Donnerstag, 26. Januar 2006
Hallo Nico?
Also bitte: Schalte Blogstats wieder ein. Das war orrdentlich. Das war ein Vorzeigeprojekt, und nicht nur so ein beschissener Ripoff. Mehr kriegen manche nicht hin, aber Du, Du kannst das.
Danke für die Aufmerksamkeit.
UPDATE: Allen hier von "SEBAS" hereinkommenden Lesern sei dieser Artikel an der Blogbar empfohlen - als kleines Beispiel dafür, wie der besagte Herr ander Leute Daten ausspioniert und veröffentlicht. Erklärt vielleicht, warum er mich nicht leiden kann - ich im Gegenzug kann auch Leute wie Sebas nicht ab, die anderer Leute Privatgespräche belauschen.
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Frequent Flyer

Dann, später, 10 Kilometer drüber, alles vergessen. Erst beim Aussteigen in Düsseldorf, als er sich vordrängelt, fällt er mir wieder ein.Der wird mal ein ganz Grosser. Ein Entscheider. Glaubt er. Niemand, den ich kannte. Persönlich, meine ich.
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 25. Januar 2006
Fake! Fake! Fake!
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Schnell anmelden! Lesung in Düsseldorf!
Nur anmelden müsst Ihr Euch. Am besten schnell. Unter der Email lesung@handelsblatt.com. Sonst ist es voll.
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Das Elend der Tagcloud in der Blogcommunity
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Dienstag, 24. Januar 2006
Kümmelkuppeln

Wenn man eine Stammbäckerei hat, dann weiss man auch, wann die erste Fuhre aus dem Ofen kommt. DiesenZeitpunkt muss man abpassen, gerade im Winter, denn daheim sollten sie noch ein klein wenig warm sein, wenn man sie mit einem intensiven Frischkäse wiesaint Ceols isst. Wenn dann noch die Sonne durch die Fenster fällt, auf all das Brot und die anderen unverfälschten Backwerke, in einem 500 Jahre alten Betrieb, wo die alten Kinden bestätigen, dass es hier noch immer so schmeckt wie vor 80 Jahren, als sie Kinder waren, dann wird die Provinz zur Heimat, für ein paar Minuten.
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Ach so, einer noch:
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Habemus Jamba-Johnny novus: Klowand-Scholz
Da konnte das Publikum erkennen, welche Folgen das Bloggen für Firmen haben kann, und diversen Eigenangaben zufolge machte mancher Berater für Blogangst mit dieser Geschichte auch gute Geschäfte. Dummerweise wartet man seitdem vergleichsweise erfolglos auf Nachfolger, die aus dem einmaligen Fall eine langfristige Katastrophe machen. Jamba selbst bekam Probleme vor allem durch eine wenig erfolgreiche Amerikaexpansion, aber nicht mehr durch Blogger. Andere Beispiele - Nazizeitungen bei Google News, die Pleite eines umstrittenen Mediendienstes, eine unsaubere Ad-Hoc-Meldung einer Internet-Agentur und die diversen Medienversagen von BILD, SPON und Focus brachten zwar durchaus Medienresonanz und Probleme für die jeweiligen Verantwortlichen, waren aber keinesfalls derartig einprägsam wie der Jamba-Fall. Selbst die Aktionen der Blogosphäre zu “Du bist Deutschland” sind wegen ihrer langen Dauer und dem Fehlen eines “Big Bang” eher schlecht geeignet, um den Einfluss der Blogosphäre zu erklären. Noch nicht mal die Entdeckung, dass der Claim der Kampagne teilweise von den Nazis verwendet wurde, ändert etwas am Grundproblem, den Fall knackig rüber zu bekommen. Firmenkommunikation ist da ganz andere Probleme gewöhnt - wo waren nochmal die Weiber, Gebauer? - an der Blogbar, mit viel PR-oleten und anderen Werbenasen, wo sonst!
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Dienstag, 24. Januar 2006
Zum Ausklang eines wilden Tages

Das war´s, für heute.
bis auf einen kleinen fiesen boo, der hoffentlich bald online ist - ebay ;-)
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JR v. Matt: Weiterpissen an der "untersten Klowand"
Viele von Euch schreiben, ich hätte mit meiner Mail ein Eigentor geschossen. Okay, eins vielleicht. Aber wie viele Eigentore schießt ihr gerade, indem Ihr mein Schlagwort „Klowände des Internets“ teils empört, teils genüsslich aufgreift im Sinne eines Agenda Setting verbreitet? Bei Technorati.com war der Suchbegriff zeitweise auf Platz 3!
Ich heul gleich. Ganz schlimmes Eigentor von uns, das Suchen bei Technorati.
Die Klowand-Debatte erinnert mich übrigens an Münteferings Heuschrecken-Debatte: In beiden Fällen gab es Kritik, dass ein Sachverhalt mit einem plakativen Bild unzulässig verallgemeinert wurde.
Die Heuschrecken waren ein Symbol für das Abgrasen und Weiterziehen. Die Klowände sind ein Symbol für das Anpinkeln und Verpissen – für Meinungsäußerung im Schutz der Anonymität.
Natürlich haben viele Investoren ethisch einwandfreie Ziele. Und natürlich haben viele Weblogs einen ernsthaften Ansatz. So haben mich die meisten Eurer Beiträge sehr inspiriert und mir die virale Kraft dieser Medienform bewusst gemacht. Vergesst aber nicht, dass auch die Kommentare den Content eines Weblogs bestimmen. Und vor allem dort habe ich einiges gefunden, was meinem Vorurteil neuen Schub gab: Leute, das war teilweise unterste Klowand!
Wenn Investoren Heuschrecken sind und Blogger Klowände, dann sind Werber der Matsch, der manchmal die Ablussrohre verstopft. Da, wo die Koksreste gefunden werden. Der Mann hat nichts begriffen. Immer noch ganz oben. Du bist Jean Remy von Matsch. Du bist Toitschland.
Und wahrscheinlich schwallst Du demnächst auf irgendeinem Kongress Deiner korrupten Politikkasperl von viralem Marketing, und Dein Kumpel Pit Kabel, der mit dem Nemax-Skandal an der Backe, applaudiert.
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Dotcomtod lebt und kehrt als BooCompany.com zurück
Lanu, Ex-CEO der dotcomtod Communication AG übernimmt mit sofortiger Wirkung die Führung von Europas führendem Anbieter und Distributor exitorientierter Unternehmensmeldungen und setzt auf ein erweitertes Geschäftsmodell.
Das Aufatmen in den Führungsetagen einiger Unternehmen über das angebliche Ende von dotcomtod ist vorbei. Unter BooCompany.com ist ab sofort das gesamte digitale schlechte Gewissen von über drei Jahren dotcomtod zu finden. „Und wenn ich jeden Sentinel persönlich aus seiner Blogger-Nische zerren muss, egal, es ist Zeit, wieder Nägel mit Köpfen zu machen,“ betont Lanu.
Sämtliche Assets von Dotcomtod, inclusive aller historischen Daten wurden an die neu gegründete Firma BooCompany übergeben. Das Unternehmen macht exakt an der Stelle weiter, wo Dotcomtod aufgehört hat, und überträgt das erfolgreiche Business Model auf die gesamte Wirtschaft. "Nachdem unsere alten Freunde Alex Falk und Peter Kabel dabei sind, wieder durchzustarten, möchten wir natürlich weiterhin unsere Unterstützung beim Reality Check anbieten", erklärt die alte und neue Gründerin und CEO Lanu die Motivation für die Fortschreibung einer der ganz wenigen Erfolgsgeschichten der deutschen Internetwirtschaft.
Für alte und neue User ändert sich nichts. BooCompany bietet unter der Domain Boocompany.com die alten Funktionalitäten und Benefits von Dotcomtod an. Sogar das Login mit den alten Benutzerdaten ist für die Sentinels möglich. Im Vorfeld wurden bereits neue Verträge mit einer Reihe von alten Stars der Downturnszene abgeschlossen. "Geil - endlich das mit dem Ackermann tun, was wir früher schon mit dem Pit Kabel gemacht haben", freuen sich die Elitetruppen, die in der Erweiterung auf die gesamte Wirtschaft und deren Folgen für die Gesellschaft einen neuen Wachstumsmarkt erkennen.
DCT-Urgestein joman ließ sich nach langem Zögern ebenfalls davon überzeugen, das neue BooCompany-Angebot zu unterstützen. „Ick will aba ooch mal een uff positiv machen“, grantelt joman.
CEO Lanu kommt dieser Forderung mit einer zusätzlichen Erweiterung des Geschäftsmodells nach. Mit dem Spin-Off SuperCompany.de, der in Europa einzigartigen „Business Hall of Fame“ erschließt man sich eine bisher völlig vernachlässigte Zielgruppe.
„Wer Erfolg hat, soll es zeigen können“, betont Heiligenscheinverkäufer joman, „Und wer keinen hat, der kann wenigstens so tun und alle Anja-Tanjas zu mir schicken.“
Lanu, deren Tätigkeitsschwerpunkt weiterhin bei BooCompany.com liegt, ist sich sicher, wer im internen Wettbewerb der beiden Geschäftsbereiche die Nase vorn haben wird. „Ich bin froh, dass uns nun niemand mehr Einseitigkeit vorwerfen kann, doch wenn ich mich da draußen umschaue, dann ahne ich, wer gewinnt.“
„Mir hat diese Webseite echt gefehlt“, betont die Firmenchefin. „Und ich weiß, es ging nicht nur mir so. Vielen Dank an alle, die den Neustart möglich gemacht haben.“ Zum Abschluss fügt sie lächelnd hinzu: „Ich werde übrigens jeden Journalisten, der BooCompany als Watchblog bezeichnet, persönlich an seinen Schreibtisch tackern lassen und ihm drei Tage lang aus der Wirtschaftswoche vorlesen.“
Über BooCompany.com
BooCompany ist der einzig legitime dotcomtod-Nachfolger und somit Europas führender Anbieter und Distributor für exitorientierte Unternehmensmeldungen. Mittels als "Boo", "Insider" oder "Final" bezeichneter Negativmeldungen können die User über den allgemeinen Downturn informieren.
boocompany.com
Über SuperCompany.de
SuperCompany ist die erste European Business Hall of Fame und somit Europas führender Anbieter und Distributor erfolgsorientierter Unternehmensdarstellungen. Mit einem Eintrag in die Ruhmeshalle gelingt es Firmen, die Erfolge ihres Unternehmens darzustellen und zum lang erwarteten Aufschwung beizutragen.
supercompany.de
Kontakt:
Lanu@boocompany.com
Abdruck honorarfrei. Um Belegexemplar wird gebeten.
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Hey Ho!
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Sonntag, 22. Januar 2006
Blau

Eltern schleifen ihre Blagen ins Kino, damit sie endlich mal ruhig sind. Vor dem Juwelier drängeln sich die Herrschaften, nachdem das Cafe geschlossen ist, und diskutieren über Luxusuhren und Schmuck. Weiter oben, am Fastfoodschlonzer, schreien ein paar Jugendliche. Und daneben freut man sich über das reiche Angebot des neu eröffneten Spiesserladens, der genau das langweilige Zeug anbietet, das so praktisch, so nachhaltig, so farblich passend für die ganze Familie ist, vom Mantel bis zur Reizwäsche. Auf den Plakaten versprechen kulturell engagierte Mitbürger Konzertsensationen, überraschend und neu wie der Pausenprosecco. Um diese Zeit jedoch sollte man sich nicht mehr telefonisch verabreden; sobald es dunkel wird, verbietet sich das Telefonat, wurde einem hier noch beigebracht. Die Stadt bereitet sich auf den sündenfreien Schlaf vor, und wer jetzt noch ausgeht, macht sich auf den Weg in den Abendgötzendienst.
Ich aber gehe lächelnd durch die Strassen, wissend, dass morgen der Tag sein wird, auf den zu warten sich gelohnt hat. Ich muss noch was schreiben, für den Tag des Zorns.
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Wedding, meine Liebe
Der Wedding ist ein Mikrokosmos. Ich habe nie, wirklich kein einziges Mal jemanden erlebt, der nicht Deutsch konnte. Wenn ich einen Bayern in Berlin treffe, rede ich auch eine Sprache, die kaum jemand da oben versteht. Und bei den Türken schleicht sich Deutschland sowieso in die Umgangssprache, Kräutersosse zum Beispiel heisst Wedding-türkisch auch so. Manche Frauen tragen Kopftuch, als wären sie in einem bayerischen Kaff. Aber das ist die Minderheit. Der Wedding hat die gefühlt höchste Dichte an Maniküren und Beautyshops, und das liegt nicht an den Eingeborenen.
Es bedarf, das gebe ich zu, einer gewissen Gewöhnung, sich dem Bezirk zu nähern. Man kann im Wedding nicht leben, ohne dauernden Kontakt zu Nichtdeutschen. Und Nichtdeutsche können dort nicht ohne dauernden Kontakt mit Deutschen leben. Das Ergebnis ist halt keine Staatsoper und keine Friedrichstrassengala, sondern ein wildes Durcheinander von Kommerz, Kultur, Fortschritt und Traditionen. Wer glaubt, dass die jungen Türken im Wedding in einer zurückgebliebenen Parallelgesellschaft leben, war noch nie nach acht in einem Internetcafe. Wer glaubt, dass es dort nichts gibt, was den Besuch lohnt, war noch nie in der Schererstrasse, im wild wedding oder im Cafe Schmidt.

Der Wedding ist gross, laut und arm. Der Wedding ist aber schon lange nicht mehr am Nullpunkt. Der Wedding hat noch die Chancen, die Mitte längst verspielt hat, und es würde mich überraschen, wenn die Weddinger diese Chancen ebenso schluffig verspielen wie die arroganten Kotzbrocken im Presseviertel. All die bescheuerten Legenden über den Wedding in der Welt, dem Tagesspiegel und anderen Mitte-Medien beruhen darauf, dass sie nie ihren Arsch aus ihrem Kiez rausbekommen. Die Arroganz gegenüber dem Wedding ist eigenrlich nur ein weiterer guter Grund, neben dem Palast der Repulik gleich noch den Rest des Slums Berlin plattzumachen. Wenn man schon mal dabei ist... niemand baucht solche Mitte-Lackaffen.
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Kleine Kommentarschliessung über Nacht
Die Kommentare sind vorübergehend geschlossen, und ich hoffe, dass die Sache morgen insofern von seinem Mitautor/presserechtlich Mitverantwortlichen Jürgen Krafzik gelöst wird, dass sie in Zukunft in ihrer Ecke bleiben und ich keine konsequenten Liebesgrüsse aus Paragraphistan rüberschicken lassen muss. Ich denke, es ist nachvollziehbar, dass ich Personen wie Meyn nicht in meinen Kommentaren haben will. Bislang war das alles noch zivil, und es wäre wirklich nett, wenn es so bleiben könnte. Nicht nur für mich.
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Samstag, 21. Januar 2006
This is one for the Ladies in the House

Dieser junge Herr, der da so lässig am Baum steht und seinen wirklich klasse geformten Körper lustvoll windet, steht in einer der dunkelsten, traurigsten Kirche meiner Heimat, an deren Tür, in Plastikfolie eingeschlagen, auf grünem Papier eine Briefaktion gegen die Abtreibungspille an die Adresse der Bundesregierung gefordert wird. Das Spiel seiner Muskeln überragt jeden Sonntag die verbrauchten Leiber der hiesigen Kirchgänger, denn obwohl der Ort bis in die morschen Knochen katholisch ist, laufen auch hier die jüngeren Besucher weg, und für den Rest reicht auch weiterhin dieses kleine, dunkle Loch. Da steht er, die Windung seiner Leisten drückt mehr Lust denn Schmerz durch die Pfeile aus, die sein zartes, junges Fleisch und die makellose Haut durchbohren. Wenn er ehrlich ist, gefällt es ihm, und wenn die hier lesenden Damen ehrlich sind, hat es auch für sie seinen Reiz, so festgefickt, so bis zum Platzen angespannt, wie er dasteht. Was jetzt vielleicht noch fehlt, wäre ein beherzter Griff zu seinem Lendenschurz, ein schamloses Zerren, damit sich das Stöhnen von steinernen Lippen löst und extatisch in den Gewölben widerhallt, so knapp ist dieser Knabe vor der Erlösung von seiner nie endenden Lust.
Zu seinen Füssen verrichten tumbe Bauern seit über 400 Jahren den immer gleichen, hirnlosen Dienst, sie erkennen nicht die Wahrheit, sie sind blind für seinen Sex und das Ficken, die Pornographie, keiner sieht es, denn der Ort ist dem Verzicht und der lustlosen Hingabe an das Leid geweiht, und dshalb ist er nun hier zu sehen, verbunden mit der Bitte an die Damen, diesen Luxuskörper ein wenig anzusabbern, diese arme Sau aus dem Kuhkaff, die doch so lässig sein könnte, weil sie den Schmerz, die Gewalt, die Lust und die Begierde nach dem eigenen zerfetzten Leid so liebt, dieser geile Kerl, mit dem sie alles machen könnten, der es will, wäre er doch nicht aus polierten Juramarmor in der Farbe hellen Fleisches, leidend, verkannt und falsch verstanden eingesperrt mit alten, tumben Leuten in diesem Haus der banalsten, langweiligsten Moral.
Lechzt, Ihr Metzen aus Babylon.
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Freitag, 20. Januar 2006
Unwort des Jahres 1669

und das von einer Tussi, deren Clan über Jahrhunderte ein Kaff ausgesaugt hat, die nie etwas tun musste und Arbeit bur vom Blick aus dem Fenster kannte, die sich noch nicht mal Sorgen machen brauchte, dass sie sich vielleicht irrt, weil alle Andersgläubigen längst deportiert oder umgebracht waren, und die sich schon qua Geburt sicher war, einen Spezialdeal mit Gott zu haben. Und deshalb den tollsten Stein des gesamten Kirchhofs bekam. Das rockt auch noch, wenn alle anderen armen Schweine längst zu Staub zerfallen sind.
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Business Roundup
Da ist nämlich viel Platz. So viel, dass die nach Deutschland geströmten Immobilienfonds jetzt einer nach dem anderen ins Wanken geraten. Diesmal werden die Fonds der KanAm dichtgemacht - wer Kanam nicht kennt: Frankfurter Messeturm. Während bei der Deutschen Bank das Entsetzen ungerechtfertigt gross war, ist das jetzt erst mal nicht so schlimm: KanAm war eher was für die Profis, die damit, höhöhö, ihre riskanteren Investments wie etwa an der japanischen Börse defensiv absichern wollten. Jetzt reden diese Profis allgemein davon, dass es alles nur vorrübergehend ist - keiner von denen würde es jetzt gern sehen, wenn all die kleinen Idioten aus den Starnberger Zahnarztpraxen ihre 100.000er-Krümel abziehen. Schliesslich wollen die Profis selbst raus. Und das geht nur, wenn jemand drin bleibt. Die Uhr tickt, 3, 2, 1,
- nicht meins, wenn man beim Ebay-Vorzeigehändler Qentis gekauft hat. Jaja, die bösen Finanzierungsprobleme, das ist dann doch was anderes, als bei Oma den Keller auszuräumen. Selbst billiger Ramsch von den Spotmärkten kann seine Tücken haben. Und Expansion um jeden Preis wie damals in der New Economy ist auch heute nicht immer die passende Antwort auf das Grundproblem unserer Überflusswirtschaft: Wer soll den Shenzen-Schund denn hier noch kaufen? Und dann noch diese bösen Gerüchte in der Ebay-Economy: Steuervermeidung, Schwarzarbeit, Schattenwirtschaft, Hehlerei, Betrug, und die Überwachung im Konzern. Wo ist eigentlich der grosse Unterschied zu meiner heimischen n´Dranghetta-Economy? Und alles nur, weil der Fachhandel drei Euro mehr für ein Stativ nimmt. Geiz ist, na, wir kennen es.

Weshalb es auch die Guten in der digitalen Wirtschaft erwischt. Konica-Minolta gibt mitten im Boom der Digitalkameras das Photogeschäft auf. Es versaut die Konzernbilanz. Man kennt es leider schon von IBM. Als ich nach Berlin gegangen bin, war eine meiner ersten Anschaffungen eine Minolta S414. Die meisten grösseren Bilder und fast alle Serien hier, die ganze Pressearbeit ist mit der Minolta gemacht worden. Gutes Teil, schwer, solide, zuverlässig. Ganz anders als die winizige Kodak und die Pentax, die den Dauerbetrieb nicht ausgehalten haben. Hervorragender Bildwandler - das ist das Teil, das die ganzen Megapixelwichser nicht kennen. Minolta, eine x500 mit 300er Tele, das war im Gymnasium der Traum unserer Spiegelreflexträume.
Such is life. Such is Death. Such is 180 Points.
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Freitag, 20. Januar 2006
Residenz

Sie nennen es Residenz. Residenz klingt nach viel und kann viel bedeuten. Selbst Altersheime, in denen sie mit verseuchten Lungen und matschigen Hirnen vor sich hinsiechen, sind Residenzen, aber das hier ist natürlich nochmal besser. Hier gibt es noch Tiefgaragen, und überhaupt soll man hier aktiv sein, das Leben nochmal geniessen, was man auch tun kann, wenn man Preise von über 3500 pro Quadratmeter akzeptiert. Residenz eben. Palast trauen sie sich nicht sagen, für die Maximalgrösse von 110 Quadratmeter wäre es wirklich nicht angemessen. Aber täglich bleiben die, die schon ihren Residenzanteil gekauft haben, stehen und bewundern das Werden der Residenz an der Stelle, wo sich ein angemessenes Haus vor zwei Jahren noch gut in den architektonischen Bestand eingefügt hat. Wenn hier erst mal die Glasfassade steht, wird das anders sein.
Residenz. Noch nicht mal 30 Zimmer haben, aber das Maul aufreissen. Plebs, widerliches.
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Durchmachen vom 27. auf den 28. Januar?
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Jean-Remy und die Scheisshäuser
Meine Mutter hat mir beigebracht, dass man sich für ein Geschenk bedankt, selbst wenn man damit nichts anfangen kann. Wie Recht sie hatte, ist mir gerade wieder klar geworden. Vor zwei Wochen startete "Du bist Deutschland", die größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten und ein riesiges Geschenk.
Die großen Verlage haben Zeit und Raum im Wert von 35 Millionen Euro geschenkt. 30 Promis der ersten Liga haben Zeit und ihr Gesicht geschenkt. Wir und kempertrautmann haben Zeit und Herzblut geschenkt. [...]
2. Von den Weblogs, den Klowänden des Internets. (Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab. Dieser neue Tiefststand der Meinungsbildung wird deutlich, wenn man unter www.technorati.com eingibt: Du bist Deutschland.)
Zeit und Herzblut von unterbezahlten Praktikanten, die sonst nur rumgestanden wären. Und das kommt von einem Berufsstand, gegen den Politiker, Journalisten und ukrainische Autoschieber ein Muster an Rechtschaffenheit sind, ein alles mitnehmender Berufsstand, der allenfalls noch von Blogüberwachern und Serienabmahnern an Verkommenheit überboten wird - oder auch nicht, sondern selbst mitmacht. Es muss Jean-Remy sehr weh getan haben, dass wir aus dankbarkeit für sein "Geschenk" nicht die Unterseiten seiner rahmengenähten Eduard-Meyer-Schuhe abgeleckt haben, nehme ich an.
+++UPDATE+++: Oh wie ist das schön! Jung von Matt macht den Jamba und trollt bei Jens Scholz in den Kommentaren rum!
+++UPDATE 2+++: Thomas Knüwer meldet:Nachtrag: Beim Versuch herauszufinden, ob der Text authentisch ist, verweist JvM erstmal an Fischer-Appelt, die PR-Agentur von "Du bist Deutschland". Auf meine Zweifel, ob ein Dienstleister die Echtheit eines internen Newsletters bestätigen kann, heißt es: "Die wissen sicher schon, dass da was im Internet steht." Der zuständige Ansprechpartner meldet sich um kurz nach 14 Uhr und bestätigt, dass der Text authentisch ist.
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