Ein paar Gänge runterschalten

Das mit den Rennrädern ist übrigens gar nicht so: Man muss nicht rasen. Sie bringen einen, wenn es sein muss, in recht kurzer Zeit über weite Strecken. Und wenn es nicht sein muss, wie meistens bei mir, kann man auch geniessen. Es haftet ihnen immer so etwas Brutales, Qualvolles an - es ist nicht so. Ich hole mit dem Colnago auch die Brötchen.







Mit dem üblichen kleinen Umweg. Der See entwickelt schon wieder seine "Warum nicht immer hier leben"-Klebrigkeit, und dazu kommt noch, dass, also, wie soll ich das sagen: Die Wohung hier war ja nie wirklich üppig, man konnte zu zweit drin eine Weile wohnen, aber grosse Pläne hätte man nicht machen können. Nun gibt es unten im Tal einen richtig reichen Menschen, der im gleichen Komplex auch noch eine Gästewohnung hatte, drei grosse Räume nur für ein paar Gelegenheiten im Jahr, und der hat sich ausgerechnet, dass alle Kosten zusammengenommen ihn seine Gäste im Hotel günstiger leben würden. Kurz, ein Eckerl vom Paradies wäre zu bekommen. Allerdings mit Dachschrägen, was natürlich schlecht für die Gemäldegalerie ist. Aber ich höre das und denke: naja, warum nicht doch sich hier niederlassen und erweitern? (Weil das nur Begehrlichkeiten wecken würde, natürlich. Man kennt das.)







Weil...

Der Kopf fühlt sich hier unten immer so leer an, wenn ich Gründe gegen den See suchen muss. Es kommen auch keine obszön reichen Menschen vorbei und geben dumme Sprüche ab. Gerade angenehm ist es, man hört, dass das braune Scheusal Wildern auf sein hässliches Maul gefallen ist, das ist prima und weit weg, und es kommt wie durch einen Filter an: Es ist irgendwo real, aber hier gleichzeitig auch unvorstellbar. Warum sollte es so etwas Abstossendes auf dieser schönen Welt geben?







Es ist nicht wirklich warm, aber weil man so hoch oben ist, kribbelt das Licht auf der Haut. Natürlich hat man keinen Sonnenschutz dabei, aber man kann auch unter einen Baum. Man hat da was abscheuliches gehört, so von wegen, dass ein Blogger sich zum Horst für Jung von Matt und eine Schockkampagne gemacht hat, und man fragt sich, wie solche leute eigentlich... aber andererseits, man will eigentlich gar nicht darüber nachdenken. Nur in der Sonne sitzen, Zeit haben und auf das Wasser und die Berge schauen.







Und irgendwann zurück, erst nach Hause und dann wirklich auch weg vom See. Ich war viel zu selten hier, dieses Jahr, aber so ist es nun mal, ich habe genommen, was ich kriegen konnte, und am Ende kommt es doch nur darauf an, dass die Erinnerungen angenehm bleiben. Der See enttäuscht einen da nicht. Man würde die Welt einfach verrgessen und die Welt nicht wissen, wo sie einen suchen soll.

Donnerstag, 13. September 2012, 01:31, von donalphons | |comment

 
Den Braunen-ist er das wirklich, ist er nicht eher schwarz?-findet man wohl deshalb nicht am See, weil da nicht-noch nicht- die Probleme sind, die er anspricht. Die hedonistische Mittelschicht flieht eher vor den Problemen denn sie anzugehen, dann kann man sich mit Westviertel/ländlichem Osten und Privatschule der Illusion hingeben, Probleme seien gar nicht da. Außerdem versprechen die anderen Parteien inzwischen das gleiche wie W., nur unaufgeregter. Und da wählt man lieber das weniger Schrille.

... link  


... comment
 
Sie würden es irgendwann bereuen, wenn Sie nicht kaufen.

Die Villa am Gardasee steht noch zum Verkauf?

... link  

 
@pade: vollkommen richtig. Man lebt nur einmal, dann kann man auch angenehm leben.

... link  


... comment
 
Sockenfreie Knöchel. :-)

... link  

 
Ich fass es nicht.

... link  

 
da der hausherr ein ausgesprochenes faible für bildsprache hat, darf man davon ausgehen, dass auch die blickperspektive des besagten siebten bildes nicht völlig ohne aussage sein muss.

... link  

 
Dann würde mich interessieren, ob das zweite Bild, die Früchte des Weißdorn, wegen ihrer Schönheit oder ob ihrer herzstärkenden Wirkung gewählt wurde.

... link  

 
?????????????????????????????????????

... link  

 
Crataegus monogyna käme für einen treuen Mann in Frage, Crataegus laevigata hat zwei weibliche Fruchtknoten in der Blüte. An der Frucht könnte ich sie nicht unterscheiden.
Weißdorn gilt als herzstärkend, Sie kokettieren gelegentlich mit Ihrem Alter, Ihrem Gewicht und der sportlichen Leistungsfähigkeit. Auch schreiben Sie über Trinkwasser aus der Quelle, Pilze, Holz aus dem Wald. Die Apothekerbeere könnte also passen. Leider ist kaum Fruchtfleisch dran. Eventuell für Gäste als Ansatzschnaps? Oder Gelee?

... link  

 
Weißdorn?
@melursus, sind Sie sicher, daß das da Weißdorn ist?
Ich habe in Italien einen Weißdorn und dessen Früchte sind kleiner und runder.
Mit viel Aufwand kann man aber ein wohlschmeckendes Mus daraus machen!

... link  

 
@Don Ferrando
positiv. Der Ausschnitt zeigt genug Blatt. Dazu die Früchte. Kurze Walzen, mit schwärzlichen Resten der Blüte. Unseren Don will ich nicht vergiften. Manche Früchte werden noch größer, fast wie Kornelkirschen.
Das schöne Licht macht es teilweisde schwieriger, die Blätter zu erkennen. bei der Hundsrose sind die Hagebutten eindeutig, während den Blättern jeder Glanz fehlt.

... link  


... comment
 
"man konnte zu zweit drin eine Weile wohnen, aber grosse Pläne hätte man nicht machen können" -

lieber don, da lassen sie aber ein füchslein traben und die spatzen hyperlaut von den dächern pfeifen: nicht nur den see, sondern auch den hafen scheinen sie gefunden zu haben, oder als seemann in mal schöner, mal rauer see davon träumen. meinen glückwunsch!

... link  

 
Ich glaub ja auch, daß da irgendwas im Busche ist. Die fortlaufenden Hochzeits- und Kinderthemen in letzter Zeit und jetzt das Quadratmeterwachstum...

... link  

 
wobei man sich da ein klein wenig sputen sollte: auch männliche gameten verwelken mit der zeit.

meiner kurzen übersicht nach würde ich behaupten wollen, dass die immobilienpreise am Tegernsee noch nicht verrückt sind - was ohne dräuende zwangshypotheken hier wiederum begehrlichkeiten auslöste, hätte man nicht schon eine kleinigkeit in dieser weltgegend (von unserer burg aus betrachtet) -, aber das sich ein haus dort unter umständen sogar eher lohnte als der nachteil zweier wohnungen (wohngeld, hausverwaltung, rücklagen, hausgemeinschaft), wenn man nicht die absicht hegt, die weitere/n wohnung/en unter dem gleichen dach auch zu kaufen - was den wert eines netten hauses in der gegend wiederum überstiege.

... link  

 
" dass alle Kosten zusammengenommen ihn seine Gäste im Hotel günstiger leben würden."
Ihn? die Gäste?
Kann man das -bitte - besser verständlich ausdrücken?

... link  

 
Nein, es ist nur so, dass ich ein Faible für Platz habe. Viel Platz. Und irgendwann immer anfange, kleine Wohnungen als Notbehelf zu betrachten. Mir ist schon bewusst, dass der durchschnittliche Deutsche auf 40 Quadratmeter leben muss, aber ich habe nicht nur gern mehr, ich hätte auch gern noch viel mehr.

... link  

 
guten morgen, lieber don! und man fragte sich schon, welche intention hinter den nebenan genannten 200 qm wohnfläche und den 600 qm garten steckte. viel zu wenig ist das, meiner bescheidenen ansicht nach (jetzt einmal völlig ironiefrei), allein schon für all die angesammelten schätze. die hauspreise gehen dort übrigens noch, dafür, das dies ein begehrtes fleckchen erde ist. das geht noch ganz anders. wenn ich jetzt realisierte, dann würde ich ein ordentliches geschäft machen.

allerdings gibt es einem zu denken, dass der von ihnen genannte herr verkaufen möchte und solcherlei rechnungen anstellt...

... link  

 
Das war nur eine Illustration des Ideals der anderen. Ich persönliche bevorzuge den Weg ins einsame Verderben.

Und der Herr am Tegernsee ist alt. So eine Wohnung bedeutet immer auch Arbeit, ein Hotel dagegen bucht und bezahlt man, und dann ist es erledigt. Die Nebenkosten allein liegen bei 4000 Euro im Jahr. Und wenn mal zwei Wochen keiner da ist, muss man hoch und alle Wasserhähne aufdrehen und hinterherputzen und wenn es jemand macht kostet es Geld.... ich verstehe das schon.

... link  

 
nun ja, zuweilen werden schon stimmen in umfeld laut, dass man besser nicht neu kauft und dass man sich heftig überlegt, ob man überschüssige immobilien in d wie in f nicht besser abstösst (wobei man in f sarkozy 'danken' darf für die extrasteuern, die beim verkauf fällig werden, auch als ausländer), weil man sie derzeit ganz gut verkaufen kann und weil man dann nicht mehr an einen dortigen ort gebunden ist. wie gesagt, man geht davon aus, dass hotels preisgünstiger sind.

... link  

 
@DonnaLaura,
selbstverständlich wäre es im Hotel günstiger rein pecuniär betrachtet.
Aber my home my castle spielt auch eine gewichtige Rolle.
Und für mich auch das Potential als Kartoffelacker und Obstgarten.
Wenn wirklich eine Krise kommt, kann ich mir im Hotel auch nichts mehr zu essen kaufen.

... link  

 
lieber don ferrando, ganz meine ansicht, weshalb sich meine ausführungen auf überschüssige immobilien bezogen.
man sitzt hier auf ausreichend land, um in krisenzeit wie gehabt zu verpachten und seinen zehnt - oder besser noch: seinen fünft - zu erhalten und ansonsten den pächtern gegenüber den umständen entsprechend hilfreich zu sein.

auch mietshäuser können ein risiko darstellen, insofern, wenn der gesetzgeber sich aus vielfältigen gründen (plötzlich entdeckter geldmangel oder gerechtigkeitssinn, pille für die besitzlosen etc.) genötigt sehen sollte, miethöhen zu begrenzen, abgaben einzuführen und/oder obligatorische wirtschaftsprogramme (dämmung, stromerzeugung etc.) aufzulegen.

weit hergeholt im moment noch, aber mittelfristig nicht ganz auszuschliessen. und dann sänken die preise (am so genannten big-mac-index gemessen).

... link  

 
Prinzipiell wäre das charmante an so einer Idee, dass man jetzt kaufen und vermieten könnte und dann, wenn man sich entscheidet, den Schwerpunkt zu verlagern, den Standort einfach vergrössert.

Aber natürlich, das Fernziel ist und bleibt zwischen Meran und Mantua.

... link  

 
nun, so teuer ist das nun auch wieder nicht. liegen nicht ein, zwei stockwerke zwischen ihrer wohnung und dem dach? - ab und an sah man sie im garten frühstücken, insofern dürften sie eine gartenwohnung haben. zwischenziel wäre dann wohl der erwerb der dazwischenliegenden wohnung(en). falls sich auflagen deutlicher abzeichneten, könnten sie wieder verkaufen (an diejenigen, die die zeichen der zeit noch nicht erkannten und schön überbezahlen; die gleiche spezies übrigens, die in der hausse noch papiere erwirbt, weil sie so gut laufen: die mutter der idioten...). andererseits, hin und her macht taschen leer; und der notar muss seine nachkommen auch ernähren.

land ist wohl nicht dabei?

... link  

 
Nein, aber der Abstand ist in Ordnung, auch ander Donau sind 6 Meter Höhe zwischen den Ebenen, das macht also gar nichts. Und bislang geht das mehr so unter der Hand. Zudem ist jetzt eigentkich die Saison am See vorbei, jetzt kaufen nur noch die wenigsten eine Wohnung, also eventuell ist auch der Preis ganz in Ordnung.

... link  

 
Sie sollten imho das Fernziel für eher bald ins Auge fassen.
Ich glaube, z.Zt.entwickelt sich in Italien ein Käufermarkt.
Falls wirklich die Hochinflation im €-Raum kommt, könnte das Fernziel immer weiter wegrücken.

... link  


... comment