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17:14 Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf, Deutschland
17:15 Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf, Deutschland
17:15 Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf, Deutschland
17:17 Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf, Deutschland

Normalerweise ist um diese Zeit eher Ruhe, aber dank der Wirtschaftszeitschrift brennt hier die Festplatte. Offensichtlich ist hier gerade die halbe Wirtschaftszeitschrift-Redaktion und kratzt sich den Kopf. Weil ihr gerade alle da seid: Wem von Euch gehört die Mobilnummer017X/67195XX, von der aus ein Anrufer sagt, dass er von der Wirtschaftszeitschrift ist, nur kurz seinen Namen nuschelt, und dann haltlose Vermutungen verbreitet?

Dienstag, 7. Dezember 2004, 18:25, von uceda | |comment

 
izzet frag ich mich
warum der Radau bzgl. Handelsblatt noch immer anhaelt.
Haben die noch Geschuetze in Stellung oder ist die Schlacht schon verloren?

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"Die Schlacht" war von Anfang an nicht zu gewinnen. Schlimmstenfalls hätten die einen Artikel geschrieben, ich hätte dann nochmal 50 Exemplare von Liquide verkauft, ein paar Vermutungen und Verdächtigungen gestreut - aber nach meinem Wissen gibt es keine Chance, die Story rund zu kriegen, wie er sie wollte. Einfach deshalb nicht, weil Dotcomtod zu keiner Zeit wirklich in der Lage war, eine Firma niederzuschreiben, also das zu tun, was man als "Geschäftsschädigung" bezeichnet.

Es gab ein paar hämische Worte, man hat der journalistischen Blase aufgepiekst und ein paar Insolvenzen bekannt gemacht, bevor sie in der Zeitung standen - aber das Ende der New Economy hat die New Economy und sonst niemand verursacht. Hätten Leute wie der besagte Journalist dämliche Ideen wie Paybox nicht 2001 noch hochgejubelt, wäre es vielleicht nicht ganz so schlimm gekommen. DCT war nur so laut, wie die Umgebung.

Und wenn man in zehn Jahren DCT gegen alle anderen Wirtschaftspublikationen hält, wird es nur eine geben, in der die Wahrheit stand - und viele Lügner.

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Es ist bemerkenswert, wie wenig harte Informationen über Unternehmen, ihre Interna, schlechte Manager, schafgleiche Angestellte, schlechte Arbeit, und das Unheil, das so angerichtet wird, nach aussen bzw. in die Öffentlichkeit dringen.

Bei dct kam das wohl vor, aber das Meiste war Abschreiben, Spekulation und Andeuterei (Damals konnte ich Ihren Stil (Prinzessinnenterror und so) übrigens nicht sehr leiden, Herr Alphonso, aber hier gefällt mir sehr gut, was und wie sie schreiben). Allerdings war dct wirklich ein wichtiges Gegengewicht zur unseriösen oder wenig klarsichtigen Jubelpresse.

Die meisten Betroffenen haben wahrscheinlich mehr Angst vor Identifikation, Bloßstellung, Verachtung durch ihre Peers und rechtlichen/finanziellen Konsequenzen, als man in einer freien Gesellschaft erwarten würde. Doch es gibt einen Unterschied zwischen Verleumdung und offener Diskussion über Missstände in marktteilnehmenden Organisationen als Beitrag zur Verbesserung der corporate governance und marktwirtschaftlichen Kultur.

Bemerke auch im diesen Zusammenhang: D ist weiter einer der korruptesten Industriestaaten, whistleblowing ist nicht angesagt, Subventions-, Steuer- und Sozialbetrug sind allgegenwärtig.
Ach herrje, ich glaube im Englischen nennt man das "rant".

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@feersum: Endlich mal ein vernünftiger, klarsichtiger, faktenbezogener Kommentar "von außen". Danke dafür!

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Und täglich grüsst das Murmeltier
8 Dezember 10:52 Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf, Deutschland

Und, wem gehört die Handy-Nummer, na?

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Schäbig
Besonders schäbig finden wir es in dem Zusammenhang, wenn, wie geschehen, die Frau eines Schwerstkranken beim Krankenbesuch mit Nachfragen zu dct behelligt wird. Das ist nicht nur dreist, sondern Mißachtung der Menschenwürde.

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Wohl wahr Mr. Feersum...
...dem kann man im Großen und Ganzen zustimmen. Und lenkt uns direkt zu möglichen Gründen für frühere dtc-Postings.

Bezogen auf Biotech: mir fällt seit Jahren auf, dass Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten, weil entscheidungsträchtige Positionen mit den falschen Leuten bestückt sind - und das ist hier keine Kritik der Kategorie Sozialneid. Es ist vielmehr ein allgemein gesellschaftliches Phänomen, welches ich auch in anderen Bereichen und Branchen sehe. Gute Wissenschaftler oder andere Könner wertschätzt man erst im Ausland - in Deutschland scheint Qualität und Expertise nicht unbedingt gefragt zu sein und so findet sich mancher „Meister“ vielleicht als promovierter Taxifahrer wieder. Ganz geschweige vom Phänomen, dass Frauen ganz einfach die besseren Manager - aber - wenn sie besonders gut sind – oftmals auch die ersten Opfer intriganter Mobbingparties sind. Der rote Faden dieser Unkultur zieht sich von „Pisa“ bis hin zu einem volkstümlichen Mittelmaß in der Kultur (Fernsehen, Medien). Geschaut wird nur nach Äußerlichkeiten – Fassade (Quote) ist alles. Deswegen konnten solche Magazine wie Focus und Zeitungen wie Bild, den Spiegel bzw. die Frankfurter Rundschau überholen. Zur Fassade gehört nun mal auch das Lügen oder in abgeschwächter Form „das Schönreden“ (von Quartalsergebnissen, Studienergebnissen, etc.). Auch die Biotech-Welt Fassade war(ist) zu schön um Wahr zu sein, so schön wie der Irak-Krieg gesehen aus einem Nachtsichtgerät eines US-Panzers. Ich fand, dass dtc da ein klitzekleines Gegengewicht zu dieser „Heilen Welt“ darstellte. Nicht mehr und nicht weniger.
Mit freundlichen Grüssen aus Martinried
Ihr UncleMeat

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