Samstag auf Schicht

Das hier ist das nächste Thema in der FAZ (Print), wenn erst mal das erste gekommen ist.



Dann geht es nämlich mit Kühen und ihrer Milch von Gmund nach Kreuth, wie heute auch schon. Und darüber hinaus.



Es geht heute um Rohstoffknappheit, Ölkrisen, Inflation, den nahen Osten, das nähere Österreich und die Frage, wo wir unseren letzten Tank verbrennen werden.



Und die Antwort ist einfach, denn wenn wir die Wahl zwischen Erfrieren und Auto Abstellen haben, wird uns einfallen, was für ein lausiger Tod die Kälte sein kann.



Wie so oft, kann man in der Vergangenheit aus den Fehlern der Gegenwart lernen, und darum wird sich die Geschichte drehen. Denn dort gibt es jede Menge Vergangenheit für heutige Nutzung.



Damit wird dann auch der letzte Tank für das Auto gerettet, und den brauche ich für den Weg zum Büro. Und das sollte nicht weit weg vom Ort des Interviews sein. Und nicht zu viel kosten.



Das ist es, mein Büro. Da hat zwar keine Heizung, aber wenigstens leicht fliessendes Wasser. Münchner dürfen mein Abwasser nutzen. Das nenne ich Luxus.



Natürlich sind auch ein paar Münchner da - noch hat das Oktoberfest nicht begonnen - aber sie stören nicht besonders mit ihrem roten Gummiboot



Denn der See ist gross und meine Liegewiese ist fast so frei wie die üppig dimensionierte Decke des Büros, in dem ich immer im Halbschatten etwas umherwandere.



In der knalligen Sonne nämlich ist es hier oben kaum auszuhalten. Und wenn es nicht so wäre, gäbe es noch jede Menge weiterer Büroplätze. Ohne Internet, aber mit Strand.



Und einem Wasser... ich bin ja immer wieder hingerissen von den Farben, die das klare Wasser hier annimmt. Von einem satten Dünkelgün der Wälder.



Bis zu einem knalligen Türkis der 50er-Jahre. Man kann darin sogar baden, wenn man will und Zeit hat. Es gibt nicht viele Septembertage, da man hier baden kann. Glück gehabt.



Aber ich gehe nur kurz hinein und mache mich dann an meine stressige, nervenzehrende Arbeit und verstehe schnell wieder, warum es in diesem Beruf so viele Alkoho-like-r gibt: Ich würde mich auch besaufen, wenn mir andere dauernd solche Bilder schicken würden.



Zum Glück ist es noch nicht so weit, ich bin standhaft und genügsam, solange ich Goldrand und eine Decke dabei habe, und eun wenig Sonne, bevor die Berge dem Tag den Garaus machen.



So muss ich wieder nach Hause. Ich fahre noch schnell zum Tanken - 1,36 für den Liter Super, ausserdem habe ich viel über Kachelöfen gelrrnt - summe quando quando quando, und fahre heim.



Ein arbeitsreicher Tag neigt sich dem Ende entgegen, 4000 Zeichen sind geschrieben und 5000 fehlen nach, 2 Stunden habe ich geplaudert, weil ich ja nie gelernt habe, Interviews zu führen, und den Rest mache ich dann morgen, wenn ich Zeit habe. Ja, diese Wochenden: Man kann sie in diesem Beruf wirklich vergessen.

Das Hirn braucht schliesslich Platz für weitere Wochenenden.

Sonntag, 4. September 2011, 01:28, von donalphons | |comment

 
Ihre kleinen Schnellschreibfehler werden sicherlich verziehen... von den meisten.

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Ich bitte darum.

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Stimmungsmäßig ein eben unschlagbarer "echter Don"... genial, auch, weil unzweifelhaft erkennbar ist, nicht jedes Hinterradlutschern Davonradeln und Fahrrad-Bremsgummi bildlich zu präsentieren und dafür wieder mehr Benzingeruch zu liefern.

Falls Sie mal Interesse haben und in der Nähe sind, ich könnte Ihnen da u.U. noch zwei Lager zeigen, wo sich Dank emsiger Devisenbeschaffungsgeschäften eines Ihrer heutigen Gmund'ener Nachbarn in den 80er Jahren, heute noch die schönsten und seltensten Meissener Kachelkamine aus früheren DDR-Schlössern, Häusern und Herrschaftsanwesen, leider zerlegt und auf Paletten gestapelt, türmen.

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Das wäre weniger für mich als vielmehr für die Dame spannend, die sich damit beruflich auseinandersetzt. Ich kann gern Adressen vermitteln. Ich selbst habe noch einen Kachelofen zerlegt im Speicher.

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Nein nein nein nein nein, da fehlt noch was:
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Eine Schafherde mit ein paar jungen sorglosen Schäferinnen und Hütebuben.
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Kann die Gemeinde oder der Tourismusverband oder meinetwegen die Otto Beisheim Stiftung da nicht irgendwas machen?

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Beisheim? Der hatte es nicht Schafen, sondern mi Wölfen ganz in Schwarz.

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@hm555, es erhärtet sich der Eindruck, die Schafe (als Idyllen-Komparserie) des DA seien Rinder, nicht wahr.

Was lief da schief?

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Naja, Pecorino ist ein Schafskäse.

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Beschämt lauscht die Nachtigal
Daphnes Lied am Abend.

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Zwischenfrage, Herr Meier: Wenn Sie so auf Ihrem Diwan liegen und Anlass verspüren, nein nein nein nein nein zu rufen. Hat das eine, nun ja, Melodie? Verfallen Sie in einen Singsang? :-) Wenn ja, dann schwirrt Ihnen dasselbe Lied im Kopf herum wie mir seit dem Bärlinbeitrag vom Don A.
Nein nein nein nein nein!

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Ist Ihr Büro am Sylvensteinspeicher? Es sind schöne Bilder, die ich aber nicht genau zordnen kann - ich habe den Speicher erst einmal durchschwommen.

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Sylvenstein hätte ich auch geraten. Verraten sie es uns, Don?

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Ist er

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Absolut. Gleich hinter der Brücke in Richtung der Eng.

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Auf der Eng, gibts die beste Butter.

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Gleich hinter der Grenze zu Österreich am Achenpass rechts. da sind zwei Läden, die haben frische Bergbauernbutter im Papierl ohne Marke. Die ist auch nicht schlecht.

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Heute ist übrigens wieder ein grandioser Roadstertag.

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