Krawall

ist besser als Feigheit und Kriechen.

Ich will das mal kurz erklären. Also: Da gibt es einen Jochen Reinecke. Jochen hat ein Antville-Blog, schreibt ein mässig besuchtes Blog bei der Zeit über Berlin, und ist - nach meiner Meinung - auf mich schlecht zu sprechen gewesen, weil ich bei der Vorbereitung einer Lesung in Berlin dafür gesorgt habe, dass er nicht am Mikrophon war. Der Grund ist einfach: Im Gegensatz zu ihm selber hielt und halte ich ihn für eine literarische Null. Er kann nicht schreiben, wenn schreiben mehr sein soll, als Buchstaben in eine mehr oder weniger zufällige Reihenfolge zu bringen. In Fact ist er auch weniger Literat, sondern eher sowas wie ein Samwer der Astrologiegebimmels. Richtig, die mit dem bescheuerten Astro-TV.

Und obwohl das bei den meisten anderen derartigen "Unternehmerpersönlichkeiten" dazu führen könnte, dass sich mal einer den Laden und Knaben zur Brust nimmt, passiert es nicht. Naja, ab und zu regt sich etwas Unmut über ihn. Aber gerade in Berlin hält man gern die Schnauze. Der Grund ist einfach: Eine Reihe Berliner A-Blogger sind mit ihm persönlich befreundet. Darunter auch die "Zentrale Intelligenz Agentur", beispielsweise. Da wird dann der Makel mit dem Astroquatsch auch verschwiegen. Man kann es inkonsequent nennen, ist aber so.

Wie auch immer: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat ähnlich wenig negative Gefühle ob dieser Person und lässt sie einen Beitrag schreiben, in dem es auch um meine Wenigkeit geht: Krawalltexter darf Astro-Jochen mich da nennen, und ausführen, dass mein Bemühen in Sachen StudiVZ nicht von Erfolg gekrönt war:
Trotzdem wird die nachhaltige Wirkung von Weblogs stark überschätzt, das Thema ist inzwischen durch und vergessen. Genau wie der Sturm im Wasserglas um den Krawalltexter „Don Alphonso“, der im Herbst 2006 dutzendweise Peinlichkeiten um das Gründerteam und die teils horrenden Sicherheitslücken der Studentencommunity „studivz.net“ an die Öffentlichkeit zerrte. Mancher in der Blogosphäre schrieb das Projekt schon tot; inzwischen hat sich die Holtzbrinck-Gruppe für einen zweistelligen Millionenbetrag die Mehrheit gesichert, studentische Nutzer melden sich weiterhin in Scharen an.
StudiVZ haben sie übrigens verlinkt, das Blog hier aber nicht, und ich würde gerne wissen, was in Jochens Astroklitschenexistenz vor sich ging, als er "zweistelligen Millionenbetrag" schrieb. Nun ist es - erkennbar - so, dass ich sehr beständig in der Ablehnung von Personen sein kann. Jochen Reinecke hat manchmal über mich gelästert und ein ander mal nette Mails geschrieben, zwischendrin auch was von Anwälten gefaselt und überhaupt ein Bild abgegeben, das nicht kongruent, aber auf beiden Polen, dem schleimigen und dem beleidigten, nicht dazu angetan war, mir zu gefallen. Ich denke, ich habe ihm das auch zu verstehen gegeben.

Das amüsante an der Sache ist nun zweierlei: Einerseits kam wenige Minuten, nachdem ich den obigen Text gelesen hatte, eine Mail von Jochen mit Ratschlägen, wie ich einen billigeren Flug nach Israel bekommen könnte. Jenseits der historischen Ironie, dass früher eher Arier Juden eine Teppichhändlermentalität nachgesagt haben - they don´t make Germans as they used to - habe ich ihm direkt mit der zweiten amüsanten Sache nach dem tendenzjournalistisch-schleimigen Wechselbad konfrontiert. Und das betrifft die Zeitung, in der sein Artikelchen steht.

Denn die FAZ spielt bei dem Sturm im Wasserglas eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die FAZ hat StudiVZ immer sehr gut wegkommen lassen. Das ist erst mal nichts ungewöhnliches für ein Medium, allein die Süddeutsche Zeitung hat sich schon vor den Aufdeckungen kritisch mit dem Startup auseinandergesetzt. Der Witz nun an der Sache war, dass die FAZ zu einem sehr frühen Zeitpunkt durch mich an Material über StudiVZ gelangt ist, das später durch die Medien gereicht wurde: Unter anderem den Screenshot vom Völkischen Beobachter, eine Reihe von Informationen zu gewissen Gruppen und ähnliches. Die FAZ hat es gesehen, erst abgelehnt, dann doch überlegt, beobachtet und es schliesslich versanden lassen. Sie waren die ersten, die das Material hatten, exklusiv und bevor es an der Blogbar war, unentgeltlich, einfach so, ohne Zwang oder Wunsch, mich zu erwähnen. Sie haben es nicht gebracht - im Gegensatz zu obigem Artikel über die "Selbstüberschätzung der Blogger". Warum?

Keine Ahnung.

Es gibt aber eine Sache, die ich weiss: Ich mag keine Arschkriecher, Schleimer und Feiglinge. Am wenigsten kann ich sie im Journalismus ab. Und ich mag es nicht, wenn sich Astropersonalities und ihre Auftraggeber als was Besseres empfinden:
Die Stärken von Journalisten sind (oder sollten) zumindest ein breites Allgemeinwissen, professionelle Recherche, ein gewisses Arbeitsethos hinsichtlich der Trennung von privaten und öffentlichen Interessen und ein sicheres Beherrschen der Sprache sein.
Aber ich mag Krawall. Weil die ihn nicht mögen. Alle, die Holtzbrinckler, die Astro-Jochens, die Nazistileinlader, und natürlich auch diese Völkermordleugner hier. Alle wollen weniger Krawall.

Jo. Dann wollt mal schön weiter.

Donnerstag, 25. Januar 2007, 23:53, von donalphons | |comment

 
Krawalltexter ist doch schmeichelhaft?
Und Sturm im Wasserglas - nunja, gewollte Provokation, um á la Klowand den FAZ-Artikel zu pushen. Bestimmt :-)

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Provo?
Wage ich zu bezweifeln. Eher die nicht seltene Anbiederung an gewisse Kreise.

Und was es jemanden bringen soll, wenn diese sonst immer dezent verschwiegene Verbindung zum Brotberuf mal wieder angesprochen wird, weiss ich auch nicht. Ich denke eher, dem fehlts einfach am Gschpür. Aber das ist ja nicht selten in der überhyptesten Schwafelbude 2006, der ZIA. Glücklicherweise ist jetzt 2007.

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ich hab ja eher die theorie, daß es um die internetkompetenz der deutschen journalisten im internationalen vergleich eher miserabel bestellt ist. diese theorie bestätigt sich mir fast jeden abend, muß also was dran sein.

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Ein ebenso langer wie uninteressanter FAZ-Spaghetti-Code zum Thema "Wir Journalisten sind die Guten - und das da sind die Bösen".

Kein Wort darüber übrigens, dass er selbst aszendental das Blaue vom Himmel herunter bloggt ...

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Die Stärke von....
Bei der Lektüre des Artikels ist auch mir der "Die Stärke von Journalisten" Absatz besonders aufgefallen - insbesondere der Versuch, diese Stärke Bloggern konsequent abzusprechen.
Jedenfalls habe ich mich beim weiteren Lesen die ganze Zeit gefragt: "Und Du, der du so einen Müll hier in der Faz daherpinselst, darfst Dich dann noch Journalist schimpfen?".

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Nun, wenn ich mich dann mal selbst zu Wort melden darf. Ich spreche über Stärken von Journalisten und Stärken von Bloggern. Vielleicht sollte man sagen: Stärken des Mediums Zeitung und Stärken des Mediums Weblog. Ich blogge ja nun auch selber und wer ein _kleines_ bissl nachdenkt, wird ganz von selbst zu dem Schluss kommen, dass unser (!! den habe ich ja nicht allein geschrieben) Text sehr deutlich auch Stärken des Bloggens aufzeigt. Wer nicht in der Lage ist, die logische Negation zu bilden, dem erkläre ich es: Die Schwächen von Zeitungen sind: Langsamkeit in der Umsetzung, schlechte, verlagsmonopolartige Vernetzung, nicht selten auch Befangenheit gegenüber Werbekunden oder 3%-Beteiligungen an irgenwelchen Klitschen.

"Im übrijen" (Gerhard Schröder) enthielt mein Text die Formulierung "vitaler Krawalltexter", was - wie jeder bestätigen wird - ein völlig anderes, nämlich positives Geschmäckle hat, aber das "vital" wurde bedauerlicherweise rausredigiert. So, mal sehen wie lange das hier stehenbleibt, bevor es gelöscht wird.

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Kommt ein bisschen auf die Straßenverhältnisse an.

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:-)

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Apropos Langsamkeit: Kuck mal bei wirres, die Stoppuhr läuft.

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Oha - das stand da also alles in dem Artikel drin? Und ich Trottel konnte nur die Negation nicht bilden?

«Wer nicht in der Lage ist, die logische Negation zu bilden, dem erkläre ich es: Die Schwächen von Zeitungen sind: Langsamkeit in der Umsetzung, schlechte, verlagsmonopolartige Vernetzung, nicht selten auch Befangenheit gegenüber Werbekunden oder 3%-Beteiligungen an irgenwelchen Klitschen.»

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Also das mit der Langsamkeit scheint schon mal zu stimmen.

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Der Fotograf ist wohl nicht im Haus. Also woher den korrekten Screenshot nehmen?

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Na also. Geht doch :-).

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@jochenausberlin
"(...) wer ein _kleines_ bissl nachdenkt, wird ganz von selbst zu dem Schluss kommen, dass unser (!! den habe ich ja nicht allein geschrieben) Text (...)"
- wieso stehen dann mittlerweile nur noch Sie als Autor über dem Text?

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Ich habe es gerade bei mir kommentiert und klebe es frech auch mal hier mit drunter:

Ich lese ja gerne die FAZ. Aber was ist das denn für ein Text: "Die Stärken von Journalisten sind (oder sollten) zumindest ein breites Allgemeinwissen, professionelle Recherche [...] sein", meinen Jochen Reinecke und Ulf von Rauchhaupt. Und behaupten dann munter: "Dabei geht es zu wie in der Punkmusik: Jeder, der vor zwanzig Jahren eine Gitarre halten konnte, ansonsten aber völlig unmusikalisch war, hatte zumindest theoretisch die Chance, berühmt zu werden."

Punk? Vor 20 Jahren? 1987? Meine Fresse. Allgemeinbildung, schon klar. Recherche, jaja.

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Scheiße, Tippfehler. Herr Ober, der nächste Witz geht auf meine Kosten.

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Bitteschön: Die einzigen Zahlen, mit denen sich Astrologen auskennen, stehen auf der Rechnung - die Leute mit der exakten Wissenschaft sind Astronomen.

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punk's not dead

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Da bin ich mit Waldorf mal völlig einer Meinung. Den Genozid an den Armeniern zu leugnen in einem Portal, das als "Völkischer Beobachter" seine Mit- und Ohneglieder anschreibt und dann auch noch zur organisierten sexuellen Belästigung auffordert, das alles stinkt gewaltig. Sollte man mal dem Zentralrat der Juden, dem ZAD, der AG KAN und dem Verteiler der Frauen-Lesben-Zentren mitteilen. Kontakte hätte ich...

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"Rausredigiert", "Tippfehler", "nicht allein geschrieben"... Na ja, nix für ungut. War ja nur die FAZ und zum Glück kein Blog.

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Vielleicht ist Jochen Reinecke ja auch gar kein "richtiger" Journalist. ;-)

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Zwei kleine Anmerkungen: Der Text von Jochen Reinecke und Ulf von Rauchhaupt stand nicht in der gedruckten FAZ (wenn ich nichts übersehen habe).

Und: Am 9. Januar gab es in der FAZ einen hämischen Text von Jürgen Kaube zu Studivz. Das war allerdings nach dem Verkauf.

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Ups, ach so, stand in der Sonntagszeitung. Die les ich nicht.

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Die Stärke von Journalisten
Lieber Jochen aus Berlin,
ich glaube wir haben alle verstanden, wie Deine qualitative Bewertung von Bloggern im Vergleich zu "richtigen" Journalisten aussieht. Wie Du selbst schreibst, sollte der Journalist über eine breite Allgemeinbildung verfügen und schon aufgrund seines Berufsethos seine Artikel sauber recherchieren.
Leider ist es aber so, dass viele Journalisten zu Themen schreiben, die sie entweder einfach nicht ordentlich recherchieren, oder zu denen ihnen einfach der nötige Zugang fehlt. Ich habe beispielsweise gerade eine große überregionale Tageszeitung abbestellt, weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte, wie oberflächlich und teilweise einfach falsch über bestimmte Themen berichtet wurde. Manchmal reicht die „breite Allgemeinbildung“ halt eben doch nicht aus, sondern ein Artikel erfordert eine fachliche Qualifikation, die der Journalist eben gerade nicht besitzt. So mangelt es beispielsweise in den Bereichen Recht und Wirtschaft oftmals am nötigen Hintergrundwissen und eigentlich gut gemeinte Artikel sind durchsetzt mit Fehlern auf 1. Semester Basis.
Insoweit sind Blogs eine durchaus schöne Ergänzung, jedenfalls dann, wenn sich ein „Spezialist“ zu einem Thema äußert. Das hat schon jetzt oftmals einen deutlich höheren Nutzwert, als irgendein Artikel eines halbgebildeten Journalisten.

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Ich gebe dir in einigem Recht. Deswegen steht im Text auch ganz deutlich: "Die Stärken von Journalisten sind bzw. SOLLTEN SEIN". Es geht mit nicht ums Weblog-Bashing.

Aber es wird festgestellt, dass Weblogs gelegentlich (auch nicht immer!) weniger ausrichten können, als der Blogger annimmt. Woran nicht mal immer der Blogger schuld ist, sondern auch gerade hierzulande die Kohlenstoffwelt, die von Blogs überhaupt nichts mitbekommt. Auch das steht in dem Artikel. Der Artikel ist auch nicht für die Fachleute (=Blogger) geschrieben, sondern für ebenjene, die gerne wissen möchten, was Weblogs sind. Also eher die Elterngeneration. Ein bisschen Sinn für Rezeptionshaltung wäre schön.

Ich gehe ja auch nicht in eine Aufführung von "Jugend musiziert" und beklage mich dann hinterher öffentlich über das schmierige Glissando der Bratschen :-)

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Blogger sind "Jugend musiziert" ?

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Sie _wollen_ mich missverstehen. Ich sprach von Rezeptionshaltung. In Worten: Wie gehe ich an einen Text heran. Jeder Text kann - von irgendeiner Seite - kritisiert werden. Texte werden immer für eine bestimmte Leserschaft geschrieben. Für Sie, als persönlicher Service, eine andere Formulierung:

"Ich gehe ja auch nicht in eine Oper und beschwere mich dann hinterher darüber, dass die da so komisch auf Italienisch singen".

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Dass die Kohlenstoffwelt
wenig bis nichts mitbekommt von der Bloggerwelt, ist ja zum Teil auch fehlenden oder schlampigen Quellenangaben der etablierten Medien geschuldet. So wird die aufkommende Konkurrenz um die Deutungshoheit natürlich kleingehalten.

Hat man Dir (äh, Ihnen) den Link an die Blogbar auch rausredigiert wie dem bloggenden Journalistenkollegen, der das Thema StudiVZ für Spon bearbeitet hat?

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Es gibt auch erfolgreiches Bloggen
Habt ihr wahrscheinlich schon gelesen:

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/357758

Dahin könnte der Weg gehen.

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Wohin genau?
Dass ich der Dame meine "Blogs per Fax schicke" und dadurch schön, reich und berühmt werde?

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aber richtig anziehen
hat die noch kein blog drüber geklickt

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Noch mal zum mitschreiben jochenausberlin: Der Don hatte mit seinem Krawall einen Impact, den du mit deinen Texten nie haben wirst. Und zwar einen recht handfesten, jenseits von Deutung und Rezeption in whatever media. Frag mal die Gründer, wieviel mehr sie bekommen hätten, frag mal Holtzbrinck Ventures, warum der Verkauf von StudiVZ so schnell über die Bühne ging und was die wirklich von Dariani halten, frag mal bei spreadshirt und den Samwers, ob sie die Nazieinladung gesehen haben und auf der StudiVZ steht fest und treu zu Adolf Hitler Party anwesend waren.

Selbst wenn die antworten, es sei nur ein Sturm im Wasserglas und keineswegs nachhaltig gewesen, werden sie dabei ein Gesicht machen, als wären ihre Eier gerade in einem Schraubstock eingespannt.

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Herr Knüwer hat den Artikel auch gelesen.

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Der meistgelesene Dariani-Artikel, der mit Goebbels, hat 13699 Leser gehabt, und jetzt im Augenblick sind über 9000 Leute auf diesem Blog.

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@mark793

Dass Blogs in Zukunft in Printmedien integriert werden.

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@blogs in Print integriert:
Ich kann dem Gedankengang nicht so richtig folgen. Klingt ein bisschen nach "Die Zukunft des Fernsehens liegt im Hörfunk".

Dass mehr publizistisches Backup durch Print der Blog-Awareness auf die Sprünge helfen würde, das darf man freilich vermuten. Aber halt um den Preis erkauft, dass das, was die eigentliche Stärke der Blogs ausmacht (Schnelligkeit, Vernetzung etc.), diesem Medienbruch zum Opfer fällt. Von daher bin ich nicht so sicher, ob das der Königsweg ist.

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Das klingt wie der Versuch, ein Video zu faxen.

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Sowas kann auch nur Leuten einfallen, die sich ihre E-mails von der Sekretärin ausdrucken lassen.

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@netbitch: Wer Bücher kopiert, kopiert auch Menschen.

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Warum soll jemand, der was zu sagen hat, seinen
Blogbeitrag nicht faxen? Es geht ja nicht immer um News.

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Und deswegen könnte ein entsprechender Blogtext durchaus auch in einem Printmedium stehen.

Der Vorteil von Zeitungen und Magazinen ist doch nach wie vor der, dass man sie problemlos überall lesen kann. So könnte einer vom anderen profitieren. Die Zeitung wird dann vielleicht auch gekauft, weil man einen bestimmten Blogger auch dann lesen will, wenn man mal nicht online sein kann oder möchte.

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Natürlich, liebe Loreley,
könnte man Blogtexte auch noch in den Videotext reinstellen, so dass man auch beim Fernsehen nicht auf seine Blogfavoriten verzichten muss. Oder besser noch als Textcrawl ins Bild wie die Börsenkurse auf Bloomberg. Man könnte, um es mal weiter zu drehen, Blogtexte auch übers Radio verlesen lassen oder gar Lautsprecherwagen durch die Straßen schicken, hat ja nicht jeder immer Radio an.

Es löst aber nicht das Problem des Medienbruchs. Ein gedruckter oder verlesener Blogbeitrag mag ja Unterhaltungswert haben. Aber ohne die Kommentare und das vernetzte und interaktive Element bleibt es halt doch nur eine Krücke.

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Aber Spreeeblick lässt doch Blogtexte im Radio verlesen... Oder mittlerweile wie beim Blogspiel vorlesen lassen. *g*
Im Übrigen: Blogbeiträge zu faxen ist in etwa so wie CDs mit dem Fotokopierer vervielfältigen zu wollen...
Ad Astra

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Ein Hauptproblem liegt sicher hier - um JAB zu zitieren:
… aber das "vital" wurde bedauerlicherweise rausredigiert.
Warum wurde es?
(Durfte es nicht sein?)

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Manueller Trackback:
"Update 26.01.: Der Artikel - besser gesagt, die Rohversion - bekommt bereits ordentlich Haue. Und ich bin eben etwas erschrocken, als mir eingefallen ist, woher mir der Anfang des FAS-Textes
“Früher hieß es beim bunten Abend gern „Jekami“. Das Grundprinzip ist dasselbe geblieben: Jeder kann mitmachen. Nur organisiert sich das Ganze jetzt weltweit in Internet-Tagebüchern, so genannten Weblogs.”
so bekannt vorkommt (...)"
http://www.floriansteglich.de/blog/2007/01/25/die-fas-experimentiert-weiter/

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Impact
Einen Impact hatte das bloggen über StudiVZ in Euren Augen doch nur, weil Ihr keine Kritik daran und bessere Erkenntnis darüber zulasst. Jeder, der hier oder an der Blogbar das Gegenteil behauptet, wird gelöscht und rausgebrüllt. So bleiben nur die zurück, die der Ansicht sind, Blogs müssen einfach eine Wirkung haben. Klar, sonst müsste man sich ja auch eingestehen, dass man hier nur seine Zeit verschwendet. Jochens Ansicht darf einfach nicht richtig sein. Wie sollte man sonst rechtfertigen, hier so viel Zeit zu verbringen. Wer am Tag ca. 10 Stunden durch die Stadt läuft und Zettel an Bäumen aufhängt, wird auch behaupten, dass das total sinnvoll ist und voll den impact hat auf die ganzen Leute, die das lesen.
Dass die Gründer von StudiVZ mehr hätten erlösen können, ist eine nicht belegte Behauptung von Don, der auch gleich mal pauschal den Rundumschlag gemacht hat, er habe ja schon diverse Unternehmensbewertungen beeinflusst. Alles ohne Beleg, Namensnennung und Quelle, aber auch ohne kritische Gegenfrage aus der Leserschaft.
Die Erkenntnis von Jochen ist richtig: StudiVZ wurde in der Hochzeit der Kritik in den Blogs verkauft. Ein Einfluss auf den Verkaufsvorgang und die Anmeldezahlen der Studenten ist schlicht nicht zu erkennen. Ich sehe hier nur viel Zeitverschwendung und Wichtigtuerei. Es wäre sicher hilfreicher und hätte mehr Auswirkungen, wenn Eure Kritik neutraler formuliert werden würde und nicht als "Jagd" auf die Gründer etc. vorgebracht wird. Denn so sind die Blogger doch nur Tendenzjournalisten, die man als Krawallmacher abtut und nicht ernst nimmt. Das ist im Grunde schade, weil die StudiVZ Geschichte ja gezeigt hat, welche Sprengkraft vernetzte Informationen haben könnten.
Mir ist natürlich klar, dass das hier zu keiner Änderung in Euren Ansichten führt. Ich verstehe das auch eher als "Stimme aus der mitlesenden Mehrheit", deren Ansicht Ihr leider oft vergesst, weil Ihr im eigenen Saft schmort. Dementsprechend bedarf es auch keiner Kommentare nach dem Motte: Mein Wohnzimmer, wenn´s Dir nicht passt, lies woanders etc. Mir sind die Regeln durchaus bekannt, auch die Regel, dass Ihr eh keine Kritik hören wollt.

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Tessanerwahn
Tja, so kommt der samstägliche Vollstuss und formuliert in wirrer Denkungsart das, was er für echte Erkenntnisse hält:
Einen Impact hatte das Bloggen über StudiVz in euren Augen doch nur, weil ihr keine Kritik daran und bessere Erkenntnis darüber zulasst. Jeder, der hier oder an der Blogbar das Gegenteil behauptet, wird gelöscht und rausgebrüllt.
1. Wir lesen, dass "neutrale Kritik" innig herbeigewünscht wird, sowie, und das dürfte in der Sache bedeutender sein, dass nach Auffassung von "tessa" jeder (!) Widerspruch zu Dons Meinungen gelöscht wird. Tessa: Das ist Quatsch. Kleb den Dir bitte in die Rubrik: Grobe Irrtümer.

2. Der "Impact" von Dons kleiner Aufklärungskampagne ergäbe sich allein daraus, das "bessere Erkenntnis" in den Kommentaren der Blogbar keinen Platz fände. Liebe/s/r "tessa": Abgesehen von Deiner hochinteressanten Impacttheorie; welche "bessere Erkenntnis" meinst Du speziell?

3. Dann meint "tessa", dass es nicht nut gut möglich ist, sondern in der Blogbar alltägliche Praxis, dass dort Kommentatoren "rausgebrüllt" werden. Ich versuche mir das gerade vorzustellen, wie ein anonymer Verfasser von Blogbar-Kommentaren auf das schröcklichste angebrüllt wird, und dann, schreckstarr und über (womöglich flegelhaften) Widerspruch zur eigenen Position empört - sofort ins Internetnirvana flüchtet. Nur: Mit derart schreckhaften Kommentatoren kann man einfach kein Mitleid haben. Im Übrigen kann ich mich nicht entsinnen, dass in der Blogbar ein besonders rüpelhafter Ton herrschen würde. Von "Rausbrüllen" kann also absolut keine Rede sein, eher von klebrig daherkommenden, präemptiv-wahnhaften Selbstmitleid der Tessaner, die zwar haufenweise Unterstellungen und Behauptungen ablaichen (übrigens: völlig ohne Zensur), aber jeden (!) konkreten Beleg schuldig bleiben...

Sorry, "tessa": S´isso.

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"Alles ohne Beleg, Namensnennung und Quelle, aber auch ohne kritische Gegenfrage aus der Leserschaft." - wer um die Wirkung weiß, die Dotcomtod in der Zeit hatte, als Falk eingelocht wurde und die Wirtschaftspresse bei uns abschrieb, kann sich vor Lachen nur kringeln. Wo ist der Nörgler?

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Mit den Unterprimanern des Geistes bzw. verwirrten Ex-Kommentatoren lässt sich Nörgler nicht locken. Tess und hopp!

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etwas spät, aber ...
tessa, entschuldige bitte:

Was ist das Problem mit Tendenzjournalisten. Die Mär, Journalisten und deren Texte hätten neutral zu sein, ist doch Kappes; auch wenn das immer wieder suggeriert wird.

Journalismus hat tendenziell zu sein, in seiner ganzen -- notwendigen -- Vielfalt. Wenn die Fakten stimmen, sollte ein Journalist (und Mensch) eine Meinung dazu zu haben und Meinungsbildung zu betreiben.

Die ganze "Johournaille" krankt doch zur Zeit daran, dass sie keine eigene Meinung haben, sich daher für Geld oder andere Vorteile eine Meinung aneignen -- also kaufen lassen -- und unverschämter Weise auch noch behaupten, diese Meinung sei unabhängig.

Schäbiger gehts doch nicht.

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