Empfehlung heute - Was Deutsche für Mut halten

Man könnte natürlich auch sagen, dass das Time Magazine nicht weniger daneben lag, als es Leute wie Hitler, Stalin, und auch nicht ganz unproblematisch, Putin zum Mann des Jahres machte.

Aber: Mit Hubert Burda und seinem Bambi-Preis und dem FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher haben zwei Personen bei einer Ehrung für besonderen "Mut" mitgemacht, die sich vielleicht vorher mal mit dem Objekt ihrer Ehrung Tom Cruise und Scientology auseinandersetzen hätten müssen. Momentan versucht Scientology, die Verbreitung dieses Videos aufzuhalten, in dem Cruise über Scientology spricht, und nur bedingt den Eindruck macht, er könnte jemand sein, den man als Vorbild haben wollte.

Das sollten sich vielleicht auch mal die Fleischtopfblogger anschauen, die demnächst zu Herrn Burda auf den DLD fahren.

Donnerstag, 17. Januar 2008, 12:34, von donalphons | |comment

 
Im ersten Moment dachte ich,
hey, das ist Satire, Verarsche, irgendein viraler Comedy-Stunt, was auch immer. Der Typ ist ja wohl nicht mehr von dieser Welt.

Es lebe das heilige Hollywood!

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Ich denke, bei dem Verein gehört die Überzeugung, nicht von dieser Welt zu sein, zwingend dazu zum Glaubensbekenntnis.

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Wirklich gruselig ist das Lachen. Ich verstehe nicht, was es bedeutet; es wirkt wie eine überhebliche Beschwichtigungsgeste, man möge doch den Unsinn, den er da redet nicht verstehen wollen, sondern freudig empfangen.

Stauffenberg - obwohl er aus den falschen Gründen das Richtige versuchte - habe ich mir zwar immer eher teutonisch-düster, aber genauso autoritär-elitär-durchgeknallt vorgestellt. Insofern passt das alles schon zusammen und wenn sich Burda und Schirrmacher da einreihen, sehe ich auch keinen grossen Widerspruch.

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Als ich das Video hier gesehen hab, konnte ich auch nur ungläubig mit offenem Mund da sitzen. Das ist so weit jenseits aller Vernunft, normalerweise würde ich erwarten, dass irgendwer versucht, ihn einzuweisen.

Aber es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Verständnis religiösen Spinnern entgegen gebracht wird. Wenn ein Musiker als Nazi geoutet wird, ist es vollkommen normal, dass er seine Karriere danach beenden kann und keine Platte mehr verkauft, denn wer weiß, was der mit seinem Geld für dubiose Leute unterstützt.

Wenn jetzt aber einer wie Cruise sich als religious nutjob outet, dann müssen da alle Verständnis zeigen, schließlich ist das ja seine Privatsache. Und dabei sagt er ja sogar selbst, dass er mit seinem Geld so Wahnsinnigkeiten, wie Narconon unterstützt und sogar während seiner Promotion für Filme Werbung für den Scheiß machen darf.
Dass Schirrmacher et al da auch noch Unterstützungsarbeit leisten, ist mir vollkommen unverständlich. Auch wenn er, aus Ihrer Sicht, gutes für das Ansehen von Stauffenberg leistet, der Zweck darf doch nicht die Mittel heiligen.

Naja, dann hab ich jetzt neben der South Park Folge über Scientology noch weiteres Material zur Anschauung, was Religion aus einem Menschen macht.

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100000 Verstrahlte
sind eine Sekte
100 Millionen Verstrahlte eine Weltreligion.

Habemus Papam

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Oder wie Stalin so treffend bemerkte:
1 Toter ist eine Tragödie, 1 Million Tote ist Statistik.

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Man kann ja gegen die sagen, was man will. Aber guten Stoff scheinen die zu haben.

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in between...
die Frage ist ja wirklich wie Russland regiert werden kann...

von geheimdienstlich durchgeschulten Freunden unseres seligen Entgleisungs-Gazpron-Ringier Mehrfachberaters ExKanzlers oder eines fremdernannten Führers der Opposition namens Kasparow, der durch eigene überbordende monetäre Forderungen weiland den Weltschachverband spaltete und hier als schiebermützentragender Vorzeigedemokrat und Märtyrer durchgereicht wird.

Aber warum nicht Herr Beck aus Berlin, der nicht genemigte Demos als Mini-Apo-Fünfte-Kolonne-"huch, ich werd verprügelt, wo ist die Kamera ?". Aber er in welcher Funktion ? Als Liebhaber der großen Katharina. Mmmhhh, geht ja auch nicht, ist das Leben komlikaziert !

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Schlussfolgerungen
Berlin ist schmutzig: wie asozial Berliner sind.
Industriefreaks geben Cruise Bambi: was Deutsche für Mut halten.

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Scary!
Eigentlich glaube ich nicht an die dauerhafte Wirksamkeit von Gehirnwäsche, aber bei labilen Personen, augenscheinlich auch Cruise, kann der Effekt verheerend zu sein.

Laut dem intellektuellen Schnellwaschgang F. Geschirrmacher hätte Tom Cruise, durch das Spielen einer Schauspielerrolle, das Lebenswerk von Stauffenberg "doch noch verwirklicht". F wie Freak.

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Kann sein, dass ich da falsch informiert bin (naja glaub's eher nicht), aber die Time Person of the Year ist keineswegs als Auszeichnung für positive Leistungen jedweder Art gedacht, sondern, lt. Zitat bei Wikipedia zumindest, für die Person die "for better or for worse, ...has done the most to influence the events of the year."
Und den Bambi nicht nur im selben Artikel zu erwähnen, sondern gar eine Art Vergleich herzuleiten, ist eine Unverschämtheit. :P

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Was bloss alle mit diesem Schauspieler-Video haben. Der Gute wird sich in einen dieser Leadership-Kurse fürs mittlere Management verirrt haben. Danach sind sie alle so.

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Die lassen sich für den Bambi-Preis sowieso jedes Jahr immer abstrusere Spezialkategorien einfallen. Wenn Herr Cruise einen Bambi in der Kategorie kriegt “für seine Courage, schwierige Themen in Filmen zu behandeln“, oder Jopie Heesters einen dafür, dass er schon so oft einen gekriegt hat, muss man sich ja nicht nur fragen, was eigentlich konkret so couragepreiswürdig daran sein soll, in Filmen Themen zu behandeln (?), sondern welche Spezial-Bambis die womöglich als nächstes aus dem Hut zaubern – vielleicht einen für Michel Houellebecq in der Kategorie “für die am dämlichsten aussehende Art, während eines Interviews eine Zigarette zu rauchen“ oder wasweißich.

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