Web.de ist weg.com

Ich hätte mir ja einen besseren Abgang der Web.de AG vorstellen können, so richtig mit einer Nummer XXXXIN/95 beim Amtsgericht Montabaur, aber Web.de hat beim IPO so viel geld eingesammeltr, dass die Gründer es bei allen Anstrengungen nicht geschafft haben, das alles durchzubrennen. Und was gab es da nicht alles: Riesen-Content-Portal, Webshops, Vericherungsangebote, Micropayment, Trusted Shops, Prozesse gegen T-Online, wer nun der Grösste ist, ach, es war immer wieder lustig, das vergebliche Strampeln gegen die eigene Nichtigkeit anzuschauen.

Und dann auch noch Google mit Gmail, die Web.de zwangen, ihren Kunden die Accounts auf 20fach bis unendlich auszublasen - das ist langfristig nicht wirklich gesund, keine Frage. Wie auch immer, United Internet kauft den Laden für 200 Millionen plus 100plusZerquetschte in Aktien. Allerdings auch nur den Kernbereich. Und nachdem Web.de noch 100 Millionen in liquiden Mitteln rumliegen hat, wäre das gar nicht mehr so entsetzlich viel, wenn es sich nicht zufällig um ein Internetportal handeln würde.

Und da wird es bitter, weil die Randbereiche eher nicht allein überleben können. Da wird das Blut spritzen, da werden rote Ströme in Montabaur Karlsruhe zum Tal fliessen, hoch bis an die Knöchel - und dann ist da auch noch vieles aus dem bereich Technik, Marketing, IR, PR und so weiter, was man wohl kaum zwei mal brauchen wird... Für die einen ist es nur die übliche geschichte, für mich ist es die längste Blutspur des Jahres.

Donnerstag, 17. März 2005, 11:36, von donalphons | |comment

 
Karlsruhe, nicht Montabaur
Aber abgesehen davon kann ich nur zustimmen.

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Äh ja, sorry. War eine lange Nacht gestern...

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Womit eigentlich auch klar ist, warum Medien NIE Kommentare unter Artikeln einführen werden. 20 solche Kommenatre bei Spiegel.de bei einem Artikel, das käme nicht gut...

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Haha, peer review und wissenschaftliches Arbeiten bei der Regenbogenpresse. Eine schöne Vorstellung.

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Zumindest muss man sagen, dass Herr Dommermuth alles richtig gemacht hat, anders als uns Saschalein.

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Nun, man hätte schon noch einiges richtiger machen können.

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Immer noch nicht Montabaur
Auch nicht als aktenzeichengebendes Amtsgericht...

Obschon man da sicher irgendwann mal gerne Eins und Eins zusammenzählen kann und dann vielleicht Eins weniger, in der Tat dann in Montabaur, haben könnte.

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