: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Freitag, 19. Juli 2013

Oben wartet nichts

Zu heiss am Tag, zu spät der Aufbruch, das Zeitfenster, das man jetzt nutzen kann, ist klein und schweisstreibend.







Niemand zwingt mich dazu, am Tag erscheint es mir, wenn ich unten liege und hinaufschaue, auch seltsam unwahrscheinlich, dass ich da hoch fahren werde. Warum, es ist doch auch unten schön.







Aber dann kommt der Bergruf und der Drang, es endlich anzugehen, etwas zu tun, das man nicht tun kann, wenn man nicht hier ist. Es sind einsame Stunden hier oben, gar nicht voll, man ist mit sich und den Gedanken meist allein, und wenn man jemanden sieht







ist er auch gleich wieder weg.

Oben bin ich schon wieder der Letzte und der einzige, der das sieht. Vielleicht ist es auch genau das, das Alleinsein und das Wissen, dass es allen anderen fremd ist. Dass sie es nicht kennen, Das ist etwas wie der Tod: Nur die Toten wissen (vielleicht), wie das ist.







Ich rolle dann ganz langsam hinunter, nachdem ich die Tür der kapelle geschlossen habe. Ich denke nach Möglichkeit nicht oft an den Tod, aber wenn es durch den finsteren Wald geht, ist das keine ganz schlechte Sache.Oben wartet zwar nichts, aber es wäre auch schön, wenn unterwegs nichts lauern würde.

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