Das Schöne und das Unerquickliche

Ich versuche, das Leben ins Netz zu bringen. Ich denke, mit jeder schönen Information wird das Netz ein klein wenig besser, und ich mag es, Menschen zu erfreuen, und sei es nur für ein paar Minuten beim Anschauen der Bilder. Es gibt so viel Unerfreuliches... wenn ich schon das Schöne zeigen kann, dann will ich es auch tun. Und deshalb liebe ich Blogs.

Allgemein bekannt dürfte auch sein, dass ich Twitter nicht leiden kann. Twitter ist nur schnell hinschmieren, Dauerkommunikation, kein Nachdenken und obendrein der Zwang. immer laut und hörbar zu sein - zumindest betreiben das viele so. Und wenn das der zentrale Kommunikationskanal wird, wird auch das Leben etwas weniger schön. Katrin Roenicke ist vielleicht in einer besonderen Lage - im von erheblichen Streitereien geprägte n Kampfgebiet zwischen Feministinnen der 2. Generation und 3. Welle - aber ich finde, ihr Text bescheibt meine Beobachtungen ganz gut. Ich habe auch den Eindruck, dass die Onlinewelt mit Twitter ziemlich viele Hemmungen hat fallen lassen, die früher noch da waren, aber letztlich ist das nicht mein Problem: Was mir an Problemen wichtig war, hat sich so oder so gelöst. Und auch ohne mich wäre dieses besagte Buch dieser besagten Autorin mit der Fakehandtasche bei Amazon auf Platz jenseits von 19.000. Es reicht nicht zu glauben, dass sich das Schlechte immer durchsetzt: Es muss schon das richtige Schlechte sein. Und das ist es nicht.

Weiter mit Schönheit:
























Dienstag, 25. September 2012, 01:51, von donalphons | |comment

 
Tja, Twitter.
So komplett kulturpessimistisch habe ich das Thema nie gesehen. Akuter Drang, da mitzutun, kam freilich auch nie auf (auch am Zusammenklicken von irgendwelchen Bildersammlungen bin ich trotz eines gewissen Hypes in der Zwischenzeit auch nach wie vor unpinteressiert). Man ist ja schließlich kein Social-Media-Fuzzi, der verpflichtet wäre, aus Egomarketing-Gründen oder aufgrund der Abwesenheit eines nenneswerten Offline-Lebens jeden denkbaren Kanal zu bespielen. Die Begeisterung für Spielereien wie foursquare und dergleichen scheint übrigens auch nachgelassen zu haben.

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Einige interessante Anwendungen hat Twitter dann schon, so kann man z.B. schnell unter https://twitter.com/#s25 oder https://twitter.com/#25s schauen, wie viele Menschen sich heute Abend in Madrid um das Parlament versammelten.
Und da ging es mitnichten nur um das demonstrieren gegen die Sparpolitik, sondern es gab durchaus auch Rufe nach der Auflösung des Parlaments und einer neuen Verfasssung.

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ich kann den Kulturpessimusmus nicht teilen.
Das Medium ist in den wenigsten Fällen verantwortlich für die Dummheit seiner Nutzer oder für die Inhalte die diese Einstellen. kann das Buch etwas für Feuchte Gebiete oder der Film was für süsse Juden und irgendwelche Mohameds ?

Man beschwerte sich auch unlängst über die Belanglosigkeitein des Gesichtsbuches. Ein weiter Teil der Leserschaft scheint wenig vertrauen in die intelektuellen Kapazitäten seiner Freunde und Bekannten zu haben, die dann potentiell den dortigen Stream mit 4chan pix und Statusmeldungen der Verdauung füllen würden.

Gleiches gilt für twitter. Klar kann man da sackweise Grütze abladen. Wenn man den leute folgt, die der Don da aufm Kieker hat... keine Frage, abschreckende Beispiele. Das mag aber auch daran liegen, dass die das Medium schlicht falsch nutzen. Manches braucht halt nur 140 zeichen. ein kurzer hinweis, ein link, ein Veranstaltungsprotokoll, demoberichte, usw. Was da während der Kairokrise in den FAZ blogs lief wäre perfekt gewesen für eine vertwitterung. Das ganze natürlich in Kombination mit einem oder mehreren Blogs dort, wo es auch mal in die Tiefe geht.
ich beobachte diverse Journalisten, die genau dieses Doppelmodell fahren und so die Stärken des jeweiligen Mediums nutzen.

Was meiner unbescheidenen Meinung nach überhaupt nicht funktioniert ist eine Gesprächsführung via twitter. das kann aufgrund der notwendigen Verkürzung nur im Kotsturm enden. So leute muss man sich nicht geben und es ist mir auch unbegreiflich wie erwachsene Menschen immer noch dem "there's somebody wrong on the internet" syndrom erliegen können und sich an jedem twit aufhängen.

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Twitter, da passt Berkeley: Alle haben Meinungen und keiner denkt.

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Der 300er
in mint ist der erste seit Jahren, der mir gefällt... in der Farbe hat sogar die nouveau-riche-Karre was.

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sieht aus wie das Lichtgrün, das die Luftwaffe unter ihre Flieger geschmiert hat ...

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Ah,
ich wusste nicht, wie die Farbe auf der Unterseite heißt. Kannte nur die bizarre Bezeichnung "luftüberlegenheitsgrau" für die Farbe auf der Oberseite.

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Mint ist schon richtig. Zu viel. aber so zu viel, dass es gut ist.

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@ mark

um genau zu sein ...

RLM76 Lichtblau - das ist die offizielle Bezeichnung, die Mische wurde bis Kriegsende aber wohl nochmal modifiziert.

RAL 6027 lichtgrün dürfte noch die zivilfarbe sein, die am nächsten drankommt. muss man aber immer schauen ob man 1:1 oder kleiner baut. kleinere Maßstäbe verfälschen die Farbwirkung und führen tendenziell zu einer dunkleren Anmutung des ganzen. für Restaurierungen wird daher wohl die 6027 noch mit Grautönen abgedunkelt.

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Früher war nicht alles besser, aber bei den Farben der Autos war das schon so. Von den Irrtümern der 80er mal abgesehen (Baustellen-Orange und dieses an ausgekotzte Galle erinnernde Lindgelbgrün).
Heute ist alles irgendwie grau/silber, schwarz, oder hipster-latte-Macchiato-braun-metallic. Selbst ein klares Dunkelblau (NICHT metallic) kriegt man ja fast gar nicht mehr.
Dagegen die Autos meiner Kindheit: als ob die Menschen mit den Farben ihrer autos die oft trübe Luft im Ruhrgebiet durchschneiden wollten. Da konnte man auch noch einen Opel (ja,ja) in Eierlikörgelb mit Rallye-Streifen fahren und fiel nicht auf, denn der Porsche an der Ampel rechts war auch leuchtend-Orange, gelb oder hellgrün.

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Sehe ich genauso. Wer heute einen 11er in gelb, rot oder knallgrün fährt, muss schon gute Nerven haben. Wobei mich rote Autos immer an meine Jugend in den 90ern erinnern...

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Don,

könnten Sie das 3. Foto mit dem Kühlerdeckel, bitte mal in ganz groß einstellen? Vorab besten Dank.

P.S. Besagtes "Mint-grün" nennt sich Perlmutt-Grün DB 213 und wurde damals hauptsächlich von Amerikanern in den Sunny-Stats bestellt. Wenn ein 300SL heute noch so lackiert ist, spricht das für den Originalzustand, da die hiesigen Edelrestaurierer diesen Farbton bei Restaurierungen so gut wie noch nie übernommen haben.

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Perfekt.

Wobei man bei diesem Bild auch die Top-Qualität des Objektivs richtig sieht. Selbst der noch so kleinste Kratzer im Chrom ist zu erkennen.

Danke.

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Danke.

Ich weiss schon, warum ich von der Kamera vier Stück habe.

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OT:

Hier ist noch so ein dank Leica - Objektiv 24 bis 384 mm, Schärfe- und Universalwunder. Auf Testfotos, Portrait aus 1,5 Metern, erkennt man noch jede Bartstoppel im Gesicht.

http://www.digitalkamera.de/Kamera/Panasonic/Lumix_DMC-TZ22.aspx

Das Teil kommt mir die nächsten Wochen ins Haus.

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