierung vom rechten Rand, wenn an Nixxon eine Ermahnung per E-Mail - ich denke nicht, dass er nicht zur Entschärfung mancher Ergüsse bereit gewesen wäre - und die Anzeige gegen "Politically Incorrect" rausgegangen wäre. Und schon wieder ne Portion Glaubwürdigkeit verspielt...

MfG

Daniel

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Von einem Pack der Achse Statler-Hecht-Gegenstimme-Herre als Gentleman geachtet zu werden, würde bedeuten, sich auf das Niveau dieser Chargen herabzubegeben. Will man sich davon abgrenzen, tut es hin und wieder die schriftliche Übertragung des knuffigen Einsatzes der Reitpeitsche im ungarischen Stil. Wenn die glauben, ihre Verstrickungen wären vergessen und das Netz würde es irgendwann übersehen, nun, dann werden sie irgendwann böse Überraschungen erleben. Wer sich mit Rechtsradikalen gemein macht, muss damit leben, dass man ihn bestenfalls als "Ex-Kumpan der Rechtsradikalen" bezeichnet. Aber wer geht schon immer vom besten Fall aus.

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