Sonntag, 27. November 2005
Sonntäglicher Tortenstau
Andererseits: Nur so, früh und rechtzeitig, mästet man die zufriedenen, mit sich immer im Reinen befindlichen Bewahrer der langen Tradition der anständigen Bürger. Die dann auch selbst wiederum die eigenen Kinder hier die Auslagen mit klebrigen Fingern befummeln lassen, um sich das Zeug rauszusuchen, das ganz sicher besonders matschige Flecken auf der Tischdecke hinterlässt. Nein, Diät und Tischsitten haben in den besseren Familien keine Grundlage, und Kulleraugen und Fettglasur schimmern schleimig um die Wette. Allenfalls frühe Herzverfettungstode können hier das Gerede vom wegsterbenden, vermehrungsverweigernden Deutschtum plausibel machen. Genervtsein von so viel gequollenem Nachwuchs reicht da weder für den eigenen Tod noch für das Niedermetzeln der anderen aus.
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 26. November 2005
Was zum Lachen
Fickt Schafe, Ihr Neoconnards. Schon mal was von redirect gehört? Das kommt davon, wenn man Bilder klaut. Dieses hübsche Bildchen also, hochkant und in der bescheidenen Grösse von 1000 mal 6000 Pixeln

steht da plötzlich auf dem Blog von ein paar Typen, die eigentlich wegen massiver Verstösse gegen die AGBs von Blogg.de längst hätten abgeräumt werden müssen.
Edit: Sie haben es entfernt - nur hilft das nichts gegen Screenshots, Anwälte und Abmahnungen.
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Leitdialog des Tages
Käsehändler: " A So Seoi (Saint Ceols). A Frischkäs, dea hod nua viazg (40) Prozent".
Frau hinter mir: "Wos, so wengad? No gems ma a a Pfund."
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"Überlagert" - ein hübscher Neologismus
Heute sind wie dagegen zivilisiert, das Fleisch bleibt dank Bestrahlung rosig, selbst wenn es eigentlich violett schimmern müsste. Und die Medien nennen es "überlagert". Klingt doch gleich viel besser, und es muss doch noch lang nicht verdorben sein, nur wegen diesem Datum da. Man wüsste gern, was da die Verbände der Lebensmittelindustrie - nicht der Metzger! - ausgegeben haben, um den Medien diese Begriffsschweinerei nahezubringen. Nur müssen Mediensäue nicht befürchten, dass sie irgendwann einmal vor dem Bolzenschussgerät stehen. Was man bedauern könnte, irgendwo. Wenn ich einen 80-jährigen langsam mit Rattengift umbringe, bin ich ein Mörder, wann ich ihn dagegen in Sicherheit wiege und dazu bringe, vergammelten Dreck zu fressen, durch den er 10 Jahre früher krepiert, bin ich durch die Pressefreiheit des Grundgesetzes gedeckt.
Was bin ich froh, dass ich Vegetarier bin.
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Freitag, 25. November 2005
Ostelbische Gutsherrenart
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Vielleicht liegt es nur am Wetter

Ich drücke auf den Auslöser, und das Telefon klingelt. Der Dritte heute, der etwas kaufen will, was schon vor Monaten einen neuen Bewohner bekam. Da kann man nichts machen, da hätte er schon im August anrufen sollen. Keine Ahnung, wie die alle an die alten Anzeigen kommen, auf der Suche nach den eigenen vier Wänden so spät im Jahr.
Manche von denen sind hartknäckig und wollen wissen, ob es nicht noch was anderes gäbe, ob man vielleicht jemanden kennt, der etwas hat. Vielleicht ist es auch nur die Torschlusspanik vor den neuen Gesetzen, die Zulagen streichen und Spekulationsgewinne besteuen; einer der Anrufer war ziemlich eindeutig ein Profi, der Ton war nicht wärmer als die klare Luft über die Niederung.
Es sind diese Tage, an denen man froh ist, dass die Maxime des Clans immer das Behalten war und nie an der Bausubstanz gespart wurde, während alles andere egal war. Es sind diese Tage, an denen man überlegt, ob man nicht doch noch ein weiteres Restaurierungsobjekt kaufen soll, an dem die Schnellentschlossenen im Sommer achtlos vorübergehen; doch die Wärme gibt hier nur kurze Gastspiele, und auch nächsten Jahr werden sie wieder zu den erleuchteten Fenstern hochschauen und sich wünschen, diese Sicherheit zu haben.
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Der rechte Abschaum, die Bild und der SPON
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Grosser Bruder mit kleinem Abgang
Sowas würde ich mir dann sogar vielleicht anschauen, die grosse 1-Euro-Parade für Medienmacher auf RTLII nach der Kreativpause.
hundert punkte, bitte
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Sehr komisch

Ich sage: Ich hasse Winter. Diesen ganz besonders.
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Donnerstag, 24. November 2005
Berlinhaters Delight
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Doch noch ein Dämpfer für Aust.
höhö, xx punkte
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Real Life 24.11.05 - Reifenwechsel
Heute braucht das weisse Geschoss die Winterreifen, und deshalb steht der übliche Besuch an. Nichts hat sich geändert, im Showroom steht immer noch der dunkelblaue Bolide, mit dem der nicht mehr ganz junge Junior ab und zu Rennen fährt, die Topklasse und ein paar Oldtimer, und davor die langen Reihen der heimischen High-End-Produktion. Du betrittst die Annahme mit ihren praktisch, trostlosen beigen Schrankwänden, den Aluminiumsesseln und den vergeblich gegen die Langeweile der frühen 80er Jahre anfärbenden Zeitschriften wie Elle Deco und House & Garden, die die Frauen unterhalten sollen, während sich die Männer über die Anzahl der Zylinder unterhalten, die beim Flug ins Nichts später mal vor ihnen in die hier mannigfaltig am Strassenrand vorhandenen Bäume knallen sollen. Es sind die sichersten Autos und die dümmsten Fahrer der Welt, hier im Westen der Stadt.
Der Meister begrüsst dich, und als der Name erklingt, springt hinter einem gigantischen Flachbildschirm ein kleines, rotes Chanelkostum auf, in dem die alte Frau B. steckt; rote Haare, viel rote Schminke, mehr jedenfalls, als man bei Frauen über 85 erwarten würde. Sie weist den Meister an, die Reifen zu wechseln, und bitte dich, doch so lange auf einen Ratsch zu bleiben. Sie räumt das lokale Anzeigenblatt beiseite, lässt von der Azubine Tee und Kaffee holen, und holt aus dem Schreibtisch eine Packung Toffifee. Das letzte Vergnügen, das ihr bleibt, erzählt sie, die Zigarillos haben Egon, ihren kettenrauchenden Mann, vor zehn Jahren ins Grab gebracht, und sie hat vor fünf Jahren aufgehört, a Pfund Dreck braucht der Mensch im Jahr, wie man hier sagt, aber es reicht auch so heutzutage, und ihre knotigen Finger zerren die braunen Halbkugeln aus dem glänzenden Plastik.
Sie will wissen, wie lange du bleibst, was du im Moment so tust, und ob du immer noch die Freundin hast, und wann eigentlich mal die Hochzeit sein soll. Du sagst sehr schonend, wie es aussieht, dass dein Leben frei und ungebunden bleiben soll, und sie meint, so seien die jungen Menschen nun einmal, die S. von schräg gegenüber etwa, na du wüssest schon, die sei ja mit dir in die Schule gegangen, bei der habe die Ehe auch nicht geklappt. Du lächelst leise als Zeichen deiner Diskretion und als Aufforderung, noch mehr zu erzählen, und so sagt sie dir alles, alle unschönen Details...
über das weitere Leben einer Frau, die du nie bekommen hast, in deren Nähe du nie warst und die auch nie erreichbar war, obwohl du so ziemlich jede Dummheit begangen hast, die man so begeht, wenn man 15 ist und keine Ahnung hat, wie das mit den Mädchen eigentlich so geht. Vielleicht hätte sie noch mehr erzählt, aber dann kommt der Meister und sagt, dass die alten Reifen zu abgefahren sind und ausgetauscht werden müssen, morgen sind die Neuen da.
Frau B. sagt ihm, dass das Draufmachen auf´s Haus geht, nur die Reifen seien zu berechnen, und den Termin kannst du nach Belieben aussuchen. Du verabschiedest dich und betrachtest dabei all die grotesken Ringe der 50er, 60er, 70er und 80er Jahre an ihrer Hand. Draussen warten schon die anderen Boliden anderer Menschen auf neue Reifen, damit sie auch bei schneeglatten Fahrbahnen 190 fahren können. Es ist immer noch bitterkalt, obwohl die Sonne scheint, und als die Unzahl von Pferdestärken vor dir zum Leben erwachen, gibst du dir einen Ruck und fährst an ihrem Haus vorbei, in dem sie inzwischen wohl einen Stock für sich alleine haben dürfte. Still liegt das hohe Haus hinter der perfekt geschnittenen Hecke, kein Licht, kein Zeichen, nichts dringt in die Aussenwelt, und so fährst du weiter durch Häuserzeilen, in denen Generation auf Generation im Wohlstand das Leben gedankenlos zwischen gesellschaftlichen Ansprüchen und persönlichem Scheitern verschwenden wird.
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Ab nach Cairo.
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Mittwoch, 23. November 2005
Wenn Ihr das meint, Ihr strukturellen Analphabeten
titelt ein als Achse des Guten tituliertes Blog, in dem manche Mitarbeiter der "Welt" regelmässig die Maske fallen lassen und zeigen, was sie ausser mitunter wenig schönem Philosemitismus und einer laxen Auffassung des Urheberrechts sonst noch zu bieten haben. Dinge, die mir nicht gefallen. Neben dem rechtslastigen Gedöns, das sie mitunter auch von amerikanischen rechtsextremen Medien wie dem Frontpagemag übernehmen, besticht auch ihre Unfähigkeit zur Textanalyse: In der Süddeutschen werde ich mit Folgendem zitiert: "Also, im späten Sommer traf sich die Creme de la Creme der leserbefreiten Kopisten amerikanischer Faschistenblogs auf dem Münchner Nockherberg - auch genannt der Prowestliche Heimatabend."
Da steht mit keinem Wort, dass einer von den Teilnehmern ein Faschistenblog betreibt - dass aber ihre amerikanischen Quellen nach der hierzulande gängigen Meinung faschistische Haltungen repräsentieren, steht wohl ausser Frage. Da steht aber auch nicht, dass auch alle Teilnehmer überhaupt zu diesen Blogs gehören, schliesslich waren auch einige Nichtblogger dabei.
Insofern wäre ich mit derartigen Unterstellungen gegen die SZ sehr vorsichtig, Herr Miersch. Was aber nicht zwingend bedeutet, dass ich die von Ihnen vorgetragene Unterstellung inhaltlich jetzt, sagen wir mal, empört komplett zurückweisen würde. Tatsächlich waren da ja auch Leute anwesend, die in ihren Blogs nach der Bundestagswahl den Widerstandsartikel des Grundgesetzes bemühten und nachdachten, ob der nicht gegen Kanzler Schröder anzuwenden sei.
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DADA- und DALI-Awards für erotische Tischgeschichten.

Liebe Leserinnen und Leser,
draussen ist es kalt, es gibt eine neue Regierung, und wenn das noch nicht genug ist, wartet diese Welt auch noch mit einem traurigen Verfall der Werte auf; Liberal heisst plötzlich rechtsextrem, Asoziale labern von sozialer Software,allerorten finden sich Ikea-Postings und Fastfood-Threads, es wird gefickt, aber nicht verführt, und so manches schöne Blog hat vorerst seine Pforten geschlossen. Hier allerdings steuert alles auf das dritte Jahr des Bloggens zu, nebenbei kommen festliche Tage, und so habe ich, Don Alphonso Porcamadonna, beschlossen, das alles zumindest für meinen kleinen Bereich zu ändern. Mit Eurer aktiven Beihilfe und zwei Awards.
Worum geht es? Nun, zuerst mal nur um Euren und meinen Spass. Wir alle sollen Geschichten lesen, die uns an bitterkalten Winterabenden all das Böse und Schlechte vergessen lassen. Wir alle machen dabei einen guten Schnitt. Und das geht so:
Ihr schreibt einen Text zum Thema "Die erotische Tischgeschichte". Damit meine ich grob gesagt eine Geschichte, die zumindest einen Tisch im Sinne von Ess- oder Kaffeetisch oder Teatable enthält, und etwas Erotisches. Sie sollte nicht kurz sein, 1500 Zeichen sind das Minimum; worum es dann letztlich geht, das Ausschlürfen einer Auster oder das Berühren unter der Tischdecke, ist Eure Sache. Man sollte beim Lesen einfach Lust bekommen, etwas zu Essen oder jemanden zu küssen, wollüstig sollte es sein und auch luxuriös und geschmackvoll - aber nicht pornographisch oder protzig.
Die Geschichte, die nach Meinung der aus erstklassigen Vertretern der Blogosphäre zusammengesetzten Jury das Ideal der erotischen Dekadenz erfüllt, erhält den Don Alphonso Decadency Achievment Award, und der sieht so aus:

Ein Satz von 6 massiv silbernen Teelöffeln, vorzüglich erhalten und im zeitlosen Design der Zeit um 1910 - altes Europa at it´s best. Ganz ehrlich, ich fand die Preise bei den Best of Blogs der deutschen Welle absolut mickrig - ein iPod Shuffle, pah, in zwei Jahren ist der Restwert auf 0, während Silber wie die Geschichten der Siegerin Lyssa (Gratulation an dieser Stelle) auch in 200 Jahren noch glänzt und seinen Wert behält. So nicht, ihr BOBs. Und deshalb gibt es für die Geschichte mit dem lieblichsten Luxus auch den Don Alphonso Luxury Inauguration Award.

Ein silberner Tortenheber für die Torte davor und Vorlegegabeln aus der Zeit um 1890 für den Morgen danach, nichts beweist besser den alten Reichtum des Clans - what the fuck ist eigentlich ein iPod?
Teilnehmen kann jeder Blogger mit selbstgeschriebenen Texten, ausser den Knilchen, die ich hier ohnehin lösche. Als Bewerbung gilt eine Verlinkung hierher, ein Kommentar an dieser Stelle oder eine Email an donalphonso äd gmail dod com. Die Geschichten werden hier dann verlinkt, auf dass alle ihren Spass haben. Einsendeschluss ist der 14. Dezember 2005, die Entscheidung wird am 18. Dezember bekanntgegeben. Jury bestechen kann man sich sparen, erstens werden sie von mir geschmiert und zweitens gebe ich die Namen nicht bekannt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Fragen einfach in die Kommentare. Und wer kein Blog zum teilnehmen hat, soll halt endlich eines aufmachen.
Nachtrag: Hier sind alle eingereichten Texte.
Die Texte: Rainer feuert Muscheln | Che trifft Franco | Doubls amerikanischer Engel | Somlu isst Mangos | Pathologes Au Pair | Andrea nimmt Muscatella | Moravagines big bedroom | Zeitnehmer tut es doch | Demian wird besucht | Fireball am Teetisch | Haltungsturnen rieslingt | Luckystar loves Suprime | Mymspro mag Porno | Lythesias Fondue | Kaltmamsell beim Italiener | Naru will löffeln | Hurenkind spielt | Barocktee am Sonntag | Remingtons Tischkampf | Ltz trägt Amani | Menu bei Hokey | Aschantinuss tischt auf | Lu, Mars und Juli | Mousse mit Booooster... link (110 Kommentare) ... comment
Programmvorschau
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Das Ende des Internets
In der Folge wird auch in kleinen Städten auf Marketingteufel komm raus durchgebrochen, soweit es Bausubstanz und Denkmalschutz zulassen. Und dort sammelt sich in der Regel das an, was irgendwie jung, dynamisch und nicht so kleinstädtisch ist. Wie zum Beispiel das erste WLAN-Internetcafe der Stadt.

Über ein Jahr stand draussen auf der belebten Fussgängerzone, gerade mal 20 Meter von hier, ein Schild, das den Passanten die frohe Kunde nahebrachte. Da drin. WLAN. Ganz toll, ganz modern. Reinkommen, was trinken, schnell die Mails checken, jetzt auch in einer Provinz, in der gute Raumausstatter noch mit solchen Websites in der Tageszeitung für sich werben. Durchaus nicht erfolglos, wie man hört. Da ist so ein WLAN-Cafe mit der blauen WLAN-Neonröhrenschrift was ganz anderes. Die Zukunft.
Ab und zu ging ich vorbei, und nur einmal war da jemand mit Notebook drin. Ansonsten herrschte Winter wie Sommer ziemliche Leere. Vor ein paar Wochen dann war das Cafe "wegen Renovierung" geschlossen. Jetzt ist es wieder offen, und jeder Hinweis auf das WLAN verschwunden. Und es ist gar nicht schlecht gefüllt, weitaus besser jedenfalls als früher. WLAN gibt es immer noch, manchmal klappt auch jemand sein Notebook auf, misstrauisch beäugt, aber letztlich toleriert vom normalen Publikum, das nicht so ganz versteht, was denn bitte die Notebooks in einem Cafe, das genau genommen nur eine Espressobar ist, bedeuten.
Immerhin brummt jetzt der Laden, nicht mehr ganz so modern und fortschrittlich und der Zeit der Stadt um Jahre voraus, aber das Geld kommt rein. So ist das mit dem Internet, Ende 2005.
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Dienstag, 22. November 2005
51 Aufrechte
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Kohlcreature reloaded
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Montag, 21. November 2005
Sehr zu empfehlen - Pimp my Biedermeier

Now see whad we godda smear up da funky Biedermeier Chair: We got a first class silk layer o´bling bling gold and green, we gonna tune it up with real hardcore shit stuff linen under da pushup springs, yeah baby they really gonna do a nipplegate on dat chair, and for that extra boom we fit quita handfull of extra filling thrilling power under da hood. And when we finish, we do a bondage job all around the body with that green silk rope. That´s what we gonna do man, wow, that bitch is gonna wank asses. or so.
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Kleiner Zwischenstand des Neoconnardism
Also, im späten Sommer traf sich die Creme de la Creme der leserbefreiten Kopisten amerikanischer Faschistenblogs auf dem Münchner Nockherberg - auch genannt der Prowestliche Heimatabend. Das Ganze sollte in etwas münden, was mehr ist als die Summe ihrer einzelnen Teile. Es gab Ansprachen, Networking und übereifrige Organisatoren, die ohne jeden Begriff von Persönlichkeitsrechten massenhaft Bilder ins Netz kippten - und ein Versprechen, dass jetzt eine gemeinsame Plattform geschaffen wird, um das eigene Treiben nicht mehr ganz so mickrig wirken zu lassen. Dummerweise gab es auch ein paar Gegenmeinungen in der Blogosphäre.
Was ist seitdem passiert? Gleich danach gab es intern Streit wegen der Bilder, die dann prompt aus dem Netz verschwanden. Dann legte sich Henryk M. Broder, der dem Treffen ein philosemitisches Mäntelchen verpasste, öffentlich mit der zentralen Figur einer Teilnehmergruppe an, Frau Tanja Krienen - und zehrt davon in seinem Blog bis heute. In der Folge gab es unter den Verschwörern eine kleine Nacht der langen Messer. Bein anderen wie den sog. Brushfires of Freedom oder dem kläglichen Versuch eines Metablogs musste man erst gar nicht meucheln, die schalteten sich von selbst aus. Der Organisator, der eigentlich eine grosse Nachbetrachtung machen wollte, fiel durch eine peinliche Anzeige bei der Achse des Guten auf, in der er einen Job suchte - die Nachbetrachtung blieb dagegen aus. Warum wohl, könnte man fragen, und stösst dabei auf den nächsten internen Krach, weil ein fetter Verhaltensgestörter dieser Clique anfing, andere Blogs zu spammen - so, wie das übrigens auch andere angebliche "Medienanalytiker" angeregt hatten.
Und jetzt erkennt auch noch einer ihrer Vordenker, dass eine ihrer Lieblingspostillen politisch in dem braunen Sumpf stehen, in dem sie sich nicht wähnen. Und wieder eine Publikationsmöglichkeit für Lobbyisten ohne Schamgefühl weniger. Soweit man die Counter mitlesen kann, sind die Nutzerzahlen der gesamten Gruppe seit den Bundestagswahlen konsequent rückläufig.
Und das gemeinsame Portal, das ein antideutsches Grüppchen in Berlin aufzuziehen versprochen hat, ist auch nirgends zu sehen. Da wird´s wohl nichts mehr mit der gemeinsamen Basis, aber wer will schon mit solchen Typen zusammen sein - eben.
Wenn ich DEN Verlierer unter den politischen Blogs küren müsste, die es während des Wahlkampfes nicht geschafft haben, sich dauerhaft zu etablieren - dann sind es alle Neoconnards zusammen. Und jetzt bitte gegenseitig weiterschlachten.
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Mindestens 20 Gegenstimmen für das Merkel.
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Sonntag, 20. November 2005
Sehr zu empfehlen - Für lange Winterabende
Ein weiteres Zeichen für einen tiefgreifenden kulturellen Wandel ist das Ende von Gesellschaftsspielen wie beispielsweise Rommee. Man kann auch gerne meine mit Schafkopfen angereicherte Jugend als wenig sinnstiftend erachten, aber ich wage zu behaupten, dass sie weitaus spannender und billiger war als die Zeit irgendwelcher asozialer Vollpfosten, die sich mit ihren Handies photographieren und die Bilder im gleichen Raum zuschicken, was manche dann als cutting edge der personalised information elite auffassen. Mit irgendwelchen handwerklichen Hobbies muss man erst gar nicht rechnen - ein paar Suchabfragen in der Blogosphäre zeigen schnell, dass fast nichts aus eigener Arbeit und so gut wie alles von H&M und Ikea kommt. Selbermachen, das war mal. Und das, obwohl sich der Winter ideal dafür anbieten würde, dauert er in Deutschland doch von November bis März.
Wie auch immer: Mir kann das nicht passieren. Mindestens eine Woche Nachtarbeit, eher zwei, stecken im heute erbeuteten, links abgebildeten Stuhl:

Wiener Biedermeier, so um 1830, erstklassiges Nussbaumwurzelholz, wunderbar geschnitzt, mit einer langen Geschichte immer an Städten an der Donau, und in grauenvollem Zustand. Allein schon der Bezug. Vieles erkennt man auf dem Bild nicht: Furnierschäden, zwei schlechte Restaurierungen, das Polster ist kaputt, der Schellack ist ruiniert, und momentan ist die Sitzhöhe für den ausgewachsenen Mitteleuropäer zu niedrig. Allerdings: Der Stuhl rechts sah vor 20 Jahren auch nicht besser aus. Es ist nie ganz verloren, wenn man ein Fach mit starkem historischem Realienbezug studiert. Nicht, dass man damit Autos reparieren könnte, aber alles, was vor der Industrialisierung war, bekommt man irgendwie hin. Und Holz ist nun mal eine Leidenschaft, gerade, wenn es um so ein Stück geht - 1830 konnte ein normaler Arbeiter für den Preis dieses Stuhles drei Monate eine Wohnung für sich und seine Familie mieten.
Eigentlich ging es bei dieser Jagd um Geschenke für andere - daraus wird jetzt nichts. Ich weiss zwar noch nicht, wo ich ihn hinstelle, er ist ja auch nicht zum Benutzen und ein Einzelstück, aber: Ein Platzerl find sich immer, für diesen Zeitgenossen Heines. Komme mir keiner mit Metternich, bittschön, in diesen langen Winternächten, wenn nebenbei Rossini läuft und der Rechner leise schnurrt, um denen da draussen zu erzählen, wie es mit dem Prachtsück weitergeht, und ob sich nicht a Gschpusi findet, die darauf eine Champagnertorte* löffelt.
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Jagdsaison
Jetzt, nach einem halben Jahr, stellt die Sache sich aber etwas anders dar. Vieles aus dem V-Häufchen wurde abgezweigt von der eigenen Familie. Ganz natürlich, da gab es eine Einladung, die Gäste blieben bis zum Abend, und statt das eigene Silber aus dem Schrank zu holen, griff man der Abwechslung wegen in den Silberschrank, und am nächsten Tag war es 123 hastdunichtgesehen enteignet. Und als ich letzte Woche die von vielen, auch von meiner Frau Mama zu Beginn als Geschmacksverirrung angesehene Leuchtenträgerstatue abholen wollte, wurde ich von wütenden Protesten empfangen. Die Haute Volée der kleinen Provinzstadt ist schnell zu überzeugen, wenn sie dergleichen Figuren plötzlich in den Grünwalder Häusern sieht, in denen am Freitag Abend im TVermittelt wird.
Und was dann vom V-Häufchen nach diversen Gastgeschenken, Geburtstagen, 1 Hochzeit und einigen Scheidungen noch da ist, hat hier Verwendung gefunden. Sprich, ich bin ausgeblutet, ich habe nichts mehr zu geben, und das ausgerechnet in dieser Jahreszeit. Doch draussen, da nieselt es, es ist kalt, und im Süden ist heute grosser Antikmarkt mit kleinen Besucherzahlen - da werde ich jetzt hinfahren, und das ewige Spiel um Geld, Besitz und
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