Vergebung

Ich wollte gerade noch etwas Fieses über Draghi schreiben, und darüber, wie sie uns jetzt berauben -

und dann ist mir eingefallen, dass, anders gesagt, Draghi mich ja eigentlich bereichert hat. Die mittelfristigen Geldverluste nämlich sind nichts gegen den nach oben gerichteten Preisschock, den er bei den Immobilien ausgelöst hat. Alles, wirklich alles, was in den letzten Monaten als "zu teuer" galt, wird jetzt, wenn es schuldenfinanziert war, staatlich gefördert, anders kann man das nicht umschreiben. Und wer schon hat, hat gegenüber diesem Geld mit Quadratmetern einen phantastischen Hebel. Nicht dass ich das jetzt tun würde, aber

man muss halt auch immer die Chancen sehen. Draghi ruiniert auch die Rentenansprüche (falls das schon mal jemandem aufgefallen ist), aber er eröffnet Menschen wie mir auch einen Ausweg.

Freitag, 7. September 2012, 15:45, von donalphons | |comment

 
geldwerte gehen m.e. in den keller. meinen sie, dass sie mit mieteinnahmen werden ausgleichen können?

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Wer einmal eine Woche im Wald geschlefen hat, weiss wieder, was Miete wert ist.

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(Ich kann nicht anders, das Vermieten liegt bei uns im Blut)

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Solange man nicht gezwungen ist, seine Hütten zu verkaufen, ist das alles noch kein Problem.

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solange man das geld für eine zwangsanleihe oder andere zwangsveranstaltungen aufbringen kann, noch kein problem. dies wird zwar auch ein wenig teurer werden, wie alles andere auch - hinzu kommen vielleicht weitere unangenehme vermögensregelungen, die an die substanz gehen -, doch am ende wird wohl keiner mehr (alleiniger) herr im eigenen haus sein sollen. und angst denkt so schön schlecht.

aber am ende siegt die gerechtigkeit. oder so.

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Friede den Hütten

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Ich würde den Hütten eher stabile Preise wünschen.

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... So steht's geschrieben im "Hessischen Landboten" von 1834:

Ihr bücktet euch lange Jahre in den Dornäckern der Knechtschaft, dann schwitzt ihr einen Sommer im Weinberge der Freiheit, und werdet frei seyn bis ins tausendste Glied.

... Hat ja damals auch nicht so wirklich funktioniert ...

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@diktionaftis: Bemerkenswert, diese biblische Sprache. Das mit dem tausendsten Glied ist aus Exodus 20. Nur Freiheit ist hier etwas anders verstanden als dort. Aber vielleicht musste Büchner so sprechen, denn damals wurde das ja auch noch verstanden.

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In der Tat bemerkenswert.

Auch schön finde ich:

(...) eure Gebeine sind verdorrt, denn die Ordnung, in der ihr lebt, ist eitel Schinderei.

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"[...] und hätte die Bauern und Bürger zum Gewürm gezählt."

seltsam aktuell.

gut, zugegeben, das agens ist ein anderes.

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Als jemand, der wegen vielfacher Lebensentwurf- und Heimatwechselei und nun Selbstständigkeit aus der umlagefinanzierten Rente ausgeschlossen bleibt, macht mir dies mehr als Sorgen - ich hoffe auf einen baldigen Währungsschnitt, damit ich danach meine Vorsorge einfach neu aufsetzen kann. Als Neudeutscher, so to speak, ohne Eigentum sehe ich kaum andere Optionen. Mind you, probably still a better future than growing old in good old Blighty.
So, jetzt einen nicht-genestleten Tee.

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Ja, ja. Die Immo-Rentiers, die Börsen und die keynesianische Linke (also fast die ganze) zollen dieser Goldman Sachs-Visage Draghi Beifall. Das kann also noch dauern, bis wer was merkt und die Rechnung präsentiert wird.

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Und wie verläuft dieser Ausweg?

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