Long Way 2 Tipperary

Die riskantesten Werbegags bietet das Kreativ-Volk bekanntlich den Kunden an, und nutzt es nicht selbst. Hier hat es mal jemand im Selbstversuch gemacht - unter Hinterlassung einer weiteren unfamous last Website.. Und ich frage mich, worunter ich das in meiner nie geschriebenen Geschichte der New Economy Band 1-10 notieren soll: "Post-NE-Verzweiflungstaten" oder "Warum OE-Strategien in der NE keine Chance haben".

Samstag, 25. Dezember 2004, 20:58, von donalphons | |comment

 
Die Idee finde ich gar nicht so schlecht. Erfahrungen sammeln, ohne eindrucksvolle Bewerbungsmappe, lange Vorstellungsgespräche und Vertragsgeplänkel. Und er hat ja auch angegeben, dass es persönliche Gründe sind, die ihn zur Beendigung der Wanderschaft gezwungen haben. Als NE-Desaster würde ich das nicht gleich abheften.

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Das Desaster ist eher die Presse-Rubrik - demzufolge ist er unter medialer Grossbeobachtung als rotsamtener Tiger gesprungen, aber nach dem, was da vorne zu lesen ist, als Bettvorleger gelandet. Es erinnert mich an einen Fall, den ich gerade wegen meinem nächsten Buch in der Bearbeitung habe: Eine Berliner Studentin hat 1996 Anteile an sich selbst verkauft, um so ihr Studium zu finanzieren, und kam damit auch überall in die Medien. Und heute? Tja...

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Ich würde das trotzdem nicht so verkniffen sehen. Hatten sie keine vergeigten Projekte? Immerhin hat der Werbefuzzi damit niemenden geschadet. Das ist bei der Studentin vielleicht anders.

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Hm.
Ich habe erst beim zweiten, gründlicheren Lesen festgestellt, daß es "Selbstversuch" und nicht "Selbstmordversuch" hieß. Mein erster Gedanke war: "Auch Guerillamarketing hat Grenzen."

Gibt es noch einen Link auf die junge Dame?

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Nein, die junge Dame ist weitestgehend aus dem Netz verschwunden, und hatte damals auch keine Website. Auf sie gestossen bin ich beim Manager Magazin, die das natürlich toll fanden, als Beispiel für die Finanzierung des Studiums. Die Idee war, grob gesagt: Statt nebenbei zum Niedriglohn kellnern lieber schnell studieren und dann, wenn sie viel verdient, die Dividende in kürzester Zeit erarbeiten. So weit ich weiss, wurde dabei aber niemand übers Ohr gehauen; ausser vielleicht sie selbst, nachdem sie was mit Mediengestaltung und Kommunikationsdesign gemacht hat.

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Wozu braucht die NE-Geschichte 10 Bände???
Das wiederholt sich doch alles und bei dem Grossteil der Ideen (besser "Ideen") kann man sich das Papier ja auch sparen...

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Geschichte wiederholt sich immer, es ist stets gleich und doch neu - und Geschichtsschreibung würde helfen, Lehren zu ziehen. Ausserdem gibt es Leute, die sich ähnliche Geschichten mit Genuss öfters reinziehen können.

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