Sonntag, 17. Februar 2008
Wo man bleiben kann - Platz 7: Maastricht und Limburg
Etwas warten sollte man vielleicht. Die Niederlande haben eine Immobilienblase fast britischen Ausmasses, und die wird ganz sicher platzen - oder platzt bereits jetzt. Momentan ist es dort noch atemberaubend teuer, aber das wird sich im Laufe des Jahres ändern - und dann geht es wieder in die andere Richtung. Die Niederlande sind eine der Regionen, die schnell wieder auf die Beine kommen werden, in Limburg bar jeder Verslummungtendenzen.
Und wenn alles scheitern würde, würde ich halt in einer Konditorei anheuern. Davon verstehe ich was, und die Holländer wissen das zu schätzen. Aber ich glaube nicht, dass es ein schlechter Platz ist. Die Holländer sind sowas von erpicht auf ihre Häuser, Immobilien sind mittelfristig das letzte, was sie gering schätzen.
... link (9 Kommentare) ... comment
Sinn und Dringlichkeit

Das hier ist ein Artikel, in dem davon geschrieben steht, dass unsere allerkatholischste, verehrungswürdige Staatsbank unter Kontrolle der durchlauchtigsten Staatspartei und den hochwohlgeborenen Sparkassen die Kleinigkeit von 4 Milliarden in sehr riskanten Subprime-Krediten hat, 32 Milliarden insgesamt in heute wenig vertrauenswürdigen Krediten und davon die Hälfte bislang ausserhalb ihrer Bilanzen führt.
Und dieser Blogger hier ist ein schwarzes Schaf, das nach über 150 Jahren familiärer Verbundenheit mit einer ebensolchen Sparkasse einen seit 1923 für diese Familie einmaligen Tiefsstand seiner Einlagen herbeiführen wird. Denn wenn die die Kleinigkeit von 32 Milliarden in wackligen Papieren haben, wird jemand zahlen müssen. Den einen Teil die Steuerzahler - da kann besagter Blogger nicht aus. Und zum anderen Teil die angeschlossenen Sparkassen. Und die wiederum können es eigentlich nur von den Schafen nehmen, die es ihnen geben.
Tradition verpflichtet. Auch bei der Vermögensrettung.
... link (19 Kommentare) ... comment
Empfehlung heute - Es gibt
... link (0 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 16. Februar 2008
Wo man bleiben kann - Platz 8: Mount Lebanon
Der Libanon, das muss man wissen, war von 2500 vor unserer Zeitrechnung bis ins letzte Viertel des vergangenen Jahrhunderts ein verflucht reiches Land, die Schweiz des Nahen Ostens, und das sogar ohne lästige Schweizer! Oberhalb von Beirut stehen die weitgehend unbeschädigten Reste dieser grossen Zeit, Villen der Kolonialzeit, Reste der osmanischen Herrschaft, Art Deco Paläste und mediterrane Neubauten, die alle sehr, sehr verlockend sind. Zumal die Libanesen ihre Währung an den Dollar gekoppelt haben. Für 150.000 Euro bekommt man dort problemlos ein mittleres Chalet, oder ein 200 m² grosses Appartment, vorne mit Blick auf das Meer, hinten mit Blick ins Gebirge. Das Klima ist hier gemässigt, die Leute sind polyglotter als die Franzosen und netter als die Schweizer, das Essen ist sehr viel besser als in England, und es wird dort sicher nicht billiger - es sei denn, die Syrer kommen, aber das ist eher unwahrscheinlich.
Was dagegen kommt, ist Geld. Geld von den Auslandslibanesen, und Geld aus den Golfstaaten, für die der Libanon so eine Art Naherholungsgebiet von Scharia und anderem Blödsinn ist. Wenn es überhaupt eine Ecke in dieser Region schafft, dann ist es der Libanon. Das wird auf absehbare Zeit wieder die Schweiz des Nahen Ostens, und solange kann man im Winter oben Skifahren und im Sommer unten baden, weitgehend frei von den Problemen des Weltwirtschaftsgeschehens. Lebenshaltungskosten sind ein Klacks, es ist sehr europäisch, obwohl es diese Kombination zu diesen Preisen in Europa nicht mal mehr im Balkan gibt.
Ich kannte mal jemandem, der mein Fach studierte, dann zum ersten Mal kurz dorthin ist, um sich Ruinen anzuschauen - und dort geblieben ist. So muss das sein.
... link (23 Kommentare) ... comment
Empfehlung heute - Frank und frei sagen,
... link (6 Kommentare) ... comment
"De nemma uns ois",
Man mache sich da keine Illusionen: Das beginnt lange vor Vaduz. Man ist oft überrascht, wie billig Immobilien in bester Lage laut Vertrag sind. Kein Wunder, sinken doch durch den Briefumschlag mit ein paar zehntausend Euro eine ganze Reihe von Abgaben. Hier in der Provinz wird gerade gegen einen Anwalt ermittelt, der sich bei der Verschiffung von grossen Vermögen einen Teil in die eigene Tasche gewirtschaftet hat, und die Betroffenen wagten es nicht, zur Polizei zu gehen. Was fehlt, ist jedes Bewusstsein, etwas Illegales zu tun. In gewissen besseren deutschen Einrichtungszeitschriften wurde mit dem Bild einer feist grinsenden Reichen für eine Kunstmesse in Basel und den Bankbesuch geworben. Steuerhinterziehung ist in diesen Kreisen Teil der Populärkultur, Schwarzgeld bildet einen Schattenmarkt für besondere Ausgaben, davon leben Auktionshäuser, teure Restaurants, Bordelle, die Luxusuhrenindustrie und und junge Künstler. Ohne Schwarzgeld wäre die Schweiz ein Entwicklungsland. Klassische Geldausgebezeitschriften derjenigen Wirtschaftsmedien, die jetzt entsetzt tun, haben den Steuersünder und sein Schwarzgeld als Kernzielgruppe.
Der weitere Verlauf ist absehbar. Ab Montag werden gewisse Herrschaften darauf verweisen, wie hoch doch die deutschen Steuern für Besserverdienende sind, und dass der beste Weg zu mehr Ehrlichkeit Steuersenkungen wären. In den üblichen Magazinen wird man vermehrt von staatlichen Fehlleistungen lesen, um das Vertrauen in die Steuerhinterziehung wieder herzustellen. Das ist kein Verbrechen, sondern ein Wirtschaftszweig.
Und ausnahmsweise sogar einer, der keine Fördergelder will.
... link (92 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 14. Februar 2008
Sie nennen es soziales Netz.
... link (3 Kommentare) ... comment
Es ist doch so:
und dann regen sie sich wegen den Tagen auf, zu denen die sinnstiftende Konditorenzunft endlich mal zeigen kann, welche Herrlichkeit zu fabrizieren sie in der Lage ist:

Riesenrosa Jungfrauenschmeichler hier, grosse Geschiedenentröster hier
Gut. Manche können dem widerstehen, und wünschen sich lieber einen kalorienreduzierten Latte neben ihr Technikspielzeug.
Aber die sind es dann auch nicht wert.
... link (34 Kommentare) ... comment
Empfehlung heute - Die beste Konferenz,
http://freespeechconference.org/
Besonders eindrucksvoll vielleicht: Amitai Sandy mit dem Jewish Antisemitic Cartoon Contest, der gerade wieder "dank" der dänischen Karikaturen aktuell sein dürfte:
Auch so kann man Extremisten vorführen.
Und überhaupt. Hach. Damals in Jaffa.
... link (4 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 13. Februar 2008
Und dann sagte die Höllenkreisverwaltungsassistentin:
Es war aufmunternd gemeint. Noch neun Tage.
Edit: 1,9 Milliarden Verlust und Abschreibung bei der BayernLB. Mindestens. (Immerhin - ich habe mit 2 Milliarden gerechnet, da blieben sie drunter) Aber hätten sie nicht noch diese neun Tage warten können? Panik in Bayern ist das letzte, was ich am 22. brauchen kann.
... link (6 Kommentare) ... comment
DSL Probleme
Blöderweise muss ich jetzt jemandem in einer Region, in der dieser Anbieter nicht tätig ist, ebenfalls DSL und Telefon einrichten. Besagte Leute nutzen es eher selten, und wollen so wenig wie möglich dafür ausgeben. Und bevor ich irgendwelchen Gurgelabschneidern auf dem Leim gehe, frage ich lieber hier:
Welchen Anbieter kann man bedenkenlos nehmen?
... link (42 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 12. Februar 2008
Empfehlung heute - Noch 10 Tage
Wie kann man ausserdem gerade zum Frühlingsanfang eine Bankenkrise machen? Muss das sein? Können die nicht wann anders die Kreditlinien kappen? Geht es noch geschmackloser? Und warum soll man sparen, wenn es nur denen hilft, die damit ihre Profite machen?
Und dann gibt es immer noch sowas, das anders ist, ganz anders:
http://www.eine-der-guten.de/minisprech/
Das ist toll, toll, ganz toll, eine Internetillustrierte, wie es noch keine gibt, hach, prima. Solche Nachrichten schaut man sich gern an. Das hier dagegen ist sinnlos, gar unnütz, genauer, der vordere Unnütz mit 2078 Meter.

Und das ist der Blick von 1000 Meter hinunter in den Frühling.

Der mir gehört, und keiner wird ihn mir versauen. Keiner.
... link (19 Kommentare) ... comment
Wo man bleiben kann - Platz 9: Berlin, Gleimstrasse
Berlin ist das, was zu oft auf seinen Gehwegen liegt. Nun hat es die Vorsehung mit einem makraben Scherz aber so eingerichtet, dass inmitten des Zerfalls doch noch ein paar Arbeitsplätze existieren; auf niedrigem Niveau zwar und stets von Kündigung bedroht, weil es so viele Praktis gibt; aber doch, es gibt ein paar begrenzte Chancen. Ungefähr so viele, wie in einem bayerischen 10.000-Einwohner-Kaff. Und vielleicht hat man auch nicht die in der Positivliste angegebenen 200.000 Euro, sondern nur 60.000. Und will diese Summe sicher investieren, und sich gleichzeitig am Elend erfreuen. Gibt es ja auch. In gewissen Bereichen ist Berlin wirklich billig, und deshalb hier für Liebhaber solcher Ruinenorte ein Rat, wo man noch kaufen kann, ohne zu verlieren.
Und da hätte ich einen Vorschlag, der, wie eigentlich alle meine Vorschläge, finanziell und ideell eine Randlage ausnützt: Der im Wedding liegende Gleimstrassenkiez. In den Zeiten, da uns die Mauer noch antikapitalistisch schützte, war hier der Westen zuende: Direkt östlich lag der Prenzlauer Berg, und südlich, über der Bernauer Strasse und einen der bekanntesten Teile der Mauer, lag Mitte. Heute ist dieser Bereich auf zwei Seiten eingeschlossen von den sog. Szenebezirken, auf halber Strecke zwischen dem 103 in der Castingallee und und Anna Blume, nur etwas nördlich. Man ist etwas ausserhalb, was sich sofort im Nachlassen von Schmiererei und Müll zeigt. Und doch so innerhalb, dass man überall in fünf Minuten auf dem Rad sein kann. Die Bewohner hier sind noch nicht so komplett verprenzelt, wohnen hier schon etwas länger, und geben schon etwas acht auf ihre Umgebung, in der sie auch bleiben wollen. Die Häuser sind mitunter sehr, sehr schön, es ist ruhig, und wenn es zu ruhig wird, ist man sofort "drüben".
Gleichzeitig ist dieses Viertel noch nicht durchsaniert und von Investoren erobert. Zwangsversteigerungen basieren nicht auf den Crashs der Immobilienfonds, sondern auf Tod und unerfreuliche private Umstände. Aber nicht mehr lang. Denn in gut zehn Jahren, wenn der Prenzlauer Berg eine komplette Spiesserhölle ist, wird man in den Randlagen nach Alternativen suchen. Und dann dieses bislang erschonte Eckerl bis runter zur Brunnenstrasse entdecken, aufwerten und dort nach Wohnraum suchen. Wie alle Städte ohne Aussichten wird Berlin an den Rändern eingehen, man wird sich um Mitte scharen, wo die Preise dann fallen werden - aber in den Randlagen, wo man sein möchte, werden sie, beginnend auf unserem niedrigen Niveau, eher steigen.
Wie schon erwähnt: ich würde in Berlin sowieso nichts kaufen. Null. Nada. Viel zu riskant. Aber für diese eine Ecke, die zwar Wedding ist, aber topographisch zum Wohnzimmer der Stadt gehört, für diese Strassenzüge zwischen West und Ost, nirgendwo drinnen und doch dabei, mit vielen Bäumen und günstigen Preisen - da sehe ich Hoffnung. Und Chancen für die, die dort sein müssen.
(Und nachdem Banken gewissermassen das Mahrzan des Geldanlegens sind, wird es an der Gleimstrasse schon nicht so schlimm sein.)
... link (21 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 12. Februar 2008
Empfehlung heute - Ein Jugendtraum
... link (5 Kommentare) ... comment
Wenn ich nicht daheim bin,
... link (8 Kommentare) ... comment
Krise? Welche Krise?

Nachad is scho recht.
aus der serie: regionen, die das wort krise erst mal bei wikipedia nachschlagen müssten, wenn sie so etwas wie internet hätten und bräuchten
... link (0 Kommentare) ... comment
Breitbild

Achensee

Klicken macht gross.
Mit Taucher ganz rechts. Es gibt Leute, die sich bei 4 Grad Aussentemperatur und strahlendem Sonnenschein ganz runter in bitterkaltes, dunkles Wasser setzen. Ts. Jeder wie er mag.
... link (11 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 11. Februar 2008
1490 Meter über N.n.

Andererseits ist die Luft hier oben auf dem Gerlospass fast schon in der Zauberbergkategorie, kalt, aber sauber, unfassbar sauber und gut.
Was dagegen wirklich hart ist: Auf dem Rückweg war es schon etwas kälter und schattiger, und als am Achensee ein gutes Cafe einlud, war die Frage: Drinnen oder draussen?
Nun wird in Deutschland seit sechs Wochen in den Cafes nicht mehr geraucht, und es kommt einem völlig normal vor, ohne erbärmlichen Gestank Palatschinken und Kaiserschmarrn zu essen. Man wundert sich nicht mehr über reine Luft. Es ist prima, aber auch normal. Bis man in ein verräuchertes Lokal in Österreich kommt, das, typisch Balkan der Säufer und Stinker, kein Rauchverbot kennt. Nach den sechs Wochen Rauchverbot in Deutschland ist es unfassbar, wie man in sich in so einer stickigen, verqualmten Bude freiwillig aufhalten kann. Dann eben doch die Terasse mit Seeblick, gesunden 0 Grad, Schatten und seidiger Luft.

Mit Dampf von den Süssspeisen. Rezept hier.
... link (4 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 10. Februar 2008
Empfehlung heute - Von der Fastenzeit
... link (2 Kommentare) ... comment
Weitgehend rostfrei.
Die damit ihren technologischen Rückstand auf Dekaden zementieren dürften.
... link (2 Kommentare) ... comment



