: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Samstag, 18. Februar 2012

Ein feiner Abend

Mit guten Freunden. Hier aus der Provinz. Mit Gesprächen über sehr seltsam anmutende Themen, zumindest für manche, die sich wundern werden, wasgerade entwickelt wirdmit losen Planungen für das kommende Jahr, leichte Ziele, einfache Wege, wie man es nun mal so mag. Und wie man nach Meran kommt, zumindest einen Schritt.



Diese seltsame Beschwingtheit hat auch damit etwas zu tun; die Geschichte des mit allen Mitteln zur Strecke gebrachten Programmiers, dessen einziges "Verbrechen" es war, Code für Goldman Sachs zu schreiben, und der nicht verhaftet wurde, weil es zum High Frequency Handel eingesetzt wurde, sondern weil er den Code mitnahm - diese Geschichte gehört zu den Tiefpunkten der sog. Demokratie der USA.

Dass diese Bankster den Code behalten wollten, ist die eine Sache; dass der Staat ihnen dabei über alle Massen hilft, eine andere. Es ist schwer, hier nicht an eine Bananenrepubkik zu glauben. Man kann wirklich nur hoffen, dass die Transaktionssteuer diesen Machenschaften das Genick zerschlägt. Immerhin ist die Geschichte auch ein schöner Fall, den man den ACTA-Gläubigen das nächste Mal reinwürgen kann: Man darf der Drecksbande von sog. Rechteinhabern keinerlei Chance geben, quasi ein eigenes Unrechtsregime mit Sonderrechten aufzubauen. Wenn ARD und ZDF da anderer Meinung sind, muss man sich halt überlegen, wie man sie abschafft. Ich habe nicht vor, für solches Pack zu bezahlen. Reicht ja schon, dass man die Kriminellen vom MDR an der Backe hat.



Aber hier ist es ganz anders, hier wird Wasser zu Tee gewandelt und der Wein, der nicht gesoffen wird, geht in den Topf. Einen Fernseher haben die meisten sowieso nicht mehr, und unsere Bücher kann man noch lesen, wegstellen und bei Bedarf verschenken oder vererben. Wer sich den Contentmafiosi ausliefert, der hat es nicht anders verdient! Ob die Gemälde hier gemeinfrei sind, weiss ich gar nicht: Es ist egal. Und wenn bei der FAZ jemand einen Beitrag haben will, dann gebe ich den bisher so raus, weil ich immer den Eindruck hatte, dass diese Philosophie- Bauernhaus- und Kulturkreise einfach anders eingestellt sind: Das Leben ist Teilen und nicht Raffen. Ausser, man ist in schlechter Gesellschaft.

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