Brutstätte der neuen Menschen

Ein Stück Atlantikwall mit Schiessscharten (Blow away your Competition), einige Ecken und Kanten (Personality), ein Hauch Dekonstruktivismus (neue Wege gehen), und das alles in deuerhaftem Material (Nachhaltigkeit ist ein Top Issue),



fertig ist dieses Eck der Ausbildungsstätte für diejenigen, die die Zukunft gestalten werden. Nicht meine Zukunft, zum Glück. Das gehört zu den Elitessen 2. Ordnung; die der ersten Ordnung sitzen in einem ehemaligen Gebäude von christistischen Missionaren.

Dienstag, 4. Januar 2005, 20:29, von donalphons | |comment

 
Sieht tatsächlich aus wie ein Teil der Bildungs-Maginot-Linie zur Abwehr der Unitärier. Fehlen nur die Panzersperren auf dem Professoren-Parkplatz.

Sieht aber auch ein bisschen aus wie:
"Marcel (6 Jahre), hier hast du Papier & Kleber. Bau' dem Papa (Architekt, in den 70ern gross geworden) mal viele Schachteln, kleb sie irgendwie aufeinander und schneide irgendwo Löcher rein. Wenn's nicht so gerade wird, ist' egal, da müssen später nur Studenten rein".

Ich bin sicher kein Freund von Rechtswegen und DenVerklagIch-Mentalitäten, aber wann - bitte wann - wann dürfen wir endlich die Elite der Form & Gestaltung, die Götter des Raumes und der Konstruktion, die Weisen des Lichts und der Farbe, für die Sünden die sie der Ästhetik einer Stadt antun dafür verantwortlich machen?

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Die Panzersperren sind durchaus da - nur nicht auf dem Bild. Und die Stadtstiefväter waren es, die es so wollten - das ist ja das Problem im viel zu reichen, geltungssüchtigen Bayern.

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was ist
das denn....
Schaut ja eher aus wie gewollt aber net gekonnt oder wird da noch gebaut??

Die "Farbe" erinnert mich so nen bischen an das sich hier in ffm befindliche zentral gebäude der bahn im gallus... allerfeinstes beton grau... welch anblick

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Eine kleine Lektüre-Empfehlung...
Tom Wolfe, "From Bauhaus to our house". Wenn ich solche Pseudoarchitektur sehe, dann muß ich an nach Windeln stinkende Architektenhaushalte denken, weil der Barcelona-Stuhl wichtiger ist als der Windel-Service. Ganz im Ernst: Selten eine solche Scheußlichkeit gesehen. Wer gibt für so etwas Geld? Ich empfehle eine standrechtliche Extraktion der Fuß- und Fingernägel!

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Wer das bezahlt? Die versammelte Lokalprominenz mit dem geld der Bürger, die das mehrheitlich modern finden.

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Prince Charles ....
... haette nicht schoener lamentieren koennen.

Ja, wie ich sehe geht es hier huebsch kleinbuergerlich zu - Architekturkritik aus der Setzkastenperspektive, das kommt ja (s.o.) in den besten Familien vor.

Interessant ist doch auch was neben dem Gebunkere steht - hat hier einer einen Blick fuer stadtplanerische Aspekte oder ist es wieder ein neurotischer Solitaer der den Horizont mit ~ rechten Winkeln fuellt.

... mein Lieblingsbunker steht am Point de Grave an der Goirondemuendung (dicht bei Soulac/ Le Verdon) und haengt ungefaehr genauso schief in den Duenen wie "das da" oben ...

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Nun, auch unsererins hat ein recht auf seine Meinung. Nebenan gibt es dann durchaus echte Festungsanlagen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

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