: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 10. Mai 2006

Wenn es langweilt

müsst Ihr es nur sagen. Ich werde es dann lesen und mir sagen, kann Dir doch scheissegal sein, was die sagen über die Abendstimmung vor der Dachterasse.



Und weitermachen. Zumindest morgen. Noch. Dann nicht mehr. Für ein paar Tage.

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Dorin Popa, der Trackbackschleimer aus dem Hause Burda

wurde gerade nachhaltig bei der Blogbar vor die Tür gesetzt, nachdem er meinte, mit einem DreckTrackback Awareness für ein kommerzielles Freundin-Blog ergattern zu müssen. Dorin Popa klingt ja ohnehin wie einer der Kunstnamen, die uns dort dauernd günstiges Viagra offerieren. Vielleicht wird das auch mal ein gutes Zusatzgeschäft für absaufende Medienkonzerne.

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Wissensmanagement

Internet in Italien als Tourist, im Bereich zwischen Sterzinger Apfelstrudel und Lumachelle all’urbinate, und zwar abseits der ganz grossen Zentren, nur kurz in Verona, Mantua etc.. Ich habe ein Notebook (IBM T20 mit XP) dabei, ein Modem, Netzwerk und WLAN an Bord. Ich will auch Bilder hochladen. Mein Telefonino ist dafür zu alt und geht sowieso nicht.

Gibt es kostenlose Hotspots in ausreichender Menge? Gibt es Internetcafes? Lohnt sich die Anschaffung eines UMTS-Handies als Dauerverbindung? Ich war zu lange schon nicht mehr dort, ich kenne den aktuellen Stand der Dinge nicht.

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Dienstag, 9. Mai 2006

Hardcore Ecclesiastica

Nackte und Leichen



Die Tittenmaus



Die Ketten im dunklen Raum



Der Masturbator mit dem grossen Ding



Sie will das Blut



Kann mir mal jemand erklären, wieso sich die Kirche bei diesem hauseigenen Bildprogramm eigentlich über Kindereien wie Popetown aufregt?

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Moderne Zeiten

Manchmal muss ich laut auflachen, wenn ich hier in der Provinz den Briefkasten aufmache und sowas finde. Nein, das ist wirklich zu komisch. Was haben die nur für ein Menschenbild.



Vielleicht sind sie tot, und wissen es noch nicht. Oder ich bin schon ein Web2.0-Zombie, und habe es nicht begriffen.

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Killer on the Blogsite

Hey, wie es ausschaut, habe ich mit einigen anderen Archiv-Blog.de, das neueste Klauprojekt aus dem Umkreis des Blogspammers Thomas Promny mit dieser Rechnungsdrohung umgebracht. Kurz nachdem sie mir die Löschung bestätigt haben, ist das Projekt vom Netz verschwunden und durch die neue Suchmaschine oodu.de (dooler Name) ersetzt worden.

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Montag, 8. Mai 2006

Verschwendet

weil sie es nicht sehen, sie schauen auf den Boden, als sie zu ihren Wägen hetzen, um heimzukommen zur Glotze und zur hirnfreien Abendgestaltung, oder zum nächsten hardcore Learning für die nächste Prüfung. Nach 20 Minuten ist das Spektakel sowieso vorbei, vom gleissenden Gelb im Westen bis zum tiefen Blau der frühen Nacht im Osten, und das Photo ist ein Dreck gegen die Realität.



Die Sonne scheint nicht für alle, nicht für die Dummen, Gemeinen, Verbohrten und Abgelenkten gleichzeitig, sie scheint nur für die happy few, und erlöst sie kurz von der Niederung, der Schlechtigkeit und der Banalität des Daseins. In hundert Jahren sind wir alle tot, die Festplatte dieses Blogs ist längst zerfallen, nichts wird bleiben, und andere werden es nicht sehen, nicht hier und nicht draussen, sondern sich anderweitig unterhalten, es wird neue Lösungen, Ideen und Trends geben, die das besser können als alles, was wir heute kennen.

Verfickt, geht raus, haut ab, ich will die nächsten Monaten bei schönem Wetter hier keinen von Euch bei was anderem als Vermeidungssurfen sehen.

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Aussicht auf die Ponte Vecchio

Als ich die ersten alleinigen Skiurlaube, nun nicht mehr in der piekfeinen Schweiz oder dem ordentlichen Sütirol, sondern im rabaukenverträglichen Österreich absolviert hatte, mir oder anderen daselbst keine Knochen gebrochen hatte und immer noch keinen Alkohol trank oder rauchte, da wurde es Frühling, und mein Vater meinte, es sei an der Zeit, dass ich jetzt selber mal auf eigene Faust Urlaub machen sollte. Ohne sie und den Wagen. Ganz allein. Hatte er auch gemacht. Er drückte mir einen Rucksack in die Hand, einen Packen American Express Reiseschecks, ein paar Bündel Lirescheine in einem langen, rechteckigen Couvert von der Sparkasse und meinte, ich wisse ja, wo der Bahnhof und Florenz sei, seinen Orientierungssinn hatte ich geerbt, wie man Moped fuhr, wusste ich, ansonsten immer nur Ilford-Filme nehmen, und 50mm-Objektive reichen aus, wenn man gut ist.



Es war richtig, nur mit Ilford zu photographieren. Man sieht nicht, dass das Lacoste-Hemd auf dem Bild knallgrün ist. So war das aber damals, in den mittleren 80ern, als die beiden Kameras, eine Kleinbild und eine Mittelformat noch rein mechanische, silberne und klobige Wertgegenstände waren, die Züge wie in den frühen Filmen Fellinis aussahen und man extra Münzen kaufen musste, um nach Hause zu telefonieren. Was ich übrigens erst tat, als ich schon wieder in München war. Postkarten habe ich auch keine geschrieben, damals. Aber viele Bilder gemacht, 7 Filme in zwei Wochen, ein photographisches Tagebuch einer Zeit zwischen Traum und Erfüllung.

In nächster Zeit werde ich wieder aufbrechen, so wie damals, ich werde aufstehen, sagen, dass es der Tag und die Stunde ist, und dann bin ich weg. Die Barchetta wird das Moped ersetzen, ich werde eine Digicam dabeihaben und ein Notebook, um hier ein wenig Notdienst zu machen. Wann genau, keine Ahnung, die Leserschaft wird es schon merken. Vielleicht kaufe ich mir sogar wieder ein Lacoste-Hemd. In einem dezenteren Grün, diesmal.

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Hat da jemand OINK gesagt?

Eine komische, unvollendete Oper in Don Alphonsos Festspielhaus

Ouvertüre: Don "Der Schweiger" Alphonso v. Kleinbloghausen verkneift sich bislang jeden Kommentar zu Burdas Blognetzwerk bei der Freundin. Dann endlich, weil er schon namentlich erwähnt wird, gibt er dazu einen Kommentar bei Cavaliere Thomas Knüwer ab, Rezitativ: Die Blogs sind schlecht und werden bald sterben. Prompt geht ihn einer von den gedungenen Burda-Bloggern mit dem Katzbalger von der Seite an, sie singen über gekreuzte Klingen das kleine Beleidungsduett "Bei Villon im Puff, da hab ich Dich gesehen".

1. Akt, 1. Szene: Don entdeckt, dass bei den Burdablogs Bilder aus einer kostenlosen Quelle verwendet werden. Das überrascht erst mal, schliesslich weiss er, dass Burda mit viel Aufwand expandiert. Und dann ist kein Geld für Bilder da? Naja, er schreibt das mal im Burdabuffo Bariton:
"Oh weiser Hubert, der Du den Mammon tust besitzen,
müssen Deine Büttel Bilder andernorts stiebitzen?"
2. Szene: Ein Burdablogger Dorin Popa läuft auf und singt die Arie:
"Drum preiset alle unser Herrns Geschick
Entsagung gibt nen geilen Kick"
in der er den jugendlichen Bloggerwiesenhopser gibt, der alles nur aus Lust an der Froihoihoide tut. Don Alphonso kehrt auf die Bühne zurück und bringt presto:
"Die lauter Absicht, Freund, die tu ich Dir nicht glahauben
im Gegenteil, mir deucht, bei Nestlé ihr wollt sahaugen".
3. Szene: Die Grosse Rechtfertigungsarie des Dorin Popa:
"Nur der Blogkunst weiht ich mein Leben,
uns tut gar niemand einen Euro geben
einen Etat, den will hier keiner haben,
an unserm freien Tun soll sich der Burda laben"
wird gegen Ende begleitet vom kritischen Kommentarchor
"Ach wie faul tut dieses riechen
dieses freiwillige Kriechen..."

2. Akt, 1. Szene: Auftritt des Bravo Roberto Basicio aus Franco Forto, der den Dorin Popa im Versteckt belauscht hat. Er singt die Dolchstossarie:
"Ohne Geld, da würde ich nie stechen
willste Mord, musste mir blechen
auch das Bloggen sollste zahlen
sonst geb ick Dir dit letzte Amen!"
Was sein gemischter Räuberchor bejubelt und sich wundert, warum bei der holden Freundin dieser Ausgezehr üblich zu sein scheint.
2. Szene: Don Alphonso in der Lanu Palast. Nach kurzem Rezitativ "Oh Holde gib mir 120 Punkte" trägt er die Arbeitsrechtlerarie vor:
"Bei Burda herrschen raue Sitten
und Ausgezehr an Freundin Titten
der Geldes Milch die mag nicht fliessen
des Schreibers Konto bleibt im Miesen"
worauf Lanu ihm die 120 Punkte überreicht.
3. Szene: Don Alphonso betritt seinen Blogstadtpalast, erfreut sich an den Punkten und singt Richtung Publikum:
"Ach es ist der Schweine Quieken
das diesen Tags mein Herz erfreut
mag kommentierend einer pieken?
Da unten ist viel Platz bereit.
Ist die Oper doch nicht vollendet
Szenen, Akte, Stretten fehlen
von der hohen Koloratur geblendet
will ich glücklich sein. Verhehlen
will ich deshalb nicht das Begehr:
Bringet Eure scharfen Saufedern her.
Gebt ihnen dicke und nicht zu knapp
denen machen wir Haxn - zack zack zack!

3. Akt: Ihr seid dran.

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Sonntag, 7. Mai 2006

BWV 140, später









Für I.G.

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Neue Freundinnen und alte Bekannte

Mit angehenden Freundinbloggern kann man sich hier direkt auseinandersetzen, denn noch sind sie nicht tits up gegangen und verteidigen das, was sie machen, auch wenn es eine billige Nummer* ist. Daselbst auch Neues von Jung von Matt, den Klowandverfolgten der Weisspulverbranche.

*Update: Siehe auch die Kommentare, wo sich gerade jemand um Kopf und Kragen kommuniziert. Da schläft Herrn Burdas Blogkrisentaskforce, mag mir scheinen.

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Samstag, 6. Mai 2006

Der Himmel über der geistigen Wüste

oder: Moralisches, all zu Moralisches, gar Doppelmoralisches zum Tee

Man mag es kaum glauben, aber schwerer Heuschnupfen hat auch so seine Vorteile. Man kann zum Beispiel berufliche Termine, die voller Druck vor einem stehen, bequem verschieben, und sich angenehmeren Dingen widmen. So zum Beispiel diesem vorzüglichen Heuschnupfentext von Madame Modeste. Es ist das Allergiker-Äquivalent des hochgeehrten Messer Boccaccios Einleitung zum Decamerone, der darin die Pest behandelt, nur um dann 7 anmutige Frauen und 3 aparte Herren zum 10 mal 10 plus 1 geheimene Geschichten erzählen zu lassen. Würde Madame Modeste in 11 Tagen nun auch 101 Novellen, oder von mir aus, widerwillig, auch nur ein Heptameron folgen lassen, wäre die Frage der Sommerlektüre, die ja nie eine leichte ist, geklärt.

Es steht aber zu befürchten, dass es so viele Geschichten nicht werden. Da ist es schön, in den Blogs ausweichen zu können zu einer Dame, die auf englisch schreibt und den grandiosen Begriff "low fuckability ratio" für eine mir bekannte Bar in meinen Wortschatz gebracht hat. Ich werde mich hüten, diese Geschichte zu verlinken; manch Pflänzchen soll im Verdorb äh Verborgenen seine zarten Blüten treiben, aber es gibt sie, die edlen Damen, die einen mit dem tristen Dasein fern der Zivilisation versöhnen.

Entfliehen wäre leicht, mit einem Cabrio ohne Heuschnupfen, ab nach Italien, es sind von hier aus gerade mal 258 Kilometer, halb so weit wie nach Berlin, und endlich mal ein Reiseblog führen, das den Namen verdient - auf Stendhals, Heines und Eichendorffs Spuren. Statt dessen eben der Katzenjammer, das weinerliche Selbstmitleid, die Schandtaten, die man sich nur in diesem Dämmerzustand zwischen Leben und Siechtum leisten kann: Ein ganzes Glas Schwarzkirschenmarmelade zum Tee löffeln. Pur. In 20 Minuten. Geht schnell. Oder daran zu denken, dass beim offenen Fahren auch andere Gefahren lauern, die hier beschrieben sind. Und sich dann aus der Matratzrngruft wühlen, zum Hutmacher der Familie seit 5 Generationen gehen, in diesen wunderbaren Laden mit dem Flair der 20er Jahre, und sich eine Cabriomütze aus braunem Cordsamt kaufen. Für die Italienreise.



Bäh, wird die Leserschaft sagen, dieses Ekelpaket wollte ich soeben noch bemitleiden, und dann sowas, Marmelade silberlöffeln und dem Land, wo vielen Hartz IV blüht, mit einem spritsaufenden Monster entgehen. Noch was? Eine vielgeschmähte Elitesse auf dem Beifahrersitz? Papas unlimitierte Scheckkarte? Und die Ausrede, dringend in die Berge zu müssen, 2000 Meter hoch hinauf, wo es keine Pollen mehr gibt? Ihr seid herzlos. Aber, das muss ich Euch lassen: Ihr habt gute Ideen! Einmal dem - wirklich sagenhaften - Himmel über dieser geistigen Wüste hier entgehen, das wär´s.



Das Dunkle da auf dem Bild, was so aussieht wie die Chartkurve eines Startups, in das brunzblöde Neoconnards ihre paar erbärmlichen Kröten versenken, ist übrigens der Stadtpalast. Genauer, ein oberer Teil davon und das Dach, die unteren Stockwerke und das Hinterhaus kann man mit einem normalen Objektiv eigentlich nur aus der Luft knipsen. Das da rechts oben, das Geländer vor dem letzten Absturz, ist die Dachterasse, von der die Bilder normalerweise kommen. Wenn ich das mal so sagen darf. So vertraulich. Eigentlich wurden wir uns ja nicht vorgestellt. Wir schieben es einfach mal auf die Überdosis Antiallergikum. Und die Sauerkirschmarmelade, von der der Hersteller behauptet, es wäre Konfitüre. Depp in meine Augn. Und nun zurück zur Matratzengruft.

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Real Life 04.05.06 - Die NichthartzIVReise, Teil II

Da steht dieser Crossfire, breit, schwarz, niedrig, energiegeladen, und kommt nicht weiter. Das hat man davon, wenn die Karre niedriger als ein mittleres Kind ist, im Gedränge geht sie unter. Und die Stelle am Ausgang des Wochenmarktes ist sehr eng, da herrscht viel Gedränge. Endlich hat eine Mama ihren Kinderwagen beiseite geschoben, da beugt sich das nächste Muttervieh zur Seite, packt ihr Balg, schiebt es vor die Karre mitsamt dem darin kochenden Jungdynamiker, zeigt darauf und sagt; Schau, was für ein tolles Auto. Oh ja, sagt das Balg, geht hin und tatscht drauf rum. Drinnen platzt einer vor Wut.

So wie vorgestern Abend, als du endlich, nach langer Schleichfahrt, in München angekommen bist. Kurz vor dem Tagungsort ist dieser dunkelgrüne Jaguar an dir und deiner Begleiterin vorbeigeprescht, um dann vor der Tiefgarage des Hotels eine Vollbremsung hinzulegen. In der Einfahrt steht ein Mercedes Cabrio, und an dessen Lenkrad klammert sich eine recht auffällige Frau orientalischer Herkunft, die offensichtlich mit den Rasern auf dieser Strecke überfordert ist. Sie schaut sich immer wieder um, fährt etwas an, bremst, rollt zurück, schaut wieder, und als der Jaguarfahrer dann auch noch hupt und nebenbei ein paar japanische Touristen erschreckt, verliert sie endgültig die Nerven, schreit etwas, das wenig fein klingt, und gibt bei nächster Gegelegenheit richtig Gas, eine Kalligraphie in schwarzem Gummi auf dem Aspahlt hinterlassend. Der Jaguar nimmt einem Radler die Vorfahrt, und donnert in das schwarze Loch der Einfahrt. Sind die hier immer so drauf, fragt Iris, und du sagst: Immer. Willst du wirklich da rein, oder sollen wir nicht doch lieber raus nach Starnberg und Essen gehen?

Ein Portier nimmt euch die Entscheidung ab und sagt, wo die verbeulte Karre hin soll. Du parkst zwischen einem Audi A8 und einem wenig dezenten Ferrari ein, und noch bevor du Iris sagen konntest, beim Aussteigen vorsichtig zu sein, die Tür schwingt leicht auf, klackt die schartige Kante des Fiatbleches an das polierte Pininfarina-Rot irgendeines durchlöcherten Prollspoilers, derer der Ferrari viele besitzt. Dieses eine Mal gewint der Barchetta-Hersteller Maggiora - mutmasslich - vollplastisch gegen die verhasste Konkurrenz. Du lässt also die Handbremse los, der Wagen rollt etwas zurück, so dass die kleine Verformung nicht an der Stelle ist, wo die Tür aufgeht. Iris nimmt es locker und bemerkt, dass die mit ihren Eltern befreundeten Ferrarihändler sowieso eigentlich davon abraten, sowas zu kaufen.

Auf dem Weg zum Aufzug kommt der Jaguar von vorhin wieder vorbei, schneidet euch und fährt in eine Parklücke. Du drehst dich nicht um, hast du einen gesehen kennst du alle. Hinten klappt die Tür, kurze schnelle Schritte, die Wichtigkeit vortäuschen. Dabei seid ihr erst 40 Minuten zu spät, allenfalls die Key Notes und die Schleimerei für die zahlenden Machthaber habt ihr verpasst, das Buffet macht erst in einer halben Stunde auf, frühestens. Ihr tretet in den Aufzug, aber der Liftboy wartet noch, und dann hetzt, die Einladungskarte schwingend, auch noch der Herr der Hupe in die mit sanftem easy listening akustisch ausgeschlagene Marmorspiegelkabine.

Er ist gnomenhaft klein, wegen seiner - hierzulande nicht atypisch - kurzen Stummelbeine, das dunkelblaue Hemd ist einen Knopf zu weit offen, das Goldketterl hat er vielleicht zu Hause gelassen, und zum Friseur hat er es auch nicht mehr geschafft. Der hätte ihm beim Rasieren auch den Hals durchschneiden können, um ihm den Auftritt im senfgasgrünen Pepitasakko zu ersparen, das nicht in der Lage ist, den Spitzbauch ganz zu umschliessen. Nichts an ihm lässt aber auf die fraglos angebrachte Erkenntnis schliessen, dass er seine besten Tage längst hinter sich hat. Mit einem Schnauferer greift er nach hinten an die schwarze Hose und zieht sie hoch, so dass sie logischerweise vorne nach unten sinkt und Teile des wenig sorgsam hineingestckten Hemdes zum Vorschein bringt. Er schiebt vorne die Hemdschösse wieder rein, zerknittert bei der Aktion die Einladung, starrt euch dann an, entdeckt eure Einladung und sagt: Ah, se san a aufm Weg zua Supawichtig Late evenenig Lounge des Digital Brunzbiesl Summits?, steckt zu dir seine Pranke, die gerade aus der Zwischenhölle von Hose und Wanst kommt, überlegt es sich unter Zuhilfenahme seiner Restkinderstube - oder vielleicht des Benimmseminars? - nochmal anders und leitet sie in Richtung Iris um, die dieselbige vorsichtig wie eine scharfe Handgranate mit den Fingerspitzen berührt - aber erst, als die Hand schon fast zum Tittengrapschen übergeht.

Es wird nicht besser, Freunde. Teil drei kommt morgen.

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Freitag, 5. Mai 2006

Verkettung unglücklicher Umstände

Zu spät daheim, zu lange draussen geredet, Hustenanfall, keine Tablette, Asthma, Tablette zu spät, wach bis um 7, schlecht geschlafen, Migräne, weiter Husten, Kopf im liquiden Zustand, Fahrt nach Nürnberg und Auftritt abgesagt, hier geblieben, Tag verpennt, dann am Abend kurz raus und unter diesem Himmel,



darunter im Hof qualmt & stinkt es erbärmlich, weil die Elitessen den Beweis antreten, dass sie zur besten Hausfrauenmusik der 80er, 90er und den Pesten von heute noch nicht mal grillen können. So wird das nix mit dem Hausfrau und Mutter werden nach dem vergeblichen Versuch, beim Middle Management unterzukommen. Üben. Aber bitte woanders.

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Der Teufel ist ein Eichhörnchen

Im Leben eines notorischen Teetrinkers gibt es eine Reihe von Gefahrenquellen, die auszuschliessen sind:

- Kein Tee im Haus (hier sind mindestens vier Sorten)

- Die Teekanne zerbricht (Ich habe zwar zwei Teekannen aus Porzellan, verwende sie aber nicht. Statt dessen habe ich 7 Silberkannen, jeweils eine für die 3 selten getrunkenen Sorten, eine für Pfefferminztee sowie 3 in verschiedenen Grössen für den Standardtee)



- Die Tasse zerbricht (ist in den letzten Jahren nicht passiert, würde jetzt aber bei 2 Services a 12 und 1 a 8 und 1 a 6 Personen nicht den Nachschub stoppen)

- Der Wasserkocher geht kaputt (Hat er gerade getan, als das Wasser ungefähr 80 Grad warm war. Dabei habe ich enorme Kopfschmerzen, Nachwirkungen von gestern Abend. Und natürlich keinen Wassertopf. Der Tee ist gerade eben geniessbar.)

Der Teufel, wie gesagt, ist ein Eichhörnchen.

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Goya II

Schon als ich die Werbung für "Belle et Fou" sah und erfuhr, dass es kein - in Berlin immer gehendes - Grossbordell mit schlauem Marketing war, wusste ich, die sind auf Goyas Spuren. Sie haben auch überzogene Preise, für die 69 Euro Eintritt bekommt man in Berlin andernorts horizontalen Stundensevice, sie haben eine Seite mit Flash-Intro, und sie haben Kronleuchter, und der Laden hat 5 Millionen gekostet. Beste Vorraussetzungen für einen armen Provinzler wie mich, der für den Stadtpalast noch 23 Kronleuchter braucht, abzüglich der Exemplare, die ich vielleicht aus dem Goya bekomme. Es kann nur ein paar Wochen dauern.

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Real Life 04.05.06 - Die NichthartzIVReise, Teil I

Sie kommt gleich, sagt er. Und mustert wenig angetan das Auto. Er weiss nicht, was er davon halten soll, vom Roadster, von dir, vom Trip nach München, der familienintern als Versuch, irgendwie eine geregelte Arbeit zu bekommen, ausgegeben wird. Es gibt durchaus Freunde in der Stadt, über die man etwas erreichen könnte, es hätte halt nichts mit dem Studium zu tun, aber halbtags irgendwas, da findet sich schon was, und vielleicht auch ein befreundeter Sohn, der ihr den Kopf wäscht und das mit der Ehe nochmal mit ihr übt. Man würde sogar jemand akzeptieren, der nicht ganz aus der Scjicht kommt und noch kein Abo beim Konzertverein hat. Trotz deiner idealen Vorraussetzungen auf dem Papier kommst du auf diesem Heilsplan nur als das nacheheliche gschlamperte Verhältnis vor, das einzuladen man, ups, wie könnte das passieren, das tut uns so leid, vergessen hat.

Umgekehrt weisst du zu viel über ihn und die Familie. Dunkelvioletter Lacoste-Pulli beim Rosenschneiden an der Einfahrt für S-Klasse und Shopping-SUV, das geht gar nicht. genauso wie Gespräche zwischen jemanden, der 18 Jahre woanders war und einem, der hier in einem Haus und in einer Firma mit einer Frau Karriere gemacht hat. Die Welt ist was für Vertriebler, drei Wohnsitze statt der sicheren Nachfolge im provinzfamiliären Clan ist was für Zigeuner oder Playboys, bekanntermassen eine in mal in Lissabon, dann wieder Berkeley und gerade in Südspanien lebende Freundin haben und trotzdem mit seiner Tochter nach München fahren ist unsittlich, mindestens, und dann auch noch in diesem verbeulten Roadster, aber sie ist auch über 30, da kann man ihr nicht mehr einreden.

Du plauderst mit ihm über den Garten, an dem drei Generationen gelangweilter Ehefrauen ihren Frust abgearbeitet haben und betonst, dass diese Pracht nur durch Alter und Kontinuität zu erreichen ist, nichts kann das ersetzen, so wie bei den K.s, die ihrem Sohn bei deinen Eltern um die Ecke zwar 1300 m² gekauft und eine Villa hingeklotzt haben, aber trotz aller Bemühungen eines Landschaftsarchitekten sieht es einfach, eana deaf Is sogn, wirst du vertraulich, so gschissn aus wia da neie Rodhausplods. Die Abendsonne scheint, eine Amsel zerrt einen Wurm aus dem schwarzen Boden der Tiefebene, das Leben ist schön, und die Treppe herunter, eine viertel Stunde zu spät, kommt Iris, in leicht, hell, durchscheinend und frühlingshaft. Das letzte Angebot, doch den schwarzen 500er zu nehmen, lehnst Du charmant ab, und dann geht es los.

Fahr nicht so schnell, jammert Iris, als es sie schon bei Tempo 90 durchbläst. Ach komm, beruhigst du sie, das passt so, du wirkst dann nicht so streng, eher so, als hättest du gerade Sex gehabt, sowas kommt da an, glaub mir. Don, verweist sie dich, ich will aber nicht wirken wie deine alten PR-Huren. Was weisst du schon über meine - setzt du an, aber da fällt dir ein, dass sie tatsächlich was darüber weiss, viel sogar, du und deine grosse 2001er Munich Area Klappe, also hältst du den Mund, gehst runter auf 75 und lässt dich von Familienvätern überholen, deren grösster Traum, nach ihrem verkniffenem Gesichtsausdruck zu schliessen, das Vorbeirasen an einem Roadster in ihrem weissen Opel Kombi war. Vor euch, in der Hochebene, liegt München, ein Abend und eine immer noch andauernde Geschichte mit einem senfgasgrün gekleideten Jaguarfahrer und seiner bekreuzten Gattin sowie viele andere Gestalten, deren Freakshow vorzuführen du irgendwann nicht umhin können wirst, im bald folgenden zweiten Teil.

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Donnerstag, 4. Mai 2006

Die Schlange legt zu Ehren der Schafe den Wolfspelz an

Heute Abend, Munich Area Auftrieb. Irgendein koksbedröhnter Faltenhaufen hat vergessen, mich aus dem richtigen Verteiler zu streichen. Ich muss sowieso hoch, danach drei Städte in drei Tagen, warum also nicht ein wenig Amüsement wie in den alten Tagen. Das Ministerium zahlt, Iris und die Rolex brauchen mal wieder etwas anderes als immer nur die Kleinstadt, es ist ein billiges Vergnügen, die paar Euro Selbstbeteiligung sind den Spass allemal wert, bevor es danach in die andere Richtung, zu den Tischen der ganz anderen geht. Eine Laudatio noch schreiben, hoffen, dass die Bleibe in der Munich Area später dann vorzeigbar ist, es wäre zwar auch ein Hotelzimmer mit inbegriffen, momentan steht sowieso alles leer und der Laden tritt als Premium Partner auf, aber man muss ja nicht alles mitnehmen, das überlässt man den armen Kollegen von der Hurenpresse, beim schönen, schnellen Leben mit den Stakeholdern des Success und der Future und des Dresscodes.



A hell of fun, you know I love you, Darling, an solchen Abenden, wenn draussen vor der Fensterfront die Sonne untergeht, da könnten wir uns mal chinchen, aber ja doch, noch einen Prosecco my Dear? Man könnte so viel tun an diesen Abenden, wo keiner den anderen kennt und trotzdem jeder networken muss, ran an die Schweine da drüben zum letzten Businessgefecht, schliesslich kommt man genau dafür her, nicht nur wegen der Eitelkeit und dem Zwang, das Dazugehören durch einen Auftritt zu manifestieren. Man muss Kontakte machen, wichtige Kontakte, den richtigen Mix finden aus Jung und Alt, Dynamisch und Besonnen, solider Basis und emerging market, eine Abmahndrecksau sollte dabei sein, ein Fondsjongleur, einer, der einen in der Topebene bei der Bank kennt und auch irgendwas Fickbares in Veilchenblau und dürren Füssen unter dem Rock, wenn´s sein muss auch mit dranhängender PR-Freundin in Medievil und Bestetagesindvorbei. Es ist alles so einfach, immer das gleiche, das einzige Problem ist die Farbe der Krawatte und der Knoten. Windsor, I suppose.

Und das Briefen der Begleiterin. Wir wollen ja nur spielen. Und wenn ich sage, dass ich gerade in der Vermögensverwaltung tätig bin, ist das noch nicht mal gelogen. Ach, werden sie sagen, wie kommt man denn vom Journalismus da hin? Tja, werde ich sie anstrahlen, das ist das Vorrecht der Geburt. Sie werden nicken, die dreisten Säue mit ihren weniger guten Lügen, bei dieser Behauptung, und ich werde hoffen, dass meine Finger wirklich frei von allen Acrylresten sind, die verraten könnten, in welchem abgeschliffenen Stadium sich die Verwaltung des Stadtpalastes gerade befindet. So ist es, das pralle Leben, die prallen Menschen, meine pralle italienische Haut mit ihren zwei Reihen und irgendwann, vielleicht, wird jemand kommen und das alles wegputzen, den stinkenden Morast, langsam wird´s echt Zeit, zu viele Häute, zu viel Gerberei und Pisse für alle die Wolfspelze, massgeschneidert für all die Idioten, die miesen Cretins mit der nuschligen Prollaussprache zwischen Hohenpeissenberg und Wolnzach, diese sogenannte Gesellschaft derer, die als einzige Leistung vorweisen könenn, dass sie auf der richtigen Liste sind.

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Ich will gar nicht erst anfangen,

in diesem Fall meine Befriedungung zu verheimlichen. Geschieht ihnen Recht, so schmählich aus der Blogosphäre zu schimmeln.

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Donnerstag, 4. Mai 2006

Real Life 03.05.2006/2001 - Die andere Seite

der Strasse ist gesäumt mit den ehemaligen Häusern der Professoren. Die Gebäude stammen aus dem späten Mittelalter, die barocken Giebel hat man erst später aufgesetzt. In den letzten Jahren wurde das Wohnen in der Altstadt modern; wer hier einziehen will, braucht viel Geld. Manche Studenten-WGs nehmen in dieser Ecke, kurz vor den hoch aufragenden Palästen der Kapuziner, der Franziskanerinnen und der Gesellschaft Jesu 180 Euro für ein 10 m²-Zimmer.



Das Kopfsteinpflaster leuchtet in der späten Sonne golden, als du zum Bäcker gehst. Am Eck, beim Tor, vor der Kneipe auf silbigren Aluminiumstühlen sitzt eine Gruppe von Beratern und assessmentgecenternden Nachwüchsern, eindeutig, die Hunde des Wirtschaftskrieges, diese Mormonenanzüge, die immer gleichen Haarschnitte, die dezenten Krawatten, die Haltung, fast alles Jungs, nur eine Frau ist dabei und auch die übersieht man leicht, weil sie der gleiche Typ ist. Du weisst nicht, warum die her schauen, du siehst sie nur aus den Augenwinkeln an, vielleicht ahnen sie, dass du trotz der weissen Hose, dem weichen, hellbraunen Sakko mit den Lederknöpfen, den altmodischen Budapestern und dem offenen, einfachen Hemd nicht immer so gewesen bist, vielleicht erfühlen sie deine schlammgrüne Anwesenheit wie du sie, du könntest sogar darauf wetten, dass es keine McKs sind, dafür sind sie zu auffällig, BCGs schon eher oder E&Y, da rennen sie so rum, Post Thermonuclear New Economy Meltdown Outfit, die McKs sind immer schwarz geblieben wie sie waren, aber die anderen verstrahlten Jungs, die hingen 2003ff. anzugtechnisch in den Modeseilen. Könnte auch sein, dass es welche aus der Munich Area sind, du schaust etwas genauer hin, aber du kennst keinen von denen, und die meisten sind ohnehin aufgebohrte Studis in den letzten Unitagen. Sofort kommt alles wieder hoch, die Luft schmeckt so wie vor fünf Jahren, als im Sommer alles schwarz wurde, so lang ist das schon her, also rein zum Bäcker, verdrängen, an die Semmeln denken und den Apfelkuchen, raus, nicht rüberschauen, oder doch, sie schauen schon wieder her. Vielleicht hätten sie etwas weiter hinterherschauen sollen, um die Ecke, denn da, wo ein paar typische Münchner Dienstwägen der gehobenen Klasse im Parkverbot stehen, wurde gerade aufgeschrieben.



C. hat in diesem Sommer vor 5 Jahren mal erzählt, wie sie eine Aufschreiberin angefahren hat. Ganz leicht nur. Blauer Fleck, mehr nicht. Hinter dem ersten Büros gab es keine richtigen Parkplätze, also haben sie sie täglich aufgeschrieben. Und eines Tages war der Wagen weg, abgeschleppt. Es ging C. nucht um das Geld, es ging um die Demütigung da raus zu müssen, in ihrer Freizeit, und es zu holen. Ein paar Tage später ging die altbekannte Aufschreiberin unvorsichtig an der Ecke auf die Strasse, und C. nutzte die Gelegenheit, sie mit Schwung ihrem Aussenspiegel vorzustellen. Danach ging es ihr prima. Es gibt einen gewissen Typ Mensch, der einfach nicht damit fertig wird, dass er sich unterordnen muss, wenn er wenige Stunden davor ein paar Dutzend High Potentials restrukturiert hat. C. war so ein Fall. Wenn etwas nicht möglich war und mit ihrem Willen kollidierte, musste es eben möglich gemacht werden. Letztendlich hat sie auch die kognitive Dissonanz umgebracht, die Mischintoxination war nur das Mittel zum Zweck. Im verfluchten Sommer des Jahres 2001.



In dem du fast nie den Sonnenuntergang gesehen hast. In dem die Tasks die Kontrolle übernahmen, in dem du dachtest, ihr könntet so punktgenau den Flug beenden, so sauber runterkommen wie die Taube auf dem Kamin, zum turteln. Die anderen haben eine Punktlandung hingelegt, senkrecht in den Boden rein. Du bist ausgestiegen. Das Beste, was man tun kann, solange man einen Fallschirm hat. Und den einzigen lichten Moment nach Monaten der Finsternis, in dem man begreift.

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10 Monate zur Bewährung und 30.000 Euro

für einen gewissen Herrn Hunzinger, wenn es dabei bleibt. Flowtex, wenn einem das noch was sagt. Und Liberale, die zeigen, was das Wort bedeutet.

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Yahoo boykottieren

Wer ist eigentlich so verrückt, diesem Kollaborateurkonzern via Flickr und Yahoo Mail seine persönlichen Dinge anzuvertrauen? Wie kann man diese

BÜTTEL DER CHINESISCHEN MÖRDER

unterstützen? Die lustige Welt von Yahoo wird erkauft durch die Ausforschung und Überwachung von Menschen, die sich gegen eine Diktatur wehren, die Opfer von Yahoo werden die nächsten Jahrzehnte in Gefängnissen sitzen, während die Bosse des Konzerns vom integrierten Web2.0 und den tollen Onlinemärkten faseln.

Zur Hölle mit dem Laden: STIRB YAHOO!

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Globalisierung einmal anders

In den 80ern gab es selbst in der kleinen, schwarzem Provinzstadt Läden, die Kaffee aus Nicaagua anboten, in schwarzen Verpackungen mit roten Sternen drauf. Ich persönlich fände es wirklich schön, wenn ich hier in Zukunft mit bolivianischen Gas heizen und mit venezuelanischen Benzin tanken könnte. Man könnte es ja entsprechend branden: Gas Simon Bolivar zum Beispiel - die warme Flamme der Revolution. Oder Bushsucker Petrol Corp.. Mit so roten Sternen und grinsenden Indios, die einen Gringo in den Toches treten, auf den Abrechnungen. Das wäre schön. Garantiert heuschreckenfreie Energie, bei der das Geld bei denen landet, die es brauchen können.

Das wäre sicher eine gute Sache. Sogar das andere Lager sollte umdenken. Wo doch selbst der dreckigste Neoconazi und die braunste Puppe eher die katholischen Herren Morales und Chavez und ihre christliche Bevölkerung mit deren auf die USA ausgerichteten Konsum unterstützen müsste, als arabische Despoten, die nach deren Weltbild mit unserem Geld nichts anderes tun, als Autos der europäischen Kriegsgegner zu kaufen, den terroristischen Islam zu unterstützen und nach der Atombombe zu streben.

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