In the VIP

Eine blaue Kunststoffverkleidung, darauf einige Buzzwords wie in einem Menu einer Website, und natürlich ein Name, der viel verspricht: VIP Promotion. Agentur halt. Mit vielen Dienstleistungen. Zumindest früher. Zum Ausblenden der Realität waren da, wo jetzt die orangen Zu-Vermieten-Schilder sind, blickdichte Jalousien.



Es erinnert mich stark an all die kleinen als "Corporate Blogger" firmierenden Halbarbeitslosen und Poser hierzulande, die kleinen Webkreaturen, die angebliche "A-Lister" dissen, damit mal ein Schwung Leute ihre kruden Touri-Suffkopp-Marketing-Literaturprojekte entdeckt, all die 1-Personen-Läden, die das "wir" in der Firmenbeschreibung pflegen, die Open-BC-Sickos mit ihren Wellness-Beratungs-Coaches, die eigentlich versteckte Prostitution betreiben, und an all die Business-Metastasen, die an der realen Wirtschaft wuchern wollen. Es ist soviel leichter, im Virtuellen den Schein aufrecht zu erhalten, aber ich kenne Euch, Ihr kleinen Pinscher: Genau so erbärmlich seht ihr aus, das seid Ihr, wenn man Euch in die Realität zerren würde.

Mittwoch, 11. Mai 2005, 21:14, von donalphons | |comment

 
Schön finde ich den Briefkasten. Eisenguss-Stilmöbel. Da sieht man die kleinbürgerlichen Wurzeln. Selbst wenn die Kunststoffverkleidung und die buzzwords besser wären.

Mimikry, Camouflage, potemkinsche Dörfer - Kleinbürgertum kann man nicht verleugnen.

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Der rundet das ganze ab wie die billige Krawatte am angeblich tollen Berater.

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Was ist denn am A-Blogger dissen so schlimm? Du pisst doch auch ab und zu Größere an. Mir jedenfalls machts Spaß, weil ich gerne lästern tu. Ich find die ganzen kleinen Makrelen, die sich um die fetten Fische sammeln um da herum zu schleimen und die sich nie ein Wort gegen zu sagen trauen, viel peinlicher. Na ja mit diesem Open-Dingsdakram kenne ich mich nicht aus, wollte nur mal ein deutliches Wort pro A-Blogger lästern verlieren.

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Das Wort kam in der Aufarbeitung der Radiosendung bei Johnny, und so Typen gibt es immer wieder mal. Wie alle, die eine doppelte Moral besser als gar keine haben, sehe ich die sache natürlich mal so und so. Allein, ich sage ja auch den Lesern, dass sie, wenn sie mir nicht passen, sich verpissen sollen, will also nicht zwingend die Horden von Schweigern, die hier täglich durchsausen. Laut Wirtschaftswoche bin ich ja selbst so ein A-List-Blogger. Hehe. Ich watsche also, wenn dann, auf Augenhöhe oder drunter.

Ansonsten scheib ich morgen mal was drüber, über die A-Lister, weil man das Wort ja nicht gebrauchen kann, ohne dass ein paar Dutzend Honks anrücken. Krawall! Punkrock! Und Morgen Nacht bricht dann sowieso die Hölle los.

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Ahhhhja.

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Nein, das meine ich nicht. Das stand auch schon bei der Blogbar. Was anderes.

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Bin gespannt wie ne Zwille.

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A-list blogger sind was ähnliches wie Deutsche Meister im Brieftaubenzüchten. Beide gehen mit viel Elan an die Arbeit, haben sonst anscheinend kein Hobby und der "impact" reicht gerade mal, um die Lokalzeitung zu füllen. Ausserhalb der "Szene" interessiert sich kaum einer für die famosen Reichweiten, sein es Kilometer oder Page-Klicks.

Anfeindungen, Kontestationen und Kritik begegnen beide mit ziemlichen Unverständnis. Und die Treffen laufen bei beiden ziemlich ähnlich ab: Small-talk, "Fachsimplen" und Alkohol.

Übeschätzung allerorten. Die a-class blogger profitieren vom Desinteresse des Kulturbetriebs. Wenn ein echter c-class Intellektueller ein blog beginnen würde, wäre er in wenigen Wochen a-class blogger. Wenn blogs für Buchautoren, Politiker, Talkshow-Gäste, Publizisten, Redenschwinger, und andere aus dem Bereich Gesellschaft/Politik/Kultur ein Thema wird und die ernsthaft zu bloggen anfangen, bleibt von den heutigen a-class bloggern nicht mehr viel übrig.

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Man denke nur an ein Hans-Olaf Henkel-Blog, ein Guidoblog oder ein Oskarblog!

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Warum nicht. Es kommt natürlich auf den Inhalt an. Oskar, Guido oder Hans-Olaf traue ich zu, dass sie interessanten content liefern können. Muss man ja nicht lesen, aber impact hätte das schon.

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FR
Bei sowas frage ich mich immer, warum sie das nicht von Leuten schreiben lassen, die es können. Oder redigieren die Altlinken FRler so Krams da rein, dass DCT dein Blog sein soll?

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Wer Bücher gegen Geld verkaufen und ansonsten seine Freizeit in der Toskana verbringen kann, wieso sollte der wohl bloggen? Phantasieren wir uns doch mal, dass es da eine Art Wissensgesellschaft gibt, und in der, deshalb nennen wir sie mit diesem albernen Namen, gibt es mehr und mehr Akademiker. Der Arbeitsmarkt tut sich aber ziemlich schwer, diese Bildungsmasse zu absorbieren. Was aber macht der Akademiker nun mit seinem zuckenden Muskel da oben, na? Na er bloggt, sprich er publiziert auf öffentliche Halde. Selbst unter den hehren Namen lese ich wenig bis nichts, was mich entflammen würde. Solide Literatur ist das meistens, manche Formate sind originell, aber das war es auch. Und da ich der Meinung bin, dass die interessantesten Blogs meist ganz abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit florieren, weil sie kein Interesse an Szenebildung und Communityarschkriechen haben, wird das auch so bleiben. Den Gedanken an einen bloggenden Guido oder Oskar, finde ich lächerlich. Jeder klassische Intellektuelle von Rang, womit ich nicht die vorgenannten meine, wäre sich viel zu schade für diese Veranstaltung. Bloggen ist also vor allem ein Ding aus der Not geboren, so meine These. Hier werden Schicksale von Akademikern verarbeitet, Arbeitslosigkeit oder unbefriedigende Arbeit etc. pp. Das aber wiederum ist keine Schande und hier erfüllt das Bloggen, mit all seinen Aspekten, eine wichtige soziale Funktion: Leidensminderung durch (beschränkte) öffentliche Anerkennung.

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Not oder Notwendigkeit?
Sonrisa schreibt: "Bloggen ist also vor allem ein Ding aus der Not geboren, so meine These. Hier werden Schicksale von Akademikern verarbeitet, Arbeitslosigkeit oder unbefriedigende Arbeit etc. pp."

Das sehe ich nicht unbedingt so: Bloggen kann auch "Werbung durch Kompetenz" bedeuten. Der Blogger zeigt, was er kann. Wer jemanden für eine bestimmte Aufgabe sucht, findet ihn vielleicht auch über ein Blog. Nun magst Du mir allerdings sagen: Werbung ist auch aus der Not geboren. Damit hast Du recht :-)

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Nur weil etwas aus der Not geboren, kann es trotzdem auch Werbung bedeuten. Frau Gröner handhabt das ja so. Aber dafür braucht es dann eben auch ein flusenfreies Blog und wer das mit entflammter Lektüre zusammenbekommt, dem unterstelle ich ein Übermaß an Phantasie. Und damit möchte ich nicht schlechtreden, denn ich linke das ja selbst. Kluge Menschen sind das, aber von dem was Literatur bedeuten kann, findet man dort wenig. Da gibt es ganz andere. Wer sein Blog instrumentalisiert, ob als Job- oder Kontaktanzeige, der darf sich nicht wundern, wenn dabei alles außergewöhnliche unter den Tisch fällt.

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Bloggen als ABM.

Das sehe ich zum Teil auch so. Alles Arbeitslose, Studenten, Nichtstuer, Poser,... - und pubertierende Teenies

Aber das muss ja nichtso bleiben. Der Hauptgrund ist doch, das das Potential von bloggen noch nicht erkannt wurde.Beispielsweise sind Polit-Blogs Mangelware. Wir haben einen wichtigen Wahlkampf in NRW (immerhin 17 Millionen Einwohner). Aber wo sind die blogs dazu? In den USA wird jede 4. klassige Bürgermeisterwahl mit blogs medial begleitet.

Ich bin mir sicher, das wird kommen. Wenn erst mal erkannt wird, dass man mit blogs prima auch von der Terasse in der Toscana aus die interessierte Öffentlichkeit erreichen kann.

Blogs sind eine Nische und in dieser kann es kleine Könige geben, die sich mächtig fühlen, aber keine macht haben. Aber wehe die Grossmächte werden auf diese Nische aufmerksam. Dann wird der König schnell abgesetzt.

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Je mehr sich das den amerikanischen Verhältnissen, der Vermassung annähern wird, desto unbedeutender wird es vermutlich werden. Eher so wird da für mich ein Schuh draus. Wen interessieren diese ganzen vielen Blogs da drüben denn? Klar, Amerika ist groß, aber am Ende erleben wir nichts anderes als den potenzierten Groschenroman. Interessierte Öffentlichkeit, hihi, wie schön das klingt. Ach ist doch Unsinn, 200/0 Leser, sind das interessierte Öffentlichkeit? Wenn ich bedenke wer früher alles Marvel Comics gelesen hat, das war noch echte interessierte Öffentlichkeit. Aber wenn Oskar über die Lucia aus der Toskana schwätzt, dann ist das nur die Freizeit Revue mit anderen Mitteln. Und klar kann man sich sicher sein, dass das alles kommen wird, aber mal abwarten, ob es nicht ebenso auch wieder gehen wird, weil ein schlaueres Medium die entscheidenden Facts (Aufmerksamkeit, Ankerkennung und Peer Group) nicht intelligenter organisiert.

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Riesige Massen lesen in Deutschland Bild. Immer noch viele Menschen lesen Spiegel. Viel Wenigere lesen Börsenticker, reuters oder International Herald Tribune. Die Relevanz der darin kommunizierten Informationen und die Wirkung, die eine positive oder negative Meldung nach sich zieht, würde ich genau umgekehrt zur Zahl der Leser ansetzen. Dotcomtod hat gezeigt, welche Wirkungen sich mit Blogmedien erreichen lassen - das lag aber nicht am Medium, sondern primär an den Inhalten und den beteiligten Personen. Wenn jetzt bald Alles und Jeder ein eigenes Blog hat, passiert das Gleiche wie schon mit den vielen Privatwebseiten-es interessiert niemanden mehr.

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Danke che. Das lag mir auch im Kopf herum: Wieso haben Leute ein blog, das sie sowohl zeitlich wie auch intellektuell nicht füllen können? Für mich liegt ein zukünftiger Trend in Gruppenblogs.

Insomnia ist ein schönes Beispiel, wie das funktionieren kann, Restaurantville auch. Hier bei Don ist es ähnlich: Es lesen viele, es kommentieren oft dieselben, mit eigenen Gedanken und Ansätzen. Fast auch ein Gruppenblog.

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Es gibt Tageszeitungen, Wochen- und Monatsmagazine. Wer sagt, dass man täglich bloggen muss? Für wirtschaftlich, politisch oder sonstwie allgemeinheitsrelevanten Content muss nicht jeden Tag gebloggt werden. Der Zeitfaktor ist kein Argument. Wer bloggen will, tut das auch... ganz so, wie es ihm in den Kram passt.

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@ hella: Ist aber auch nur Zufall, dass hier diese Plattform genutzt wird, was aber wiederum an den hohen Zugriffszahlen liegt.

Das mit der C-Prominenz und ihrem Aufstieg glaube ich nicht, weil es genug Beispiele gibt, die nicht besonders gut laufen, was ihre Öffentlichkeitswerkung angeht. Ein Beispiel sind die Zeitblogger wie Gero Radow, die hausintern als Edelfedern gelten, oder das Blog von Alban Nikolai Herbst. Ich denke, noch gelten hier andere Regeln. Aber wie die sind - keine Ahnung.

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Eben. Auf meinem Blog poste ich keine emotionalen Befindlichkeiten von mir selber (oder nur in ganz bestimmten Situationen), sondern Dinge, die ich für politisch wichtig halte sowie solche mit dct-Themenbezug. Das muss nicht tagesaktuell sein, und Sinn dieses Blogs ist es mehr, zumindest über für wichtig befundene Themen einen Restkontakt zu meinem weithin verstreuten Freundeskreis zu halten und Themen öffentlich zu machen, die sonst unter den Tisch fallen würden. Lust an der schönen Sprache und der atmophärischen Dichte und Neugier, wie die Threads sich wohl entwickeln (auch Sympathie für die mir im realen Leben nicht begegnete Autorin) zieht mich hinüber zu modeste, wo ich im Leben nicht die Dinge thematisieren würde, die mir auf meinem Blog wichtig sind, und rebellmarkt wie die Seiten von girl, pathologe, stachanow usw. besuche ich aus wieder anderen Gründen, wobei rebellmarkt, girl und che noch gewisse Gemeinsamkeiten haben. Das alles sind verschiedene paar Schuhe mit unterschiedlichen Gehgeschwindigkeiten, da sind Budapester, Laufschuhe und sogar Inlineskaters, aber auch Bergstiefel dabei, entsprechend verschiedenartig die Territorien und Geschwindigkeiten. Hauptsache, der Schuhschrank ist groß genug.

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Im Prinzip kann ich mir ja jetzt meinen beitrag zu den A-List-Bloggern irgendwie sparen :-/

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Nein. Natürlich nicht. Zugabe!

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Jetzt mag ich nicht mehr ;-)

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Noch was zu den hausinternen Edelfedern.

Das ganze läuft ja hauptsächlich als blog der ZEIT. Das wäre so ähnlich, als wenn Praschl unter dem logo von Amica (richtig?) bloggen würde. Das funktioniert nicht. Eine Zeitung ist eine Zeitung ist eine Zeitung...

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Kein Peer-Group-Faktor, keine Athmosphäre, so einfach ist das. Kann gar nicht funktionieren.

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Nun hatten die Zeitler ja durchaus auch Unterstützer, und das waren nicht zwingend alte, verkommene Säufer. Tatsächlich sah es vor einem Jahr so aus, als könnte da was kommen, zumal mit der Marktmacht der Zeit im Hintergrund. Dass die hausinternen Edelfedern auch nur Schreiber sind, ist klar, aber auch der Aufstieg von Broder in den 80er und der von Prantl in den 90er Jahren wurde von den eigenen Blättern "gemacht".

Das Scheitern der Zeit-Pläne finde ich jedenfalls sehr spannend, zumal sie auch ihren schleimigen Bloggersalon geschlossen haben. Einen Blogaward gibt es auch nicht mehr - kurz, es hat nicht geklappt. Daraus kann man einiges lernen. Wenn es die Zeit nicht schafft, wer soll es dann schaffen?

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Le Monde Diplomatique mit Momentaufnahmen von den Brennpunkten des Weltgeschehens, eine Art sich selbst kommentierender Weltspiegel - Das wäre was!

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Che spricht mir aus der Seele.

Früher gab es bei SPON eine Rubrik "Frisch aus dem Notebook" oder so. Das waren kurze Berichte von Auslandskorrespondeten. Sowas als blog wünsche ich mir schon lange.

Hat nicht das Handelsblatt vor ein paar Monaten so eine Auslandskorrespondeten-Bloginitiative gestartet?

http://services.handelsblatt.de/global-reporting/default.asp

Aber das sind wieder ein Dutzend verschiedene blogs und nicht eins für alle. Und: das liest sich wie Abfallverwertung. Nix persönliches. Unter dem dach einer Zeitung funktioniert das nicht, erst recht nicht als Pflichtaufgabe.

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Ihr wollt nur schnelleren, besseren, packenderen Journalismus. Was hat das denn mit Bloggen zu tun?

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Nichts.

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Vielleicht doch:

Wenn man den Entwurf für ein neues Mediengesetz sieht:

http://www.iukdg.de/050419_Entwurf_Anhoerung.pdf

Dann sollen viele blogs rechtlich journalistische Grundsätze gelten:

Telemedien mit journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten, in denen vollständig oder teilweise Inhalte periodischer Druckerzeugnisse in Text oder Bild wiedergegeben werden, und vergleichbare Telemedien haben den anerkannten journalistischen Grundsätzen zu entsprechen. Nachrichten sind vom Anbieter vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit zu prüfen. Kommentare sind von der Berichterstattung deutlich zu trennen und unter Nennung des Verfassers als solche zu kennzeichnen."

Mit Gegendarstellung, Impressum undsoweiter.

Wenn diese Änderungen so in Kraft treten, wird es zum ersten Mal ausdrückliche inhaltliche Anforderungen an Newsletter, Weblogs, RSS-Feeds und Web-Portale geben.

Jounalismus und bloggen wird immer irgendwie was miteinander zu tun haben.

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Wenn das kommen sollte, wandere ich mit dem Blog aus.

Übrigens, andere Rohrkrepierer bei den Techblogs sind Cydome und itfrontal, letzteres gepusht von IDG. Beides sind/waren Blogs mit mehreren "Profi"-Autoren, aber Impact haben beide nicht.

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@sonrisa, don: Doch, hat es. Die Ausgangsfrage war doch, ob es nach dem eingestellten Zeit-Blog überhaupt noch irgendeine Möglichkeit geben würde, Journalismus mit blioggen zu verbinden, und da habe ich dargestellt, was ich gebne hätte.

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Aber deren Ticke im Kopp geht damit einfach nicht zusammen. Zumal das Schöne am Bloggen die Sinnfreiheit ist.

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Journalismus bedeutet immer auch kommerzielle Verfügung, das ist strukturell nicht hintergehbar. Das ist der Abstand zum Blog, mit allem drum und dran, was kommerzielle Verfügbarkeit vedeutet. Da mag man sich für die Lettre Int und Le Monde dipl begeistern noch und nöcher, aber wie weit der Weg von dort bis zum Blog ist, das lernt man spätestens dann, wenn man mit denen über das Copyright verhandelt. Es gibt gewiss ein paar Ausnahmen, wo Blogs in den Journalismus hineinreichen, aber in der Breite ist das bedeutungslos. Wobei ich nicht meine, dass die Breite für sich ohne Bedeutung wäre, denn da funkelt es hier und da wie am Sternenhimmel der Großstadt. Wer sich nur einmal in solchen Sternen gespiegelt hat, der hat eine Ahnung, was Bloggen als persönliches Erlebnis bedeutet. Und genau das macht vielen den Reiz aus, fernab von Journallie vs. Weblogs.

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Journalismus bedeutet für mich erst einmal ein Herangehensweise, Methode, "Ethik", Handwerk. Wo man das einsetzt ist zweitrangig. Unglücklicherweise haben die "Kommerzmedien" sich diesen Begriff angeignet und instrumentalisiert. Die Qualität blieb auf der Strecke, Jounalismus wurde reduziert auf Nachrichtenlieferung gegen Bezahlung.

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Übrigens, wegen frisch aus dem Notebook und Le Monde und so: Es gibt auch noch Cafe babel, was ich aber allein schon deshalb nicht mag, weil es mit der politischen Unkultur des Magazins Cicero in ein syphilistisch-rechtschauvinistisches Hurenbett steigt

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Theater
"wir alle spielen Theater", so konstatierte der berühmte Soziologe Goffman vor einigen Jahrzehnten. Auch Du, wieder mal den ersten Stein werfend, bist nicht frei davon.

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Nicht frei davon? Pah! Hier steht inmmer wieder mal aus meiner eigenen feder, dass Don Alphonso nur eine literarische Figur ist. Das sollte jedem hier klar sein. Und natürlich entspricht hier manches nicht der objektiven Wahrheit, und ich sage das noch nicht mal, einfach um mir selbst meine Freiräume zu erhalten.

Nur schwatze ich niemanden bescheuerte Beratungsdienstleistungen oder abgenudelte Bibelspruche auf - das ist der feine Unterschied.

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Manchmal denke ich nicht dran, dass Don eine Kunstfigur darstellt. Den Schatz dieser Freiheiten ist mir schon bewusst. Irgenwie kommt mit der Rebellenmarkt hin und wieder vor wie ein David Lynch-Film. Vielleicht lese ich ihn so gerne, weil er den Don Alphonso-Anteil in mir anspricht.

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Übrigens - Blogs kommt in das ZDF
und zwar in "Heute Nacht" - man sehe hier, starring Anke, Sannie und Kai.

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Blogger-Dissen
Der ursprüngliche Beitrag zielte wohl noch in an andere Richtungen, aber wo das Thema nun schon mal auftaucht:

Überall, wo es Hierarchien gibt, halte ich gelegentliches "Dissen" von unten nach oben sogar für wünschenswert. Als "kleine" Blogger "großen" Klingeltonfabriken ans Bein pinkelten, fanden es ja auch alle toll.

Die "Stars" einer Szene müssen halt damit leben, nicht nur beklatscht zu werden. Ich glaube, die meisten sind aber auch souverän genug, das maßgerecht zu, öh, ignorieren. ;-)

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Kann man machen. Kritik ist kein Thema. Aber die windigen Neider, die selbst gerne in den Medien wären, kriegen was aufs Maul.

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Neid ist stets einer der häßlichsten Einflüsterer.

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