Der Geruch des Notstandes

Ich habe meinen Verbrauch an Nahrungsmitteln ganz gut im Griff. Und weil ich auf dem Wochenmarkt einkaufe, bekomme ich in der Theorie auch genau so viel, wie ich brauche.

Praktisch bekomme ich ab und zu auch etwas geschenkt. Dieses und jenes soll ich probieren, davon ist zu viel da, und wenn Sie schon das kaufen, probieren Sie doch mal das dazu. Das sind so die kleinen, erfreulichen Schwankungen, ein Frischkäse, ein paar Nudeln, ein Salatkopf, ein Krapfen mehr geht immer.

Ausser, wenn sich diese Zugaben alle an einem Tag einstellen. So war das letzten Samstag. Normalerweise kaufe ich eine Stofftasche voll. Diesmal war auch noch eine prall gefüllte Plastiktüte dabei. Und deshalb herrscht auch trotz verschickter Würste in meinem Kühlschrank schwerste Überfüllung, und entsprechend schlampig. unansehnlich und zusammengebazt wirken auch die Werke, die meine Küche täglich verlassen müssen - man will ja nichts wegwerfen. Aber nicht jeden Tag eine Stunde in der Küche stehen. Da war noch die Ochsenherz aus Sizilien, einfach drauf damit.



So ist es zur schönen, aber wenig sozialverträglichen Marotte geworden, eine Tarte am Morgen energiesparend auf die Heizung neben dem Sessel zu stellen, denn aufgewärmt schmeckt sie am besten. Das ist schön, weil es reichlich bequem ist, eine warme Tarte in Griffweite zu haben. Wenig sozialverträglich jedoch, weil das riecht, bis hinaus auf den Gang. Den ganzen Tag. Ich bin dauernd in Versuchung, das hört nicht auf, und am Abend geht dann die nächste Tarte in den Ofen. Heute die Egerlinge, morgen der Grana, übermorgen dann gleich vier Käsesorten, und die Nudeln müssen auch noch...

Es ist eine gute Theorie, nach der ich einkaufe. Aber aussehen tue ich nach einer schlechten Praxis.

Donnerstag, 16. Februar 2012, 00:52, von donalphons | |comment

 
immerhin ist es kein fisch. let's be thankful for small mercies.

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Die Dinge des Lebens, eben.
http://www.closeup.de/media/oart_0/oart_p/oart_20845/thumbs/24693_192871.jpg

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Ich habe mal meiner Tante Samen für Ochsenherzen mitgebracht von meiner Agraria des Vertrauens und sie sind sogar im Bergischen Land wunderbar gewachsen mit tollem Geschmack.
Damals kannte man die Sorte in Deutschland noch kaum.

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Gedrungener Körper, grosse Klappe:
zu finden im Suchbild

http://www.abkids.de/clever_biokreislauf.html

Bei Kurzhals-Biotonnen, da friert nix ein ;-)

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