Real Life 12.03.05 - Am Morgen darauf

So gegen drei Uhr sagten sie dann, dass sie doch schon mal darüber nachgedacht hätten, das ganze als Unternehmen zu machen. Der Erfolg ist ja da. Sie sehen, dass es klappt, besser vielleicht, als sie es sich in ihren kühnsten Träumen vorgestellt haben. Ich erzähle das, was ich an Case Studies berichten muss, um mich nicht als mieses Schwein zu fühlen, dem es scheissegal ist, was aus den anderen wird. Aber da war das Glänzen in den Augen, sie wollen es selbst erleben, denke ich, und das werden sie auch. Sehr nett. Wie so viele andere vor sieben Jahren.

Am nächsten Morgen liegen zehn Zentimeter Neuschnee, und ich fahre früh durch die Finsternis des Tages nach Berlin, wo ihre Todfeinde sitzen. Wenn sie es tun, werden die sie nicht leben lassen. Monopolisten mögen keinen freien Markt, und wenn sie eine Lücke übersehen haben, ballern sie da rein, bis nichts m,ehr lebt. So sind sie zu Monopolisten geworden. Da zu überleben, egal wie klein und schnell und anspruchslos man ist, ist nicht leicht.



Aber tun werden sie es. Was sollen sie sonst tun, wenn sie es schon so weit gebracht haben. Zumindest wird es diesmal nicht die Jagd auf der überfüllten Autobahn mit 250 mit 5 Metern Abstand zum Vordermann, die wir 1999 unter dem strahlend blauen Himmel der Munich Area veranstaltet haben, bevor die Nebelwand kam. Diesmal ist der Weg frei, der Himmel bleibt trübe, und es ist kalt und rutschig. Und Schutzengel gibt es bis heute nicht.

Samstag, 12. März 2005, 17:46, von donalphons | |comment