: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Donnerstag, 16. November 2006

Ich bin ja gar nicht so böse

Gerne helfe ich gewissen klo- und anbaggervideodrehenden Gründergeneration in Berlin, namentlich gewissen Leuten bei StudiVZ, mit der Ausformulierung ihrer halbrichtigen Erklärungen zu ihrer Finanzierung. An der Blogbar haben wir prima Formulare für sowas.

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Der letzte Tag am alten Standort

Es sind nur 200 Meter mehr, also keine weite Strecke, und wenn sie gut gewählt wird, sieht man nichts ausser alten, perfekt restaurierten Bürgerhäusern und drallen, zufriedenen Menschen, aber doch, es ist eine Veränderung. Für 8 Wochen muss der Wochenmarkt einem fest istallliertem Weihnachtsmarkt mit stereotypen Holzbaracken und Spielzeug aus dem Erzgebirge made in China weichen, dazu nich Fettmacher und Kindergebrüll. Verwaiste Plätze hat das City Management ja nun wirklich genug geschaffen, also geht es hinauf zum Paradeplatz vor dem Neuen Schloss - dass das Neue Schloss inzwischen auch schon 600 Jahre auf dem Buckel hat, sagt einiges über die Zeitbegriffe in dieser Region aus.



Aber noch einmal ist es unten auf der Platte über dem ehemaligen Donauhafen der Stadt, den es nun auch schon seit ein paar Jahrhunderten nicht mehr gibt, und alle Händler fluchen und schimpfen über den Umzug. Das Schlimmste ist wohl, dass die Bäckerin aus einem Kaff namens Karlskron im Donaumoos jetzt nicht mehr kommt, denn der Umzug ist ihr zu bled und das Wetter ist auch nicht mehr so schön, ausser an diesem letzten Tag, natürlich. Kein Zwiebelbaguette mehr und keine Roggensemmeln, kein marmorierter Aprikosenkuchen und was sonst noch aus dem alten Ofen im Moos gemacht wird. Das Olivenbrot von gegenüber aber wird bleiben, neben den fetten, in der Wärme glänzenden, schwitzenden Würsten aus Viechern, die vor Tagen noch die Abfälle vom Markt gefressen haben.



So ist das hier. Niemand will etwas von meinem Internet wissen, sie fragen nach meinem Haus, nach den Mietern und meinen Freunden, ob es ihnen denn gut geht und sie in Frankfort, Hamburg und Berlin denn nicht das hiesige Essen vermissen, und weil der Tete de Moine bei diesen Glashaustemoeraturen kaum gerieben werden kann, gibt es ihn diemal fast umsonst, für die lange, treue Kundschaft. Endlich gibt es wieder Grund, Zitronen zu kaufen, Datteln sowieso und den Feldsalat, ein ständiger Begleiter der kommenden Monate des Nebels, der Kälte und der Finsternis.

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The StudiVZ - Facebook - Deal - Read the full story

over at the blogbar. See pictures of founders doing presentations, having fun and talking too much about company secrets to persons talking to me.

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Mittwoch, 15. November 2006

Facebook erwartet beim Kauf von StudiVZ eine böse Überraschung

und die wird an der Blogbar serviert.

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Mittwoch, 15. November 2006

Die allervorvorletzte Nacht

Oh Mann. Es ist wie früher. In der schlechten, alten Zeit. Sage keiner, dass man an Dienstagen grossartig weggehen konnte, noch nicht mal 2000. Wer jetzt noch am Rechner ist, hat in aller Regel eine Deadline, ein Problem und zumeist beides und nebenbei auch noch Sachen im Körper, die sich besser im Abfluss machen würden. Und alles erinnert an den Fall des Internetradios, die auch so um die 50 ahnungslose Mitarbeiter hatten, und einen Haufen unerfahrene Leute an der Spitze.

Und ein Betriebsgeheimnis, das Geld reichte hinten und vorne nicht, und zu allem Überfluss hatte die gegangene CvD die Unterlagen mitgenommen. Wir sassen auf den wakligen Stühlen in ihrem Zimmer, es war Spätherbst 2000, und Paul, der WG-Kater, lag auf dem Bett und war´s zufrieden, denn er liebte wohl die komplex unharmonischen Stimmungen, die den Reiz dieser Frau ausmachten. Eigentlich war es ein Bild des Friedens, der Zuneigung und der Freundschaft, und draussen funkelte die Feuchtigkeit auf den Blättern im lichtdurchfluteten Englischen Garten. Es war das Ende von zwei Firmen, das wir hier besiegelten, es ging ausnahmsweise auch nicht um Geld oder um Stundensätze, aus Sicht der Unternehmer waren wir plain simple Evil, nur, wenn man so viel gesehen hat, gwöhnt man sich solche moralischen Kalamitäten ohnehin ab, was weiss so ein koksverseuchtes Dreckschwein schon vom Bösen, wenn er zuschaut, wie seine Angestellten Tabletten einwerfen, um den Tag durchzustehen.

rrrttt rttt rrrtrrt machte die Diskette im Laufwerk, es war eine Zeit, da hatten Prinzessinnen noch keine CD-Brenner, dann waren die Daten drauf, und der Rest war eine Formsache, zwischen Weihnachten und Neujahr kam die Steuerfahndung und setzte einen Schlusspunkt, und was überleben wollte, raffte eine gezielt gesetzte Information bei einer missglückten Finanzierungsrunde dahin. So einfach, so banal, keine Ahnung, was aus all denen wurde, es spielt auch keine Rolle.

Paul ist der einzige, um den es mir Leid tut. Den würde ich gern wieder treffen. Paul, der eigentlich nicht da sein durfte, und als einmal die Inspektion kam, sperrten sie ihn raus, was er aber überhaupt nicht einsah und die ganze Zeit vor der Küchentür sass und die Inspektorin anmaunzte. Ich hoffe, es geht ihm und der Prinzessin gut.

Der Rest ist hoffentlich verreckt. Oder zumindest immer noch pleite.

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Kauft VÖLKISCHER-BEOBACHTER.DE!

Jetzt an der Blogbar von Ehssan Dariani!

es ist alles so unsagbar schlecht, würde es mir jemand erzählen, ich würde es nicht glauben wollen

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Die Bombe

Die echten Herausgeber des damaligen Völkischen Beobachters waren übrigens nicht in den USA, um sich dort an die Gegner zu verkloppen - wie heisst es nicht so schön?

"They don´t make Nazis as they used to."

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Schluss mit lustig.

Ich wollte das Thema Juden ja eigentlich aus der Dariani-StudiVZ-Debatte draussen halten. Dariani hat es eingeführt. Na denn:

Wer Wind säht, wird Sturm ernten.
Wer Juden anschleimt und Deutsche mit erfundenen Juden anlügt, kriegt die Wahrheit an der Blogbar.

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Dienstag, 14. November 2006

Kirschjogurthlila und andere Geschmäcker.

Gut. Weil hier die Diskussion aufkam - ich gebe es zu. Die Farbe in meinem Flur war weder gewollt - es hätte dunkelrot werden sollen - noch zuerst geschätzt. Ich stand in meinem Machwerk, hatte in Vorfreude die Malerbänder entfernt und die Folie weggeräumt, sah mich um in diesem Raum, der wie das Innere eines explodierten Quarkplunders aussah, und dachte mir:

[...]

Nachdem ich mir das gedacht hatte, hängte ich die von meinem Piratder7meereonkel geerbten Bilder auf und schrieb diesen nicht ganz ehrlichen, trotzigen Beitrag, ja ich habe gelogen, nennt mich von mir aus Ehssan, und ich hatte mir fest vorgenommen, den Raum nochmal neu zu streichen. Damals, im August.

Gäste kamen, fanden die Farbe grauenvoll und bestätigten mich in diesem Vorsatz. Ich will hier nicht rekapitulieren, was alles gesagt wurde, unhöflich manchmal und meist nicht ohne Witz, egal, beim Betreten der Wohung entschuldigte ich mich meist vorher, um die Gäste nicht in Verlegenheit zu bringen, etwas zu bewundern, was mir selbst nicht gefiehl.

Aber jetzt haben wir November. Der Nebel zieht in dicken, grauen Batzen aus dem Moor und den Gräbernm vor der Stadt in die Gassen, der Westwind pfeift unter den Rock der Strahlenkranzmadonna, und auf dem Fenster zerbrechen Regentropfen das farblose Geschehen draussen in einen grauen, lichtlosen Brei. Ich habe das Lila alle 20 Zentimeter durch Bilder, Statuetten und Wandvertäfelungen gefüllt, ein Reigen mit Tänzerinnen und anderen Frauen aus China, Japan, Kambodscha, Thailand, Indien, Burma und Indonesien.

Und wenn ich heute aus dem tristen Brei da draussen in meine Wohnung komme, den Kronleuchter entzünde und dann inmitten dieser unendlich warmen Farbe stehe, die dem Grauen da drausen die kirschjogurthlila Zunge rausstreckt und deren violetter Stuck mich sogleich an die Farbe gewisser weiblicher Brustnippel erinnert, dann stimmt, zusammen mit den vielen Bildern, Spiegeln und Büchern, eigentlich alles. Das Leben ist farblos genug.

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Noch mehr fälschen bei StudiVZ

Das ist bei denen wohl eine internationale Angelegenheit, das Rumpfuschen bei Wikipedia.

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Sonntag, 12. November 2006

Wikigruscheln mit StudiVZ

Gruscheln hat vulgärsprachlich die Bedeutung "an die Eier gehen". Wie es scheint, hat ein StudiVZ nahestehender "Julian" in diesem Sinne mit der Wikipedia gegruschelt.

Man könnte auch an der Blogbar sagen: StudiVZ-Mitarbeiter fälscht Wikipedia. Selbst für Startup-Verhältnisse ist Euer Verhalten eine Schande.

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Sehr zu empfehlen - Ratschlag für dunkle Tage

Es war in Berlin, Anfang letzten Jahres. Auf dem Antikmarkt an der Strasse des 17. Juni, den die Eingeborenen und runtergekommenen Zuwanderer als teuer und die Münchner mit Schweizer Arbeitgeber als sehr billig empfinden. Kurz, man kann dort mit 70 Euro jede Menge Spass haben und tütenweise Zeug heimschleppen, wenn man sie denn hat. Mit 70 Euro kommt man bei mir daheim oft noch nicht mal halb zum ersten Silberhändler.

Ich stand an einem Tisch hinter einem Paar und schaute zu. Es ist wie im Alptraum, man steht da und die anderen nehmen das Teil in die Hand, das man als nächstes gesehen hätte, die Augen folgen und sehen sofort: Kerzenhalter, massiv Silber, 1910-1930. keine Delle, angelaufen aber prima erhalten, der stand sicher die ganze Zeit im Schrank und wurde nie verwendet, denn es ist ja ein gutes Stück. Das jetzt dieses Berliner Paar in der Hand hielt, betatschte, rumreichte, die Silbermarke entdeckte und beschloss, das Teil eventuell zu kaufen. Wieviel?

40 Euro sagte der Händler, es traf mich wie ein Faustschlag, denn 40 Euro bedeuten letztendlich maximal 25, das ist ein völlig klarer Kauf, schon das Material ist mehr wert. Die Schmerzen koste ich in solchen Momenten aus bis zur Neige, damit ich mir angewöhne, das nächste Mal früher aufzukreuzen. Worauf die Frau sagte: e, zu teuer, 10 Euro. 10 Euro ist natürlich eine gnadenlose Unverschämtheit, da stimmte ich innerlich dem Händler zu, der zwar schnell mit dem Preis herunterging, aber bei 25 Euro erwartungsgemäss die Lust verlor. Worauf sie ihn recht unhöflich darauf hinwies, dass an dem Leuchter ja die Tropfschalen fehlten. Tatsächlich hatte der Leuchter rund um die Kerzenaufnahmen lediglich eine Verjüngung, aber keinerlei Schalen. Das würde, so die Frau, ihr tropfendes Wachs beschehren, so sei das Ding eben nur 10 wert, ok, sie sei nicht so, 12, aber dann ist Schluss.

Der Händler blieb stur, sie auch, stellte den Leuchter zurück und ging mit ihrem Kerl weiter, um wahrscheinlich später nochmal vorbeizukommen und das Ding für 15 Euro zu ergeiern. Ich nahm das Ding, warf einen Blick auf die Punze - 830er - bedauerte den Händler wegen dieser Kundschaft, er jammerte ebenso über diese Mentalität, solche Tropfschalen brächte man doch nicht wirklich, ich pflichtete bei - und nahm ihn für 25.



Liebe Leser, sollte Euch jemals so ein Leuchter ohne Tropfschalen, aber mit Verjüngung um die Kerzenhalterung unterkommen: Da fehlt nichts. Die müssen so sein. Als man sie hergestellt hat, waren in den besseren Häusern Kronleuchter üblich. Auch Kronleuchter haben Tropfschalen - aus Glas. Um einen einheitlichen Eindruck im Raum zu schaffen, lieferte man die Kerzenleuchter ohne Tropfschalen, die man nach dem Kauf dann in Glas, passend zu den Exemplaren am Kronleuchter ergänzte. Die Dinger gibt es für ein paar Euro auf den Antikmärkten, sie sehen prima aus, sind absolut tropfsicher und kinderleicht zu reinigen, zu ersetzen,mit Kristallen auszugestalten - kurz, es ist eine wunderbare Lösung. Die wussten damals, was sie taten. Man muss es nur kennen und verstehen. Gerade jetzt in dieser Jahreszeit, wann der Kerzenverbrauch wieder ansteigt.

Und seit nett zu den Händlern, die 7 Stunden in der Kälte frieren. Auch und gerade in Berlin.

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Samstag, 11. November 2006

Und ein weiteres StudiVZ-Kapitel

an der Blogbar - diesmal zum Thema: Wie gehe ich mit kritischen Postings auf meinem Businessblog um?

Hier jedenfalls beginnt das eigentliche Unwetter. Die WAMS legt vor.

Jetzt was Peinliches. Ehssan Dariani ist einer der Shootingstars des sogenannten Web2.0. Er hat das Onlinestudentenverzeichnis StudiVZ gegründet, an dem mittlerweile die renommierte Verlagsgruppe Holtzbrinck (unter anderem "Die Zeit", "Tagesspiegel") eine Beteiligung hält. Derzeit fällt der junge Mann (26 Jahre) aber abseits des Unternehmerischen auf. Im Internet kursieren selbst gedrehte Filmchen, die ihn beim penetranten Anquatschen von Frauen zeigen. Außerdem erregt Dariani Aufsehen, weil er sich die Internetadresse www.voelkischer-beobachter.de zugelegt hat. Angeblich hat er eine Party-Einladung für StudiVZ einer Titelseite des "Völkischen Beobachters" nachempfunden und dafür die Adresse gebraucht. Über Geschmack lässt sich in dem Fall nicht streiten.

Dumdidum. Ich habe es allen gesagt. Frühzeitig. Jeder wusste, was kommen wird. Ich habe gewarnt, direkt, indirekt, Verantwortliche, Investoren, Betroffene, verschiedene Ebenen auf diversen Kanälen, als Blogger, als Ex-Söldner der Hölle, als einer, der noch was gut hat, die wussten, wer ich bin und was ich war, ich hätte es gern begrenzt auf die eigentlichen Probleme, ich habe Angebote gemacht, rumgemailt, ich habe gewartet, ich habe nur wenig von dem gebracht, was ich hätte bringen können, man hätte jeden Tag den Stecker ziehen können. Dumdidum. Ja. So ist das. Viel Spass mit den Medien, Freunde. Die gehen voll auf den Völkischen Beobachter. Die letzte Woche war nur der Schonwaschgang. Jetzt bekommen sie es alle miteinander Schwarz auf Weiss.

So mag er fallen.

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Hallo Charismedia!

Normalerweise lösche ich Spam wie am 8. November bei Blogbar.de ohne grosses Nachdenken. Sogar, wenn es in einem Fall wie diesem eine gewisse

Beherzte Bloggerin (IP: 85.176.178.25 , e176178025.adsl.alicedsl.de)
E-mail : sally_marni@yahoo.de

war, die ein Jobblog offenkundig mit ein paar lauen Sätzen ins Gespräch bringen wollte. Nun ist es so, dass angeblich eine "Charismedia Gmbh & Co KG" (da fehlt übrigens ein Punkt, ts ts ts) aus Hamburg und Berlin hinter diesem Blog und im Impressum steht. Gut, ich habe einfach gelöscht, wie man das mit Spam so macht, es war ein Fehler.

Eigentlich hätte ich nämlich gleich eine Rechnung schreiben sollen, wegen der Werbung, die durch dieses gewerbliche Spamposting bei uns getätigt wurde. Das habe ich früher schon mal gemacht, der Typ damals wollte das auch nicht glauben, bis dann meiner kleinen Schwester ihre Angestellte - mit sehr imposanten Kanzleibriefkopf - durchgegriffen hat. Sowas wird nämlich echt teuer, wenn man nachweisen kann, dass der andere dieses Posting abgesetzt hat. Mit so einer doofen Alice-DSL-IP ist das natürlich ungleich schwerer.

Wie ich jetzt aber bei den ebenfalls betroffenen Nico Lumma und Thomas Gigold lese, macht Ihr Mails und Anrufe, mit denen Ihr praktischerweise zugebt, dass es Euer Blog und Eure Mitarbeiter sind. Könntet Ihr mir das bitte auch bestätigen? Die anderweits geäusserte Drohung mit Abmahnung könnt Ihr Euch bei mir allerdings sparen, ich will ja lediglich die Kosten für die Werbung eintreiben und nicht tatsächlich ein Verfahren gegen Euch. Ich mein, Ihr könnt das natürlich auch probieren, aber ich sage es gleich dazu: Billig wird das nicht, die Angestellte meiner kleinen Schwester ist Spezialistin für solche Geschichten. Die wird sich dann auch bei so einem Impressum erst mal mit anderen Fragen als Eurem Begehr beschäftigen.

Übrigens, ich finde nix zu Euch in den Handelsregistern Berlin und Hamburg. Das ist selbst für einen Laien mit lediglich grosskanzleiisch tätigem Clan wie mich komisch, gell. Na, vielleicht sind die Einträge ja vor 2000, wer weiss. Aber egal, immer nur her mit dem Eingeständnis des Spamkommentars und der Adresse für meine Rechnung, ich bin ja nicht so.

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Wort zum Shabbes

Verständnis ist die kleine Schwester von Wegschauen und die Nichte von Tante Dabeisein und Onkel Mitmachen.

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Samstag, 11. November 2006

Drama und Gefühllosigkeit

Unter diesem Himmel



rollen sie nach Hause, die Augen stur auf den Vordermann gerichtet, in die in Toskanametastasen explodierten Käffer, unempfindlich gegen das, was sich am Firmament ereignet. Später kleben im Sternenglanz zwei Kids ein Plakat an einen Verteilerkasten, Wild Youth. Mit Tesa natürlich, damit es nichts beschädigt. So ist das hier.

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Neues vom dummen Jungen Goebbels

Vorbemerkung: Liebe Besucher des StudiVZ-Blogs, willkommen bei Rebellen ohne Markt. Bevor Ihr Euch diesen Text anschaut, lest Euch bitte das, das, das, das, besonders das und als junge Frauen sehr wichtig das hier durch, dann wisst Ihr etwas mehr über StudiVZ und seine Macher. Ihr müsst selber wissen, was Ihr tut, aber ich kann nur jedem raten, mit seinen Daten sehr vorsichtig zu sein - der StudiVZ-Pressesprecher sagt selbst:

„Klar geht es um die Nutzerdaten. Sonst macht das Ganze doch keinen Sinn, das ist doch klar.“

Der meint Eure Daten. So, jetzt könnt Ihr Euch auch den Rest geben, über die Website des StudiVZ-Gründers mit der lustigen URL "voelkischerbeobachter.de".

RMVP steht gewöhnlich für "Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda", das Ministerium von Goebbels. Angesichts des Kontextes - der Ausschnitt ist Teil der ehemaligen Inhalte der Website voelkischerbeobachter.de des Gründers von StudiVZ Ehssan Dariani - darf man wohl davon ausgehen, dass es auch so gemeint ist.



Kleiner Hinweis: Es muss heissen "im Manager-Magazin". Lustig, dass sowas ausgerechnet einem schrumpfgermanischen Ministerium passiert. Und jetzt singen wir - natürlich als dumme Jungen und nur als Witz, HAHAHA! - alle bei diesem witzigen Liedchen aus einer krassen Zeit mit:

When Der Fuehrer says, "We ist der master race"
We HEIL! HEIL! Right in Der Fuehrer's face
Not to love Der Fuehrer is a great disgrace
So we HEIL! HEIL! Right in Der Fuehrer's face
When Herr Gobbels says, "We own der world und space"
We HEIL! HEIL! Right in Herr Goebbels´ face
When Herr Goring says they'll never bomb this place
We HEIL! HEIL! Right in Herr Goring's face



Klar bombt da keiner... So ein erfolgreiches Startup ist bombensicher... und wenn ein gewisser Peter Turi so jemanden als "netten, jungen Mann" bezeichnet, wird es schon passen... Schleimiges Verständnis mit erfolgreichen Leuten hatten sogar Medienunternehmner, die nicht pleite waren, wie ein gewisser Hugenberg... Übrigens, wenn ich das Gerücht richtig deute, wird es wohl nichts mit der angedachten Ansprache von Dariani in der Hauptstadt der Bewegung äh München beim Digital Lifestyle Day 07.

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Dumme Aktien für dumme Jungen

Gut, werfen wir einen Blick auf OpenBC, die an die Börse wollen:

6 Millionen Umsatz im letzten Geschäftsjahr bin 6.2006. Über den Gewinn, den manche Scharlatane und Pleitiers als "tiefsachwarze Zahlen" verschreien (da wundert es nicht, dass sie pleite sind), schweigt man sich bei OpenBC aus. Gut, sind wir nett, gestehen wir ihnen im kommenden Jahr 12 Millionen Umsatz (um den Börsengang bereinigt) zu.

80% des Umsatzes erwirtschaften sie in Deutschland. Dafür, dass sie seit anderthalb Jahren eine intensive Internationalisierung vorantreiben, auf 15 Sprachen kommunizieren und dafür Venture Capital aufgenommen haben, ist das ziemlich mau. Und zeigt, dass sie anderswo auf starke Konkurrenz stossen, in China und den USA (Linkedin) ohnehin, aber auch sonst wird es eher schwierig.

Für die anderen Ideen - Reisebüro, Hotelservice, Bankgeschäfte und Rabatte - gibt es durchaus Konkurrenten, die Erfahrung haben, die OpenBC erst mal einkaufen muss. Ob es klappt? Keine Ahnung. Kann. Muss aber nicht. Das sind sehr umkämpfte Märkte, und was OpenBC mitbringt, ist eine Zielgruppe aus mehrheitlich inaktiven Karteileichen. Bliebe das Einkaufen von ganzen Firmen, was allerdings meistens eine riskante Sache ist.

Mich erinnert dieser IPO schon sehr an die New Economy: Nichts ist fertig, es wird unter Verweis auf immer steigende Nutzerzahlen ein Popanz der Zukunftsgeschäftsmodelle aufgebaut, von denen man noch keine Ahnung hat, aber das Geld will man schon mal haben. Ich frage mich, ob der Börsengang nicht auch was mit dem Auftauchen des grossen Gegners Linkedin zu tun hat.

Was der Laden nun wert ist? Unerträgliche Schwätzer meinen: 200 Millionen Euro. Sprich, 15 bis 20 mal so viel wie der Umsatz des Unternehmens. Im Vergleich: Bei Mercedes Benz ist der Wert im langjährigen Mittel ungefähr 3,2 mal so hoch wie der Jahresumsatz. Trotz Smart und Chrysler, die ihr riskantes Äquivalent in anderen Geschäftsfeldern und dem amerikanischen Markt für OpenBC haben dürften. Jenseits von krassen Spekulationen dürfte mittelfristig auch bei einem Börsenwert von 100 Millionen wenig zu holen sein. Sage bitte keiner, das gute alte KUV würde keine Rolle mehr spielen. An der Frage, wie man potentielles Wachstum bewertet, sind schon Kohorten von Dummschwätzern gescheitert.

Angesichts der Risiken würde ich sagen: Kein Kauf. Jedenfalls ist der Wert nicht grösser als 20 Millionen, aber selbst das ist zu viel, wenn OpenBC das Geld für neuen Krempel verschwendet, als wäre es 1999. Aber natürlich werden Premiummitglieder und Forenmoderatoren schon dafür sorgen, dass das Geld reinkommt. Was men bei Openbc-Hanseln durchaus erwarten kann. Am Ende kriegt ohnehin Lanu alles. Wie immer.

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Donnerstag, 9. November 2006

2.0

Kann es nicht sein, dass Web2.0 nur die Antwort der bisherigen Nutzniesser und Ausbeuter des Kollektivs auf die unaufhaltsame Individualisierung ist? Der grössere Hut, unter den wieder alle passen sollen, genauer, die neue Pickelhaube der Kriegsverbrecher der Verblödung und Ausbeutung? Der stinkende alte Schlauch für neuen Wein? Die ewig gleichen Kräfte der Reaktion, die sich gegen die Veränderung wehren?

Damit liesse sich alles erklären, und aus Ehssan Darianis Völkischem Beobachter und StudiVZ würde nicht ein Skandal, sondern ein Inbegriff für das, was Web2.0 im Kern ist: Internettotalitarismus und Gleichschaltung.

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Die Rattenlinie nach Barcelona

StudiVZ hat ein paar Büros im Ausland - neben aktuell ein paar braunen Bremsspuren, die von einigen interessiert betrachtet werden. Widmen wir uns solange lieber mal den Verflechtungen zwischen Holtzbrinck und Parship und StudiVZ, die im Hintergrund der internationalen Expansion zu betrachten sind. Und was das für as Investment und die postalisch übermittelten Daten bedeutet. An der Blogbar. Wie lange dauert es noch bis zum 8. Mai?

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Aus der braunen Erde

Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn der nebel wie eine schlechte Erinnerung aus dem braunen, früher sumpfigen Boden aufsteigt, sich in den Senken sammelt und dann beginnt, den blutroten Abendhimmel in seinem Grau zu ersticken.



Jemand hat vor Kurzem Bilder gelöscht, weil er Angst hat. Das ist seh nett, weil er damit zugibt, dass er weiss, was ihm und anderen Gefahren bringen. Er weiss, dass die Bilder mit einer Seite zusammenhängen, die jeder auf den Bildern gekannt hat. Sie wissen nicht, ob ich die Seite gesehen habe, und sie wissen nicht, ob die Bilder nicht irgendwo noch sind. Keiner weiss das. Und deshalb weiss ich, dass sie nicht gut schlafen werden, heute Nacht. Was diese Leute nicht wissen und kennen, ist Bewusstsein für Zeit und Geschehenes, das nie zu Ende sein wird, denn es gibt die Mitzwa zu erinnern, nichts ist je verloren, alles baut aufeinander auf und entsteht auseinander, so wie der Nebel aus dem braunen Erdreich, das früher Sumpf war.

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