Peter Glückstein-Kabel

Erinnert sich noch jemand an Peter Kabel von Kabel New Media, einer der nach Börsenwert grössten deutschen Firmen des März 2000? 2,6 Milliarden Euro, die in der Insolvenz verpufften, und ein Vorstand mit vielen Ausreden, er hätte alles gegeben, das Ende sei aber doch sehr überraschend gekommen, trotzdem glaubt er an die idee, die Veraltung hat Fehler gemacht, Bla Bla.

An das fühlt man sich erinnert, wenn man dieses treuherzige Interview der Berliner Morgenpost mit dem Goya AG Gründer Peter Glückstein liest. Manche Zitate sollte man für die Nachwelt erhalten:

"...schließlich fühle ich mich verantwortlich. ....damit die Arbeitsplätze erhalten werden und die Gläubiger zu ihrem Recht kommen."

Er fühlt sich verantwortlich? Als Vorstand ist man verantwortlich dafür, dass die Arbeitsplätze verloren gehen und die Handwerker auf drei Millionen offener Rechnungen sitzen.

"Uns ist einfach das Geld ausgegangen. .... Dieser Prozeß war so nicht aufzuhalten."

Ach nein? Und was macht so ein Vorstand, wenn er das über vier Jahre bemerkt? Nichts natürlich ausser weitere Aktionäre werden. Kann man eh nichts tun. Ne, schon klar.

"Die Buchführung war ab dem Zeitpunkt der Eröffnung tatsächlich konfus, aber wir sind an den schlechten Zahlen und nicht an der Unordnung in den Zahlen gescheitert. Und an dem Chaos tragen auch der Steuerberater und der Finanzmanager Schuld."

Glückstein fühlt sich verantwortlich, aber Schuld tragen andere. Und Schuld trägt sicher nicht der Vorstand, der die Leute eingestellt hat und kontrolliert. Gell?

"Es geht vor allem darum, daß die Gläubiger maximal wenig verlieren."

Kann er ja sagen, nachdem er maximal entmachtet wurde. Und die Aktionäre maximal viel verloren haben.

"Die Aktionäre müssen ihre Clubrechte behalten und sollen eine Dividende erwarten können."

Dividende aus einem zahlungsunfähigen Unternehmen? Buahahaha.

"Ich selbst hatte mich zuletzt darum bemüht, bei den Gläubigern eine Stundung zu erwirken"

Ja. Gell. Was man halt so tut, wenn drei Millionen Forderungen offen sind und man nicht weiss, mit welchem Geld man was zahlen soll. Wenn nicht mal das Personal den Lohn bekommt.

"um später durch eine Kapitalerhöhung alte aber auch neue Aktionäre dazu zu bewegen, das fehlende Geld in den Club zu investieren."

Hey Leute, wir haben gut 30% mehr Geld verbraten, als wir hatten und der Laden läuft nicht, weil er zu teuer ist, ich glaube, Ihr solltet besser mal mit 50% Aufschlag auf Eure Investition rechnen, dann geht es mit Eurem kompetenten Glückstein weiter, ansonsten verliert Ihr alles.

"Es sah gut aus, aber dann kam meine Freistellung dazwischen."

So was nennt man, glaube ich eine Dolchstosslegende: Alles wurde gut, der Sieg stand knapp bevor, und dann wurde der Feldherr abberufen und die neue Mannschaft ging prompt pleite.

"Mein größter Wunsch ist es, und das entspricht auch dem Willen vieler Aktionäre, mein Wissen und meine Kraft wieder einbringen zu können.... Jetzt sollten alle über ihre persönlichen Befindlichkeiten hinwegsehen, um den Schaden möglichst klein zu halten."

Spätestens jetzt sollte jeder begriffen haben, dass Peter Glückstein keineswegs an einem zu kleinen Ego leidet. Manche würden vielleicht sagen, er neigt zur Selbstüberschätzung. Vielleicht sollte er ein Web2.0 Startup gründen: Google Map Club Mashup mit User generated Coolness Charts und Live Moblogging, zum Beispiel. Und dann für 36 Trilliarden an T-Mobile vekaufen.

Sonntag, 5. März 2006, 11:34, von donalphons | |comment

 
Bemerkenswert finde ich das:

habe ich einen kultivierten Club mit besonderer Musik oder gebe ich dem kommerziellen Druck nach und spiele herkömmliche Diskomusik?

Wer bei so einem Investment nicht den kommerziellen Druck spürt, ist in besonderer Weise schmerzunempfindlich.

Also sollte der Club doch nur eine reine Ego-Show werden.

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Nein - Trendsetter! Glüchstein turnt vor, alle anderem ihm nach, denn Berlin wartet nur auf neue Trends! Alles geht, Sperrmülflair und 5 Gänge, Schwulenstrich und Nobeldisco, hauptsache neu und sen-sa-tio-nell!

Wer seinen Walter Mehring kennt, weiss dass es schon immer dort so war.

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Schlepp schlepp?
Ich habs gerade nochmal durchgerechnet und auch nochmal etwas im Verkaufsprospekt mit den Zahlen gelesen.

4,5 Mio EUR, das ist mir nach Berechnung der Baukosten völlig
unklar, wie diese Summe zustande kommen konnte - und vor allem, daß das erst der Insolvenzverwalter feststellt und nicht schon der Vorstand ein wenig früher. "Huch, guck mal, da fehlen ja 4,5 Mio. Das war gestern aber noch nicht so, oder?"

Die Frage ist vielmehr, ob Herr Glückstein da nicht vielmehr
eine lässige verschleppte Insolvenz an der Backe hat. Das könnte nochmal interessant werden.

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Insoverschleppung steht eigentlich ausser Frage, aber da ist sicher auch noch der Aufsichtsrat in der Pflicht. Auch die mussten wissen, dass da was in die Binsen geht. 4,5 Millionen ist so happig, das kann man nicht übersehen haben.

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Das wird der Grund sein, warum der AR hektisch den VV ausgetauscht hat, zwei Tage vor der Inso.

"Wir haben das Problem erkannt und SOFORT gehandelt!"

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Man kann schon nachvollziehen, warum die so schnell reagiert haben - da will keiner den Ruf bekommen, ein zweiter Glückstein zu sein.

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Ohne Worte!
Die Aussagen von Herrn Glückstein sprechen Bände, und spieglen -leider- einen grossen Teil der Seifenblasen AG´s wieder.

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Früher gabs ja noch WTGler, die haben den Leuten erst das Blaue vom Himmel runter versprochen, ihnen dann aber gleich unter den Rock gegriffen – ausgenommen wie nichts gutes und sich dann abgesetzt. Das ganze ohne dämliche Interviews und nachträgliches Gelaber. Klingt zwar böse, fand ich aber auf eine gewisse Art ehrlicher als jetzt dieses Goya-Rumgeeier-dämlichgrinsend-immer-wieder-gegen-die-Wand-laufen. ;)

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Vermutlich weiss er, dass nach all dem pressetrubel und seinem Gesicht in allen Medien mit Davonlaufen nichts mehr geht. Also tritt er die Flucht nach vorne an und beruft sich auf Aktionäre - höhö.

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Ich würde ja gerne mal wissen, wie es in seinem E-mail-Postfach so aussieht zur Zeit. Da muss sich doch die B-Prominenz nur so tummeln und besorgte Fragen stellen.

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Nun, bei gewissen halbseidenen Leuten dürfte es sich auch noch woanders tummeln - was man so hört, sind manche von denen kleinlich, wenn es um geld geht. Was den Glückstein retten wird, sind die niedrigen Summen der Anleger - wegen 4000 Euro lohnt sich kein aufwendiger Rechtstreit.

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Das Prinzip Abzocker-Truppe: Vielen Leuten kleine Beträge aus den Rippen leiern. Passt zu Berlin. Einen wie Harksen kann man sich in München, Düsseldorf, Hamburg vorstellen, aber nicht in Berlin.

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Dessen Verteidiger Strate ist übrigens auch heute wieder Verteidiger - von Alex Falk.

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Der sieht gar nicht wie NE aus. Der sieht eher wie typischer - nein, jetzt nicht lachen - Berliner Unternähmer aus. Das sind ja keine Unternehmer im landläufigen Sinn, sondern Subventionsabzocker. Bis vor Kurzem gab es dort doch so etwas wie Insolvenz überhaupt nicht, weil der Staat immer beliebig Kohle nachgeschossen hat. Er hätte nur sagen müssen: Das Goya, letzter Hort der Freiheit vor San Francisco droht zu äh versinken, schon wären die Gelder nachgeflossen. Das mit dem Wirtschaften und der Verantwortung und diesen ganzen hässlichen Dingen müssen die erst noch lernen.

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Wir brauchen einen neuen kalten Krieg und ein neues Schaufenster des Westens, keine Frage. Nur leider reisen die neuen muslimischen Feinde lieber nach München, Genf und London, wo ihnen sowieso schon viel gehört. Mit dem Russen war das alles noch schön einfach.

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Der Kalte Krieg hatte noch ganz andere Vorteile. Zivilisatorische Errungenschaften wie sowjetische Atomwaffen und riesige Lenkwaffenkreuzer zwangen unsere Kapitalisten dazu, bestimmte Zugeständnisse an die Beschäftigten zu machen, und die westlichen Regierungen zu sozialen Leistungen. Dabei war die Drohkulisse niemals für uns im unmittelbaren Alltag bedrohlich, der Atomkrieg war mehr eine abstrakte Drohung. Der sinnlose und real gefährliche Terror der Djihadisten ist hingegen ohne jeden Nutzwert.

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Controlling
scheint immer noch ein Luxus zu sein den sich begnadete Überflieger einfach sparen.
"da war der Steuerberater und der Finanzmanager schuld"

was für eine Begründung!

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Wo soll denn da jetzt Controlling helfen? Wenn von vorneherein keine zaehlbaren Erbsen vorhanden sind nuetzt auch die ausgefuchseste Erbsenzaehlerei nichts - insofern ist also Controlling nicht die Loesung.

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Würfeln statt Controlling
Controlling jetzt als Vergangenheitsbewältigung hilft da wenig.
(wenn man Controlling nur als Erbsenzählen kennt, aber das ist ein anderes Problem..)
Aber offensichtlich ist vor und während der Bauphase kein Controlling betrieben worden, beste Grundlage um wenig später von der Zahlungsunfähigkeit "völlig überrascht" zu werden.
Wenn man keinen Plan davon hat wie viele Erbsen reinkommen müssen um die verteilten Erbsen wieder rein zu kriegen kann man auch gleich mit dem Geld in die Spielbank gehen.

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das von wegen "der steuerberater ist schuld" ist das, was in der baubranche am-arsch-fassen heisst. schuld ist im zweifel der, der eine berufshaftpflicht hat.

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Alles fast unglaublich: Üblicherweise überschlagen sich die Unternehmen mit Angaben zum voraussichtlichen Umsatz, Gewinn, Rendite, zu der Erfahrung und Expertise des Vorstands, usw.

Hier wurde Leuten Geld in die Hand gedrückt, ohne zu fragen, ob sie in der Lage sind ein solches Millionenprojekt beim Bau und Betrieb zu stemmen.

Irgendwie wie der Spruch: "Wenn nix geht, mache ich halt eine Kneipe auf".

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Man muss neidlos anerkennen, dass die Medien Pressesprecherin Alice Brauner (mensch die Tochter vom Atze! Das muss ja was werden!) zahm aus der Hand gefressen haben. Und viele wollen eben das Gefühl haben, in einer noblen Weltstadt zu leben, und nicht in einem kaputten Slum mit den Stundenhotels gleich gegenüber.

Ganz Berlin zehrt noch von der Legende der 20er Jahre, vielleicht weil sie die Autobiographie von Friedrich Holländer "Von Kopf bis Fuss" nicht gelesen haben. Hätten sie sie gelesen, wüssten sie, dass Berlin auch damals nur Fassade, Lüge und Pleite war.

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Scheint sehr beeinduckend zu sein. Herr Glücksstein hat ein glückliches Händchen gehabt:

Zum Glück kreuzten auch Hochkaräter ihren Weg: Michael Kneissler, ihr journalistischer Ziehvater. Franz Josef Wagner, der manische Briefeschreiber von BILD, der auch schon mal den "lieben toten Schwänen von Rügen" eine Post schickt. Hans-Hermann Tiedje, immer irgendwo Chef und inzwischen Berater großer Unternehmen und Staaten. Mit ihm tanzte sie ein Jahr lang bis zum bitteren Ende "Tango". So hieß eine fulminant annoncierte Illustrierte, die alles hatte, nur keine Zukunft. Für "Tango" legte sich Alice Brauner, die Unerschrockene, sogar in die Badewanne, in der der tote Barschel gefunden worden war. Im Boulevard-Journalismus nennt man das eine "Mitmach-Geschichte".
http:// morgenpost. berlin1.de/content/2006/02/19/politik/811845.html

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Zur Familie B. sage ich nichts ohne vorherige Konsultation mit meinem Anwalt. Schliesslich ist das Filmen nur die eine Seite der Familie. Die andere Seite sind Berliner Immobilien in der ganz wilden Zeit. Nur so viel: Es gibt Leute, die es gar nicht schätzen, B.s Namen zu hören.

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*** Berliner Film- und Medienstammtisch im Cafe Einstein ***

Annika Desch und Jens Schleicher laden zum Berliner Film- und Medienstammtisch am Donnerstag, den 23.03.2006 ab 20.00 Uhr im Cafe Einstein, Kurfürstenstraße 18, 10785 Berlin ein.

In ungezwungener After-Work-Atmosphäre soll hier ein Austausch zwischen Menschen aus der Berliner Film-, Werbe- und Medienbranche stattfinden.


Wenigstens haben die jetzt ein Thema bei dem Treffen.

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Statt der miserablen, überteuerten Sandwiches, der unfreundlichen Bedienung und den neuen Stars vom Drogenstrich die Strasse runter.

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Weltherrscher AG
Sehr geehrte Damen und Herren AnlegerInnen, in meiner Güte und Weitsicht eröffne ich ab sofort ein neues Start-Up Unternehmen, die Weltherrscher AG. Jeder darf und kann seinen Anteil in Form von "Aktiendepots in Planung" kaufen. Geben Sie mir noch Heute ihr Geld und ich werde es Morgen oder Überübermorgen (verprassen) verdoppeln oder gar verdreifachen.

Der Plan ist ganz einfach:
Ich werde mit ihrem Geld meine Weltherrschaft forcieren und später dann alles doppelt oder dreifach zurückbezahlen. Auf dem Weg dorthin, muss ich natürlich Kriege, Elend, Ausbeutung und Hunger anderer Staaten finanzieren.
Sind sie Waffenlobbyist? Dann her mit ihren Geldern. Später kaufe ich dann ihre Waffen von ihrem Geld.
Mein neues Start-Up kann nur funktionieren. Wir alle werden Reich und Mächtig!

Wer besonders viel gibt, der wird auch zu meinen Palastfeiern eingeladen werden.
Worauf warten Sie noch? Meine Weltherrscher AG wird gaaaaanz GROß rauskommen (siehe USA-Prinzip).

Ihr Weltherrscher *bald auch reichster Mann der Welt, dank ihnen*

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Goya goes Troja
Das Goya hat dicht gemacht, Insolvenz nach knapp sechs Monaten, nasowas, was ist da nur falsch gelaufen? Der Versuch, die ehemalige Tanzburg der Gay-Community auf derart biedere Stelzen zu stellen, konnte nur in die Hose gehen. Das Reanimationsteam kommt leider zu spät, der Patient(das Metropol) liegt seit Jahren unter der Erde, die kassandrischen Prognosen vieler Ausgehfreudiger wurden gefließendlich ignoriert und so machte sich die antike Welt des Gleichklangs auf - als Aktionäre getarnt - die ignoranten Tore Goyas zu passieren. Dabei hätte es funktionieren können, vorausgesetzt die Macher - allen voran der visionäre Architekt Kohlhoff - hätten, nebst geomantischem Gespür, Sinn für Inszenierung bewiesen(schließlich war der Gründer des Hauses Erwin Piscator). Sich selbst in Szene setzen reicht nicht, das ist ein Rudiment des albernen Westberlin. Wer die Kirche im Dorf läßt, muss sich über eingefahrene Ritualität nicht wundern. Berlin ist mittlerweilen eine Hauptstadt, metropoles Denken ohne sozialen Realitätssinn geht nicht auf. Dass Peter Glückstein zur inneren Grundsteinlegung einen Schamanen holt, war sicher nicht verkehrt, nur was nutzt die Vertreibung der Geister, wenn der Dämon auf der eigenen Balkonbrüskung hockt und die Kundschaft Jaques Ihles Nollendorfplatz meidet, wie der dem gleichen Geschlecht Zugewandte die Brandenburger Seenplatte.
Überhaupt Ihle, den würd ich augenblicklich rückführen nach Medelin und das Goya würd ich nur einen Tag die Woche auf machen und daraus eine babyloneske Superbrause machen, mit allem Schiss und Piss, etwas wirklich Berlinadäquates, einen Sündenpfuhl mit hergeleiteten Elementen von allem was groovt und verboten ist. Zitate von Kit Kat bis E-Werk, von Aufsteiger bis Zahnarzthelferin, einen Abend die Woche tobt der Bär, 200 Euro Eintritt, feinstes toxisches Angebot, teuer und sündig, und das alles unter der Regie von Frank Castorf, der exzentrische Volxbühnen-Indendant, ein Garant für Theatralik und Big Points. Sich selbst inszenieren war gestern, für dieses Projekt braucht es mehr als gastronomische Eitelkeit, hier muss ein Mann vom Fach ran, ein Polarisateur. Jede Woche eine andere Inszenierung, mit hybriden Darstellern aus der Welt der Drags. Andererseits, wer hat schon Lust zum Nollendorfplatz zu fahren, wer Bock auf Frischfleisch hat kann auch in Mitte bleiben, oder nach KW inne Großraum-Disse, oder gleich nach NYC.
Eines aber ist klar, ist der USP nicht eindeutig definiert, ist ein Konzept dieser Größenordnung zum Scheitern verurteilt, diesen Stiefel muss sich Glückstein anziehen. Die Ähnlichkeit mit Bill Gates ist eben doch nur äußerlich, im Grunde seines Herzens ist Glückstein ein gutmütiger Träumer mit Hang zu teuren Marken und antiautoritärem Führungsstil(da hätte er sich mal besser unseren Chef zum Vorbild genommen, wenn Joe Laggner sein Lokal betritt, stehen alle stramm). Wie aber gehts jetzt weiter mit dem Goya? Die großen Jungs werden sich zusammensetzen, ihre Zigarren auspacken und ein wenig rumpaffen, gscheit daherreden, Berater dazuziehen, und am Ende wird sich Kiezgröße Kalle den Laden unter den Nagel reißen und daraus einen Tempel der Lüste machen.
Und was des Autoren Ichbezug betrifft, dieser ist ohnehin aus andrem Holz gemacht, seine Blockade in Sachen kaufmännischer Unternehmung sind genuiner Natur, haben mit waagehaften Abwegungen zu tun, ein Hemmnis, welches nach und nach kleiner wird. Möge mir der Götterschmied Hephaistos wohlgesonnen sein und meine Absichten in prosperierende Bahnen lenken. Darauf einen Düschardäng.

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