Frankfurter!

Das Exil in Aschaffenburg (Bayern) ist nur 30 Kilometer entfernt und bequem auf der Autobahn zu erreichen, hat echte Wirtschaft statt maroder Banken, die Stadt hat einen sozialdemokratischen Bürgermeister, keine Schulden, ein grandioses Barockschloss und Parks, und gilt als die "fränkische Riviera". Das Land wird von einer maroden, pseudosozialdemokratischen CSU regiert, die den Bürgern für die Prügel bei der letzten Wahl die Stiefel leckt. Billiger ist es dort sowieso.

Sonntag, 18. Januar 2009, 21:03, von donalphons | |comment

 
Und wie viele Aschaffenburger arbeiten am Frankfurter Flughafen oder gar in Frankfurt?

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Keine Ahnung. Aber in Frankfurt arbeiten ist was anderes, als über die Wohnadresse braune Suppe von kochenden Kofferprofiteuren eingeschenkt zu bekommen.

ich hätte nie gedacht, dass mir irgendwann ein CSU-Ministerpräsident unendlich viel lieber als einer von der CDU sein könnte, aber Koch schlägt im Gossenduell alles.

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Weil wir den in Hessen noch etwas länger aushalten müssen (schönen Dank auch, Frau Ypsilanti), muss ihn immerhin der Rest der Republik nicht ertragen.

Wenigstens hat er kaum dazu gewonnen.

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@arboretum:
Schwacher Trost, aber an so einem Abend muss man nehmen, was man kriegen kann. Man wünschte sich zudem, Holger Börner würde ein paar seiner Genossinnen und Genossen jetzt mal mit der Dachlatte richtig einnorden.

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Habe ich doch schon voriges Jahr gesagt.

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Schau an, die CDU hat in Kochs Heimatstadt Eschborn bei den Zweitstimmen sogar ganz leicht verloren, -1,3 Prozent. Und das in dieser schwarzen Hochburg Main-Taunus-Kreis.

Edit 21:11 Uhr: Er ist aber gewählter Direktkandidat mit 55,3 Prozent der Stimmen.

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Sieger sehen anders aus.

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Gewiss. Aber der kommt bestimmt wieder - das nächste Mal dann halt in Berlin als Minister.

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Im erzkonservativen Fulda hat die SPD im Wahlkreis I schon fast Ost-Ergebnisse: 16,1 Prozent.
Nachtrag: Im Wahlkreis II auch.

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ja, arboretum, davon habe ich auch schon gehört, dass herr koch nach dem siege (diesmal des merkels und seines treuen guido) finanzminister in der reichshauptstadt werden will.

ich denke, da hat er gute chancen (und hessen grosses glück), denn der job des finanzministers ab oktober 2009 wird es sein, brutalstmögliche forderungen an die bürger durchzusetzen.

wenn es wirklich stimmt, dass die linke intern und unter sich im kleinen kreis nicht unbedingt im herbst 2009 an die regierung will, wären die erstaunlich realistisch. oder sie wissen schon mehr.

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Aschaffenburg ist ein wirklich sehr schönes Städtchen. Bin von da selber mal mehrere Jahre zur Arbeit nach Frankfurt gependelt. So wie die halbe Region.

Ist ein paar Jahre her. Aber manchmal ... manchmal kriege ich fast so etwas wie Heimweh. Und dann schau ich kurz mal vorbei.

(Das Schloss ... und Schönbusch, ein wunderbarer Park!)

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Frankfurt
Ich als Frankfurter bin froh, dass die Grünen hier extrem gut abgeschnitten haben. Aber Hessen ist nun mal mehr als Frankfurt. Und irgendwie unberechenbar, wie man am FDP Ergebnis sieht.

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Ypsi hat in FFM ihr Direktmandat wieder an die CDU verloren.

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Frankfurt ist echt mies, aber wie schlimm soll es bitte werden, dass ausgerechnet Aschaffenburg ein akzeptables Exil darstellen soll?

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Ja, ja, die Ypsi. Immer noch ein rotes Tuch vor allem für jene, die sich zur sogenannten Gesellschaft zählen. Gerade höre ich im Fernsehen bei Anne Will den Friedmann sich spreizen: "Es zeigt sich, dass der Wähler Wortbruch nicht honoriert und dafür bin ich dankbar", sagt er, unser kleiner gegelter Kokser im Nadelstreifen. Der hätte es vermutlich rein habituell nicht ertragen, Frau Ypsilanti in seiner Sendung zu interviewen (wie viele Chefredakteure in den Medien ebenfalls nicht).

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Gerade bei Feynsinn gefunden: Ein klasse Artikel in der FR. Ich finde, die seltenen journalistischen Highlights, die es hier und da noch gibt, müssen einfach multipliziert werden. Gegen die totalitäre Redundanz der Medien!

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Ja, Stephan Hebel ist schon ein Guter. Sein Portrait von Roland Koch kürzlich war auch lesenswert.

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Wäre ich die Frankfurter jüdische Gemeinde, würde ich darauf drängen, dass einer ihrer respektablen Köpfe mehr in den medien erscheint, und nicht ausgerechnet der Krawalltalker da. Aber bei uns hat die Gemeinde dort ohnehin so einen bestimmten ChiChi-Ruf.

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Vielleicht haben die respektablen Köpfe auch noch sehr viel anderes zu tun oder wollen nicht dauernd im Rampenlicht stehen.

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schade, dass ypsilanti gescheitert ist. die hetze gegen sie: das hatte schon was von hexenjagd. ne machtgeile frau: die sau ist endlich tot - oder was?! sogar prantl schreibt in der süddeutschen, ypsilanti wäre dumm gewesen. warum denn? weil sie glaubte, mit einer taktischen lüge in hessen ministerpräsidentin werden zu können? das war doch nix neues. - der gipfel heute der zdf-kommentar: "wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr" : der erste satz und der war allein auf SIE gewidmet. nee leute: das projekt, jede mehrheit ohne cdu zu verhindern, ist fürs erste gelungen. dass die fdp davon profitiert, war absehbar. der fehlt nämlich mittlerweile das für lügen notwendige rest-rückgrat.

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Lügen - wie war das nochmal mit den jüdischen Vermächtnissen?

Es gab und gibt eine Medienkoalition gegen eine Beteiligung der Linken im Westen, und man liegt sicher auch nicht falsch, dass die Medien mal wieder zeigen wollten, was sie können. Etwas Frauenfeindlichkeit spielt da sicher auch mit rein.

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alles d'accor. aber mit den medien: da sind springer und bauer ganz klar und hemmungslos auf merkel-linie: die damen trinken schließlich auch zusammen kaffee. hinter den damen stehen aber die üblichen herrn, die auch bei der deutschen bank im hintergrund ihre schäfchen trocken halten - und sich bei bedarf auch mal einen herzog als bundespräsidenten leisten. aber zurück zu den medien: wie viele kollegen sich auf die einfältige linie - aber lügen darf man doch nicht! - zurück gezogen haben: das war schon erschütternd. das sind leute, die professionell politik beschreiben und analysieren. und dann plötzlich so tun, als würden sie erst jetzt entdecken, dass politik ein dreckiges geschäft sein kann. nein - so viel naivität sollte man diesen herren nicht abkaufen: das ist nur feigheit vor dem verleger.

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aus meiner sicht geht weder frankfurt noch aschaffenburg und auch sonst nichts, was einem die wahl zwischen mist, bockmist und übelriechendem güllemist lässt. nein und nochmals nein zu allem, dem einen wie dem anderen. mein beileid!

(ich hoffe sehr, die rohre sind nicht gebrochen.)

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"Lügen - wie war das nochmal mit den jüdischen Vermächtnissen?"

He was misinformed...

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na ja, die alternative wäre gewesen, frau ypsilanti schlägt eine rot-schwarze regierung vor, bei der weder sie noch herr koch einen ministerposten erhält. aber so politisch dachte frau y.eben nicht. veilleicht war sie auch schlecht beraten, aber auch das muss sie sich zurechnen lassen.

die cdu hessen wäre doch sowas von froh gewesen, den herrn koch so elegant loszuwerden, denke ich mal. oder haben die nichts anderes mehr?

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@ larifarimausetot: Brauchst nicht glauben, dass die ganzen SPD-Nichtmehr-Wähler gestern wegen der Medien daheim geblieben sind. Die waren einfach sauer, schon beim ersten dilettantischen Versuch.

Und ja, Ypsilanti hat sich dumm verhalten.

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Nach zwei Tagen nochmal aufs Wahlergebnis geschaut: Wenn das "bürgerliche Lager" in einem westdeutschen Land unter optimalen Voraussetzungen gerade mal auf 53,4% kommt – woher soll dann bitte eine schwarz-gelbe Mehrheit bei der Bundestagswahl kommen? Aus dem Osten bestimmt nicht.

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