: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Freitag, 2. Februar 2007

Dirt Picture Contest - In Situ

Ihr habt den zertrümmerten Fernseher im Schnee schon wieder vergessen, stimmt´s? Ihr habt kein Herz. Vermutlich lest Ihr deshalb dieses Blog. Jedenfalls, der schmutzfinkige Berliner als ein solcher hat das Leid der einsamen Technik erkannt und ihr eine ordentliche Gesellschaft verpasst, denn wo schon was ist, da soll auch was sein:



Zwei Plastikflaschen für destiliertes Wasser stehen links davon. Für welche Rauschmittelproduktion braucht man das eigentlich? Bei uns daheim füllt man das Wasser in Bügeleisen, aber wenn ich mir hier die Leute so anschaue, kann es das nicht gewesen sein. Und daneben steht jetzt seit zwei Tagen ein geklauter Einkaufswagen. Der ist besonders interessant, denn wie wir wissen, benutzt der Berliner wie jeder Angehörige primitiver Kulturen solche mobilen Gefässe zum Ablagern von Müll - Mülleimer dagegen gelten hier, sagt das Gerücht, als Basismaterial für Wohnungseinrichtungen.

In meinem Studium nun nutzt man solche Befunde, um Auskunft über das Leben der Leute zu erhalten. Hier ist alles in situ, was sich in den letzten 24 Stunden abgelagert hat, und es vermittelt doch einen recht guten Einblick in die Lebensgewohnheiten zwischen Diät und Krankheit, zwischen Deadline-Fastfood und Besäufnis, kurz, es ist so, wie dieses Viertel eben ist.



Danke für diese bestätigenden Befund, liebe Mitte-Berliner aka digitale Bohäme. So kennen wir Euch, und wenn Ihr demnächst folgerichtig aussterbt, wird zumindest die Erinnerung an Euren Müll bleiben.

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Mal ne blöde Frage

Ich bin an der Blogbar gerade von so nem angeblichen Vice President verlinkt worden, der behauptet, von AOL zu sein (war vor vielen Jahren mal der mieseste aller Internetprovider). Hat hier jemand eine Ahnung, ob es die tatsächlich noch gibt? Ich finde nichts bei Dotcomtod zu deren Pleite.

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Ich bin kein Freund des Hypes.

Aber solche Ideen könnten sich als Bombe an den Fundamenten der heutigen Medienkonzerne erweisen. Weil sie gezielt in die Lücken und die Dummheit der Medien hineinkonstruiert sind. Natürlich sind sie parasitär und von der Idee her unfreundlich - aber hey, wer nicht reden will, muss damit leben, dass man eben woanders über ihn redet.

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Wie daheim. Nur schmutziger

Es ist 23.20 Uhr, Mittwoch Abend in Berlin. Nicht irgendwo, sondern auf der Strasse hinter der Kulturbrauerei im Slumbezirk "Prenzlauer Berg" in Berlin a. d. Spree, kurz vor Marzahn. Das Wetter ist für Februar erträglich, ungefähr 4 Grad über Null, es regnet nicht, und auch der sonst eisige Wind ist kaum zu spüren. Kurz, das hier ist Teil des zentrums der Vergnügungen, die man sich in der Provinz von Berlin ausmalt. Party, Events, Kunst, Spass bis zum Morgengrauen mit Leuten, die entweder arm oder schwäbisch sind, aber in jedem Fall sexy. Das sieht dann so aus:



Ganz vorne an der Strasse ist ein eilig nach Hause hastendes Mädchen. Ein Porsche hat sichtbare Schäden, mutmasslich vom erfolglosen Kampf gegen die Übermacht der Kombis und Familienkutschen. Ein Lokal ganz vorne hat noch offen, obwohl nur noch ein halbes Dutzend Leute da ist. Ein Abend wie in der tiefsten Provinz.

Ich war hier vor drei Jahren länger unterwegs, und ich hatte damals durchaus Probleme, den Ausklang der nacht mit dem beginn meiner Tätigkeit ohne Überschneidungen zu gestalten. Im Januar 2004 war das hier eine Ausgehmeile. In der Kulturbrauerei war es immer laut und hell, auf den Strassen wälzten sich Girlies in Rok und Hose in Vergnügungstempel wie das Drei am Helmholtzplatz, das jetzt auch schon ziemlich verlassen daliegt.

Und nochwas hat sich geändert: Gardinen. Hatte man hier früher noch freien Blick auf von Stuckdecken hängenden, nackten Glühbirnen, sind jetzt allerorten Vorhänge und Gardinen vor den Fenstern. An nichts kann man die Verbürgerlichung eines Viertels besser erkennen als an Gardinen. Denn wer Gardinen hat, will nicht, dass man ihm Nachts reinschaut. Weshalb er nachts zu Hause sein muss. Wäre er weg, wäre es egal. Aber sie sind daheim. Weil das Kind plärrt, weil man hier eben wohnt, weil es schick ist, weil man am nächsten Morgen in das Ministerium muss.Vermutlich gibt es Deutschlandweit aus diesem Grund einen Boom bei elterlichen bekannten Gardinengeschäften.

Vielleicht werden die Sofas auch nur rausgestellt, um einmal noch etwas Rebellisches zu tun, bevor man sich auf die fraglos vorhandenen Vorzüge eines Bausparers und die Altersvorsorge konzentriert. Das frühere ausgehviertel wird noch lange den Ruf prägen, so wie "Montmatre" oder "Quartier Latin" heute eben auch bevorzugte Wohnlagen sind. Der Ablöungsprozess der Party People ist keiner; wer sich hier heute sein Nest baut, ist eigentlich wegen des Vergnügens hergezogen. Die Menschen altern und das Viertel mit ihnen. Und wenn sie dann heim nach Schwaben fahren, müssen sie sich schon erheblich belügen, um noch einen Unterschied zwischen sich und dem Stuttgarter Zahnarztehepaar zu sehen.

Einkommen aussen vor, klar.

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Donnerstag, 1. Februar 2007

Dirt Picture Contest - Wo die Sofas hingehen

Man sieht all die Sofas auf Berlins Strassen, die billigen und heruntergewirtschafteten Reste der Freizeitgestaltungsunterlagen, sei es nun für Glotze oder Begattung. Irgendwann sind sie durchgesessen; desto billiger, desto eher; und dann legt man sie auf der Strasse ab, wo sie bleiben, weil sie nicht in die Tönnchen passen. Soweit ist alles klar.

Aber dann? Wenn das jeder so macht und alle Sitzmöbel liegen lassen, müssten die Strassen bald überquellen von alten Sofas. Tun sie aber nicht. Warum das so ist, kann man an der Prenzlauer Allee anschauen, auf einem der idyllischen freigebombten Grundstücke, die an Berlins beste Zeit Mai/Juni 1945 erinnern:



Halb im Sand versunken, steht hier ein halbes Dutzend unterschiedlichster Sofas, in allen Farben, Formen und Verwesungszuständen. Was hier noch fehlt, ist ein Brlin-Mitte-Autor, der vor grölenden, viel zu kurzen StudiVZ-Mitarbeitern Texte über das Cool sein vorliest, weil er einen Job braucht und mal wieder den falschen Leuten aufgesessen ist.

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Nachgeschmissen

Wer internationale Einrichtungszeitschriften liest, weiss um den Trend zum Kronleuchter. Was das asymmetrische Fenster der Architektur, ist der Deckenfluter der Innenarchitektur. Man hängt wieder Leuchter an die Decke, man hat genug von indirektem Licht unten und blendendem Halogenweiss oben. Der Deckenfluter ist meist ein Irrweg, eine Sackgasse, und deshalb vollkommen zurecht auf dem Rückzug.

Nun muss es natürlich kein kristallbeladener Kronleuchter sein. Das passt zwar gut in mein Ambiente, aber es ist nicht überall angemessen. Man braucht dafür die passenden Möbel und eigentlich das ganze historische Programm von bunten Wänden, geschwungenen Möbeln, Teppichen, massiven Schränken und Sideboards, und auch Goldrahmen passen bestens dazu. Aber was tun, wenn einem die hier unteren Stühle nicht zusagen und man dagegen schlichte, klassische Linien wie bei den oberen Exemplaren bevorzugt? Nun, man fährt nach Friedrichshain.



Dergleichen wird gern als venezianischer Kronleuchter angeboten, wenngleich die meisten Exemplare nicht aus Italien stammen. Diese Leuchter stellen das Luxussegment der 30er bis 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts dar, sie sind leicht, klassisch geformt und passen eigentlich fast immer dazu. Sie nehmen sich zurück, sie sind durchsichtig, rein, grazil, natürlich anfällig und deshalb inzwischen sehr, sehr selten. Oft hat man sie ohnehin nicht verkauft. Zu teuer für das normale Nachkriegsbürgertum.

75 Euro. Noch ohne Verhandlung. Und ich habe keinen Platz mehr.

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Versager2.0

Vor fast 5 Monaten schrieb der selbsternannte "Blogger für Medienmacher" - andere würden einfach sagen "Pleitier" und damit vom Amtsgericht wohl recht bekommen, nochmal andere schlichtweg "der nach Anerkennungsgier muffelnde Peter Turi" - dass er zum 1. Januar Volontäre, Redakteure und Autoren bräuchte, für noch zu gründende "kommerzielle Branchen-Blogs". Mittlerweile ist klar, Turi kriecht in etwa zu seinen Anfangstagen bei Kress.de zurück, und das Geld soll von Kreisen kommen, die dem früheren KnMilchstrassenverleger Dirk Manthey nicht fern stehen. Es dürfte auch niemanden überraschen, wenn es heute, am 31. Januar, noch immer nicht zum Start des Projekts gekommen ist.

Die gute Nachricht: Wie aus üblicherweise wohlinformierten Kreisen verlautete, muss deshalb die Bagage, die sich auf Turi eingelassen haben sollte, nicht jammern - das Team mit Flash-Programmierern, Autoren, stellvertretenden Chefredakteur, Volos und was auch immer noch angedacht war, steht weiterhin auf dem Papier, halbzugesagte Leute werden vertröstet, abgewimmelt und nebulös im Unklaren gelassen.

Und damit zur sehr guten Nachricht: Dem Vernehmen nach soll es jetzt erst im April losgehen. In drei Monaten - keine schlechte Verspätung für vier Monate Vorankündigung, damit stehen wir bei vier Monaten Verspätung. Mal kurz nachrechnen: Wenn das genauso turimässig klappt wie bisher, wird es Medien2 vielleicht doch m 1. Januar geben 2008. Oder 2009. Wer kann das schon sagen. Und wenn sie den Laden vorher liquidieren, klappt es diesmal mit den 100 DCT-Punkten auch ohne Insolvenz. Supi.

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Beratungseinheit

Liebe mich anmailende Deppenagenthur,

die Antwort lautet Nein.

mit freundlichen Grüssen

Don Alphonso

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Mittwoch, 31. Januar 2007

Dirt Picture Contest - Warum dies alles

Nahe der Flughafenstrasse, meinem bevorzugten Jagdrevier, war dieses Schlafsofa auf dem Gehsteig: 80ies, kaputt, zerstört, zertreten. Bewohnt von Vandalen, entsorgt von Schweinen und ramponiert von Pöbel. Es ist nicht so, dass man diesem Fabrikmüll hinterher weinen müsste, schliesslich sind weiter vorn Antiquitätenläden, die das Schöne, Wahre und Gute enthalten. Aber dieses Sofa ist immer noch gut genug für den Dirt Picture Contest. Also nahm ich die Kamera und drückte ab, verwackelt, nochmal, ---

Wat machnsee dn da? Fotografiernse det Sofa? fuhr mich von hinten einer an. Ich drehte mich um und sah zwei Männer im Orange der Berliner Stadtreinigung. Äh ja, stammelte ich, weil mir auf die Schnelle keine passende Lüge einfiel. Der fotografiert det Sofa, schüttelte der eine den Kopf, Mannmannmann, et is doch schon jenuch Dreck uff da Strosse wa, det müssense doch nicht fotografian. Und damit schoben er und sein Kamerad das Wägelchen mit den Tonnen weiter, pickte mit seiner Zange anderen, kleinen Müll auf und wunderte sich über mein Verhalten.

Darf ich mal was fragen, nahm ich meinem Mut zusammen. Kommt das Sofa hier demnächst mal weg?

Er lachte. Ne, Junga Mann, det bleibt hiaa, det seehnse doch, det passt nie in unsere Tönnchen. Er wies auf die kleinen Tonnen, lachte im Duett mit seinem Kollegen und zog weiter.



Jetzt weiss ich, warum Berlins Strassen voller alter Sofas sind. Sie passen nicht in die Tönnchen der Stadtreiniger.

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Soll ich?

Perfekt erhalten. Aus bestem Haushalt. Späte 60er, aber relativ frisch überzogen, in hellem altrosa. Buchengestell, beste Polsterung. Und mit dem einen Knopf auch sehr ironisch. Kosten: 100 Euro, lachaft.



Es gäbe noch eine Alternative, weitaus älter, 1880, schlechter erhalten, aber auch altrosa, geraffte Schabracke. Auch derer zwei. Mit gedrechselten Füssen und Rollen, kurz: Viktorianisch pur. Kosten: Noch lachhafter, 90 Euro. Allerdings müsste man sie restaurieren, auch wenn das Grau nur Staub ist.



Und Platz habe ich ohnehin nicht.

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Berliner Wirtschaft

oder warum aus dieser Stadt nichts mehr wird.

Da ist eine Buchhandlung. Diese Buchhandlung verkauft - Bücher. Nachdem wir in Deutschland eine Buchpreisbindung haben, zu einem vorher festgesetzten Preis. Dieser Preis schreibt auch den Verdienst fest, den der Buchhändler vom Verkaufspreis erhält. Das sind in der Regel 50%. Davon kann man prima leben - eigentlich. Solang man nicht auf dumme Ideen kommt. Aber welche Idee rund um den Helmholtzplatz im Prenzlauer Berg ist schon gut? Ein Blick auf die missratenen Mütter und ihre Torbens, Moritze und philosemitisch angehauchten Hannahs zeigt: Ideen gehen hier meist schlecht aus. Und so ergeht es auch dieser Buchhandlung.



Diese Buchhandlung hat helles Licht, grosse Räume, eine schlanke Buchhändlerin und eine gar nicht so schlechte Lage. Diese Buchhandlung könnte gut laufen. Wenn sie nicht ihren Buchkäufern folgendes, jedem Buchsammler verachtenswert erscheinendes Angebot machen würde: Wer ein Buch gelesen hat und es zurückbringt, bekommt die Hälfte des Preises zurück.

Das heisst also: 50% des Preises gehen an den Verlag, 50% gehen an den Kunden, damit bleibt das Buch und pi mal Daumen 0,garnichts Euro bei den Buchhändlern. Würde es jeder so halten, müsste man den Strom und die Miete in gebrauchten Büchern der Anwohner des Helmholtzplatzes, eventuell mit dem eingepressten Gesabbel der Blagen bezahlen.

Ich will gar nicht wissen, wie der Deal letztlich funktioniert. Ich vermute, dass die Buchhandlung mit diesem Angebot einfach auf die Kistenmenschen dieses Ortes spekuliert, die hierherkommen und am Ende mit dem gleichen Koffer abreisen, mit dem sie gekommen sind und hier gelebt haben - in der Hoffnung, dass sie die Bücher doch vergessen und nicht zurückbringen. Auch ein Schwabe auf der Flucht ist schliesslich ein Käufer.

Oder aber man will bankrott machen. Oder man schickt die Bücher als Remittenden zurück, was aber gemeinshaftlicher Betrug am Verlag und Autor wäre. Wenn man das Buch erneut antiquarisch verkauft, macht man vielleicht wieder einen kleinen Gewinn, aber verliert dadurch einen Kunden für das gleiche neue Buch. Wie man es sonst dreht und wendet, es macht - ausser als buchbesitzfeindliche Werbemassnahme - absolut keinen Sinn. Vielleicht muss es auch keinen Sinn haben, und jemand will vorführen, wie man in bester Startup-Manier Umsätze ohne Gewinn erwirtschaftet. Ich weiss es nicht.

Ich weiss nur: Eine Stadt, in deren Läden die Rückabwicklung des Geschäfts Teil des Vertrags ist - wird es nie zu etwas bringen. Nie. Ausser zu Hundehaufen, dem einzigen, was der Berliner nicht zurücknimmt. Man wird hier zum Hundehalterbesitzer. Aber das ist eine andere Geschichte.

Im Schaufenster steht übrigens ein billiges Machwerk namens "Wir nennen es Arbeit".

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So kratzen sie alle ab

Just another stinkin´body of a stupid PRjerkblog going belly up. Ich weiss schon, warum ich keinen Fernseher habe, und würde die Glotzenpest auch bitten, da drin zu bleiben.

Wenn sie nicht was in ihr blödes Maul haben will.

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Montag, 29. Januar 2007

Donna

Gestern, bei der Lesung, diskutierten Don Dahlmann und meine Wenigkeit mit anderen den fragwürdigen Umstand, dass es im literarischen Blogbetrieb zwar zwei Don gibt, aber keinerlei Donna. Eine Madame gibt es durchaus, das italienische Gegenstück dagegen fehlt, was die Herren Don & Don doch sehr bedauern. Denn es wäre durchaus zu begrüssen, gäbe es mehr dramatische, anspruchsvolle Diven mit südländischem Naturell und schneidenden Spott. Was gestern nun nur als Idee existierte, manifestierte sich heute dann in einem der von mir häufig frequentierten Antikkellern. So muss sie aussehen:



Dann passt sie auch zur körperlichen Erscheinung ihrer männlichen Gegenstücke, die nicht Nein sagen zu den Freuden des Daseins. Im übrigen wäre sie auch zu haben. Für Hic & Haec, sowie einen nicht sehr sinnvollen Preis. Ein Luxusgeschöpf also. Deshalb wird sie mir heute nacht im Kopf herumgehen, auch wenn sie wieder weggesperrt ist im Bilderschrank des Antikenhändlers.

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Dirt Picture Contest - Müll in Style

Da jat sich wenigstens mal einer Mühe gegeben. Klar ist das Sofa dreckiger, durchgesessener Müll, nach dem Regen der letzten Tage auch noch aufgequollen und wenig angenehm riechend, aber hier in Kreuzberg passt es farblich perfekt zur sonstigen rosa Verschandelung der historischen Baustubstanz.



Man sieht am Material, es ist eine bessere gegend, es ist auch etwas moderner als der 80er Jahre Trash, den man im Prenzlauer Berg auf den Strassen findet, ohne zu suchen. Es ist die feinste Ecke von Kreuzberg. Gar nicht zu vergleichen mit dem sonstigen, vulgären Dreck der Stadt.

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Sehr zu empfehlen - Stuck und Torte

bei der Luzie:





Links unten, das ist die Ozeantorte, mit Zitronen-Vanille-Creme. Erleichtert das Dasein in Berlin ungemein, ohne es über Gebühr körperlich zu beschweren. Sehr fein. Vielleicht ein paar Kronleuchter mehr und ein paar Kindeltern weniger, und ich würde mich dort an der Kuchentheke anketten lassen.

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Es ist keine Beleidigung, aber

ganz ehrlich: Mir sind die vielen stillen Leser egal. Sorry, nicht böse gemeint, aber es geht nicht anders, ich kenne sie nicht, also verbinde ich damit auch nichts. Warum, steht an der Blogbar, und wem es nicht gefällt - nun, der sollte sich mal überlegen, warum er dennoch hier ist und nicht bei Trafficsaugern und Linknutten. Ich mein, es ist ok, dass Ihr da seid. Ich habe damit kein Problem.

Aber es ist nichts Persönliches, genau das ist ja das Problem.

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Montag, 29. Januar 2007

Alle guten Parties enden in der Küche

Oder zumindest in einem Laden mit offener Küche im Raum. Etwas früher als gewöhnlich, aber es ist Sonntag, morgen müssen manche arbeiten, es ist für manche die 2. Party des Wochenendes, und ausserdem sind alle auch ein Jahr älter als letztes Jahr.



Ich mag das "Lass uns Freunde bleiben" als Leseort. Es ist nicht zu gross und nicht zu klein, es ist sehr familiär und unprätentiös, es ist fast eine Art Blog-Klassentreffen ohne dessen negative Nebenwirkungen. Man kann reden, muss aber nicht, es gibt nicht den grossen Graben zwischen Zuhörern und Vorlesern. Kurz, es entspricht in seiner Anlage in etwa dem, was bloggen so ist, wenn es Spass macht.

Manche werden das nicht verstehen, wie sowas ohne Visitenkarten und Internet-Kontakte laufen kann, ohne geaddede Frindships und was es sonst noch gibt. Vielleicht ganz gut so. Wenn das bei der Re:Publica genauso läuft, wird es prima. Auch ohne Lesung.

Ich danke allen, die da waren - und meiner kleinen Schwester dafür, dass sie nicht dabei war, als ich von ihr gelesen habe.

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Dirt Picture Contest - Räder müssen rollen für den Müll

Es geht nicht voran. Also bleibt es liegen. Und weil sich der Berliner als ein solcher nicht entscheiden kann zwischen den Resten der Erziehung und der Bequemlichkeit, geht er einen Kompromiss ein: Ja, der Dreck landet auf der Strasse. Aber nein, er wird dort zumindest einigermassen aufgeräumt.



Und so wird jedes Behältnis zum Mülleimer. Irgendwo nur konsequent in einer Stadt bewohnten Ansiedlung einem Lagerplatz, der der nächste genetische Verwandte und Vorgänger der Mülldeponie ist.

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Vorsicht bei Kommentaren von User "graubartnummer"

Nicht anclicken. Seine Kommentare linken auf eine Hackerseite weiter.

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Noch drei Stunden bis zur Lesung

Einerseits regnet es in Berlin.

Andererseits macht Regen das Berliner Kraut auch nicht mehr fett, und es gibt bei dieser Lesung Modeste, Wortschnittchen, Don Dahlmann und den Burnster zu hören. Mich auch. Und zwar mit einer noch nie gebloggten Geschichte, die ich auch nie bloggen werde - den manches ist mir dann doch zu peinlich.

Wer also in Berlin ohne Opa, Tanten, Eltern und kleine Schwestern ist, der komme - bei uns kriegt jeder, was er braucht. Und schlimmstenfalls weiss man wieder, was man in Berlin glücklicherweise nicht hat.

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Samstag, 27. Januar 2007

Der feine Unterschied zwischen Mut und Dummdreistigkeit

Man kann Leser durchaus mit unangenehmen Themen konfrontieren. Folgen des Rasens etwa - so ziemlich jeder hatte schon mal 65 auf dem Tacho, als nur 50 erlaubt war. Folgen des Rauchens, Folgen der Umweltverschmutzung, da gibt es eine Reihe von Themen, die uns alle angehen und über die man reden muss. Das mag unpopulär sein, aber es ist die vornehme Aufgabe der Medien, da einzusteigen und die Debatte anzustossen. Das ist Mut.

Und dann gibt es noch Leute, die pauschal die grössere Gruppen einfach mal als Kriminelle abstempeln, weil sie sich nicht passend verhalten. Wie aktuell die Süddeutsche Zeitung:

Kriminalität im Netz - Kopiermaschine Internet

heisst ein Artikel aus einem grösseren Special dieser Publikation zum Thema Online-Verbrechen. Mal abgesehen davon, dass ein Zwischentitel sich nicht entblödet, "Digitale Epidemie" zu heissen - Autor Bernd Graff, seines Zeichens stellvertretender Chefredakteur von sueddeutsche.de, stellt da vermutlich den grössten Teil seiner Leser in eine Ecke, in die man durchaus auch die Herren der sog. Unterhaltungs- und Computerindustrie mit ihren durchgeknallten Urheberrechtsregeln und idiotischen Abmahnereien vermuten könnte, denen Graff in seiner "Argumentation" kritiklos folgt. "Diebesgut", davon spricht Graff wörtlich. Im Internet. Wahrscheinlich nicht wissend, dass der formale Unterschied zwischen bei Tauschbörsen üblichen "Urheberrechtsverletzung" und "Diebstahl" sehr gross ist - in etwa so gross ist wie ein Millionstel des Abstandes zwischen internetgebeutelten Medien, die so einen Blödsinn schreiben, und ihren damit inhaltlich und intellektuell beleidgten Nutzern, die die einzige Basis für ihre Existenz sind. Das ist dummdreist, aber kein Mut.

Leser zahlen vielleicht keine Schmierevents mit Luxushotel und Exklusivinterview mit vorgefertigten und abgesegneten Fragen, aber sie zahlen mit Geld oder Clicks die Rechnung für die Medien. Also bitte nicht wundern, wenn die Leser dann den SPON bevorzugen: Qualitativ noch weitaus mieser, auch Abschreiber der Anzeigenkunden, aber wenigstens wird da keiner als Krimineller in einem Special neben Trickbetrügern und Spammern verortet.

Wo man auch die sueddeutsche.de GmbH hintun könnte - schliesslich wird in der höchst erfolgreichen Rubrik "Das Internetvideo der Woche" aktuell ein Youtube-Video verlinkt, das angesichts des eingeblendeten Senderlogos dort auch nicht zwingend dem Urheberrecht entspricht:
Derek Porters Filmchen landete zunächst beim Fernsehsender king5.com in Seattle und verbreitete sich dann über YouTube weltweit – ein Internetvideo-typischer heterogener und cross-medialer Verbreitungsweg: Der Inhalt ist an kein Trägermedium gebunden und schlüpft anpassungsfähig durch alle Formate.
Denn wenn die SZ damit Clicks der Leser kassiert und verwertet, ist das natürlich kein Verbrechen.

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Rituelles

Traditionell lasse ich das erste Geld in Berlin beim "Istanbul Grill" in Schöneberg. Das hat sich so seit meinen ersten längeren Berlinerfahrungen aus der Zeit um 1999 so eingebürgert. Damals wohnte ich in Schöneberg, und der Istanbul Grill war der erste Falafelhersteller, den ich dort ausprobierte. Schon damals war er aus Münchner Sicht mit 4 Mark ausgesprochen günstig, die Qualität konstant, und so blieb ich dabei. Der besuch dort eicht meinen geschmackssinn auf das Berliner Niveau.

Mit der Euro-Umstellung stieg der Preis auf 2,50 Euro, was ich gerne zahle, denn der ruinöse Wettbewerb der 99-Cent-Döner ist wahrlich kein Zeichen von Lebensmittelqualität. Ausserdem ist Schöneberg eben etwas teurer als Friedrichshain oder der Wedding - und immer noch ein bis anderthalb Euro billiger als München. Als ich dann gestern dort wieder meinen ersten Halt nach Ablieferung meiner Begleitung einlegte, war ich dann doch überrascht:



Man nennt so etwas eine Deflation, und es ist kein Zeichen von wirtschaftlicher Gesundheit. tatsächlich, bei Licht besehen, wurde Schöneberg in den letzten Monaten an den Rändern erkennbar vom Elend angeknabbert, da steht viel leer, manche altbekannten Geschäfte sind verschwunden, dafür gibt es wieder ein paar Sexläden mehr. Was nochmal ein anderes Thema und möglicher Erklärungsansatz für den Deppenspruch der "arm aber sexy"-Hauptstadt wäre.

Dennoch: Der Geschmack hat sich nicht geändert seit dem Tagen, als ich hier jeden Abend dem entsetzlichen Frass eines Tagungsheimes am Wannsee entging. Das war auch im Winter. Aber es heisst nichts.

Denn in Berlin ist immer Winter.

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Dirt Picture Contest - Totes Auge

Mit zerkratzter Netzhaut starrt es in den Himmel über der Lychener Strasse. Jemand hat dafür gesorgt, dass kein Elektroschrotthändler das Ding noch einem ahnungslosen Kunden andrehen kann: Altruismus in der Berlin Edition.



Weihnachten wurden bekanntlich viele Flachbildschirme verkauft. Das Neue ist des Alten Stalingrad. Und nirgendwo lässt sich dieser Eindruck besser belegen als hier, in Berlin, der Hauptstadt der Müllschweine und braunen Scheisshaufen. Vor dem Bonker von StudiVZ hat mein Akku aufgegeben.

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Freitag, 26. Januar 2007

Ich fahr dann mal.

Nach Berlin - wenn das Auto durchhält. Das Wetter ist trüb, da fällt der Abschied nicht so schwer. Grauer kann es dort auch nicht sein, nur berliniger. Wer mich sehen will: Das hier ist der erste Termin mit mir, meiner kleinen Schwester und diversen Vorfahren meines Clans, mehr Öffentliches gibt es im grossen Rahmen am 3. Februar.

P.S.: Super. Es beginnt gerade zu schneien.

Und so war es dann.

Ich brauche ein Blog, sagte die exotische Schönheit auf der Höhe von Denkendorf, so gegen 14.30 Uhr. Dann schreibe ich eine Homestory über die Mutter von Don Alphonso. Draussen gleitet ein sonnenüberfluteter Wintertraum vorbei, Bayern wie aus der Postkarte und sie hat Gespür für die geschichte, sie würde das fantastisch aufbauen. Etwa so:


Es finge damit an, dass ich sie im Zug anrufe und nach einigen Fubklöchern gestehe, dass es ein Problem gibt. Ich habe zwar die Barchetta - aber keine Zulassung. Denn meine Frau Mama hat das Auto nach dem Abschleppen abmelden lassen. Und da stand ich dann nun, mit einem Auto mit frischen TÜV und ohne Zulassung. Am Freitag um 10. Und offizieller Halter ist immer noch meine kleine Schwester, weit weit weg von hier. Das alles sagte der Don, und so war sie gezwungen, mit dem taxi zu ihm zu fahren, wo sie ihn in desolatem Zustand fand.

Die Idee sah dann so aus: Der Wagen seiner Frau Mama bekäme jetzt sofort Winterreifen, und so gegen 12 könne man starten. Kurz, nachdem Don das gesagt hatte, rief besagte Frau Mama an und sagte, dass es dann doch eher bis um 14 Uhr dauern würde. Es kommt ihr Hinweis auf die Möglichkeit, doch mit der Bahn zu fahren, ein verbaler Kniefall des eh schon sich in Scham auf dem Boden windenden Don, ein Spaziergang durch die romantisch verschneite Altstadt, Kuchen, Pralinen, und dann das Auto und

der Termin bei des Don Alphonsos Mutter.

Der dann ein etwas anderes Bild zeigen würde als das, das man hier gewohnt ist. Weshalb ich es der Schönheit überlasse, ein Blog zu eröffnen und es selbst zu schreiben. Sie jedenfalls meinte, dass der böse Don daheim in der Vorstadtvilla nicht zum bösen Blog des Don passen würde. Überhaupt nicht. Die Sonne funkelte auf dem Schnee, ihr Lachen flirrte durch den Audi, und ich fragte mich, wieso eigentlich noch kein Autobauer auf die Idee gekommen ist, die Sitzheizung mit einer 600-Grad-Option auszustatten, um solche schamerzeugenden Dialoge für den daran zweifellos immer Schuldigen schnell und weniger schmerzhaft zu beenden.



Aber vielleicht schreibt sie auch gar keine Home Storie. Thüringen war grün, über Sachsen-Anhalt kamen die Wolken, in Brandenburg Eis und Schnee und in Berlin der Matsch.

Berlinfahrt, wie sie sein muss.

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Freitag, 26. Januar 2007

Krawall

ist besser als Feigheit und Kriechen.

Ich will das mal kurz erklären. Also: Da gibt es einen Jochen Reinecke. Jochen hat ein Antville-Blog, schreibt ein mässig besuchtes Blog bei der Zeit über Berlin, und ist - nach meiner Meinung - auf mich schlecht zu sprechen gewesen, weil ich bei der Vorbereitung einer Lesung in Berlin dafür gesorgt habe, dass er nicht am Mikrophon war. Der Grund ist einfach: Im Gegensatz zu ihm selber hielt und halte ich ihn für eine literarische Null. Er kann nicht schreiben, wenn schreiben mehr sein soll, als Buchstaben in eine mehr oder weniger zufällige Reihenfolge zu bringen. In Fact ist er auch weniger Literat, sondern eher sowas wie ein Samwer der Astrologiegebimmels. Richtig, die mit dem bescheuerten Astro-TV.

Und obwohl das bei den meisten anderen derartigen "Unternehmerpersönlichkeiten" dazu führen könnte, dass sich mal einer den Laden und Knaben zur Brust nimmt, passiert es nicht. Naja, ab und zu regt sich etwas Unmut über ihn. Aber gerade in Berlin hält man gern die Schnauze. Der Grund ist einfach: Eine Reihe Berliner A-Blogger sind mit ihm persönlich befreundet. Darunter auch die "Zentrale Intelligenz Agentur", beispielsweise. Da wird dann der Makel mit dem Astroquatsch auch verschwiegen. Man kann es inkonsequent nennen, ist aber so.

Wie auch immer: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat ähnlich wenig negative Gefühle ob dieser Person und lässt sie einen Beitrag schreiben, in dem es auch um meine Wenigkeit geht: Krawalltexter darf Astro-Jochen mich da nennen, und ausführen, dass mein Bemühen in Sachen StudiVZ nicht von Erfolg gekrönt war:
Trotzdem wird die nachhaltige Wirkung von Weblogs stark überschätzt, das Thema ist inzwischen durch und vergessen. Genau wie der Sturm im Wasserglas um den Krawalltexter „Don Alphonso“, der im Herbst 2006 dutzendweise Peinlichkeiten um das Gründerteam und die teils horrenden Sicherheitslücken der Studentencommunity „studivz.net“ an die Öffentlichkeit zerrte. Mancher in der Blogosphäre schrieb das Projekt schon tot; inzwischen hat sich die Holtzbrinck-Gruppe für einen zweistelligen Millionenbetrag die Mehrheit gesichert, studentische Nutzer melden sich weiterhin in Scharen an.
StudiVZ haben sie übrigens verlinkt, das Blog hier aber nicht, und ich würde gerne wissen, was in Jochens Astroklitschenexistenz vor sich ging, als er "zweistelligen Millionenbetrag" schrieb. Nun ist es - erkennbar - so, dass ich sehr beständig in der Ablehnung von Personen sein kann. Jochen Reinecke hat manchmal über mich gelästert und ein ander mal nette Mails geschrieben, zwischendrin auch was von Anwälten gefaselt und überhaupt ein Bild abgegeben, das nicht kongruent, aber auf beiden Polen, dem schleimigen und dem beleidigten, nicht dazu angetan war, mir zu gefallen. Ich denke, ich habe ihm das auch zu verstehen gegeben.

Das amüsante an der Sache ist nun zweierlei: Einerseits kam wenige Minuten, nachdem ich den obigen Text gelesen hatte, eine Mail von Jochen mit Ratschlägen, wie ich einen billigeren Flug nach Israel bekommen könnte. Jenseits der historischen Ironie, dass früher eher Arier Juden eine Teppichhändlermentalität nachgesagt haben - they don´t make Germans as they used to - habe ich ihm direkt mit der zweiten amüsanten Sache nach dem tendenzjournalistisch-schleimigen Wechselbad konfrontiert. Und das betrifft die Zeitung, in der sein Artikelchen steht.

Denn die FAZ spielt bei dem Sturm im Wasserglas eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die FAZ hat StudiVZ immer sehr gut wegkommen lassen. Das ist erst mal nichts ungewöhnliches für ein Medium, allein die Süddeutsche Zeitung hat sich schon vor den Aufdeckungen kritisch mit dem Startup auseinandergesetzt. Der Witz nun an der Sache war, dass die FAZ zu einem sehr frühen Zeitpunkt durch mich an Material über StudiVZ gelangt ist, das später durch die Medien gereicht wurde: Unter anderem den Screenshot vom Völkischen Beobachter, eine Reihe von Informationen zu gewissen Gruppen und ähnliches. Die FAZ hat es gesehen, erst abgelehnt, dann doch überlegt, beobachtet und es schliesslich versanden lassen. Sie waren die ersten, die das Material hatten, exklusiv und bevor es an der Blogbar war, unentgeltlich, einfach so, ohne Zwang oder Wunsch, mich zu erwähnen. Sie haben es nicht gebracht - im Gegensatz zu obigem Artikel über die "Selbstüberschätzung der Blogger". Warum?

Keine Ahnung.

Es gibt aber eine Sache, die ich weiss: Ich mag keine Arschkriecher, Schleimer und Feiglinge. Am wenigsten kann ich sie im Journalismus ab. Und ich mag es nicht, wenn sich Astropersonalities und ihre Auftraggeber als was Besseres empfinden:
Die Stärken von Journalisten sind (oder sollten) zumindest ein breites Allgemeinwissen, professionelle Recherche, ein gewisses Arbeitsethos hinsichtlich der Trennung von privaten und öffentlichen Interessen und ein sicheres Beherrschen der Sprache sein.
Aber ich mag Krawall. Weil die ihn nicht mögen. Alle, die Holtzbrinckler, die Astro-Jochens, die Nazistileinlader, und natürlich auch diese Völkermordleugner hier. Alle wollen weniger Krawall.

Jo. Dann wollt mal schön weiter.

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Hm.

El Al fliegt billiger nach Tel Aviv direkt, als die Tschechen über Prag und die Italiener über Rom. Das mit Alitalia wundert mich nicht, aber 100 Euro weniger als die Tschechen? Kann es sein, dass El Al Terrorrabatte gibt?

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2nuller2null

http://www.blogbar.de/archiv/2007/01/25/korrekturbedarf-fur-den-buchautor-klaus-eck/

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2nuller

http://www.webcultureblog.de/
http://web-zweinull.de/

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