: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Donnerstag, 10. März 2005

Applied Inkonsequenz

Jetzt noch schnell eine Elitesse treffen? Ja. Kontrastprgramm solange bei Insomnia.

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Power Event

für die Vorbereitung unserer youngest High Potentials mit dedicated English Skills im Pre-Schoool-Age auf den globalisierten Wettbewerb. Alles DEIN, nicht unser, eh klar.



Wenn da irgendwann mal steht: Develope, design und create DEINE Schultüte, könnten mir meine Leser vielleicht den Gefallen tun, sich eine Maschinenpistole kaufen und wahlweise entweder mich oder den nächstbesten Marketingmenschen erschiessen.

Tendenziell würde ich übrigens die zweite Option bevorzugen. Danke für die Aufmerksamkeit.

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Medien Tenor abgeknödelt

Der Spiegel Online zitierte mitunter gerne Medien Tenor - und umgekehrt kommt der Spiegel in den Untersuchungen der Bonner Medienforscher ganz gut weg. Allerdings gab es in letzter Zeit einiges an Kritik und Prozessen wegen den Methoden des Instituts. Trotzdem wollte man eigentlich gestern noch ein neues Büro im schweizerischen Lugano eröffnen, mit 20 Mitarbeitern - aber:

Nun hat die gerechte soziale Marktwirtschaft ein Urteil gefällt: Medien Tenor hat beim Amtsgericht die Nummer 98 IN 78/05, und nicht wenige Feinde bei den Öffentlich-Rechtlichen werden das gerne hören. Privatsender verlieren dagegen einen Freund. Und ich gewinne 120 DCT-Punkte und einen Packen Critters-Felle. Und Ihr habt es zuerst bei Rebellen ohne Markt gelesen - da, wo die anderen Medien es morgen her haben werden.

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Endkampf.

Viel ist von den Gegensätzen nicht mehr übrig. Der Ex-68er von gegenüber, der als pensionierter Manager in der Kirche von unten angekommen ist, besteht mitsamt Frau immer noch auf Ökonahrung. Wenn er mit einem seiner Schlitten am Samstag morgen Brot holen fähhrt, bringt er immer ein paar Semmeln für die andere Strassenseite mit und mischt etwas graues Brot mit angeblich gesunden Ballaststoffen darunter.

Wohl wissend, dass die Ex-68er von hier für sowas nicht zu haben sind, genausowenig wie für die Kirche von unten. Kirche wird immer noch abgelehnt, wie auch die CSU, wenngleich sie auf dem Marsch ddurch die Institutionen ein passables Verhältnis zu den Grosskopferten der Staatspartei aufgebaut haben. Der subtile Kampf um den rechten Weg, der nicht der Weg der biodynamischen Vollkornsemmel ist, wird beim Zusammentreffen der unterschiedlichen Ex-68er-Fraktionen auf dieser Seite mit massivem Einsatz von Familiensilber sowie routinemässigen Nachrüstungen beantwortet; hier eine Kanne, dort ein Tablett, vielleicht noch eine silbergefasste Karaffe.

Und tatsächlich müssen die Ex-68er von der anderen Seite dann zugeben, dass ihr Sägemehlbrot in diesem Umfeld ein Stilbruch ist. Sie betonen aber, dass man sein Herz nicht an den Prunk hängen soll, dass Terracotta und Handgetöpfertes auchn ihren Reiz haben, gerade, wenn man es bei einer anderen Ex-68erin kauft, die sich nach der Scheidung von ihrem Mann den Traum eines unprofitablen Töpfer-Studios erfüllt hat.

Nach dem Austausch der gruindsätzlichen ideologischen Feindseeligkeiten sprechen sie über Steueroptimierung und die Unverschämtheit gewisser Makler, die ihnen nicht zutrauen, innerhalb von 24 Stunden eine Luxuswohnung in München Cash zu bezahlen. Makler geben für die alte Garde der 68er immer noch ein veritables Feindbild ab.

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Dienstag, 8. März 2005

Real Life 07.0305 - Empire of Evil.

Ich war lange nicht mehr dort drinnen. Ich mag die Atmo nicht, die Mentalität der Leute, die ein zu oft Spiegelbild der politischen Strippenzieher sind. Wenn ich die kretinöse Plakatwerbung des bekanntesten Senders sehe, der schon für Thomas Gottschalk und Günther Jauch verantwortlich ist, dann wird mir schlecht. Die Ausbildungsleute haben eine enorma Affinität zu Nachwuchs aus ihren rechtskonservativen Netzwerken. Wer den Laden nicht irgendwo hasst, wählt wahrscheinlich auch CSU und findet die Stoibers sexy.



Aber der Aufnahmeleiter war super, und auf der anderen Seite war nicht der klassische Hirnfick des bayerischen KultHurprogramms, sondern der ORF. Das Thema waren die 3 Akkorde, das Mic und der Spass daran.

Richtig gut. Also, so what, es ist nur ein hässliches Gebäude mit vielen hässlichen Leuten und hässlichen Geschichten, aber man kann es so und so nutzen. Aus dem Netz werden sie sowieso irgendwann verschwinden. Nicht schade drum.

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Meine erste PR-Katastrophe

So, liebe Kinder, heute wollen wir mal richtig Ramba-Zamba machen. Und zwar nicht nur bei uns im Blog, sondern auch beim Nachbarn, dem geleckten Schönling mit seiner Firma da, dem die PR-Blogger, PR-Berater, PR-Überwacher und PR-Einflüsterer gerne helfen wollen. Weil sie nämlich in Wirklichkeit nicht tolle Director einer PR-Company sind, sondern nur ganz normale, piefige kleine Freelancer mit wenig Geld, die sich deshalb auf Events mit dem Journalistenausweis einladen - aber die bashen wir später, oder die haben wir schon gebasht, heute wollen wir dem Schönling mit unserem Blog mal ein bisschen das Firmenimage zerballern.

Das ist eigentlich ganz einfach. Wir gucken uns an, was der so tut. Wenn der jetzt Kinder abzockt, oder wir ihn beim klauen erwischen, dann überlegen wir uns erst mal ganz genau, was das eigentlich für ein komisches Verhalten ist. Das schreiben wir dann auf, und zwar so, dass die Fakten alle drinne sind, das ganze sich aber auch witzig liest. Dann tun wir das alles in eine Überschrift einwickeln, die ganz klar sagt, was da gerade passiert ist. Dann - warten wir.

Wir warten auf den Samstag Abend. Denn der Schönling hat da was anderes zu tun, und seine PR-Tante ist völlig wehrlos, weil gerade der Lack auf ihren Fingernägeln trocknet. Die sind also ganz sicher nicht im Netz. Wir schon. Und viele der Heavy User unter den Bloggern auch. So gegen 20 Uhr stellen wir den Beitrag dann online. Und schicken unseren Kindergartenfreunden eine Rundmail, in der steht, was wir gerade getan haben.

Unsere Freunde machen da gerne mit, weil es ist ja Samstag und alle haben Lust auf Paaaarty! Mehr Paaaarty und eine Runde Bloody PR-Tanja auf mich an der BLOGBAR, und ein Toast auf die Critters-Skalpe beim heutigen CScout Trendday Blogging un der Munich Area.

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Jetzt mal Ernst, Sonja: WLAN ist nicht DSL

Etwas verspätet nochmal Spiegel Netzwelt: Da informiert uns eine Sonja Ernst in epischer Breite über das WLAN-Projekt im dänischen Djursland, wo "hardcore Technikfreaks" eine abgelegene Gegend grossflächig mit drahtlosem Internetzugang versorgen.

Mal ganz abgesehen davon, dass Technikfreaks mit Knochen auch keinen anderen harten Kern als alle anderen Menschen haben, scheint Frau Ernst selbst nicht dazu zu gehören. Schreibt sie doch auch bemüht locker von "Telkos", wenn es um Firmen geht, die sich mit Datenübertragung beschäftigen. Das ist gleich doppelt blöd, denn der Begriff heisst "Telco", kommt aus dem Englischen und steht für Telephone Company. Man darf vermuten, dass Frau Ernst "Telko" fälschlicherweise von "Telekommunikationsunternehmen" ableitet. Sie kennt also weder die richtige Schreibweise, noch die Bedeutung - so ist beispielsweise E Plus ganz sicher eine Telco, hat aber mit Internet, um das es in dem Beitrag geht, eher wenig zu tun. Die fraglichen Firmen heissen ISP, Internet Service Provider - aber wer bei Spiegel Netzwelt schreibt, muss doch solche Feinheiten der hartkernigen Technikfreaks nicht kennen, ach wo...

Und selbst bei solchen Artikel mit Schwerpunkt auf WLAN muss man beim Spiegel nicht wissen, was es denn nun mit diesem drahtlosen Zeug auf sich hat. Frau Ernst sagt nämlich über die Teilnehmer des WLAN-Projekts allen Ernstes:

"Einmal im Netz, surfen die Djursländer für monatlich 13 Euro nonstop per DSL."

Mit Verlaub - das ist so ein Satz, den man dem spiegelschen Qualitätsjournalismus auf seinen Podex tackern sollte. Doch kein WLAN, sondern "per DSL" surfen? Hallo? Was denn nun? Frau Ernst hat wohl noch nie ausprobiert, wie das so ist, per WLAN über grössere Strecken normale DSL-Geschwindigkeiten zu erreichen. Und müssen wir davon ausgehen, dass die Djursländer vom Moment ihrer ersten Verbindung an nur noch vor dem Monitor sitzen? Nonstop? Und wie ist das mit pinkeln, einkaufen und arbeiten? 20 DCT-Punkte, bitte.

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Montag, 7. März 2005

Und jetzt die gute Nachricht:

Ihr mögt dieses Blog? Dann gefällt Euch sicher dieser Job. Nette Leute, gutes Klima, ab und zu schaut auch der Don persönlich vorbei und gibt artig Pfötchen.

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Anstand

USA-Korrespondent Tom Kummer schiebt dem SZ-Magazin, dem Zeit Magazin und den Berliner Seiten der FAZ bis zum Sommer 2000 gefälschte Artikel unter. Die SZ, die Zeit und die FAZ reagieren auf Warnungen zu spät, der Focus deckt es auf. Die SZ-Magazin-Chefs müssen gehen, das Problem von Florian Illies und der FAZ sowie der Zeit geht im Trubel unter. Die SZ reagiert mit einer lückenlosen, zweiseitigen Recherche im eigenen Haus und kommt nochmal davon. OK.

USA-Korrespndent Lorenz Wolffers schiebt der NZZ am Sonntag und der Sonntags-Blick bis August 2003 eine Reihe von gefälschten Artikeln unter. Manche beiträge sind frei erfunden, andere werden aus anderen Quellen zusammengestöpselt oder komplett von anderen übernommen. Die NZZ reagiert sofort mit einer lückenlosen Recherche, informiert umfassend und gewinnt dadurch an Glaubwürdigkeit. OK.

Die Boulevardzeitung Blick entschuldigt sich bei ihren Lesern mit einem grossen Artikel und schiebt ein Interview des deutschen Journalisten Robert Macher mit Mick Jagger nach - zum grössten Teil aus alten Interviews zusammengeklaut. Blick entschuldigt sich erneut und geht rechtlich gegen die "Autoren" vor. OK.

Tom Kummer darf ab 2004 wieder für die Berliner Zeitung schreiben. Er schiebt ihr eine alte Geschichte von sich selbst unter, die nicht erfunden ist, aber schon früher veröffentlicht wurde. Der Chefredakteur entdeckt das zu spät, entschuldigt sich bei den Lesern und feuert Kummer. OK.

Mathias Müller v. Blumencron ist Chefredakteur der Online-Publikation der Spiegel. Mitarbeiter übernehmen im Sommer 2004 die Geschichte der Markennahmen von Wikipedia, ohne zuerst auf ihre Quelle hinzuweisen. Im Februar 2005 übernimmt ein namentlich nicht bekannter Autor bei Spiegel.de grosse Teile eines Wikipedia-Artikels wörtlich, die danach 4 von 5 Absätze seines Artikels ausmachen. Erst nach Berichten in Blogs verschwindet der Artikel, obwohl der Spiegel schon seit Tagen über die Übernahme informiert ist. Weitere Reaktionen sind bislang nicht bekannt.

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Hinweis erfolgt am 3. März 05

Geklauter Text runtergenommen am 7. März, nach einer kleinen Lawine in der Blogosphäre. Entschuldigung? Fehlanzeige. Da muss ich wohl noch einen Artikel nachschieben....

Und kaum meldet sich die Blogosphäre, schon gibt es ein devotes Interview mit dem Jamba-Samwer, der dann auf Blogger wie Spreeblick eindreschen darf.

Den gewünschten Jamba-Stil muss ich mir für die Leipziger Buchmesse merken - in etwa so:

Don Alphonso: Ganz ehrlich, der Spiegel Online ist uns komplett bekannt als ein Medium, in dem jeder seine Meinung sagen kann, solange er Apple, Blogger, die Bundesregierung und Wikipedia scheisse finde. Und jeder sagt ganz direkt seine Meinung, wenn er nicht gerade ganze Artikel klaut oder News nach 4 Monaten bringt. Und wenn der Blumencron-Müllmann sagt, er findet uns zu 99% Müll, dann soll er das eben sagen. Aber wir wissen, dass wir ihn heute, morgen, bei jedem Fehler wieder in die Tonne treten, was für unsere paar Zehntausend Leser in der Blogosphäre ein tolles Produkt ist.

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Sonntag, 6. März 2005

Bäng Bäng You´re dead

Leser meines Buches Liquide ahnen es bereits: Ich bin kein Freund gewaltverherrlichender Spiele, wenngleich ich der Real Life Adaption in der Buchrealität einiges abgewinnen kann: "Das hier ist zum Glück nur Literatur", heisst es einmal an einer der brutaleren Stellen.

Nun tritt auch noch die gerechte soziale Marktwirtschaft nach: Beim österreichischen Spieleentwickler JoWooD werden zweui ganze Abteilungen gestiefelt, passenderweise auch die Schöpfer des Spiels Söldner. Da kannten die Berater-Söldner der Geschäftsführung keine Gnade: "Ambitionierte Projekte wie jene von Ebensee oder Wings sollen daher nicht realisiert werden."

Die 30 Opfer des 3D Real-Life-enhanced Business Strategy Egoshooters sollen Gerüchten zufolge sehr lebensecht flennen, aber helfen tut das nichts. JoWooD zockt schliesslich auch das grosse LAN-Game an der Wiener Börse, da muss man seinen Hiogh Score bringen, sonst wird man selber schnell zum Gejagten der Day trader Killer.

Und ich spiele dieses Spiel für lumpige 20 DCT Punkte - bei 30 Opfern, da sieht man mal wieder, was so ein Mitarbeiter heite noch wert ist...

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Samstag, 5. März 2005

Critters zu Teppichen: Spiegel nimmt bei Wikipedia sogar die Kommafehler.

Da braucht MMv Blumencron, Blogmüllmann vom Dienst und Chefredakteur des Spiegel Online, seine Journaille erst gar nicht mehr für Joschka Fischers Rücktritt hetzen lassen: Wer als Journaille sogar noch die Kommafehler von Wikipedia klaut, sollte gefeuert werden, und sein Chefredakteur muss sich dann auch mal die Frage gefallen lassen, was er denn den lieben, langen Tag so tut, wenn er nicht gerade andere mies macht.

Zum Thema: Es gibt bei Spiegel Online einen namentlich nicht gekennzeichneten Hintergrundbericht zum Völkermord in Ruanda vom 24. Febraur 2005. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser namentlich nicht Genannte vom Spiegel dafür Geld kassiert hat, aber der Autor des Artikels ist er in weitesten Teilen nicht. Statt dessen hat er Texte aus Hintergrund und Hauptteil des Wikipedia-Artikels zum Völkermord in Ruanda kopiert und teilweise in eine neue Reihenfolge gebracht. Der Eigenanteil am Beitrag besteht also in den ersten vier Absätzen ausschliesslich in einer leichten Umgestaltung des Wikipedia-Textes. Dabei hat er auch eine deutliche Komma-Unsauberkeit übernommen, die dann auch noch die Endkontrolle übersehen hat:
Charakteristisch für den Völkermord in Ruanda ist, dass weite Teile der Bevölkerung zur "Mitarbeit" bei den Tötungsaktionen gezwungen wurden, um so, (!!!!, Anm. d. Red.) aufgrund der schieren Menge der Mitschuldigen,(!!!!, Anm. d. Red.) eine spätere Bestrafung der Verantwortlichen zu erschweren.
Kurz: das kommerzielle Medium Spiegel Online bezieht seinen Hintergrund-Bericht von der nichtkomerziellen Wikipedia - eine klare Verletzung des Urheberrechts, und obendrein enorm peinlich für das defizitäre Online-Projekt. Viellicht muss der Spiegel Online ja sparen und ist deshalb gezwungen, bei der Content-Beschaffung zu sparen. Qualitätsjournalismus, Herr v. Blumencron, ist das nicht. Dabei hätte man erwarten können, Sie hätten aus dem Fall der übernommenen Texte zur Markengeschichte was dazugelernt.

Der letzte Absatz des Spiegel-Artikels ist wahrscheinlich Eigenarbeit der typischen Spiegel-Qualitätsjournalismus-Qualität, denn nur so lässt sich der Tippfehler hier erklären:
heldenhafter erscheint sein zum Teil iddenreiches Verhandeln
Gute Idde, Herr v. Blumencron, solche heldenhaften Mitarbeiter zu beschäftigen. Blogbar bedankt sich bei dem Informanten.

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Erinnert sich wer an die Critters?

Das war ein Film von 1986, mit kleinen Biestern aus dem Weltall, die sich zusammenrotteten und amerikanische Kleinstädte überfielen... An das erinnert mich es, wenn ich momentan die einschlägigen Blogs mit Schwerpunkt auf PR, Buzz und Marketing lese. Denn das miese Volk, dem unsereins 2001ff die Fressen poliert und die Gebisse hat schlucken lassen, der Abschaum der New Economy ist wieder da. Viel zu oft. Hier bei mir. In unserem ureigensten DCT-Lebensraum, den sie früher verachtet und bekämpft haben. Klar dürfen sie bloggen. Aber ich darf sie auch jagen, über sie schreiben, und alle daran erinnern, was für windige Bürschlein, was für miserable Versager sie waren, unanständig bis zum Verrecken beim Amtsgericht.

Ich habe letzte Woche beschlossen, dass dieses Blog in den letzten Wochen etwas zu kuschelig war für eine Zeit, in der die Critters unterwegs sind. Deshalb unter anderem die Jamba-Berichte. Was noch fehlt, ist ein rauer Teppich aus Critters-Fellen. Den besorge ich mir demnächst. e-Critters, egal, als was ihr Euch tarnt, als Director einer 1-Personen-Klitsche, als Consultant, als New-Journalist, noch braun vom Mastdarm der bekrochenen Gazetten, oder als Hilfesteller für den stinkenden Schleim aus den PR-Abteilungen: Ich komme. Ich komme Euch zu holen. Und ich weiss, wie ich Euch in Stücke schiesse. Darum geht es. Ich will Euren Skalp.

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O2 blogt - Nokia und Bloghoster bleiben auf der Strecke.

Inzwischen gehört es ja fast schon zum guten Ton, irgendwie auch zu bloggen oder sich damit mehr oder weniger wohlwollend zu beschäftigen. Jetzt zur CeBit kommen sie alle mit ihren Blogideen raus - der neueste Fall sind Blogs beim hierzulande etwas kleineren Mobilfunkkonzern O2. Die Kunden können dort auf ihren schon länger bekannten persönlichen O2-Seiten ein Blog einrichten und per MMS mit Bildern bestücken. Texte können über die Kommentare dazugestellt werden.

Nun, wo ist die News, werden erfahrene Blogger fragen. Praktisch niemand benutzt bisher diese komischen O2-Seiten, Moblogging ist uralt, man braucht dazu keinen Mobilfunkanbieter, das geht bei Blogg.de, Twoday.net und Typepad auch einfach so. Die alten W@p-Seiten von O2 haben eben mangels Erfolg ausgedient, jetzt versuchen sie es mit einem neuen Thema, bei dem sie wahrscheinlich auch chancenlos sind - Moblogs werden hierzulande kaum genutzt, davon kann Nokia mit seinem Lifeblog ein traurig Lied singen, in das ich auch gerne einstimme. Der Nokia-Promo-Event mit Promifriseur und Lifebloggen von Haareschneiden war für sich schon ein Kamikazeflug in die tiefste Nacht der Marketingverzweiflung; mal schaun, mit was für Eventgülle sich O2 gleich zu Beginn blamiert.

Mehr Pleiten an der Blogbar

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Freitag, 4. März 2005

Und?

Und was?

Was sagst Du dazu?

Nichts. Was soll ich schon sagen. Ist ja nicht das erste Mal. Passiert immer wieder, in den langen, kalten Winternächten. Archäologisch gesehen die Arschkarte, weil die Sterblichkeit früher recht hoch war, und man die Kinder deshalb rund um September begraben hat. Für den erfahrenen Frühmittelalterarchäologen ist das der Worst Case: Tiefe Gräber, weil der Boden trocken ist, und nichts drin. Zum Glück gibt es dafür spezielle Areale, wo man dann die Frischlinge hinschickt, die noch nie ausgegraben haben. Die müssen dann die Kindergräber machen. Keine Funde, viel Arbeit, immer tief runter, und so ist das immer, weil sie halt damals noch keine Glotze hatten, was soll man dann tun, und keine Gummis, dann passiert das eben. Ja. Also, was soll ich nochmal sagen? Äh, Moment, wer ist denn der Vater?

Der (Name eines schlecht gewachsenen Blondlings, der immer schon vergreist war)

Der aus dem gleichen Netzwerk? Ooops, naja, schon lustig, da sperrt man sie 3 Jahre in der Elitebande zusammen, und keiner kriegt Tagung für Tagung einen hoch, die reinsten Proesterseminaristen, und dann, batz, weil sie halt keine Übung haben ... äh, Moment, abtreiben ist nicht, oder?

(Gegenseite spricht davon, dass ich ein herzloses Monster sei, und zwar in einem Tonfall, der darauf schliessen lässt, dass eine Erwähnung der horizontalen Qualiäten dieses speziellen, ausgewachsenen und erfahrenen Monsters mit Hang zu frühmittelalterlichen Abschweif- und neuzeitlichen Paarungen nicht wirklich angebracht wäre. Mir fällt ein, dass ich sie eigentlich angerufen habe, um ein Date für Dienstag zu vereinbaren. Ich hasse Kinder. Wirklich.)

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Es gibt bei mir übrigens

gerüchteweise Mails, mit denen man Gmail-Accounts freischalten kann ...donalphonso | ät | gmail dot com

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Totem und Tabu

So stelle ich mir den Totempfahl der Kultur unserer Eltern vor. Die Symbole und Fetische ihres Lebensstils zerstückelt, fragmentiert, aufgetürmt und an einem mystisch-kaputten Ort aufgestellt.



Ich habe mal eine Veranstaltung über den Zusammenhang von Bildern und Terrorismus gemacht. Einer der Vortragenden, ein Kunstgeschichtler, hatte ein Bild eines ganz ähnlichen Totems aus Afghanistan dabei. Da wurden die Fernseher rückwärtig eingeschlagen und in die Bäume am Ortseingang gehängt, so wie man das im Mittelalter mit den Köpfen der Hingerichteten machte. Hier, in einem noch nicht mal schlechten Teil Berlins, geschieht das Ganze unbewusst, nebenbei, und dadurch vielleicht um so brutaler, mit dem umgekehrten Vorzeichen des Terrorkonsums.

Was früher Wert war, ist austauschbar, unbedeutend, schnell ersetzbar. Das einzige Problem ist die Entsorgung des Alten, wenn das neue, gleich wertlose kommt, zum Besten von Konsum und Gesellschaft. Wohlstand für alle, Müll für die Gemeinschaft. Man mag sagen, 2 Verschmutzungsprodukte weniger, aber der ersatz ist längst unterwegs, um Russ, Feinstaub, Proleten in Reality-Käffern und Klingelton-Werbung auszuspucken.

Wenn man jetzt noch die produzierenden und vermarkenden Human Ressources ebenso austauschbar machen könnte, wäre das ganze wieder konvergent.

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Donnerstag, 3. März 2005

Dirt Picture Contest - Stattmöbel

Hätte nicht jemand den leeren Becher seines Coffee2Goand2leavesomewhere darauf agbestellt, könnte man jetzt ein Ratespiel veranstalten. In welcher Stadt verwendet man derartig grobe Möbel: Slums von Kigali, Berlin Mitte, Slums von Karatchi, Flüchtlingslager bei Tulkarem, Steppenlager in der Ukraine zur Zeit der Völkerwanderung.



Zu schlecht, um originell zu sein, zu unförmig, um authemtisch zu sein, zu schlampig, um als Ausdruck handwerklichen Könnens gelten zu dürfen. Wie die Stattmöbel, so auch die Stadt. Berlin Mitte, was denn sonst.

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Stell Dir vor, Falk ist inso,

und seine Anwälte machen um den Fakt während des heutigen Verhandlungstages nicht den geringsten Aufschrei - wo die Herren Strate und Consorten doch sonst bei jeder Gelegenheit nicht gerade mit Zurückhaltung glänzen.

Wenn sie es nicht sagen, wollen sie wahrscheinlich nicht, dass die finanzielle Lage ihres Mandanten bekannt oder gar ein Thema in den Medien wird. Man darf also Mutmassungen anstellen.

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Wie Jamba Blogger verwursten wird,

wenn sie Six Apart gekauft haben: Werbung war gestern. Das eigentliche Geschäftsmodell sind die Blogger selbst, und ihre Inhalte. Glaubt keiner, was? Aufgepasst!

Machen wir uns kurz klar, auf welche Probleme Jamba (oder Jamster, so der Name in den USA) treffen wird:

1. Das Geschäftsmodell Klingelton ist nicht grenzenlos skalierbar. Inzwischen erreicht es langsam eine gewisse Marktsättigung. Man kann eine Weile noch extremere, dümmere Sprüche fabrizieren, aber irgendwann sind die Sensationen dann durch, es gibt zu viel alten Content, das Thema wird für Kids so langweilig wie Panini-Bildchen früher oder später.

2. Klingeltöne und Screensaver kommen zwar mit einem Digital Rights Management, aber relativ bald werden die Töne auch im grossen Stil kopiert und über das Netz "getauscht" werden. Oder aus mp3 selbst gebastelt. Kurz: Jamba wird ein Problem bekommen, das dem der Musikindustrie ähnelt. Vielleicht macht auch jemand ein Kazaa nur für Klingeltöne, wer weiss. Die Nachfrage nach kostenlosen Tönen ist jedenfalls enorm; man schaue sich mal die Zugriffszahlen bei Don Dahlmann an.

3. Die Abos und die Natur der Klingeltöne rufen alarmierte Verbraucherschützer, Eltern und Politiker auf den Plan. Schon jetzt hat Jamba in der Frage von Abos für Minderjährige eingelenkt - das Geld wird zurückgezahlt, wohl um ungünstig verlaufende Prozesse zu verhindern und den Druck der Politik zu mindern. Aber: Die Bundesregierung hat schon gegen die 0190er-Dialer durchgegriffen; Jamba droht das gleiche Schicksal. Im anglophonen Raum formieren sich erste Proteste gegen die Geschäftspraktiken von Jamba.

Aber was macht Jamba dann? Blogger melken - ein Grundkurs an der Blogbar.

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Gute alte Desinformation

Ich muss aus 12 Beiträgen die besten 5 auswählen. Gar nicht so leicht; die technische und inhaltliche Qualität ist eher fragwürdig. Da ist nicht viel Reflexion, Offenheit und autonomes Denken, dafür viel Plattes, Phrasen und schlichtes Gemüt in der Überzeugung, dass man im Recht ist. Ich bin in Versuchung, manchen von denen eine böse Mail zu schreiben -

aber dann schaue ich auf die rechte Hetze bei Spiegel Online, der bedingungslose Dienst für diejenigen, die in den Irak und zurück in den Mief der 50er Jahre wollten, das Gekreische der ertappten Kampagnenjournaille, die ihre eigenen erlogenen Skandale jetzt als Krise der Regierung abfeiert, und dann denke ich mir, bevor ich einen dieser Alternativen da wegen ihrer Parolen anpflaume, müsste ich erst mal die "etablierten Medien" in DOS-Leserbriefen ersäufen.

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Mittwoch, 2. März 2005

Sende 202020 an Jamba-TV

Viva mit 20 Mitarbeitern? Wenn das stimmt, dann bleibt nur noch der Putz der fassade, alles andere ist weg, an den Medienstandorten Berlin und Köln :::::::::::

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Real Life 02.03.2005 - Der beste Mix für Berlin

steht auf dem verwaschenen T-Shirts des kleinwüchsigen Mannes, der mir durch die neonbastrahlte Kachelröhre entgegenwankt. Das Hemd spannt sich über seinen erstaunlich weit oben ansetzenden Spitzbauch, die Brustwarzen drücken sich durch das Senderlogo. In ihm dürfte eine Menge Mixgetränke sein, und er macht den Mix erst komplett.

Wenige Meter davor hat mich erst eine Frau angesprochen, die das genaue Gegenteil war; dürr, reinlich, korrekt, überkorrekt bekleidet - ob ich eine Sekunde Zeit hätte. Ich bedauerte, mein Freund würde gleich auf Gleis 2 ankommen. Ob ich schon die Berlincard und ihre Vorteile kennen würde? Nein, aber ich musste wirklich weiter, pardon, sagte ich höflich, und machte mich aus der Gefahrenzone, während mir ein plötzlich sehr grob klingendes "Es dauert aber nur eine Minute" hinterherschallte, in die niedrige Röhre zu den Bahnsteigen.

Der beste Mix von Berlin ist nicht schnell, und als ich ihn passiere, bleibt er stehen, hält sich an der gekachelten Wand fest und kratzt sich am Kopf. Ich gehe zu den Gleisen hoch und bleibe ziemlich genau da stehen, wo mein Freund den ICE aus Hamburg verlässt; um ihn herum Menschen, die sich sofort mit den Berlinern um uns herum zu einem undefinierbaren Menschenbrei vermischen. Wir gehen durch die senfgasgelbe Kachelröhre hinaus in die Halle des Ostbahnhofs, wo der beste Mix von Berlin gerade ganz nah an der Berlincard-Vertreterin vorbeitorkelt. Sie blättert in irgendwelchen Unterlagen und sieht ihn nicht mal an.



Draussen scheint die Sonne von einem aschfahlen Himmel hinunter auf die letzten Tage von Berlin, den Matsch, die glitzernde Feuchtigkeit auf den Strassen und die besoffenen linken Politaktivisten, die unten vorbeiziehen und hochschreien, dass ich wohl ein Bulle sei, weil ich die Kamera in ihre Richtung halte.

Der beste Mix für Berlin, eben.

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Scooop der Woche! Alex Falk im Insolvenzeröffnungsverfahren

Der Millionenerbe, Internet-Entrepreneur und momenaten wegen schweren Betrugs und anderer Petitessen unter Anklage stehende Alexander Falk hat eine eigene Nummer beim Amtsgericht Hamburg: 67b IN 57/05 Über sein privates Vermögen gibt es seit gesten Nachmittag ein Insolvenzeröffnungsverfahren.

Damit kann Falk über sein Vermögen, soweit es nicht ohnehin im Rahmen des IOsion-Verfahrens beschlagnahmt wurde, nicht mehr verfügen. Ironie am Rrande:

"Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests [...] werden untersagt"

Das ist ganz toll und beruhigend für jemanden, dessen momentaner Wohnort so angegeben wird: z. Zt. JVA Holstenglacis 3, 20355 Hamburg

Das Problem für Ision ist dann wohl die Frage, wo all das schöne Geld hin ist, das Falk von ihnen bekam und das sie jetzt über den Prozess aud ihm herausholen wollen - soweit es noch da ist, liegt die Verfügungsgewalt jetzt beim vorläufigen Insolvenzverwalter. Und :::::::::: 20 Punkte liegen bei mir.

Und ihr nachfolgenden Medien verlinkt bitte hierher, wenn Ihr Euch Eure News schon in den Blogs holt!

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Strukturelle Armut

und die passenden Betäubungsmittel, ganz legal und ohne Rezept.



Viel Fleisch, denn Fleisch gilt auch in schlechtster Qualität ist es immer noch das Statussymbol bei der Nahrungsaufnahme. Grosses Essen, denn es sind viele, und sie haben alle Zeit der Welt. Zum Abschuss 12 Stunden Alk mit einem Schuss Alk, und das zu Preisen, die man sich auch mit Hartz IV noch leistebn kann. Da wird einem so warm ums Herz, da kann man zu Hause dann auch auf die Heizung verzichten. Voller Magen.volle Leber, Geld gespart, da kann man getrost sein Glück bei 9Live versuchen. Oder bei einem anderen Kanal. Gibt ja genug Chancen, heutzutage.

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