Hell freezes over

und aus dem vereisten Höllenschlund kommt ein alter Bekannter geschliddert, mit Blog und Herdfeuer. Liebe alte DCT-Freunde, wir haben ja schon erlebt, dass Pit Kabel einen Job bekam und Alex Falk nicht mehr in U-Haft ist - und hier ist nun auch wieder:

Peter Turi. Der New Economy Net Business Turi. Anders vielleicht, als ich geahnt hatte. Allerdings ist auch schon das Wort "Journalismus 2.0" gefallen.

Fuck Luzifer, was soll der Scheiss?

Donnerstag, 8. Dezember 2005, 21:00, von donalphons | |comment

 
Luzi war sicher angetrunken, von wegen Betriebsweihnachtsfeier (auch die Hölle ist ein christlicher Verrein!).
Und der unterste Höllenkreis ist sowieso gefroren.

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darf ich unwissend fragen, wodurch dieser herr turi berühmt/berüchtigt wurde?

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Unter anderem durch den Kauf und den Betrieb und den Untergang der New Eco Postille Net Business, als eigentlich schon alles zu spät war. Davor hatte er das kleine Medienmagazin kress zu einer NE-Plattform gemacht.

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Was soll der Scheiß?
Nun, "mit Bloggen" soll seit dem 7. November die Welt verändert werden. Falls er sich nicht noch aufs Heiratsschwindeln verlegt...

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ch habe das Selber-Bloggen am 7. November 2005 entdeckt. Ich war sofort infiziert und glaube, dass diese Art der Vernetzung von Köpfen und Ideen unsere Welt ein kleines Stück verändern wird.

Das sind die schlimmsten: Spätberufene - und Katzen-, Strick-, und Rezepteblogger.

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Nicht zu vergessen:
Kreidezeitblogger, die ständig betonen müssen: Ich hab schon gebloggt, da warst Du noch flüssig.

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... und Vereinshanseln, die immer wieder betonen müssen: "Wir blogger".

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Diese Melodei
hat der Hausherr hier auch selber schon oft genug rumgepfiffen, auch in Abgrenzung zu "Johurnalisten" - obwohl das auch sein Brotberuf ist. Also können wir In-Schubladen-steck-Blogger auch noch dazunehmen.

Aber mal zurück zum Thema: So den großen Skandal vermag ich darin nicht zu entdecken, dass Peter Turi auch bloggt.

So fucking what?

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dean minus dr.
was geht es dich an?

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Nicht jeder Journalist steht auf dem Medienstrich, soviel nur mal dazu. Und ich meine meine alten DCT-Freunde bisweilen über solche Untoten aufklären zu wollen, schliesslich werden die sich irgendwann wieder mal formieren, da sollte man sie besser früh auf dem Radar haben.

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Das Radar
scheint ja soo fein nicht justiert zu sein, wenns vier Wochen gebraucht hat, um den Küchenruf wahrzunehmen. ;-)

Und warum die Überraschung? Letztes Jahr, als ich mich hier angemeldet hatte, um mich in die Debatte einzuklinken, sprachen wir doch noch von Essen und Rezepten.

Und Medienstrich hin oder her: Das ist noch vergleichsweise ehrlich erwirtschafteter (und überschaubarer) Hurenlohn - gemessen an den Dimensionen der Sauereien von Kabel, Falk und Konsorten.

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Mein Hausarzt hat im Wartezimmer Informationen über die illegale Abzocke seiner Kollegen zu Lasten der Patienten ausgehängt. Nach mark793 dürfte er das nicht, weil „das auch sein Brotberuf ist“. Erkennst Du das Verquere Deiner Logik?

Daß Du DCT nicht kennst, macht Dich nicht zum schlechten Menschen. Aber wir, die wir das gemacht haben, sind durchaus daran interessiert, was unsere Lieblinge mittlerweile so treiben.

Wenn ich mir nur die Felder der journalistischen Spitzenkorruption: Wein, Tourismus, Kfz ansehe, dann meine ich, daß man durchgeknallt sein muß, wenn man das als „vergleichsweise ehrlich erwirtschaftet“ bezeichnet.

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Ich war kein Sentinel,
aber natürlich hab ich Dons Beiträge schon zu DCT-Zeiten gern gelesen. An einen noergler kann ich aber nur noch vage dem Namen nach erinnern. Und wesentlich mehr Profil zeigst Du hier und heute auch nicht, eher noch weniger. Aber das ist auch ok, hier gilt ja alles kann, nichts muss.

Mir sind die spezifischen Verlockungen und Verstrickungen der Journaille und insbesondere der Medienjournaille durchaus bewusst. Und ich wollte dem Don und dem Rest der Welt (ganz gleich ob selber Journalist oder nicht) keineswegs das Recht absprechen, Kritikwürdiges zu kritisieren. Nur muss sich der Kritiker, wenn er in der gleichen Profession tätig ist, halt auch fragen lassen, wie ers denn selber hält in ähnlichen Lebenslagen und ob da und dort nicht vielleicht auch Futterneid und andere wenig hochfliegende Motive dahinter sind.

In Eurem berechtigten Kreuzzug gegen die NE-Auswüchse ist einigen von Euch DCTlern vielleicht der klare Blick für Verhältnismäßigkeiten abhanden gekommen. Wie kann man einen Peter Turi, der (bei allem, was man ihm vorwerfen kann) kein Fremdkapital von geprellten Anlegern verprasst hat, sondern für persönlich haftende Kredite immer noch abstottert, in einem Aufwasch abwatschen mit Abzockern wie Alexander Falk und Pit Kabel? Hat Turi etwa Aktienoptionen versilbert, bevor er Net-Business in den Sand gesetzt hat? Warum drischt alles auf Turi rum, aber kaum jemand auf Dirk Manthey und den ToFo-Fusionären, die sich aus bestehenden Verträgen mit dem Turi Verlag rausgewunden haben? Das meine ich mit "vergleichsweise ehrlich". Ehrlich im Sinne von 'der Ehrliche ist am Ende der Dumme'.

Klar, das muss Dich in den Details nicht interessieren. Du kannst Dir auf Deine glorreiche Sentinel-Vergangenheit selber das Weihrauchfass schwenken und Deine festzementierten Feindbilder pflegen bis in alle Ewigkeit. Oder Du kannst rauskriechen aus Deinem Loch, ne E-Mailadresse hinterlassen, vielleicht selber ein Blog oder so was starten - und ein ernstzunehmender und interessanter Gesprächspartner werden, lieber Nörgler.

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Lieber Mark793,
vielen Dank für den rührenden Versuch, mich vor dem fundierten Schnellurteil dieses Standgerichtes zu verteidigen. Hohes Gericht, dieser Versuch wird von Mark793 mit untauglichen Mitteln geführt: Für mein Scheitern mit Kawumm bei netbusiness bin und bleibe allein ich verantwortlich. Das möchte ich hiermit zu Protokoll geben.

Ich habe sämtliche Verträge aus freiem Willen und bei guter geistiger Gesundheit unterschrieben. Ich wollte es probieren, ich habe es probiert - und ich bin gescheitert. Punkt. Aus. Basta. Ich habe nichts zu bereuen.

Für mein Scheitern ist kein Dirk Manthey verantwortlich und auch keine Tofag. Wenn wir einen Teilschuldigen suchen, dann nehmen wir bitte Osama bin Laden, dem es gefiel, zwei Passagierflugzeuge in das World-Trade-Center steuern zu lassen - just vier Tage nach Erscheinen der ersten neuen netbusiness-Ausgabe. Damit war das Spiel verloren.

Eine weiteres Indiz für die Unschuld von Manthey und Burda: Die schmerzlichsten persönlichen Konsequenzen wie die Pfändung meiner Presseversorgung, meiner Eigentumswohnung, meiner Gewinnbezüge beim kressreport und der Verlust von über einer Million Mark resultieren nicht aus dem Crash von netbusiness, sondern aus dem Scheitern meines Webprojekt internet123.de.

Für die Idee von internet123.de habe ich den kressreport verlassen und die gesamte Abfindung eingesetzt. Für diese Idee habe ich gebrannt, an sie glaube ich noch heute und über sie sollten wir in fünf Jahren noch mal sprechen.

Ich komme zum Schluss meiner Ausführungen, hohes Standgericht. Bitte berücksichtigen Sie bei der Urteilsfindung, dass der Küchenruf ein ausdrücklicher Auftrag meiner Therapeutin ist: "Lernen Sie den Alltag zu lieben - schreiben Sie ein Kochbuch." Dass ich als gerichtsnotorisches Internet-Frühchen das heilige Werkzeug des Weblogs benutze, mögen mir seine Gralshüter verzeihen. Ich sehe im Moment kein einfacheres und kostengünstigeres Content Management System.

Nun, hohes Standgericht, kommen Sie zu einem Urteil.
Alles andere als eine einstweilige Erschießung wäre für das Publikum und mich eine Überraschung ;-(o)

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Fürs Weihrauchfaß habe ich die falsche Religionszugehörigkeit, und meine DCT-Motivation bestand, ich denke jetzt ganz scharf nach, kaum je in dem Ehrgeiz, irgendeine doofmotzende Irrelevanz möge mir ein "Profil" zusprechen.
Allerdings erinnern Deine Invektive an DCT-Altbekanntes: Selbstbespiegelung, Onanie, Profilsucht, Neid, arbeitslose Säufer, psychisch krank, pervers, Diktatoren, Nazis, um mal nur einige Sprüche zu zitieren. Wir hatten schon damals nicht mal den Arsch, an dem es uns vorbeiging. Wie Du mit derlei Altbackenem aufwarten möchtest, macht mich schmunzeln.

In meine Rubrik "Phrasen wie ich sie hasse", habe ich Deinen Schwumpf:
"Nur muss sich der Kritiker, wenn er in der gleichen Profession tätig ist, halt auch fragen lassen, wie ers denn selber hält in ähnlichen Lebenslagen und ob da und dort nicht vielleicht auch Futterneid und andere wenig hochfliegende Motive dahinter sind"
darum aufgenommen, weil es keine Frage ist, sondern eine dummdreiste Denunziation. Im Rahmen des von Dir selbst errichteten Fragenlassenmüssen-Kriteriums frage ich mal ganz kritisch, ob Du nicht eine pädophile Sau bist, die nachher die kleinen Mädchen zerstückelt und die Teile an die Hunde verfüttert.

Du hättest nicht jeden Scheiß, der schon den seinerzeitigen DCT-"Kritikern" durchs Hirn hinkte, hier nochmals präsentieren müssen, aber Du tust es:

"In Eurem berechtigten Kreuzzug gegen die NE-Auswüchse ist einigen von Euch DCTlern vielleicht der klare Blick für Verhältnismäßigkeiten abhanden gekommen."

Das war aber mal fällig, daß der selbsternannte Klarblicker mark123, der zu DCT-Zeiten nie aus seinem Loch herausgekrochen oder eine E-Mail-Adresse hinterlassen hat, heute ein paar tausend Sentinels von damals nachträglich belehrt. Ich bezeichne diese aufschießende Arroganzfontäne mal zurückhaltend als Ausdruck inflationärer Selbstbewertung.
Oder wie war das denn damals für Dich? Schiß gehabt, auf DCT was zu posten, aber heute den Oberlehrer geben? Na?

Was Dir aber den Rest gibt; das, womit Du Dir den Fangschuß selber setzt, ist das:

"NE-Auswüchse".

Aus allem hättest Du Dich vielleicht noch herauswinden können, aber aus dieser Formulierung nicht mehr. Denn DCT hatte nie und niemals "NE-Auswüchse" zum Thema. Die DCT tragende Erkenntnis, die Dir bis heute verschlossen ist, war, daß die NE selber der Auswuchs ist, komplett, und inklusive Turi. Würde ich Deinem Turi-Geheule folgen, müßte ich auch den für eine zweistellige Zahl von Jahren ins Loch eingefahrenen Enron-CEO beweinen. Scheiße gebaut und zu Scheiße geworden - ich nenne das Gerechtigkeit.

Der Spruch von den Auswüchsen ist darum inferior, weil er die ewige Sprechblase 'DCT ist schon OK, aber gerade in diesem Einzelfall liegt ihr falsch' perpetuiert. DCT bestand aus Einzelfällen - woraus denn auch sonst. Als mein Praktikant Jensen mit den Firmen telefonierte, ist entweder die Pressepipitussi ausgetickt, oder der GF versuchte es mit dem Argument von den Auswüchsen, zu denen man selber nicht gehört.

Mit diesem Käse uns Jahre danach nochmal kommen zu wollen, nä, mark, is nich.

Allerdings verstehe ich die objektive Funktion der von Dir repräsentierten Gehirn-Fehlschaltung: Der nächste Hype hat zur Voraussetzung, daß das Desaster des vorigen Hypes durch "Auswüchse" erklärt wird.

Da Du das auch wieder nicht verstanden hast, mache ich es einfach: Bleib bei Mutti wohnen, lies weiter die Wiwo, und lass uns hier einfach in Ruhe.

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Eigentlich kann ich dazu wenig sagen, ich war nicht in der NE und in den notorisch auffälligen Branchen.

Trotzdem: Ich war in den Jahren Mitarbeiter eines MdBs. Mir fallen immer wieder die verzweifelnden Briefe von Bürgern ein, die den Bankberatern geglaubt und ihr Geld in NE-Fonds und Aktien gesteckt haben. Als es bergab ging, hat dann das Finanzamt wegen Steuerschulden die Eigenheimzulage einkassiert, die der Hypothekenbank verpfändet war. Als Folge drohte eine Zwangsversteigerung und die Aussicht mit der Familie auf der Strasse zu stehen. Da gab es mehrere Briefe mit ähnlichem Schicksal, die an den örtlichen Abgeordneten gerichtet waren, mit Bitte um Hilfe. Viele Leute haben Geld und Heim verloren.

Und dafür tragen alle eine Teilschuld, die "für eine Sache gebrannt haben", und wider der unternehmerischen Sorgfalt und Verantwortung und gegen den gesunden Menschenverstand gehandelt haben. Und mir kann keiner sagen, dass die stolzen Vorstände von am Neuen Markt notierten AGs nicht ins Grübeln gekommen sind, wenn der Aktienwert ihrer Verlustklitsche den Wert alteingesessener Gewinn erwirtschaftenden Industieunternehmen überstieg.

Früher hätte man diese Leute "Hasadeure" genannt. Heute sind es "Visionäre".

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glaube, dass diese Art der Vernetzung von Köpfen und Ideen unsere Welt

Ich krieg Gehirnkrebs, wenn ich sowas lese. Könnte glatt auch so in einem Netbusiness-Artikel gestanden haben. Hach ja, die gute alte Zeit, was haben wir über dieses Blatt gelacht. Damals.

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NE revisited
@Luzifer: Bei Lichte betrachtet ist das auch nur ein Unternehmer, im Grunde ein größerer Heizungsbauer, der u.a. mit den Tourismusverbänden von Island, Hawaii, Wyoming und Neuseeland Joint Ventures betreibt (Vulkane und Geysire).

@ Auswüchse und so weiter: Auch wenn ich mir damit die Finger schartig tippe, eine Branche, deren selbstgewähltes (internes) Motto lautete "found it, bring it up, sell it and run away fast" hat keine Auswüchse. Die Unternehmen, die 1996-2001 in der IT-Branche neu gegründet wurden und zum großen Teil als Firmen nur mittelständischer Größe mit höchst "innovativen" Geschäftsmodellen an die Börse gingen, sollten in fast allen Fällen gar nicht länger als 5 Jahre existieren, es war nicht ihr Existenzzweck, nachhaltig Gewinn zu bringen. Der Unternehmenszweck war es, eine Mogelpackung von Firma, die nach außen toll aussah, gewinnbringend zu verkaufen und dabei so reich zu werden, dass man im Leben nicht mehr arbeiten muss. IPOs erfolgten in der Mehrzahl der Fälle, um das Geld mit der Emission der Aktien selber zu machen - ein sinnvolles oder die Werbeausgaben deckendes Produkt stand normalerweise nicht dahinter.

Vorbild unserer tollen Branche war im Grunde die Investmentfirma IOS mit ihren Schneeballgeschäften.
Ich weiß noch gut genug, wie nicht funktionierende Softwaremodule dadurch kaschiert wurden, dass die Menüführung in Flash oder Director nachgebaut wurde und der User glaubte, ein Ordertracking durchzuführen, und in Wirklichkeit war das ganze tolle ERP-System ein Simulator :-)

Es steht mir nicht zu, einen Stab über kuechenruf zu brechen und ich gönne jedem eine neue Chance, aber ich habe selber in dem ganzen System dringesteckt und kann als Insider sagen: Es war so, wie eben geschildert.

@mark: Der noergler war in dct-Zeiten eine unserer tragenden Gestalten und treibenden Kräfte. Deinerseits zu erwähnen, dass er Dir bei dct nicht aufgefallen sei, zeigt nur, dass Du von dct keine Ahnung hast.

@strappato: a` point!

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@Kuechenruf
Respekt dafür, sich als hoffnungsvoller Akrobat selbst in den Zirkus Maximus zu begeben! Das macht nicht jeder. Glaubst du wirklich, dass Blogs und paar Blogger die Welt verändern?

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@ mark: "Nur muss sich der Kritiker, wenn er in der gleichen Profession tätig ist, halt auch fragen lassen, wie ers denn selber hält in ähnlichen Lebenslagen"

Nach meiner Sicht der Dinge konnte man da nicht mitmachen, ohne selbst einer von denen zu werden, besonders nicht da, wo ich war. Ich war da, wo es ganz schwarz war. Man hat mir eine Maschine gegeben und gesagt, ich solle losfliegen und schaun, was geht. Ich bin vor Osamas PR-Stunt raus, weil das Hirn irgendwann wieder eingesetzt und begriffen hat, dass diese Spiel im Abgrund mit Fullspeed nicht gut sein kann - aber auch dazu musste ich erst mal eine Nacht vor der I des Starnberger Krankenhauses auf die schlimme Nachricht warten. Und das, obwohl ich schon seit Mitte 99 allen gsagt habe, dass es nicht gut gehen kann.

Und das, Herr Turi, ist auch der Punkt, wo ich immer noch staune: Net Business hätte so oder so nicht überlebt. Die New Economy ist nicht draufgegangen wegen Bin Laden, sondern weil sie den gleichen Kurs hatte wie seine Todespiloten. Angesichts der enormen Unterschiede zwischen Realität und den für die Finanzierungen massgeblichen Vorhersagen war Mitte 1999 alles schon gelaufen, vorbei und tot. Nur die Dummheit der Aktionäre und Investoren hat dafür gesorgt, dass das Systm als solches 2001 noch so existieren konnte, dass in München im ersten Halbjahr der absolute Höhepunkt der VC-Investitionen erfolgte. Damals hiess es, jetzt seien Startups wieder günstig zu haben...

Da wurde sie nochmal ausgerufen, die "Next Economy", und die brauchte halt ihre Propagandisten. Und in dieser Situation kam Net Business realoaded, auf dem ersten Cover der Middelhoff. Der auch ohne Osama bald darauf seinen Job los gewesen wäre. Selbst 2001 lagen noch alle Vorhersagen und alle Surveys falsch, es gab einfach keinen Markt, da haben sich ein paar Typen in eine fixe Idee versteigert und andere investiert, obwohl sie selbst nie die Angebote dieser Firmen genutzt hätten.

Es geht hier nicht um Urteile, sondern einfach nur mein grenzenloses Erstaunen, sie dann alle wieder hier in meinem ureigensten Kontext der Antimedien zu treffen, von dem die ganze Branche 200o, 2001 nur wissen wollte, wie man ihn wegschiebt für ihre poppigen cyworlds, ihre fröhlichen Communities und ihre Content Syndication Strategien. 4 Jahre nach Dotcomtod sind sie jetzt plötzlich alle der meinung, dass das Funktionsprinzip ihres damaligen Jägers heute ihr Erfolgsmodell für morgen ist. Es ist nicht fair, dass der Wiwo-Baron nach all dem versagen weiterwursteln durfte, wenn andere in den Ruin getrieben werden, aber niemand hat sie da reingezwungen in einen Job, der eine ganze Menge Verantwortung verlangt hätte. Nix Punkt, Schluss, Basta. Anything but. Da ist der Punkt, an dem man weiterreden muss. Nicht Trümmer machen und voranschreiten, sondern erst mal wegräumen. Will aber keiner wissen, das habe ich schon mitbekommen.

Herr Turi, man nennt das unkritische Hullygully-Ding heute Web2.0. Und soweit ich die Leute kenne, warten die nur auf einen geschickten Verkäufer, der sich hierzulande an die Spitze der Bewegung stellt. Es wird Ihnen inhaltlich gefallen, aber passen Sie auf - die Jäger von damals sind immer noch aktiv.

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Nachtrag: Sehe gerade, Sie haben das Web2.o schon für sich entdeckt. Ein Hinweis vielleicht: Es heisst das Blog, ist das Wort doch eine Abbreviatur von We-blog und das wiederum stammt von das "Web-log-book". Das Buch das Blog. Als Wortklauber sollte man das wissen. Sonst liest sich das Ding ein wenig wie abgedruckte PR eines Ahnungslosen.

Es passt aber auch zur inzwischen auf 0 abgesunkenen Bedeutung von w&v, dass das hier draussen keine alte Sau mitbekommt, dass Turi das Thema schon wieder checkt, und auch mit Burda und ToFo wieder kann:

"Wenn jeder sendet und kaum einer mehr zuhört, wird es umso wichtiger, dass der, der sendet, Qualität liefert und sich als Markenartikel präsentiert. Auch das Zeitalter der Schwarmintelligenz braucht mediale Leuchttürme."

Aua.

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Leuchtturm
von Nena, immer noch gutes Lied

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@che: Ich kann es nur nochmal wiederholen: Genau dieses Ding von "found it, bring it up, sell it and run away" war NICHT der Plan hinter Turis Net-Business-Übernahme, so gesehen ist und bleibt es falsch, diese Geschichte als paradigmatisch für die New Economy zu sehen. Das Geschäftsmodell war ganz klassisch OE: Heft verkaufen, Vertriebserlöse und Anzeigengelder einsammeln, noch nen netten Online-Auftritt basteln, fertig. Was hat denn das mit irgendwelchen windigen Schneeballsystemen zu tun?

Und Noergler, Du brauchst an meinen moderaten Einlassungen nicht jedes idiotische Totschlag-Argument abzuarbeiten, dass je ein Kritiker Richtung DCT losgelassen hat, Du sitzt da einem klassischen Projektionsphänomen auf. Der Grund, warum ich mich dort selber nicht aus dem Fenster hängte, war unter anderem der, dass der Flurfunk von kress, wiwo, Horizont, Bizz und den anderen Adressen, mit denen ich zu tun hatte, auch ohne meine Zulieferungen schon ganz gut abgedeckt war. Wäre also ziemlich witzlos gewesen, da meinen Haufen auch noch draufzusetzen.

Mit dem Punkt, es sei bei DCT nicht um NE-Auswüchse gegangen, hast Du indes völlig recht. Genauso hatte ich es gemeint: NE=Auswüchse der Wirtschaft. Unstrittig ist für mich auch, dass die Publizistik ihr Teil dazu beigetragen hat, diese Blase überhaupt mit aufzupumpen. Wie wenig es fruchtete, Geschichten entgegen dem vorherrschenden Spin anzubieten, wie verblendet viele Ressortleiter und Chefredakteure waren, das weiß ich aus ureigenster Anschauung ganz genau, weil ich es zumindest innerhalb des Systems mit meinen bescheidenen Mitteln versucht habe. Und da, wo mir das nicht gelang, bin ich jedenfalls soweit thematisch sauber gebleiben, dass ich meine Veröffentlichungsmappe aus jener Zeit immer noch jedem zeigen kann ohne rot zu werden. Dafür hab ich aber auch die Finger von bestimmten Geschichten gelassen, die mir angetragen wurden, obwohl ich das Honorar schon hätte brauchen können. Also ich hab für mich schon die Konsequenzen gezogen aus meiner Weltsicht. Ihr DCTler habt andere Schlüsse gezogen aus Eurer Weltsicht, und ich hab damit nicht das geringste Problem. Gegen wen Du Deine glorreiche Vergangenheit als großer Widerstandskämpfer auch immer meinst verteidigen zu müssen - gegen mich jedenfalls nicht. Und nimms nicht persönlich, dass sich die DCT-Geschichten vom Don halt mehr in mein Gedächtnis eingegraben haben als Deine. Tatsächlich hab ich nicht alle naslang geguckt, welcher Sentinel aktuell wieviele Länderpunkte abgeräumt hatte, das möge auch unser argentinischer Freiheitskämpfer mir nachsehen.

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@Genau dieses Ding von "found it, bring it up, sell it and run away" war NICHT der Plan hinter Turis Net-Business-Übernahme, so gesehen ist und bleibt es falsch, diese Geschichte als paradigmatisch für die New Economy zu sehen. Das Geschäftsmodell war ganz klassisch OE: Heft verkaufen, Vertriebserlöse und Anzeigengelder einsammeln, noch nen netten Online-Auftritt basteln, fertig. Was hat denn das mit irgendwelchen windigen Schneeballsystemen zu tun?


- Ich habe nie behauptet, dass Turi so etwas betrieben hätte. Das Problem ist, dass der NE-Hype von Zeitschriften wie Net Business, W & V, brand 1 etc.pp. herbeigeschrieben wurde. Der große organisierte Betrug (nicht im unmittelbar strafrechtlichen Sinne, auch wenn das manchmal noch dazu kam) funktionierte nicht ohne Propagandisten, Mulitiplikatoren und Claqeure, die teilweise selber Täter und Opfer waren, weil sie in vielen Fällen die Einflüsterungen der unseriösen Founder glaubten. Ich habe selbst dazugehört, bin also ein Elch.

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Verstehe.
Genau das ist es ja, was ich meine, Che: Auf dem Medienstrich ist die Unterscheidung von Tätern und Opfern nun mal nicht ganz so einfach wie bei Schneeball-Systemen und Post-Ipo-Exit-Strategien von Startup-CEOs. Da herrschte in der Publizistik ja auch vielfach der Glaube vor, man könne die schöne neue Welt herbeischreiben - und es war sehr schwer, sich diesem Sog dauerhaft zu entziehen.

Du hast das für Dich reflektiert, welche Rolle Du damals gespielt hast, der Don auch, ich desgleichen. No harsh feelings. Bei unserem Oberchecker Noergler vermisse ich diese Dimension leider ein wenig. Wer nicht klipp und klar sagen kann, wo er 1977 war, als der Punk erfunden wurde, der braucht sich hier und heute nicht aufzuspielen wie Malcolm McLaren himself.

Ich hab genausowenig Interesse daran wie irgendjemand sonst hier, dass der ganze Bullshit-Hype wieder losgeht, und deswegen finde ich die hiesigen Diskussionen um 2.0 undsoweiter als wichtig und richtig. Man kann das natürlich unter der Perspektive tun, hach wißt Ihr noch damals die Schlacht um Pixelpark, was haben wir da Länderpunkte kassiert. Aber irgendwann riecht es halt ein wenig streng, wenn Opa N. ständig vom vorigen Krieg erzählt, während sich da draußen bereits eine völlig anders formierte Schlachtordnung abzeichnet.

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ich kenn die alle nicht
aber den McLaren kenn ich, der quatscht einen vielleicht voll beim Abendessen

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Mark, das Problem ist, dass die Theorien, die aktuell auch ein Turi herbeischreibt, so verdammt nach Spätphase der New Economy riechen. Burda will nach seinem gescheiterten Projekt Vivi@n jetzt bloggen - und zwar werbefinanziert. Erinnert sich noch einer an die von 20 Journalisten moderierten "Themen-Communities" von Vivi@n? Genau das wird jetzt wie Gammelfleisch zu Blogs umgelabelt, nur soll die Moderation an die User ausgelagert werden. Ein Journalist, der auch nur einen Funken Anstand hätte, müsste da nachhaken - oder er hat einfach keine Ahnung, was man aber bei Turi beispielsweise ziemlich sicher ausschliessen kann.

Wenn es nicht geht, haut Burda wie damals bei Vivi@n ein paar Freie raus, der Ideengeber sitzt sowieso im Stab, dem wir nichts passieren, aber alle, die sich da vielleicht ein Blog angelegt haben, müssen sich was einfallen lassen. Vielleicht gibt es auch noch eine Vorstufe auf dem Weg in die Pleite wie "Bill the Customer" mit kostenpflichtigen Pro-Accounts. Dass es nicht ganz unwahrscheinlich ist, sieht man beim Autoblog von Focus, das Audi sponsorn sollte: Werbung nicht da, keine Texte mehr seit über einer Woche. Aber gehyped wird das Thema trotzdem. So geht das Geschäft dieser Leute. Ich sehe da nur neue Aufkleber, neue Tünche, sonst nichts, noch nicht mal andere Personen.

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@ mark
„Der Grund, warum ich mich dort selber nicht …“ So, mark, genau so klingen Verteidigungen. Du trägst dergleichen vor, nicht ich.

Betrachten wir mal

- „Futterneid und andere wenig hochfliegende Motive dahinter“
- „klare(r) Blick für Verhältnismäßigkeiten abhanden“
- „Weihrauch schwenken“
- „großer Widerstandskämpfer“.

Frage: Sind das „klassische Projektionsphänomene“ von mir oder Zitate von Dir? Na? Hm?
So hatten wir das Jahr um Jahr auf DCT.

Wir sehen: Deine apologetische (ich übersetze für die bildungsfernen Schichten: verteidigend-abwehrende) Abgrenzung gegen „idiotische Totschlagargumente“ läuft leer, da Du solche Argumente – alle können das hier lesen – selber gebrauchst.

Deine Einlassungen repetieren (Übersetzung für mark, der weder Latein noch Griechisch kann, was man daran sieht, daß er „das“ und „daß“ nicht zu unterscheiden vermag: wiederholen) mithin die klassischen DCT-Troll-Phänomene und sind insoweit nichts Neues oder sonstwie aufregend.

Nur eins, Arschloch, das nehme ich Dir richtig übel: den „Widerstandskämpfer“. Das Schlimmste, was ich im DCT-Zusammenhang erlebte, war ein vorübergehendes Ohrklingeln, bewirkt durch am Telefon kreischende Pressetussen. Ein Gestapo-Türklingeln war nie mein Risiko.

Aber Du mußt ja wieder auf der Sprache ausrutschen. Gab es da wirklich keine Kontrollinstanz in Deinem Hirn, die diesen die deutschen Widerstandskämpfer verhohnepiepelnden Vergleich verhindert hätte? Fühlst Du Dich derart in die Ecke gedrängt; bewertest Du Dich selber als so erbärmlich, daß Du rhetorisch zum Äußersten greifen mußt, um überhaupt noch eine subjektive Verteidigungslinie aufzubauen?

Vor einem reflexhaften Posting sei gewarnt! Denke, bevor Du in der Öffentlichkeit schreibst! Bis jetzt war ich freundlich. Ich kann auch anders.

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Dass Dir so schnell
der letzte zivilisatorische Lack abblättert, dass Du Dein verbales Astloch blank zeigst - wow! So schnell hatte ich das gar nicht erwartet. Danke für die Genugtuung, schönen Tag noch. Gerne wieder.

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Punk
Ich war Sommer 1977 in London und habe den Punk mitbekommen. Vorzugsweise in einem Club in Camden Town (ich glaube er hiess Camden Palace).

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Ich war in der Provinz und hatte in dem Sommer viel Hitzefrei. Und Klavierunterricht, klassisch. Trotzdem war ich dann in den Schützengräben der NE :-)

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Ich schrieb in der Schülerzeitung, dass die Tode von Stammheim vermeidbar gewesen seien, die Masse der Bürger und Politiker sich aber darüber freue. Man drohte mir an, mich der Schule zu verweisen-

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...worüber sich die Masse der Politiker und Bürger dann sicher auch gefreut hätte, so waren die Zeiten.

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@ mark
Du mußt um mich nicht besorgt sein: Wer die Kadenzen aus Haydns und Dvoraks Cello-Konzerten in praxi auf dem Instrument beherrscht, dem wird der zivilisatorische Lack so schnell nicht abblättern.

Zu einem anderen Thema: Natürlich wußte ich, daß meine Warnung nichts bewirken würde. Eben darum sprach ich sie strategisch aus, um ihn taktisch zu exekutieren. In drei Schachzügen habe ich den mark Matt gesetzt. Man lese nach.
"Dass Dir ... Gerne wieder" ist das Dokument seiner Eigenexekution, in die ich ihn hineintrieb. Der Witz an der Sache ist der, wie der mark es bewirkt, daß der mark sich die Knarre selber an den Kopf führt. Das ist die gute Nachricht.
Die schlechte ist, wie man doch immer wieder die Stinkwarzen - hier: mark793 - einzeln erlegen muß. Einerseits leidet darunter das Leben, andererseits fördert es die Wollust, wenn deren Genick bricht. Ich bin da sehr ambivalent.

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Na, dann gratulier ich doch mal
ganz herzlich, Du großer Blitzschachstratege. Ich bin tatsächlich so matt, dass ich unsere kleine traute Runde mal kurz verlassen muss wegen familiärer Verpflichtungen. Kannst ja derweil ein paar slawische Tänze aufspielen. Man liest sich...

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Arena
Jau, gibt es Gemetzel? Die Chips sind bereit. *erwartungsvollimstuhlindererstenreihezurechtflez*

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@ noergler / mark
Ihr dürft mich gerne verbal massakrieren, für diese Bemerkung, aber schaut euch doch mal z.B. bei/in/auf/unter/über Wikipedia den "Positivismusstreit" an! Ähnlich wie dort, soweit ich erkennen kann, geht euer Streit schwerpunktmäßig um Worte bzw. um den Zungenschlag.

P.S.
In einer Familie, die nicht nur als Mumien besteht, gehören Konflikte dazu. (Reinhard Mey)

P.P.S. Die Schlimmsten aller Kreaturen unter der Sonne sind vermutlich unberufene Streitschlichter...

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Phrasen, wie ich sie hasse V: "Streit um Worte"
Der Streit um Worte ist der einzige Streit, der lohnt. Wer das nicht kapiert, ist subzivilisiert.
Worum streitet man sich auf einer naturgemäß nur aus Worten bestehenden Site denn sonst? Was machst denn Du hier: Worte, oder? Oder sonst noch was: Männchen, Pipi, Kaffee - geht alles nicht, da dies hier eine Wortwebsite ist.
Der Verruf, in den Wikiblöd geraten ist, wundert mich da nicht mehr. Die Auseinandersetzung war denn doch etwas substantieller, als der Flachwichser annimmt. Sie geht nämlich auf den Nominalismusstreit der Hochscholastik zurück.
"Nominalismus", "Scholastik", "Universalienstreit", gar "ante rem", "post rem", "in re" sind den Angehörigen der bildungsfernen Schichten so fremd wie ein Dominantseptimakkord.
Insoweit goutiere ich es eher weniger, wenn ein fdd mir sein Pipi vor die Tür macht.

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das trifft sich ja ausgezeichnet!
eigentlich wollte ich ja ein bisschen erotik lesen, aber dann bin ich hier hängengeblieben. viel besser! da kann ich gleich eine frage stellen, die mich die ganze zeit schon drückt:

herr nörgler, sie kennen sich aus. da gibt es diesen extrem hochscholastischen philosophen, sie wissen schon, der sich dauernd rasiert hat, der hat einmal einen satz geschrieben. und zwar geht der wie folgt: "pluralitas non est ponenda sine necessitate." jetzt die frage: meinen sie, dies betrifft nur die universalien oder könnte er vielleicht auch ganz allgemein verstanden werden, dieser satz?

grüßlichst!

und³ (viator)

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Lecker Essen.
Für alle, denen die Diskussion jetzt etwas zu hoch war, und die mit dem Weltverbessern schonmal in der eigenen Küche anfangen wollen und die eine Diskussion am liebsten bei lecker Essen führen:

Beim Küchenruf gibt's prima Rezepte!

Herzliche Grüsse von der Open-Sauce-Bewegung zur Erstellung eines freien Kochbuchs:
Peter Turi2.0 ;-(o)

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@ &&&
Habe gerade Dein Gedicht "Knabe im Tor" gelesen. Köstlich!
Nun zu der Frage: Die Universalien betreffen, wie der Name schon sagt, ihrerseits alles.

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Und während die Relativitätstheorie mit ihrer Formel E=mc²
noch jedem mathematisch-physikalisch Bewanderten leicht nachvollziehbar ist, entzieht sich die Schlussformel der Allgemeinen Theorie von Allem - 42 - jeder Verstehbarkeit. Aber um hierhin zu kommen, war eben der ganze steinige Weg von Urgs und Braghs Höhlenorakel über Imhotep, Urugakina, Hermes Trismegistos, Maneto, die Präsokratiker, die sokratisch-aristotelisch-platonische Linie, die Epikuräer, die Stoa, die Neuplatoniker, Augustin, die gesamte Scholastik, den Humanismus, Descartes, Newton, Laplace, Hobbes, Leibniz,Locke, Pufendorf, Kant, Voltaire, Rousseau, Diderot, Condorcet, Gauss, Humboldt, Hegel, Comte, Darwin, Galle, Kierkeggard, Marx, Engels, Planck , Freud, Einsteuin, Wheeler, Rosen, Podolski, Tombaugh, Watson &Crick, Horkdorno, Lacan, Baudrillard, Bourdieu, Cavalli-Sforza, Hawking etc. nötig, und - nunc hoc non ergo propter hoc - müsste natürlich, um Allodoxien zu vermeiden, der Buddhismus, das Dao te King und die altpersische Philosophie sowie die großen Leistungen der arabischen Gelehrten integriert werden, ehe der Wissensschatz der Terraner mit dem der Alabricker, Beteigeuzianer, Ugiler, Alphaner, GHelenoques und Gelenogarier oder Turu-ta-Maifi abgeglichen werden kann.

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da,
lieber herr noergler, haben sie aber meine frage nicht ganz verstanden. nämlich. wollte ich doch, ausgehend von dem ockham-zitat, welches ja besagt, dass überflüssiges zu vermeiden sei , wissen, ob das weglassen von überflüssigem in anderen bereichen nicht auch seinen sinn hat. dass eine ontologisierung von universalien wie "wahrheit", "gutheit" usw. überflüssig ist, stand außer frage. in der frage stand aber, ob man nicht auch anderes - und jetzt komme ich mal hinter der blume hervor - weglassen könnte, als da wären: beleidigungen, respektlosigkeit gegenüber mitmenschen und unflätiges benehmen.

und wenn ich noch auf einen fehler hindeuten darf: die universalien bedeuten keinesfalls alles, sondern sind zunächst einmal nur abstrakte mentale begriffe. denn würden sie alles bedeuten, würden sie gleichzeitig überhaupt nichts bedeuten - die menschliche sprache ist nun mal so organisiert, dass ein begriff, wenn er etwas bedeuten soll, immer in differnz zu anderen begriffen stehen muss, um bedeuten zu können.

aber das wissen sie ja sicherlich.

es freut mich allerdings, wenn ihnen das gedicht gefallen hat.

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Kommt mir da doch so ein proseminaristischer Philosofatschstudent quer. Das habe ich davon, daß ich ihm die Chance zum Ausbüchsen gab. Aber nein, da will er nicht, da muß er drauf bestehen: Während ich zu seinen Gunsten die Frage vorsätzlich „nicht ganz verstanden“ hatte, verstand wiederum er das nicht, und paukt weiter munter sein Trömmelchen.

Schau, pubertierender Oberbelehrer, der Du Dich überhebst, mir blöd kommen zu wollen – es ist so: Die Hypothese, daß die Universalien „nur abstrakte mentale begriffe“ wären, kann man auch mal derart sehen, daß es ein von den Anti-Aquinaten in Umlauf gesetztes Gerücht ist. Das Absolute existiert, da wir anders von ihm einen Begriff gar nicht hätten.
Und jetzt?

Hinsichtlich der Zeichenfolge „beleidigungen, respektlosigkeit gegenüber mitmenschen und unflätiges benehmen“ fällt neben dem orthographisch falschen Kleinschreibgewichse der anmaßende Moralton auf. „Mitmenschen“ – was ist denn das nun wieder? – haben, sofern es sie gibt, die Großschreibung verdient. Und wer gar dermaßen gschlampert „differnz“ hinschmiert, sollte seine Pratzen eher nicht an sprachlichen Angelegenheiten abwischen.

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Als unvordenkliches Sein ist das Absolute ja überhaupt die Voraussetzung von Sein an sich. Wir haben gerade in einer kleinen Séance Schelling heraufbeschworen, er gibt dem Nörgler recht

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@ noergler
Habe gerade Dein Gedicht "proseminaristischer Philosofatschstudent" gelesen. Köstlich!
Nun zu der Frage: Völlig korrekt! Das Absolute existiert, da wir anders von ihm einen Begriff gar nicht hätten.

[leise als Mantra vor sich hinmurmelnd:]

Bart Simpson existiert, da wir anders von ihm einen Begriff gar nicht hätten.

Die Hemminger Gepardenforelle existiert, da wir anders von ihr einen Begriff gar nicht hätten.

Der Begriff `Begriff´ existiert, da wir anders von ihm einen Begriff gar nicht hätten.

[Langsam ins Nirvana eintretend, das existiert, weil, ach, Du weißt schon ...]


PS: Muss schon sagen, das Nörgeln (eigentlich ein lustiges Wort, findest Du nicht?) beherschst Du wie aus dem eff eff. Respekt, Respekt.

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Hommingberger Gepardenforelle bitte, so viel Zeit muss sein. Was bitte sollte ein Nörgler, der nicht nörgeln kann? Ein Taucher, der nicht taucht, taugt nichts!

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"Hommingberger" natürlich. Danke für den Hinweis.

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@Noergler-> Wir wissen kaum, was Sie bewegt und antreibt. Sie werden es uns sagen, soweit es Ihnen geboten erscheint. Aber bis dahin koennen Sie sich fragen, warum ich Ihnen vor die Tuer "gepinkelt" habe - und wenig Interesse habe, hineinzuschauen.

Achja, und pruefen Sie, falls Sie vor die Tuer treten sollten, welche Aufschrift Ihre Tuer traegt. Bis dahin - und weit darueber hinaus duerfen Sie sich auch am Gedanken erwaermen, dass wir beide jetzt ein Team sind, denn einen Mangel an Bildung hat mir bislang noch niemand vorgeworfen außer ich selbst.

Bevor Sie antworten, wischen Sie bitte vorher noch einmal ab. Da hat sich bei Ihnen ja schon richtig Kruste gebildet.

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@kuechenruf: Wenn dir internet123.de tatsächlich in fünf Jahren nochmal hochkommen sollte - ich überlass dir gerne die 2-3 Backups der Alibaba-Datenbank, die seit drei Jahren in meiner Schublade verstauben. Und dann verkrümel ich mich, damit mich die Schockwelle des Scheiterns kein zweites Mal erwischt ;)

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Kleiner Hinweis:
Die Widerlegung des ontologischen Gottesbeweises wäre die Replik gewesen. Wir leben in erbärmlichen Zeiten: Nicht mal das kriegt ihr noch hin.

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@niteworker: Meinst Du dem nuetzt das was? Ich wuerde doch mal annehmen, dass der KantinenSchreihals da maximal wie ein Schwein ins Uhrwerk draufstarrt*. Gaengigerweise waren die GaunerEntrepreneure der 99/00/01 Generation ja gerade nicht vom Fach .....


* hach das laesst mich an selige Studienzeiten erinnern wo Dr. Wolfgang von Schapiewsky - aka Chappi - die HMIII Uebung mit den Worten: "Die Loesung einer Aufgabe erreicht man nicht durch Anstarren des Aufgabentextes" vergoldete.

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@nörgler: mit denen ist heute echt nichts mehr los. Als mich kürzlich ein Kerlchen fragte, ob ich ihn nun liebe oder nicht, und ich "coito ergo sum" antwortete, wusste der da überhaupt nichts mit anzufangen :-)

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Du, lieber Nörgler, jetzt habe ich Dir doch einmal schön zugestimmt, was Deine Ausführungen angeht. Die sind nämlich alle hieb- und stichfest und vollkommen richtig, ich möchte sogar sagen: Hut ab vor so viel fundierter Kenntnis der Hochscholastik, wo sie in den Klöstern und Universitäten nach Feierabend alle ganz eifrig an der Widerlegung des ontologischen Gottesbeweises gewerkelt haben. Und das natürlich absolut phrasenfrei! jaha!

Nörgler, ich verstehe ja sehr gut, dass man bei Widerspruch und Kritik und so schon mal nörgelig werden kann. Ist ganz normal, so ist der Mensch. Möchte ich mich gar nicht von ausnehmen. Aber bei Zustimmung? Da stimmt doch was nicht, Nörgler! Das ist ja die reinste Nörgelsucht, ganz ungesund ist das auf die Dauer!

Ich vermute mal, dass Du ganz einfach gerne das letzte Wort bzw. den letzten Nörgel veranstalten möchtest. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass das für eine gewisse Berechenbarkeit steht, aber nu ja, egal.

Na, jedenfalls: für ein angenehmeres Nörgeln habe ich Dir hier in dem Text auch extra einen Fehler hinterlassen. Also: frischauf zum Nörgeln!

PS: Ein Sprüchlein, das leider oft mißverstanden wird, möchte ich Dir noch auf den Weg geben: "Beati pauperes spiritu, quoniam ipsorum est regnum caelorum."

Jetzt Du!

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netbitch, in Deinem Fall kann man sagen, Du machst es Lateinisch!

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... ohne humanistische Bildung läuft bei mir nix.

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Ja, mein Catull *wimperklimper* !

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Tu scis Mentulus Longus?

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Ecce Prian!

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Ton esprit de ciel anime les mots le fleuve des âmes âme ton baiser. Comment dois-je moi le choix/choix me manquer lourd ? Pourrait ta bouche noble cela beaucoup de faveur des cieux a quand même ainsi avec des discours baiser et avec des baisers parle !

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Poppenbüttel :-)))

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War das ein Imperativ ?

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Schweinkramcontent
<zensiert>

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Gier und übersteigerte Profilierungssucht.
Was habt ihr nicht schon alles verloren - was muß euch noch alles entgleiten, bis ihr wirklich FERTIG seid?

Viele von euch gehören zu einem guten Psychiater.
Glück auf!!

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Netter Versuch, der durch den URL-Verweis auf ein peinliches Spiel leider als gescheitert angesehen werden muß.

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Was für eine URL auf was für ein Spiel hat die Witzbremse den verlinkt? Ich sehe nichts!

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... der Lurch hat seine url mittlerweile durch einen superaufregenden
mailto:
ref ersetzt. (... und dann auch noch web.de - ja sind wir hier im Slum?)

... vorher gings zu einem hirnausgeschabten Schweinespiel - in der Tat, da hat gibsmir 100 pro recht.

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Irgendwie könnten sich solche Leute endlich mal eine andere Platte einfallen lassen, den Stuss in dieser Form höre ich jetzt auch schon seit der 1. Stunde DCT.

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Ich versuch noch mal den Komplett-Text
@gibsmir - Sorry, der Link war nicht wirklich bewusst gesetzt und hat nur indirekt mit mir zu tun - ich habe ihn entfernt, weil es mir angemessen erschien.

@franz.brandtwein - ich bin sicher kein Lurch (egal welchen Sprachschatz Sie verwenden) - anonym bloggen ist ja sooo schön.

@donalphons - mein Kommentar richtete sich nicht gegen Sie; ich habe viel von Ihnen gelesen. Sie schreiben auf den Punkt angemessen kritisch, manchmal harsch - den Stil finde ich gut (ob Ihnen das jetzt hier von MIR gefällt oder nicht).
Aber: Sie sind doch genau auf der Schiene (zugegeben, es war stark reduziert).
Ich verweise mal auf einen Artikel von Ihnen (ich hoffe, ich darf das jetzt ungestraft (in Bezug auf irgendwelche Regeln oder Animositäten der Mitlesenden) - da steht das, was ich meinte im 5. Absatz des o.a. Links

Der Artikel ist m.E. gut, trifft und dient der Informationsvermittlung.

Warum ich hier (zu diesem Thema) meinen "Senf" dazu gegeben hatte, ist mir jetzt (heute) auch schleierhaft. Aber ich bin sicher, einer der werten Schreiber hier wird mich darüber informieren. - Notgedrungen :-)))


Ach so: Ich habe kein Blogg, weil ich noch auf der "Sinnfindungs-Schiene" bin. Aber wenn ich mal bloggen sollte, dann sicher mit allen Angaben, die meine reale Person identifizieren. (Egal wie beschissen meine E-Mail Adresse ist.)

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