Austmisten*

zumindest bei Franziska Augstein:

"Ein objektiver Befund ist aber, dass unter der Ägide des jetzigen „Spiegel“-Chefredakteurs das Blatt seinen Platz als Leitmedium verloren hat."

Mehr im Tagesspiegel, via Girl. Bitte beim Austmisten auch den Spon gleich mit kärchern.

*ich hab´s erfunden!

Freitag, 11. November 2005, 11:01, von donalphons | |comment

 
gelungener neologismus
eine tugend aus längst vergessenen "SPIEGEL"-Zeiten... heute ist man nur SpOndoof...

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spread it around the world - Revoluzzer brauchen einfache Parolen ;-)

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Eben! Wer meynstreckt, muß auch austteilen können!

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Den "Radikalen Verlierer" von Enzensberger im aktuellen Print-Spiegel finde ich mehr als Lesenswert, um mal etwas positives über das Blatt beizutragen.

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Ich habe aufgehört, Merkels Kloreiniger mit Geld zu unterstützen.

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Ich habe ihn bisher sehr selten gekauft. Er liegt aber hier immer rum.

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Der Text von Enzensberger war sogar einige Tage online frei zugänglich. Mich stört jetzt, dass ich den bei uns schön verlinkt habe, er jetzt über diesen Link aber nur noch kostenpflichtig zu bekommen ist. Da fühle ich mich auch ein bisschen verarscht und der Leser, der in Erwartung den Artikel lesen zu können auf den Link klickt, bestimmt ebenso. Ich kann doch nicht zusätzlich immer noch verfolgen, welche Links ins kostenpflichtige Archiv abwandern, um dann wenigstens darauf hinzuweisen.

PS. Übrigens fand ich die These der ideologisch motivierten Kollektive radikaler Verlierer von Enzensberger nicht hinreichend gestützt.

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Das geilste:
Stefan Aust sagte zuletzt intern,eine Debatte über Qualitätsmängel beim „Spiegel“, wie zuletzt von Gesellschaftern gewünscht, sei geschäftsschädigend.
Klar, weil es noch genung deppen gibt, die an die Quali des Spiegels glauben. Ich fass es nicht.

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Dass Stefan Aust zu denen gehört, die an die heilende Kraft von Kritik glauben - nun, das wiederum glaubt niemand.

Übrigens: In der freien Wirtschaft hat ein Produktmanager, der Qualitätsmängel ostentativ ignoriert, kein langes Leben.

Over and out.

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Die Tage der Austs, Steingarts, Malzhans et al. beim SPIEGEL sind gezählt. Zu viele kritische Worte seitens der Eigentümer sind bereits gefallen. Da wird der Wechsel vorbereitet.

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Ich bin mir da nicht so sicher - schliesslich haben die ja nicht ein strenges Regoment geführt, sondern quasi die Zeitung zum Plündern für Privatinteressen mancher Mitarbeiter freigegeben. Insofern scheint es unklar, ob da irklich der Wille da ist, sich statt billiger Meinungsmache wieder echte Arbeit anzutun. Es ist ja nicht so, dass ein wenig brodersches oder malzahnsches Gesudel wirklich Stress wäre.

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Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich diesen Satz mal sagen würde, aber: Früher hätte es beim SPIEGEL überhaupt kein Gesudel gegeben!

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Stefan Aust sagte zuletzt intern,eine Debatte über Qualitätsmängel beim „Spiegel“, wie zuletzt von Gesellschaftern gewünscht, sei geschäftsschädigend

Da liegt das Problem drin: In der Gesellschafterstruktur. Mit der Mitarbeiter-KG als größtem Gesellschafter sind Reformen, grosse Änderungen oder gar Investitionen in innovative Produkte nicht zu machen, da sie um ihre Rente fürchten.

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Was ich aber nicht kapiere ist, warum es die Mitarbeiter-KG nicht schafft, dass bestimmte Themen diskutiert werden. Wenn die Mehrheit nicht beim Sp. das Sagen hat - wer dann?

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Bei der KG, sagt man, hängen dank Aust doch genug Typen rum, die auf seiner Linie sind, der Mann und seine Nepoten haben durchaus vorgesorgt durch die Auswahlpraxis der letzten Jahre.

Wenn man die Berliner Mitarbeiter des Blattes erlebt, weiss man, was los ist.

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warscheinlich müsste deine vorgeschlagende Kärcheraktion eher ein kompletter Wasseraustausch werden. Kann man den Laden ja gleich dicht machen.

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Deshalb die publizistische Offensive! Der Druck wird von außen erhöht, Aust weichgeklopft, seine Reputation demoliert ("Fisch stinkt..."), seine Autorität unterminiert. Es ist abzusehen, wie lange er sich noch halten kann.

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Man kann es ja auch kaum übersehen: Vor 2 Jahren war Spiegel Online neben heise das Medium, auf das von den Blogs am meisten verwiesen wurde. Jetzt ist es das Medium, das fast nur noch kritisiert und korrigiert wird.

Im englischen Teil wird es in Zukunft Trackbacks zu Blogeinträgen geben - im deutschen Teil sind sie aus guten Grund

ZU FEIGE

dafür.

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naja, lange genug hat's ja gedauert bis das bemerkt wurde... (Ironie. Wenn solche Kritik "nach außen" dringt heißt das ja, dass sie intern schon lange existiert, aber ebensolange auf taube Ohren geprallt sein muss, denk' ich mal)

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es gab da doch einmal 'das magazin' vom karasek. genau, der, der mal im flörsheimer wald den schreiber des widerstandsdorfs gegeben hat, in seiner wilden jugend. später hat er dann enthüllt, das buch über ein bekanntes hamburger nachrichtenmagazin wurde seinerzeit schon für so was wie ein schlüsselroman gehalten.

die frage hier und jetzt: inwieweit trifft das so zu, was karasek da so schreibt?

(wenn das nämlich in etwa so zutreffen würde, wäre es der mitarbeiter kg recht scheissegal, ob da der spargel, die bäckerblume oder einfach nur papiertüten mit werbeaufdruck herausgegeben werden, solange nur die kohle reichlich fliesst. reichlich fliessen muss sie, weil das geld schon längst ausgegeben worden ist. oder habe ich da was falsch verstanden?)

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Ich finde da machst du die Bäckerblume zu sehr nieder. Im Vergleich zum SPIEGEL hat die sich gehörig gemausert.

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Nix geht über die Bäckerblume. Und vergiss die Apothekenrundschau nicht.

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Der Spiegel galt mal als der Lesestoff des (stolzen) intellektuellen Proleten (und meinetwegen des Proletariers)
Am meisten frustriert Austs Haltung, dass die Kritik der abnehmenden Qualität nicht ihn betreffe.
Es geht hier nicht um den Einzug von bunten Photos ins Magazin (das damals ein kleines Erdbeben bedeutete) oder um zusätzlichen Sendeplatz für den Pferdesport im SpiegelTV, XXP. Es geht hier um Leser wie mich, die auf ihre montägliche Lektüre, ohne die sie jahrzehntelang meinten nie und nimmer leben zu können, plötzlich verzichten...
Die Focussierung des Spiegel - der Alptraum ist wahrgeworden...

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Man muss heute halt querbeet lesen - ein bißchen FR, ein bißchen SZ, ein bißchen Le Monde Diplomatique, ein bißchen Zeit, um das zu bekommen, was man früher mit dem Spiegel hatte.

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ja, maz, damals, in der stadtbücherei im oberen schwaben. es gab da sowas wie einen zeitschriftenlesebereich. den spiegel hatte immer jemand, das waren damals würdige ältere herren, eigentlich sonderbar, würdige ältere herren, den spiegel, das linke blatt, weil, wer den damals gelesen hat, der wird am ende dem hochwürdigen herrn pfarrer auch nicht alles geglaubt haben...
damals war ich ein junger spund, und froh, wenn es mir gelang, auch einmal zugriff zu erlangen. heute bin ich weder jung noch spund, bloß eben kein würdiger herr. na ja, wenn das alles ist. später dann lagen im aufenthaltsraum des gynasiums, das sich um meine höhere bildung bemühte, ebenfalls spiegel-exemplare aus. bloss war da nicht so die richtige leseatmosphäre wie in der stadtbücherei. aufenthaltsraum - das war eher was für die fahrschüler, wer das kennt, wird wissen, was ich meine.
nun, long time ago. aber sowas wie damals wird der spiegel nicht mehr sein und der stern schon gar nicht. schade irgendwie, andererseits auch gut so. denn man muss damals schon in ziemlichem mief gelebt haben, um die genanten blätter als frischluft zu empfinden.

querbeet lesen, so soll das eigentlich auch sein.
@che 2001: hundert punkte.

sollte eigentlich jeder haben, ein cafe, mit den gängigen, von che2001 genannten printmedien - ach was, printmedien, ein anständiges kaffeehaus hat zeitungen und zeitschriften!

aber wer hat das schon. und seit ich mir eine tastatur versaut habe, trinke ich am rechner keinen kaffee mehr.

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