Donnerstag, 10. November 2011
Die Nachricht des Tages
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Altes Europa




Dass ich doch eine Nacht hier war, hat mit den spontanen Einfällen von Leuten auf der Durchreise zu tun; Innsbruck hat sich da als Treffpunkt angeboten, denn in München hatten sie keine Zeit, und nach Italien wollte ich dann auf die Schnelle doch nicht. Da waren wir dann, und als mein Husten in der kalten Luft nicht wirklich besser wurde, fragten sie, ob wir nicht besser zurück ins Hotel sollten. Und ich sollte doch nicht so nachlässig mit meiner Gesundheit sein, das könnte einen bei ihnen - in den USA - schnell ruinieren. Trotz Krankenversicherung.
Nun habe ich mit der dortigen Nichtversorgung von Kranken schon mal einschneidende Erfahrungen gemacht, und würde ich aus politischen Gründen nicht hinfahren, würde ich das Land auch wegen der Risiken in Sachen Gesundheit eher meiden. Aber dass Leute auch mit Versicherung noch mit hochansteckenden Krankheiten in die Arbeit gehen, weil sie sich sonst die Medikamente für ihre andere, chronische Krankheit nicht leisten können...
You're kidding?
No.
But you can't go to the office! Everyone else will get sick!
Well.
Auskurieren. Das muss man sich dort erst mal leisten können. Gar nicht so einfach in einem Land, in den praktisch jeder Schulden in erklecklicher Höhe hat.




Dieses alte Europa, es sieht mitunter bedrohlich aus. Es mag knirschen und bröckeln, die Währung steht nicht gut da, und es gibt genug Probleme, die schnell ausgeräumt werden müssen. Es gibt sogar Leute, die krank in die Firma rennen, nur um als hart und leistungsbereit zu gelten.
Aber bevor man daran krepiert, wird einem hier geholfen. Unsere Krise ist besser als deren Normalität. Daran sollte man immer denken, bei den guten Ratschlägen aus Amerika.
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Liebe SPD
1. Stuttgart21. Sagen wir doch, wie es ist: Das habt Ihr vergeigt, aber statt dass Ihr Euch jetzt mal neue Gedanken macht, spielt Ihr Ersatz-Mappus. Habt Ihr den Arsch offen? Nur weil die Wähler Euch als CDU-Helfer auf den zweiten Platz geknallt haben? Die hatten vollkommen recht. Ihr könnt Lasalle danken, dass sie Euch nicht geliberalt haben.
2. Steinbrück/Steinmeier und andere. Die haben das schlechteste Ergebnis seit Menschengedenken eingefahren. Haut die Leute endlich zum Teufel, und macht sie nicht zu Zukunftshoffnungen. Dass es jetzt anders als vor 2 Jahren aussieht, liegt nicht an den hauseigenen Trotteln, sondern NUR am Versagen der anderen.
3. Europa. Ihr habt noch weniger Peil von den wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen als meine Katze. Wann immer einer von Euch dazu den Mund aufmacht, konmt Blödsinn raus. Man merkt das. Alle. Jeder ausser Euch. Ihr seid so peinlich.
4. Die Piraten. Da sucht Ihr nach Möglichkeiten, denen am Zeug zu flicken. Dann sucht die Auseinandersetzung in Fragen der Politik, da machen die genug Blödsinn, aber Euch Schnüffelwichsbandenbeinhalter und Bürgerrechtsauslacher wählt keiner, wenn Ihr mal ein wenig bei denen in den Anträgen rumschnüffelt. Steckt dr Lobo bei Euch eigentlich noch in einem Loch oder hat der sich inzwischen andere warme Plätze gesucht? Pfeiffen.
5. Was sind nochmal Eure sozial demokratischen Positionen im Land der Umverteilung? Bankenverstaatlichung? Kapitalertragssteuer?
Bis zum 50. Jubiläum habt Ihr ja noch etwas Zeit, überzeugender zu werden.
Bis dann.
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 9. November 2011
Die Brillianten

Ich denke aber, es gibt so eine Art Brillianz, mit der man sich keine Freunde macht. Die Brillianz, mit der zu strahlen sich jedes sich verkannt haltende Genie aufwartet, bis es sich dann aus seinem verpfuschten Dasein befördert. Sei es, dass es sich doch mit einer gewissen Normalität anfreundet, sei es, dass es andernorts grnzliniert, seien es Akte der Selbstzerstörung. Es gibt so eine Brillianz, die mit Pragmatismus nichts anfangen kann, die führen und bestimmen möchte, aber so nicht aufgefasst wird, weil der Pragmatismus den Lebensrealitäten entspricht. Die Brillianten achten stets darauf, nicht dumm dazustehen, oder etwas nicht genau zu durchdenken. Sie wären gerne unfehlbar, stark und weise. Zu dumm, dass es keiner mitbekommt. Brillianz kann, bedaure das sagen zu müssen, mitunter auch langweilig sein. Sehr langweilig.

"Unterhaltlich" ist das Wort, das meine Grossmutter dafür verwendete, "konzilliant" könnte man auch sagen, aber das ist schon wieder so ein Brillianz-Ding. Dazu gehört dann auch eine gewisse Unverbindlichkeit in dem Sinn, die offen ist, aber nicht klammert. Einer dieser Brillianten hält sich für so gut, dass er meint, damit andere im Internet anbaggern zu können. Keine gute Idee in meinen Augen. Aber Brillianz ist halt auch nicht zu verstehen, dass die Herausstellung der eigenen Vorteile bei anderen als sexuelle Belästigung durch einen abgefuckten, nicht mehr jungen Sack ankommt. Brillianz ist eigentlich das, was andere sehen sollten; wenn sie es nicht tun, wird es unerquicklich.

Ich denke, das hat auch etwas damit zu tun, dass "Exzellenz", dieses diffuse Selbstbediener-Etwas der FDP, die meisten Menschen und auch die, die exzellent sind, ankotzt. Sicher, man hat gern Leistungsträger, aber die Erfahrungen der letzten Jahre sind da eher durchwachsen. Das strahlt dann auch in andere Lebensbereiche ab. Wer mag schon die Bankstermentalität im Bett, am Tisch, in der Redaktion haben, die Extremgepolten, die gar nicht anders können als brillieren, weil da sonst nichts ist. Das hat man in den letzten Jahren etwas zu oft gehört und gelesen. Und bei denen, die es nicht sind,m hinterlässt diese zur Schau getragene Haltung einen gewissen Grant.

Und das ist meines Erachtens auch der Grund, warum man einerseits in Firmen nicht zu viele Stellen für solche Leute hat - noch nicht mal in den auf Leistung getrimmten Medien. Und andererseits sich auch nicht wirklich gern damit beschäftigt. Die Erwartung einer Demutshaltung, die zum Glück inzwischen aus diversen Feuilletons langsam, immer noch zu langsam verschwindet, drückt hintrücks wieder rein durch Leute, bei denen jedes Wort nur ein Spiegel des eigenen Glanzes sein soll. Und die begreifen nicht, die verstehen nicht, die finden es unfassbar, dass dann andere, die nicht so brilliant sind und keine tollen Abschlüsse haben und auch nicht immer die Welt erklären, an den Stellen sind, die sie gern hätten. Die Bloggerei sit voll mit solchen Leuten. Manche mit Realnamen, manche anonym, und bei allen frage ich mich: Wie lange halten die das eigentlich durch. Irgendwann sollten die doch begreifen: Das führt nirgendwo hin.

Das ist nicht das Schlechteste, wenn man ohnehin schon dort ist, wo man sein möchte. Dnn muss man auch nicht immer nett sein, dann kann man sich auch gehen lassen und ehrlich zugeben, dass man halt nur ein wenig daherplaudert, weil es ja reicht. Aber wenn man schon nicht weiter kommt, und weiter kommen möchte: Dann würde ich es nicht mit Dauerselbstüberzeugung probieren, sondern mit was auch immer sonst noch da ist. Wenn etwas da ist. Was ich allerdings oft bezweifle. Dass die Zeit hin und wieder einen Alibiblogbeitrag bringt und SPONschleim mal ein Thema klaut oder eine wirre Ex
-FDP-Tante bringt, kann es jedenfalls niicht
Dieser Beitrag ist unkonkret, verworren und hat nicht mal eine sauber herausgearbeitete Aussage, aber das macht mir nichts.
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Wohin
[ ] Syrien
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[ ] Albanien
[ ] Eine Berghütte nahe Corleone
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Lustig.
Makroökonimisch mag das richtig sein, aber in einer Nation, in der in den letzten 10, 15 Jahren gnadenlos umverteilt wurde und unten wenig bis nichts angekommen ist, damit das Land "wettbewerbsfähig" ist und weiter wachsen und umverteilen kann, ist das nochmal ein Hohn für alle Betroffenen: Weil die Kosten für diesen Bailout eben nicht die Profiteure treffen werden, sondern nochmal jene, die mit Verzicht und Erduldung das alles erst möglich gemacht haben. Zuerst mussten sie die deutrsche Wirtschaft mit Zurückhaltung effektiv machen und jetzt, da die Kundschaft überschuldet zugrunde geht, mit ihrem Vermögen für diese Kundschaft einstehen.
Man darf sich sicher sein, dass es diese Art der Argumentation ist, die man auch in Brüssel und Cannes hört, wenn es um den Raub an der Zentralbank, der hebelung des Verarschungsfonds, die grenzenlosen deutschen Haftungsobergrenzen und den alternativlosen Euro geht.
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Montag, 7. November 2011
Man konnte es ahnen
Heute ist der Föhn zusammengebrochen. Gestern war die Luft schon so klar und die Sicht absurd gut - das ist selten ein gutes Zeichen.
Ein Steinmanderl habe ich gebaut, und zugeschaut, wie ein Vater sien Kind ins Tal getragen hat. Ich bin vor zwei sehr spörtlichen - man kennt das, diese hageren Sehmenwesen - Münchnern erfolgreich davongelaufen und habe die Bank bekommen, die ich bevorzuge. Die Zeit war gar nicht schlecht. Jetzt bin ich mal gespannt, wann ich das erste Mal mit dem Rodel hier oben stehe. Und wie oft ich noch davor hochklettern werde. Im Tal klebte heute schon der Nebel. Macht nichts, ich muss ja erst lesen und dann noch schnell weiter nach Österreich. Leider nicht nach Italien, wo das Ende naht.
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Mit Grippe und Knacksknie ins Verderben

Gerade noch rechtzeitig an den See gekommen, bevor München in Scharen angereist ist, weil: Leonhardi in Kreuth. Das muss man gesehen haben, wenn man nicht ohnehin die Koppel hinter dem Haus hat. Heisst auch: Heute wird es nicht ganz so schlimm, wenn man Kreuth meidet.

Der Föhnsturm hat inzwischen viele Blätter weggerissen, und wenn es noch eine Weile so weiter geht - in Italien ist doch immer noch schlechtes Wetter? - dann ist es schlecht für die Belaubung. Aber gut für die Einführung des Begriffs "Traumnovember".

Tatsächlich ziehen sich Eis und Schnee oben am Rofan Tag für Tag wieder zurück, und die Berge riechen, man kann es nicht anders sagen, warm und sonnig. Deshalb heute wieder: Hinauf. Das hier ist die Neureuth. Die Spitze ist noch etwas höher, hinter dem Wald.

Nicht hoch. Aber hoch genug für einen alten Mann, der gerade merkt, dass die Grippe jetzt wohl entgültig verflogen und bei anderen Wirten ist. Ärzten dürfte man das mit dem fiebrigen Bergsteigen nicht sagen: Ich nenne es deshalb "nicht horizonbtales Heilklimawandern". Klingt doch gleich viel besser und vernünftiger als "mit Grippe und Sehnenzerrung über Stock und Stein auf den Berg".
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Samstag, 5. November 2011
Am Höhenweg
Aber das können sie ja auch alles gar nicht wissen, und überhaupt ist jetzt nicht die Zeit, da man an den See zieht, denn der Winter kommt - und wenn man nach Hause rast und vergessen hat, wie schnell es finster wird, wird es dann auch plötzlich wieder kalt. 16 Grad! Nach 25 am Tag. Bergwinter halt.
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Alles ist erleuchtet
2008 dann schon November am Tegernsee. Sehr gut.
2009. Da war es weniger gut.
2010
2011:


Grossbild
November, besser als sein Ruf. Zumindest bei uns.
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Nachtrag
Danach dann zu Bette plumpsen und sich am nächsten Morgen nach dem Föhnsturm von der Sonne aus dem Bett pusten lassen, zu einem leichteren Programm.
Beitrag schreiben, davor radeln, am See sitzen, vulgo also recherchieren, und dann noch was unternehmen. Solange es noch geht. 24 Grad warm soll es heute werden!
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Freitag, 4. November 2011
Der Altherrenclub geht auf den Berg

Ich gehe allein. Ich habe einen Stock dabei, denn ganz traue ich einem Kniegelenk noch nicht, das mit etwas Pech, mit mir dran, jetzt auch in einer Klinik sein könnte. Zum Glück haben drei Wochen Mocassintragen in Italien auch gereicht.

Einen Hut habe ich auch auf. Nicht wegen der Sonne, nur falls doch etwas sein sollte. Der Stock schützt das Bein, der Hut das Gesicht. Muss ja nicht jeder sehen, wie ich dann mit schmerzverzerrten Gesicht den Berg runterhumple. Oder bei einer Hütte verkrieche.

Oder was man sonst so bei einem Sehnenschaden am Berg macht. Am Berg, der mich lange höhnisch gerufen hat. Jetzt ist er dran, der Berg. Und weil es ja keiner sieht, wenn es weh tut, machen wir es auch gleich sportlich. Nicht am Mittag, wo es keine Rolle spielt, wie lang man braucht. Sondern wieder einen Wettlauf mit der Sonne.
Sie geht unter. Ich komme hoch. Idealerweise sollte es sich die Waage halten. Bei 1000 Höhenmetern ist ein Gatter. Bei 1000 Höhenmetern ist die Sonne noch da, und es hat noch nicht im Knie geknackt. An dieser Stelle fange ich an zu glauben, dass es der Altherrenclub schaffen wird. Nicht in Rekordzeit. Aber nicht langsamer als die Sonne.

Am Hohlweg über dem Abgrund sind ein paar Bäume aus dem Fels gebrochen, und haben Teile des Pfades mit hinunter gerissen. Überall Geröll und Brocken, und eine von Wurzeln durchdrungene Felswunde in der Vegetation. Einen Stein, nach Jahrmillionen zum ersten mal am Tageslicht, nehme ich mit.

Andere Steine bleiben da. Oben, am letzten Anstieg, der mir auf nicht gerade freundliche Weise in etwa die Grenzen des Wohlbehagens aufzeigt, haben Leute Steinmanderl errichtet. Es ist der richtige Weg, und vielleicht auch das richtige Verhalten: Langsam kommt man sicher auf den Berg. Man soll sich Zeit lassen, nichts überstürzen.

Und es ist hell, oben, zwischen den Bäümen, wölbt sich der blaue Himmel. Das letzte Stück ist hässlich, aber auch das letzte Stück, und hier gibt der Altherrenclub nicht mehr auf: Es geht voran. Schritt für Schritt. Keine Rekordzeit. Nicht mal eine gute Zeit. Aber angesichts der Realiäten eine akzeptable Zeit. Andere liegen in der Klinik. Nochmal andere sind tot. Und weitere sind einfach nur bescheuert. Ich komme oben an.

Mit Vorsprung, aber die Sonne will sich gerade hinter einer Wolkenwand vorzeitig wegschummeln. Langsam kommt man sicher auf den Berg, aber es muss jetzt sehr schnell gehen, denn es wird hier oben schnell windig und kalt. Und finster. Dunkel. Schwarz.

Grossbild
Drüben Richtung Benediktenwand, drei, vier Bergketten weiter, ist dann auch der Winter schon da. Und wird wohl nicht mehr gehen. Die Natur hat ihre Ruhe von den Menschen, monatelang wird sich kaum einer dort hinauf verirren, und ich selbst werde nur diesen Hügel hier hochklettern und runterrutschen - dass es geht, weiss ich jetzt.

Es wäre also gar nicht nötug gewesen, hier wie ein alter Mann bekleidet hochzusteigen. Na, frage ich den Berg. Aber der Berg mag gerade nicht mehr rufen, er tut so, als würde er mich nicht hören. Er macht es wieder, wenn ich unten bin, und irgendwann wird er rufen und ich werde nicht mehr antworten können, aber das dauert noch lange, da werden noch viele Wodkastöme durch Säufer fliessen.

Ich bleibe noch, solange es geht, runter geht es ja immer etwas schneller und den Weg kenne ich auswendig. Es reicht, wenn ich im letzten Licht ankomme, und im ersten Nebel, der sich aus dem Flachland langsam ins Tal über den See schiebt. Oben sieht man hunderte von Kilometern weit. Und dass man unten nicht besonders weit sieht.

Dann einigen sich Wolken und blauer Himmel auf ein Unentschieden, weiter kommt das schlechtere Wetter nicht aus dem Westen, der See ist die Grenze, und mit der Ahnung, dass auch morgen wieder alles gut sein wird, heisst es Abschied nehmen. Man soll es nicht übertreiben, morgen dann Arbeit und anderes, wir sehen uns wieder mit dem Rodel an der Leine.

Den Steilweg hinunter, nicht zu schnell, der ist gefährlich, und dann über die Waldautobahn zurück in die Finternis. Am Rand gefällte Bäume, im Winter wird man sie ins Tal schleifen und dabei auch gleich die Rodelbahn planieren.

Daheim dann: Tomatensuppe, Dusche, Tee, und zeitig zu Bett, so gegen 11 Uhr.

Und eine lange Nacht, in der kein Ruf des Berges an mein Ohr dringt.
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Was?
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Donnerstag, 3. November 2011
Der Untergang ist da!
Die Märkte werden mit Geld zugeschissen!
Die griechische Regierung wackelt!
Italien am Abgrund!
EZB kauft Staatsanleihen, wie schon so oft!
Und dazu habe ich bei der FAZ gestern schon einen recht prophetischen Beitrag geschrieben: Dass sie uns das Geld nämlich nicht in einer Währungsreform abrüben, sondern zu Tode inflationieren.
Wann fällt den Verantwortlichen eigentlich ein, dass sich so eine Militär-Junta ganz gut auch für ganz in Europa machen würde?
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Ein (nachgetragener) Mittag am See








Nachmittags dann Bergsteigen. Das kommt aber in einem eigenen Beitrag.
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Neuester Krass-PoC-Lampen-Skandal feat. Kindsmissbrauch!

Führende Mitgliedsie der deutschen Internetfeminisma werden hiermit aufgerufen, an einem AStA-Fulda2.0 mitzuwirken: Protestaufkleber an die Hofburg schicken (Gebühr bezahlt Empfänger), und dann Forderung nach einem sofortigen Familientreffen der Habsburger unter Einschluss aller schuldigen Erzherzöge in den Grüften, Benennung der Verantwortlichen und demütige Kotau-Stellungnahme im Netz sowie die sofortige Einsperrung des Kurators, der diesen Abgrund an Rassismus und Kinder- und Engelfeindlichkeit sowie Ausbeutung durch niedere Arbeiten in das Fenster gestellt hat.
Und wehe, die weigern sich: Dann gibt einen Strafbeitrag mit Foucaultzitat und ausserdem werden die Kämpferinnen für Gleichheit und gegen Rassismus, Sexismus und überhaupt jede Art von gerade dafür genehmen Ismus - kein Femininum wie Isma, so etwas ist immer männlich -
dort keine Genderbar machen und auch nicht mit ihren Bands auftreten!!1!elf
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Donnerstag, 3. November 2011
10 Stück Ausreden , übers Autorennenfahren im Winter

2. Dieses Gleissen der niedrigen Sonne, das brennt einem ja die Augen raus. Ich muss in die Berge!

3. Verflucht, da hinten kommt eine Lawine runter! Vollgas!

4. Ach ne doch nur ein Traktor. Ja, diese Berge, da täuscht man sich schnell mal. Wo sind wir jetzt eigentlich? Berg links, See rechts, da kommen wir nicht aus. Ich finde, wir sollten schnell weiter fahren. Geht ja nicht anders.

5. Hörst Du das auch? Da klappert was. Wenn man wirklich den 3. auf 120 im Tunnel bringt, dann klappert bei 6500 Umdrehungen was. Doch. Hör mal.

6. Ich bin ganz sicher: Diese Strasse da oben mit den Serpentinen: Die geht zurück nach Köln. Absolut.

7. Wörgl soll da auf dem Schild gestanden haben? Unmöglich. So schnell wie ich fahre, kannst Du das gar nicht lesen.

8. Was heisst hier "Ras nicht so". Die Kuh da drüben hat mich provoziert, ich lasse mich doch nicht von einem Fleckvieh überholen!

9. Du, ich glaub, das ist doch nicht Köln. Lass uns schnell mal schaun, was da kommt.

10. Innsbruck? Na, da gehen wir zu Munding und fahren dann morgen zurück.

11. Ich habe auch auf die Karte geschaut, jetzt kenne ich den Weg und eine Abkürzung über die französischen Seealpen, wo wir keine Rennnkühe fürchten müssen.
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Es brennt

Österreich? Bayern? Man wird sehen. Eigentlich muss ich auch Vorräte für den Winter besorgen, bevor die Pässe vereisen.
(Ausreden erfinden. Meine Spezialität)
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Dienstag, 1. November 2011
Nehmen wir einmal an, liebe Feminist_Innen
"Walter Wagner sagt also die ganze Welt wird in einem schwarzen Loch ähverschwinden und die Rede ist dabei nicht von Grace Jones."Nun, Grace Jones war in meiner Jugend ein auch von mir vergötterter Star, und ich würde so etwas nie sagen.
Aber nur mal angenommen.
Und dann würde eine bekannte Feminismus-Aktivistin das hören.
Was wäre ihre Reaktion?
Nun, ich weiss es nicht. Es handelt sich ja um mich. Und sie mag mich nicht.
Fakt ist aber, dass jemand anderes, ein gewisser MC Winkel nämlich, als Videokolumnist bei Zoomer genau das gesagt hat. Ich beschwerte mich damals bei der Blogbar ziemlich laut darüber, dass ich das rassistisch finde. Naja.
Und diese Expertin, damals Redakteurin bei Zoomer, nahm das zum Anlass, mich einmal kräftig zurechtzuweisen, um es höflich zu sagen. Ich zitiere:
Winkel hat sich dazu eigene Gedanken gemacht und diese in einen Meinungsmacherbeitrag für zoomer.de gepackt, der reichlich polarisiert hat. Verständlich bei dieser Aussage, die ich im übrigen mindestens für geschmacklos, sexistisch, aber nicht rassistisch halte.Nicht rassistisch! Na dann. Ich würde jetzt gern ein paar Stellungnahmen der üblichen Verdächtigen lesen, wie das eigentlich zum Fall einer Mohrenlampe passt. Und vielleicht sollten sich dann auch manche überlegen, nach wessen Pfeife sie da eigentlich tanzen.
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Sorgenlos am See

Rückblickend würde ich absteigen und dem jungen Manne sagen, dass er sich keine Sorgen machen braucht. Naja, was heisst Sorgen, würde er sagen, man denkt halt so nach. Sorgen, nein, warum, die Schule ist vorbei, es kommt kein Daccordi, aber ein anderes Leben. Manches, würde ich sagen, wird schon noch kommen, die Hohlheiten ohnehin, der volle Kleiderschrank, die Schuhe aus Italien, viel besser als Bally und was es damals sonst so gab, und die Sommer werden bleiben.

Es wird auch das Daccordi kommen; etwas spät vielleicht, aber nicht so spät, dass er gleich mal einen anderen Lenker braucht, und eine andere Übersetzung, um weiter zu kommen. Das wird sich alles finden.

Die Frauen, die mit ihren Freunden da sind und die gefallen könnten? Es kommen andere. Es kommen welche, die ihnen ähneln, und andere, die man sich in der Kleinstadt nicht hätte ausdenken können.

Es kommen lange Nächte in München und anderswo, es kommen genug Feiern, um ein, zwei Leben davon zu zehren, und den Gehörschaden wird er sich tapfer ertanzen, der Knabe. Er wird in den kommenden Jahren mehr erleben, als andere es heute vielleicht noch können. Weil das leben damals leichter war, wenn es um den Spass ging. Es gab kein Primat der Ökonomie und des Lebenslaufs.

Es wird nicht hart arbeiten und hart feiern sein, es wird weich sein, sanft, und die Untätigkeit wird in die Nächte hineinfliessen. Gedanken, da haf er recht, kann man sich machen. Aber Sorgen sind überflüssig.

Es wird kein Atomkrieg kommen und auch kein Frieden. Es wird keine Zukunft kommen, wie die Vergangenheit war, aber das ist nicht wirklich von Bedeutung. Dann halt anders. Aber das ist auch nicht schlecht. Nur das mit der FAZ, das ist undenkbar, aber die FAZ ist eine andere in diesen Tagen, wie vieles andere auch noch. Die Sträusse werden sterben und die Lenorpolitiker werden kommen, Wackersdorf wird nie Wirklichkeit und der Wehrdienst wird abgeschafft.

Die meisten anderen werden heiraten. Die meisten der meisten werden sich scheiden lassen. Die meisten der meisten der meisten sitzen dann irgendwann wieder bei dir und reden, was denn... und warum... aber das gehört dazu, das was wenn, und das, was wichtig ist, verschiebt sich eben, gestern war es die Liebe und dann war es die Sauberkeit im Bad.

Nicht alle kommen durch. Manche sterben, andere bringen sich um, es gibt grosse Tragödien in dieser kleinen, saturierten Irrelevanz. Manches ist nicht schön. Aber es gibt keinen Grund zur Sorge, und das Daccordi wird über das Laub rascheln.

Keine Sorge. Ich glaube, das ist das Privileg, das zählt, am See, 1987 und 2011 und viel später an anderen Seen.
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