Hübsch machen für die Sat1isierung

Welches bekannte deutsche Qualitätsmedium bietet heute online folgende Themen an?

Bin ich schlau? Testen Sie ihren Schlaumeier-Faktor!
Die witzigsten Bilder im Netz: Damals im Café Penis
Etikette im Job: Die schönsten Dresscode-Fehler (Mit monströsem Ausschnittbild)
Knapp, knapper... Bikinis! (noch viel mehr Fleisch)
Ehefrau mit Bolzenschussgerät getötet (ohne Bild, allerdings)
Das verstehe wer will: Sprachpannen (Bildergalerie)

und, folgerichtig das Special

50 Jahre Sommerloch

Na?

Donnerstag, 19. Juli 2007, 16:17, von donalphons | |comment

 
Die SÜDDEUTSCHE :o)
traurig aber wahr, dachte ich vorhin auch...

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Schön, ich fürchtete schon, ich bin der einzige, dem dabei die Kirsch-Mirabellen-marmelade hochkommt.

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Pfui, Du hast bei mir abgekupfert (-;
http://www.onlinejournalismus.de/2007/07/19/hans-juergen-jakobs-und-der-journalismus-in-gefahr-ein-nachdenkstueck-zum-mitklicken/

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Oh, noch mehr Ekelcontent aus der Qualitätsoffensive.

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Übrigens, das ist auch nett: Zwei der drei aktuellen "Sport"-Galerien heissen

Spielerfrauen - der süße Tod des Fußballs
Uli Hoeneß bezeichnete Victoria Beckham als "Tod des Fußballs". Hier sind ihre Kolleginnen.

Die schöne Seite der Formel 1
Sie gehören zur Formel 1 wie Motorengeheul und Ferrari: die Grid Girls. Zur Einstimmung ein Rundgang um die Strecken der Saison 2007.

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Ausschnitt, Bikini, Fleisch ...

... das sind genau die Reizwörter, die mich dazu bringen, auch mal bei der Süddeutschen vorbeizuschauen ... danke für den Tip. :)

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Stichwort "Aufmerksamkeitsökonomie". Wenn man (wie einige phantasielose Verlagsmanager) PI / Visits / Werbung als betoniertes Geschäftsmodell akzeptiert, dann ist das nur konsequent. Nur leider, leider verlieren sie damit peu a peu ihr Konsumentensegment, was sich wiederum auf die Erlöse auswirkt etc. pp. und letztlich in eine Abwärtsspirale aus abnehmender Qualität und sinkenden Erlösen bei irgendwann nicht mehr senkbaren Kosten führt.

Heraus kommt dann sowas wie "chip.de", seinerzeit ein gutes Computermagazin, heute die Werbe- und Schmuddelecke dieses Segments, wo sich nur noch Hardware-deppen tummeln.

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fehlt nur noch, dass sie sich ihre Gallerien "kostenlos" bei Flickr zusammensuchen. So bekommt man dann Clicks, die in der Folge genausoviel wert sind, wie doe bei StudiVZ.

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Das wirklich Schlimme ist doch, daß es tatsächlich fraglich ist, ob mit diesem, überspitzt, "Minimalniveau" tatsächlich die Kundschaft verloren geht.

Ich bin keine Medien- oder auch nur Zeitungsexperte aber soweit ich weiß, sind Zeitungen gleich welcher Couleur emsig darauf bedacht, ihre(!) Klientel zu bedienen.

Wenn man bei Spiegel und Zeit von steigenden Auflagen ausgehen darf, muß man dann nicht befürchten annehmen, daß genau DAS akzeptiert wird ?

... und bitte, wir reden ja hier nicht von der für alles verantwortlich gemachten "Unterschicht" !

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Nun, ein bisschen "Unterschicht" steckt wohl in uns allen. Aber trotzdem suche ich seit einiger Zeit verstärkt im Netz nach Alternativen, nachdem Spiegel Online (nach meiner subjektiven Wahrnehmung) qualitativ hinten runtergefallen ist und Sueddeutsche.de alle Anstrenungen unternimmt, dorthin zu folgen. Und bei der Süddeutschen scheint es mir fast noch schneller und brutaler zu gehen als zuvor beim Spiegel.

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Ich überfliege täglich das Orginal: BILD online. Dann ist mein bisschen Unterschicht für den Tag befriedigt.

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Meine absonderlichen Lesegewohnheiten
Abonniert habe ich Le Monde Diplomatique, Der Bergsteiger, Mare, und Abenteuer Archäologie. Regelmäßig lesen tue ich Spektrum der Wissenschaft, konkret, Titanic und Geschichte und Gesellschaft. Ich fühle mich gut informiert und bin von meiner Lektüre nicht enttäuscht. Wenn ich diesen Thread lese fühle ich mich bestätigt.

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"...konkret, ... und Geschichte und Gesellschaft..."

Aha, also auch Unterschichtenbedürfnisse. :)))

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Apropos Sprachpannen
Ich vermisse den Hinweis "WERBUNG".
Denn mehr als Werbung für ein Langenscheidt-Buch ist das nicht.

Aber heute nennt man das wohl "Synergien".

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Kooperation vielleicht?

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Es wirkt ein wenig so, als ob sie beweisen wollen, daß Murdoch mit seiner Spitzenjournalisten Online-Theorie, die alles wegfegen, Recht hat. Persönlich bin ich beleidigt, wenn das Niveau auf dem weg von Print nach Online den Bach runter rauscht, wie es bei SPON am Auffälligsten ist. Es sollte andersrum sein, um in der Zukunft bestehen zu können.

Andererseits befürchte ich, daß es genau das ist, was die Masse lesen will.

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Aber versient man mit der Masse wirklich Geld im Internet? So wie ich das sehe, ist Murdoch der Massenmarkt egal. Der will ein Spezialangebot für Spezialisten, die sich ohnehin damit beschäftigen müssen - Verbesserung der Pflichtlektüre.

Und komischerweise beginnen in Bayern in einer Woche die grossen Ferien. Wäre es da nicht klüger, auf urlaubsziele, Wanderungen, Freizeitgestaltung hinzuweisen, dern auch die 100 schönsten baudenkmäler rund um München, statt die 100 besten flaschen Bier?

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Die Masse ist halt werberelevant. Mit eigenem Inhalt fällt mir imme rnur die Stiftung Warentest ein, die mit dne Downloads wirklich gutes Geld verdient. (Von Online- Shops abgesehen).

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Das ist doch genau das, was ich als moderner Content-Addict lesen und sehen will ...

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Glaube ich nicht. Nacktbilder gibt es woanders besser.

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Du sollst nicht verlinken,
deines eigenen Blogges, äh, posts. Sagt der Don und daher zitiere ich mich kurzerhand selbst (selbähr, wie es auf Sat1 hieße) bzw. den Commander, den ich ja ursprünglich zitierte:
"Somit ist das 'Sommerloch' ein Mythos jener bürgerlichen Journaille, die an der Enthüllung von Miß- und Widerständen wenig Interesse hat, die den zwischenzeitlich stockenden Munitionsnachschub ihrer Auftraggeber in Sachen Diskursklassenkampf aber hartnäckig mit 'Nachrichtenarmut' verwechselt."
Dachte ihr fändet möglicherweise plaisir...

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Zur Illustration und Einordnung oben beschriebener Beobachtungen empfehle ich wärmstens folgende, durchaus kurzweilig zu lesende Studie:

http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/04417.pdf

Keine Eigenwerbung!

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