: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Samstag, 11. Februar 2012

Gerechtigkeit für den Winter

2008 war ein Traumwinter; da bin ich an den Tegernsee gezogen. Warm, schneefrei, eigentlich Frühling. Blitzblauer Himmel, tiefblauer See.



2009 war ein Traumwinter. Unten am See war es frühlingshaft mild, überall war es sonnig, und oben war genug Schnee zum Rodeln. Man konnte es sich aussuchen. Und warm war es! Es gibt Bilder von mir neben einem Termometer, das 20 Grad an einer Hauswand anzeigt. Ganz oben auf dem Berg, im Schnee.



2010 war ein Katastrophenwinter für die, die nicht am See waren. Das Wort "spätrömische Dekadenz" ist gefallen von jemandem, dem man selbst gern beim Schneeschippen zuschauen würde. Und zwar nur mit Hipsterbrille und einem Laken bekleidet. Am See war das Wetter dagegen traumhaft. Sonne, Sonne, Sonne über angenehmem Schnee. Und Inversionswetterlage. Oben warm, unten in München eisig.



2011 war nochmal so ein Jahr, da kamen manche über Wochen mit ihren Autos nicht aus den Schneehaufen heraus. Der Winter dauerte zwar auch am See sehr lang, aber er war sehr schön. Sagenhaft. Nur etwas mehr Schnee hätten wir gebraucht. Richtig erbärmlich kalt war es in all den Jahren selten, man konnte trotzdem immer draussen etwas tun. Keine Frage, ich bin verwöhnt.



2012... man muss auch mal das Silber putzen und Rezepte variieren. Draussen sein und Rodeln ist überbewertet, wenn es auch am Tag minus 20 Grad hat. Und ich muss vermieten und restaurieren und habe auch so genug zu tun. Und vier Jahre lang hatte ich die schönsten Winter, die man sich vorstellen kann, da darf es auch einmal aussetzen. Und dafür hatten wir ja auch einen Traumnovember, das muss man auch sehen.

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