: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Dienstag, 14. Februar 2012

Tage der Finsternis

Aufstehen um 7 Uhr. Draussen klingelt nämlich der Wecker in Form des schulischen Räumfahrzeuges, und da kann ich nicht zurückstehen: Ras aus dem Bett, runter, Schneeräumen.



Und weil es so hübsch kalt ist, steht zuerst der Tee auf dem Programm. Dazwischen Freischalten, Gähnen, Überlegen, was jetzt sinnvoll ist. So durchgefroren schlafe ich schlecht wieder ein, also ein Kompromiss, der alle glücklich macht: Tee, Buch, Bett.



Ich bin bei der Eiseskälte jeden Tag 10, 15, 20 Kilometer geradelt, aber das nun ist der Tag des Matsches. Da habe ich keine Lust mehr. Einmal am Tag das Haus verlassen, Dinge besorgen, nochmal Räumen: Das muss reichen. Ansonsten Nachdenken. Ich bin gar nicht so kreativ, Momenten der guten Ideen folgen Stunden des unkonzentrierten Leerlaufs. Und dabei muss ich doch was zustande bringen, das mehr ist als das Übliche.



Aufräumen soll da helfen, sagt eine Familienweisheit, also räume ich den Speicher auf und hänge Radlzeugs an ein Metallgerüst, wo es hingehört. Und obendrein so, dass es auch Gebrauchswert hat: Die nächste Tauphase kommt bestimmt, dann ist es zu nass für das Rennrad und zu glatt für das Bergrad, da muss ein Zwischending her, mit dem ich dann vielleicht auch ein paar Kilometer mehr in windgeschützten Wäldern fahren kann.



Aber heute bleibe ich dann doch lieber auf dem Teppich.

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14.

Es ist so scheusslich draussen; ich glaube, jeder kann an einem Tag wie heute ein klein wenig Kitsch vertragen, zumal, wenn er aus Italien kommt und bei 30 Grad aufgenommen wurde.



Es kommen bessere Zeiten, und jeder Topf findet dereinst seinen Deckel. Oder Zweitdeckel. Oder es geht einmal durch den Geschirrschrank. Wir sind da heute ja nicht mehr so.

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Junge Unionisten bestrafen sich selbst

Junge Unionsabgeordnete haben den Vorschlag gemacht, dass normal nette Nichtkinderkrieger jedes Jahr 1 Prozent ihres Einkommens abführen sollen, damit Karnickelfreunde, Kondomverächter, Kinderschläger, Nachwuchsvernachlässigerm, radikale Christisten, deutschnationale Führerkindwerfer und andere, die Kinder haben und damit angeblich was für die Zukunft des landes tun (und nicht ihr eigenes Hobby) einen Ausgleich für ihre Mühen haben. Und ich sage es offen: ich kenne auch wirklich nette Familien. Allerdings sind da keine Wurffaschisten dabei. Ab dem 25 Lebensjahr soll es losgehen. Der Führer fände das prima.

Naja.

Da frage ich mich aber: Haben diese Leute sich einmal ihren eigenen Parteinachwuchs angeschaut?

Ich mein, die haben es doch eh schon schwer genug. Alle lachen sie aus. Keiner nimmt sie ernst. Der FDP-Döring wäre da im Vergleich schon gutaussehend.

Und die jetzt auch noch unter Vermehrungsdruck setzen? Ja bitte, wer soll das denn machen? Wie soll das gehen? Wer will denn solche, die Kinder als Steuersparmodell sehen? Bis 25? Wissen die dann schon, wie das geht?

Na, ich zahle das eine Prozent gerne, wenn sich damit Pickelbande im Paarungsstress selbst genetisch von der Erde putzt. Lieber würde ich aber noch ein Prozent drauflegen, wenn Verfassungsfeinde., die für das Mutterkreuz einfach nur zu feige sind, dann auch entsprechend juristisch verfolgt werden.

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