Vexilla Regis Prodeunt Inferni.

Ich glaube, der Erich Mielke sitzt gerade schallend lachend im Höllenfeuer und überlegt, welches Amt seinen IMs eigentlich noch fehlt.

Dienstag, 21. Februar 2012, 19:14, von donalphons | |comment

 
Die Übernahme der BRD ist damit abgeschlossen.

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Das dumme Gesicht von "die Linke" (WASGPDSED und wie die ganzen Esoteriker heißen) ist die Gauck-Wahl allemal wert. Yippie ya yeah, Schweinebacken!

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Der war schon verdammt clever, der Gauck.

Seine Kinder durften in den Westen übersiedeln und ihn sogar danach wieder in der DDR besuchen.

Er selbst durfte auch gen Westen reisen.

All diese hohen Privilegien hat er genossen, ohne eine echte Gegenleistung zu erbringen?

Wirklich außergewöhnlich, der Mann!


Alles, was man ihm wegen seiner Rolle in der DDR und kurz danach vorwerfen mag, ist jedoch nichts gegen die moralische Verkommenheit, als Pfaffe Angriffskriege zu befürworten.

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Also...
ich finds lustig!

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Lustig war der Wulff!

Aber den wolltet ihr ja alle weghaben.

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Ich wäre nicht wirklich überrascht, wenn er es sich nochmal überlegen würde.

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Stichwort Ehrensold.

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Das hängt davon ab, ob der IM-Vorlauf Larve es in die Holzmedien schafft. Ich fürchte: nein, denn das Volk will jetzt seinen Konsenspräsident.

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... überlegen müsste.

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Ja, das stimmt. Und dann wird es mit den 30 Tagen langsam eng.

Und noch mal: wie wäre es mit Dr. Michael Otto? Ich habe ihn damals als Vorstand erlebt und das ist ein wirklich integrer Mensch, dem man nichts vorwerfen kann.

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Gott sei Dank wir der Präsident nicht direkt gewählt. Dann wäre das Wahlvolk schließlich selber Schuld, wenn sich der Sieger später als ...... rausstellt.

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Selbst wo das Wahlvolk "wählen" darf, stellt sich der Sieger meist als ... oder schlimmeres heraus.

Schmutzige Kriegstreiber sind se fast alle.

Curt Goetz hat mal gesagt:
Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, daß er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.

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Ich sage es mal so: Es wäre geradezu diabolisch, wenn Frau Merkel Mittel und Wege fände, das jetzt FDP, SPD und Grünen ins Gesicht explodieren zu lassen. Es bräuchte ja nur ein Parlamemntarier auf die Idee kommen, er sollte seine Akte ins Internet und so...

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Natürlich nur, um all den haltlosen Gerüchten Einhalt zu gebieten, wir verstehen uns...

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... gerade vor dem Hintergrund der wenig haltlosen Gerüchte über den Vorgänger ...

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... er wird in Sachen Offenheit doch sicher nicht dort weiter machen wollen, wo der Letzte aufgehört hat ...

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(und bitte nicht den Pfarrer Hintze vorschicken!)

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Aber bitte nicht in dieses Wohnzimmer ...

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Der sexuuell frustrierte Lehrer, der offensichtlich sogar für Selbstmord zu blöd ist, wurde vor dem letzten Kommentar gelöscht.

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Merkel ist die weibliche Ausgabe von Kohl. Nur kühler, berechnender und geschickter. Natürlich schafft sie das!

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Und die ganzen Möglichkeiten wie sich die Kanaille in + aus Berlin, Hannover und der Uckermark gegenseitig anprangert, hinterrücks erdolcht und vergiftet ist nicht lustig? Die brauchen nicht mal Bobbycars, die schaffen das ohne Hilfsmittel. Chapeau!

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@DA 21.02.; 21:58
Dann fehlt meinem Kommentar von 21:55 (und natürlich auch diesem) der Zusammenhang, weshalb eigentlich beide gelöscht werden könnten.
lg

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"Ich sage es mal so: Es wäre geradezu diabolisch, wenn Frau Merkel Mittel und Wege fände, das jetzt FDP, SPD und Grünen ins Gesicht explodieren zu lassen..."

Ich hatte am Sonntag Abend spontan das gleiche gedacht wie Michalis Pantelouris.

http://pantelouris.de/2012/02/20/die-will-das-doch/

"Die will das doch!!!" Merkel die inzwischen 21mal chemisch durchgereinigte, die alle Schulterwürfe zum Machterhalt aus dem F-F beherrscht, soll von diesen Partei - Weichspülern ausgeknockt worden sein, ihre "größte Schmach" erlitten haben, wie das Spon gleich hämisch umschrieb?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816392,00.html

Nur mal so gedacht: Wenn's so ist, dann ist das schon eine richtige Neutronenbombe, die Merkelchen da in der Hand hält, bei Bedarf und wenn's knapp werden könnte in 2 Jahren, bereit zum Zünden. Vorteil: Die roten, gelben und grünen Weichspüler sind mit einem Schlag wegatomisiert und Mama - Strippenziehern's Küche mit Mama vor dem schwarzen Herd bleibt stehen, ach ja, und der Kohl Helmut in Oggersheim freut sich einen Ast für seine beste Schülerin.

.

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@stimmviech
>Das hängt davon ab, ob der IM-Vorlauf Larve es in die Holzmedien schafft.

Das ist doch längst bekannt - aus den Holzmedien ;-)
z.B. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-17269572.html

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Vielleicht sehen Sie , verehrter Herr Alphonso, das ein wenig einseitig ("...Akte ins Internet und so...") -- die Akte von Madame ist vermutlich auch "nicht ohne"...

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sagen wir mal so: Ich würde mich keine halbe Sekunde lang wundern, wenn Madamm den ganzen Laden genau so hochgehen ließe wie es der Hausherr hier sagt. Zeit genug ist noch. Und Ablenkung wird ja auch dringend gebraucht, immerhin geht am 23. März Griechenland pleite, ganz raffiniert inszeniert, zumindest rumort sich das grad recht laut zusammen von allen möglichen Seiten. Und dann war da noch die Sache mit Syrien, dem Iran und alledem. Und der BDI ist im Keller. Übles Zeichen, hatten wir ja doch schonmal, damals, 2008. Da kommt so manches auf uns zu im schönen Lenz, und da brauchts eben viel Bohei, damit der Michel weiterpennt.

Sowieso find ich die Alte langsam richtig unterhaltsam. Die sah am Sonntag aus als könnte sie gar nicht mehr aufhören, heiß zu pissen vor Freude. Sehr im Gegensatz zu Herrn Gauck und seinen Freunden aus der Politik.

Und nun wirklich: Die Uckermärkische wäre wohl eher nicht da, wo sie jetzt ist, wenn ihre Akte irgendwo herumläge. Man kann ihr mancherlei Nachsagen, aber bei der Frau Dummheit anzunehmen oder gar Nachlässigkeit grenzt an Wunschdenken.

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Die Nummen von Frau Mohn und Frau Springer hat sie jedenfalls vermutlich nicht lange suchen müssen.

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Institutionelle Bevorzugung
"Seine Kinder durften in den Westen übersiedeln und ihn sogar danach wieder in der DDR besuchen.

Er selbst durfte auch gen Westen reisen.

All diese hohen Privilegien hat er genossen, ohne eine echte Gegenleistung zu erbringen?

Wirklich außergewöhnlich, der Mann!"


Naja, sooo außergewöhnlich ist das alles nicht. Die DDR-Bonzen haben den DDR-Pfarrern ab den 80ern einige Priviligien eingeräumt. Kenne das aus der näheren Verwandtschaft. Da musste man nicht zwingend kooperieren.

Just my two cents.

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Aber im Widerstand war man da auch nicht gerade.

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Nee, benign_neglect!
Aus meinen langjährigen Verbindungen sowohl zu kritischen wie SED-konformen Kirchenleuten (die Dissidenten waren immer eine kleine Minderheit), weiß ich, dass das, was Du hier erzählst, völlig irreal ist. Das wäre eine andere DDR gewesen. Bereits eine indifferente, unpolitische Haltung reichte aus, um Probleme zu bekommen.
Privilegien, gar solche Hämmer der hier erwähnten Art, gab es bei weitem nicht einmal für alle, die konform waren. Da mußte man schon zu den 110%igen gehören, um sich überhaupt Hoffnungen darauf machen zu können. Und nur begeisterte Verbalbekenntnisse zum Arbeiter- und Bauernstaat reichten da auch nicht aus. Das gab's als Belohnung für langfristiges aktives sich Bewähren.
Und nachdem die Nummer nun im Arsch ist, stellt man sich hin und erklärt, das mit den Auslandsreisen wäre quasi der Normalzustand gewesen. Hätte ich in der DDR gelebt und hätte reisen dürfen, dann würde ich heute darüber aber ganz fein stille schweigen.

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@noergler
Volle Zustimmung! Genaue so sehe ich das auch, und ich war live dabei.

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?
Nehmen wir also an, der G. war eine regimetreue "Larve". Dann bleiben immer noch zwei Fragen offen:
Was war der Grund, ihn zum Leiter der Stasiunterlagenbehörde zu machen? Es wäre ein Leichtes für die damalige Bundesregierung gewesen, unbescholtene bzw. "saubere" Kandidaten herauszusuchen. Also - warum? Jetzt muss aber echt eine gescheite Verschwörungstheorie her...
Warum erhob (ausgerechnet) der letzte DDR-Innenminister (so ziemlich als einziger) die Stasi-Vorwürfe gegenüber G.? Da werden doch auch andere pissed gewesen sein, dass so ein Mitläufer den Aufstieg bei den Wessis schafft; wäre doch eine prima Möglichkeit gewesen, ihn zu Fall zu bringen.

Der G. ein Widerstandskämpfer? Vermutlich nicht (da sprechen die gewährten Privilegien, wie oben von noergler beschrieben) dagegen. Aber ein Vasall des Regimes? Nein, eher jemand, der geschickt laviert (wie die Kollegin aus der Uckermark) - aber zumindest nie die ganz dicken silbernen Löffel geklaut hat.

Ob dies als Minimalanforderung im Hinblick auf das Amt des BP ausreichend ist, darf jedoch bezweifelt werden.

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Das sehe ich genau so. Nach meiner Erinnerung hat die DDR in den letzten Jahren eher selten gestraft, um nonkonformes Verhalten zu ahnden. Und fast nie hat sie Belohnungen ausgeteilt, um besonders konformes Verhalten zu belohnen. Moralische Überlegungen waren den meisten Staatsvertretern (und der Stasi sowieso) fremd - es ging darum, die eigenen Amigos zu pushen und die gegnerischen aus dem Feld zu schlagen.
Natürlich war Gauck ebensowenig ein Widerstandskämpfer wie Merkel. Ob sie bewusste Stasi-Zuträger waren (was ich bei Gauck für unwahrscheinlich halte, aufgrund seiner dezidiert anitkommunisitischen Haltung), werden wir wohl nie erfahren. Denn es ist wohl ziemlich klar, dass nicht nur Merkel betreffende Akten, sondern auch die über Gauck in den entscheidenden Teilen nicht mehr verfügbar sind.
Dass der IM-Vorlauf "Larve" vorhanden ist, zeigt nur, wie belanglos die Existenz eines solchen Vorlaufs ist. Wenn es da etwas Brisantes gibt, dann liegt es ganz woanders.

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....die deformierten gestalten dieses landes hoffen nun, dass dieser mann ihnen ein wenig von dem zurueckgeben kann, was sie selbst in 20 jahren verkauft und verspielt haben.....

liebe leute, auch er wird euch euer laecheln, eure seele und eure identitaet nicht zurueckgeben koennen. ihr habt jetzt alle grosse fahrzeuge, tolle titel und nervige ehefrauen....akzeptiert endlich, dass ihr ausgestorben seid und lebt brav und ruhig als tote weiter :-)

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Bitte Ablativ ..... Infern00000
wenn ich meinem 12 jährigen jeden Tag korrekte Casi abverlange, so bestehe ich, im Wohnzimmer der Gebildeten und Geisteskinder hier auf den Ablativ. Meine Kinder denken sonst: ich lese Schund.

Woher treten Sie heraus? --> (never ever Genitiv!)

Wollen wir dem Don zugute halten, dass er sich vertippt hat.

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Lieber Scarlatti, wenn schon, denn schon ... doch eher Casus... sorry, aber da ich keine Lehrerin bin, ist der kleine Tip fürs Wohnzimmer der Gebildeten vielleicht erlaubt?

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Iss ja recht ... Casus gehört zur U-Deklifaction.... irgendwie lag mir Casi von meinen Lateinlehrern noch im Ohr. Sagt man doch ? Kasi ? Oder nicht ?

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Und Ablativ ist auch nicht zwingend: "inferni" kann man doch als Genitivattribut zu "regis" lesen: des Königs der Hölle. Beim Ablativ würde ich auch noch ein "ex" erwarten. Soweit meine Don-Exegese. Ist ja in jedem Fall eine steile Variante des lateinischen Hymnus!

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Das steht genau so bei Dante am Anfang des letzten Höllenkreises: Die Banner des Höllenkönigs kommen auf uns zu.

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Oh, danke für den Hinweis. Dann also eine steile Variante von Dante - ich hatte sie Ihnen zugetraut!

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"The four words constituting the first line of Inferno 34, however, are and are not Virgil's own words. On the most obvious level, these words are his own in that the text attributes them to him. At the same time, they are not his, since they are a quotation of the first line of a hymn by Venantius Fortunatus. And yet, the last word, inferni, must be attributed to Virgil under all respects, for he utters it without borrowing it from the hymn that Venantius Fortunatus wrote in honor of the cross and Christ. Through Virgil, Dante the auctor, therefore, rewrites and parodies this sacred hymn at the conclusion of the infernal cantica exactly when the two wayfarers approach Lucifer. Although neither name is mentioned, both are conjured up. Inferno 34 thus begins by invoking a contrastive binomial, Christ and Lucifer."
http://www.brown.edu/Departments/Italian_Studies/LD/numbers/03/cervigni.html

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@wivo ok .... Genitivattibut zum König, so hab ich das bisher nicht gelesen.

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Nun,
es fehlen noch Bundesratspräsident, Bundestagspräsident und Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Dann hätte man schon genug abgedeckt.

Ich überlege, ob man vielleicht auch noch ein Eisen als Generalinspekteur der Bundeswehr im Feuer haben sollte, so für die Exekutive?

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Beckenbauer!
Oder Til Schweiger. Wenn schon Populismus, dann richtig.

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franz beckenbauer wäre die bessere wahl gewesen, soviel ist mir jetzt schon klar. jedenfalls hat der mehr von der welt gesehen und mehr bewegt, als der soeben abgewulffte. und wenn der frischgegauckte ein gotteskind, kein weltkind ist, na ja, um es mit dem kaiser selbst zu sagen, schaun wir mal.

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Versteh ich nich,
was dem Mann jetzt vorgeworfen wird.
Nach Durchackern der nächst greifbaren Artikel, auf die sich das Bashing stützt (darunter einer von Peter-Michael Distel!!!), kann ich jetzt nicht grad direkt Vorwerfbares erkennen. Kein IM, keine Vorteilsnahme, geschweige denn echte Ansätze dazu. Ein Haufen wirft ihm falsche Gesinnung vor, ein anderer kombiniert einen Kessel Buntes in Richtung Verschwörungstheorie.
Der Mann ist ja auch nicht ganz mein Fall, aber erstmal offensichtlich nicht einer von denen, die die Hand aufhalten oder andere ans Messer liefern.
Ehrlich halte ich es für ausgeschlossen, daß er das Amt überlebt hätte, bei all dem Gift und Galle, die die alte DDR-Nomenklatura gegen ihn pflegt, wenn was an den IM-Gerüchten dran wär. Die hätten den schon geknackt.

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Wer kann mir erklären, was das eigentlich war, diese DDR?
Wo ist HansMeier, wenn man ihn mal braucht?

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Saß Gauck im Politbüro links oder rechts neben Ulbricht?

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Westreisen als Privileg?
Offen gestanden, war mir der Vorwurf gegen G. neu. Nach kursorischer Recherche finde ich allerdings auch keine Nachweise für Westreisen Gaucks nach 1961.
Bis zum Mauerbau waren "Westreisen" selbstverständlich jedoch kein Privileg, sondern Alltag. Helmstedt, Friedland...
Außergewöhnlich ist also nicht die Reise, sondern die Rückkehr. Aber daraus einen Stasivorwurf zu konstruieren, scheint mir dann doch interessengesteuert zu sein.

Und seine Söhne? Konnten 1987 ausreisen. Wer da glaubt, das sei ein Privileg für Linientreue gewesen, irrt aber ebenso. Außerhalb kontrollierter Reisen im Rahmen von Sport und Kultur war Linientreue da eher kontraproduktiv, sieht man einmal von die Regel bestätigenden Ausnahmen wie Sudel-Ede ab.
Ausreisen konnten vielmehr die Nörgler, die unter Inkaufnahme von Drangsalierungen an ihren Ausreiseanträgen über Jahre festhielten sowie besonders unliebsame Personen, Freigekaufte und ein paar Glückspilze.
In welche Kategorie gehörten die Gauck-Söhne?

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"Saß Gauck im Politbüro links oder rechts neben Ulbricht?"

Als Honnecker dort nicht mehr saß, saß Gauck – genau dann – bei den Bürgerrechtlern.

Du solltest jetzt aber deine Tabletten nehmen, Fritzl, sonst sitzt du auch nicht im Politbüro, sondern in der Klapse.

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Ironie ist eine bittere Arznei, Sie Nörgler. :-)

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@ molinero
Junge, Du hast echt keinerlei Ahnung von dem was Du schreibst.

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Ob Sie ein wenig konkreter werden könnten?

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@sylter:

Die Söhne vom Gauck gehörten in die äußert seltene Kategorie derer, die kurz nach ihrer Ausreise in den Westen wieder ihren Vater in der DDR besuchen durften.

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Die Linkspostille "Junge Welt" hat in der heutigen Ausgabe ein Interview mit einem ehemaligen MfS-ler aus Rostock.

https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2012/02-22/107.php (nachzulesen hier: http://www.lsa.k-p-d.org/resources/Gauck.htm)

Der stellt die Sitution so dar:

" Stimmt es, daß das MfS Gauck Vergünstigungen gewährt hat?


Das ist richtig, das war von uns als Vorleistung, als vertrauensbildende Maßnahme gedacht, um ihn auf eine Werbung als Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) vorzubereiten. Er kam in den Genuß zahlreicher Sondererlaubnisse, die kaum einem anderen DDR-Bürger gewährt wurden. Z.B. durften seine Söhne in die BRD übersiedeln, sie konnten auch jederzeit zu Besuchen wieder in die DDR einreisen. Aus Anlaß dieser Übersiedlung durfte Gauck per Sondergenehmigung sogar mit in den Westen fahren. Ferner kamen wir seinem Wunsch nach, für seine privaten Zwecke den Import eines VW-Transporters zu ermöglichen.

Die Werbung als IM ist aber offenbar schiefgelaufen …

Das stimmt, es war ein grober Fehler unserer Dienststelle, anzunehmen, Gauck könnte geworben werden. Er ist immer ein erbitterter Gegner des Sozialismus geblieben – eine Zusammenarbeit schied daher für uns aus. "

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@ molinero:
Daß wir uns nicht falsch verstehen: ich möchte nichts ausschließen. In der Tat wurden Übersiedler "in der Regel" (Eppelmann in einem Skript für die Adenauerstiftung) mit einem Einreiseverbot belegt.
Sollte die von personne wiedergegebene Schilderung jedoch zutreffen, gehörten die Söhne damit in die Kategorie der Glückspilze.

Und um schließlich meine Apologetenrolle beizubehalten: Die Schenkung eines VW von West nach Ost war 1988 auch nicht mehr soo ungewöhnlich.

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Die Geschichte der DDR muss umgeschrieben werden: VW- Busse waren in der DDR nicht ungewöhnlich.

Nach der Ausreise in den Westen konnte man -mit ein bißchen Glück- mal wieder die Familie im Osten besuchen fahren.

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http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ddr-generation-ost-golf-1745382.html

Im übirgen schließe ich mich kurzerhand funzen (20:13 Uhr) an.

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Ich finde es schon amüsant, dass die englischsprachige Presse Gauck als "Dissident" bezeichnet.

Ich suche ja immer noch nach einer Aktion Gaucks, die ihn für diese Ehre qualifizieren würde.

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Er hat immerhin dem Mfs der DDR unter cleverer Vorspiegelung falscher Tatsachen einen West-VW-Bus aus dem Kreuz geleiert und damit den ökonomischen Niedergang des Staates beschleunigt.

Vielleicht war das aber auch nur die Erprobung völlig neuer Taktiken seitens des Mfs in den letzten Zügen der DDR:

Stramm antikommunistische Bürgerrechtler- Dissidenten- Pfaffen mit einem VW- Bus zu bestechen versuchen, um sie auf Linie zu bringen.

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wobei es bei den evangelen (west) die bruderhilfe für die evangelen (ost) gab. die war praktisch, sie wurde den kirchenangestellten gleich vom lohn einbehalten. für devisen aus dem westen liess die ddr, bzw, die sed und ihre blockpfeifen, sogar kupferblech für kirchendächer im osten liefern. kupfer war in der ddr ein rarer artikel, dort wurden stromkabel aus aluminium gefertigt.

es gab auch so etwas wie genex oder jauerfood, dort konnte der westmensch bestellen, so von nutella bis zum barkas, was der ostmensch dann bekam, sobald die zahlung erfolgt war.

weshalb ich annehme, dass der vw-bulli von der evagelischen kirche west gesponsert war.

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Huch, wo ist denn der Beitrag von 19:38 hin? -

Gauck soll einmal in seinem Volvo das Lied "Auf die Bäume ihr Affen" gepfiffen haben. Ein anderes mal angeblich die Titelmelodie von Polizeiruf 110.
-
Wieder ernsthaft!
Der gemeine Westintellektuelle hat zu Recht Angst vor diesem groben Klotz Gauck, der nicht die Weichspülerlehre vorweisen kann, die jeden gelernten Politiker der BuRepD der letzten Jahrzehnte auszeichnet.
Wir müssen jetzt ganz stark sein!

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....das einzige, was mir suspekt ist, ist dass diese typen mit "mitte 70" noch so eine kraft & aufbruchstimmung zum hoechsten lehramt haben, waehrend mich mit "mitte 40 " schon kraftlosigkeit & desillusion beschleichen.

wie machen die das? was treibt diese typen denn? ich komm einfach nicht dahinter....

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Lieber miner, der Sie hier schon auch Eloquenz und Esprit gezeigt haben:

Bei diesen Typen wie als Beispiel Gauck ist es der klassische Pakt mit dem Teufel- mit all diesen Annehmlichkeiten! - der ihnen die Kraft verleiht...

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Oh, der klassische Pakt.

Daran erkenn’ ich den gelehrten Herrn!
Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern,
Was ihr nicht faßt, das fehlt euch ganz und gar,
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr.

Jetzt schalten wir wieder um zum Wetter.

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Der Pfarrer Gauck könnte niemals Bundespräsident werden (trotz all seiner überragenden intellektuellen Verdienste!) wenn er nicht unsere Angriffskriege gegen andere Völker befürworten würde.

Ich weiß schon: Gegen Angriffskriege zu sein ist heutzutage Außenseiter- Meinung; einem Pfaffen diesbezüglich metaphorisch einen Pakt mit dem Teufel vorzuwerfen, halte ich jedoch weiterhin für durchaus stimmig.

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.... mir wuerd der pakt mit dem teufel nix geben.

also, mit nutten, hotelsuites, koks, upgrades in ner flugroehre, milliarden von goldbarren, macht ueber massen von gestalten oder als demokratiedozent im buergerhaus vor irgendwelchen grauhaarigen gestalten im deutschen hinterland und all so nem wirren kram kann man mir irgendwie kein richtiges interesse am dasein abknoepfen. und schon lange keine lebenskraft.

ich glaub, ich hab n problem :-) also, belassen wir es fuer heute dabei. ich versteh's also immer noch nicht, woher diese uralten saecke diese uebermenschliche kraft hernehmen....

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@ molinero
Meine mutter war zwei mal im jahr mit blauem Reisepass im Westen.
Der Grund war der, das sie ihre Familie nach Vertreibung aus Niederschlesien wiedergefunden hatte. Grund für die genehmigten Reisen war die Tatsache das meine Großeltern (Großmutter schwanger) von einem russischen Offizier umgebracht worden sind. Und zwar so bestialisch, das beide anwesenden russischen Soldaten ihren Offizier umlegten, worauf es zum Kriegsgerichtsverfahren in der Roten Armee kam, was ja eigentlich auch wieder nicht sein durfte. Also durfte dann nach ' 61 meine Mutter immer in den Westen fahren, Ehemann und Kinder natürlich als "Vorsorge" zuhause lassend. Meine Stasiakten suche ich heute noch, noch immer nicht wiedergefunden. Im übrigen konnte man ab so 1983 für Westvaluta im intershop Golf, Trabants, Ladas oder Wartburgs kaufen, in den letzten ökonomischen Zuckungen der DDR sicher auch manches andere, nur hieß es dann halt seit Anfang der 80er Jahre "Forum-Shop". Oder sein Erbe in Westgeld bei der Staatsbank parken und davon einkaufen usw, usw. da war der Himmel weit und es bedarf wirklich keiner "Enthüllungen" der Jungen Welt mehr. Ökonomisch war die DDR schon Anfang der 80er Jahre ziemlich fertig. (bis auf den immer Vorrang habenden Verteidigungshaushalt). Hier haben einige von der DDR soviel Ahnung wie vom Mond; kein Thema, ich dafür von Mallorca auch nicht.

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@ funzen
> “es bedarf wirklich keiner "Enthüllungen" der Jungen Welt “

Nein, derlei bedarf es wirklich nicht. Natürlich ist das keine “Enthüllung”, aber es belegt immerhin, dass nicht einmal der damals zuständige Oberst Feindbearbeiter bei allem diffamierenden Unterton behaupten kann, was hier von einigen mal eben locker aus dem Handgelenk geschüttelt wird: Gauck sei ein aktiver Zuarbeiter des Regimes gewesen, womöglich gar IM. Naja, stattdessen wird dann halt der diffuse, interessengeleitet (siehe auch Diestel) aufgebaute Begriff des “Begünstigten” adaptiert. Wie Sie und sylter77 schildern, ist das alles differenzierter zu betrachten. Die Söhne wird man womöglich auch nicht einfach in die Kategorie “Glückspilze” sortieren mögen, der ältere Sohn z.B. erinnert sich da nicht unbedingt an Annehmlichkeiten
http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1798778/Bruchstellen-Christian-Gauck-ueber-seinen-Vater.html

Das soll natürlich nicht heißen, dass man Gaucks Selbstinszenierung als Bürgerrechtler nicht hinterfragen dürfte oder die Art seiner Amtsführung als Behördenchef in Sachen Stasi-Akten unproblematisch finden muss. Oder das, was er sonst so denkt und sagt.

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Ein alter DDR-Pfarrer im "Tagesspiegel" über Gauck:
"Sie behängt ihn mit Würdigungen, die er nicht verdient“, erklärte der 82-jährige Tschiche am Mittwoch in einer Stellungnahme. Gauck habe sich in München bei einer Preisverleihung mit den Geschwistern Scholl vergleichen lassen „und wurde noch nicht einmal schamrot. Er hat niemals zur DDR-Opposition gehört, deren Akteure man im heutigen Sprachgebrauch Bürgerrechtler nennt. Er verließ erst Ende 1989 die schützenden Mauern der Kirche und kam über das Neue Forum in die Volkskammer“, so Tschiche. Gauck reise „ohne Skrupel“ auf dem Ticket Bürgerrechtler durch die politische Landschaft. „Er ist kein Vater der protestantischen Revolution, sondern er gehört zu denen, die sie beendet haben.“
.

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nach 20 Jahren hacken sich dann die Kraehen
die Augen aus und ueberpruefen erneut die damals adequate Gesinnung ohne sich gekannt zu haben.

Naja, die Junge Welt, die Urmutter des "investigativen Journalismus". Opposition war bis 89 fast nur in den Freiraeumen der Kirche moeglich...

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Das ist die Geschichte, die man uns erzählen möchte:
Wissend, dass er keine Gegenleistungen erbringen würde, hat Gauck listenreich Sonderleistungen satt kassiert.

Wer einen Geheimdienst irgendwo auf dieser Welt, egal ob der Dienst eines demokratischen oder nichtdemokratischen Staats, derart vorführt, reinlegt, veräppelt und lächerlich macht, der ist entweder von Untergangssehnsucht beseelt oder er ist so dumm, dass man schon von geistiger Behinderung sprechen muß.

Gauck hat Spielerchen mit der Stasi (!) gemacht, und die betrogene, vorgeführte, gedemütigte und der Lächerlichkeit preisgegebene Stasi tut – nichts. Es passiert nichts. Es ist so, als ob gar nichts gewesen wäre.

Das ist die Geschichte, die man uns erzählen möchte.

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@noergler:
(auch als Antwort auf das Posting von oben)

Ich bin in der Täterä aufgewachsen, in meiner Familie und im Freundeskreis meiner Eltern gab es eine ganze Reihe von "Kirchenleuten". Und diese hatten nun einmal pauschal eine Reihe von Privilegien eingeräumt bekommen - believe it or not. Reisefreiheit zählte dazu, genauso wie die stillschweigend akzeptierte materielle Unterstützung durch die Westkirchen. Das war ja gerade das Absurde: eine Menge Pfarrer haben die DDR anlässlich ihres Endes verteidigt, wahrscheinlich weil es ihnen persönlich ja gar nicht so schlecht ging, relativ zur Restbevölkerung sogar sensationell gut.

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der ist so leicht, der schwimmt sogar auf milch.

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benign neglect

dann war die kirchenpolitik der sed und ihrer blockflöten mitsamt ihrem staat ddr so etwas wie eine doppelstrategie?

die gläubigen christen, die sich weigerten, dem roten kalb zu opfern - augenfällig durch teilnahme an der jugendweihe - wurden rigoros am aufstieg in der gesellschaft ausgebremst, studium war nicht (wobei, ingenieur dürfte, bei befähigung und bewährung in der produktion noch drin gewesen sein. die gesiteswissenschaften waren klar vom bekenntnis zur sed und ihrem staat abhängig. was dann auch zur folge hat, dass jeder gelernter ddr-bürger, der in der lage ist, einen grammatisch richtigen satz mit nebensatz zu formulieren, auf dem weg dorthin reichlich rotlicht mitbekommen hatte. das, und die genossenen privilegien der akademisierten mitmacher erklärt auch die ddr-nostalgie dieser kreise. wer die ddr abschaffte, waren die arbeiter und bauern des arbeiter- und bauernstaats, die nicht weiter für bonzen und lobredner den rücken krumm machen wollten).

die hirten dieser schäflein waren für ddr-verhältnisse privilegiert, sie durften, was sonst wenige durften, ins kapitalistische ausland reisen. ihre kinder durften studieren, man sah ihnen einiges nach (siehe pastor kasner und seine tochter angela, die nicht nur seinerzeit einmal aufmüpfte sondern auch dabeirecht ungeschoren davonkam. bis heute rätselt man über den preis, den papa kasner dafür zahlen musste). inwieweit auf der ebene superintendent oder landesbischof bewusst kollaboriert wurde (kirche im sozialismus) wäre noch zu erforschen, die beteiligten halten sich da bisher sehr zurück. die katholische kirche war eine minderheit, man segelte da im windschatten.

diese doppelstrategie war nicht ohne erfolg. wenn nach der vereinigung gesagt wurde, deutschland sei protestantischer geworden, ist das insofern unrichtig, als dass deutschland sehr viel heidnischer geworden ist. aus kirchlicher sicht wäre es an der zeit, missionare zu schicken (schönes bild, ein schwarzer missionar in templin, der den kleinen uckermärkern das amen beibringt)

von den mitgliedern der cdu-ost war in kirchlichen kreisen bekannt, dass sie mit der kirche wenig im sinn hatten, das waren blockflöten und -pfeifen, die nicht nach dem erstgeburtsrecht sondern nach dem linsengericht trachteten. was ihnen auch reichlich zuteil wurde.

was heute als friedliche revolution verkauft wird, ist ein austausch von eliten, wobei die sed-bonzen vom trog gedrängt wurden und die blockpfeifen, die in einer politischen sekunde ihre gefolgschaft von honecker auf kohl übertrugen, ihren platz einnnahmen; da sind sie heute noch. fragt sich, was da im beitrittsgebiet an selbergestrickten politikern nachkommt. auch für die alten bundesländer habe ich da wenig hoffnung, dass die jungen es besser machen.

bleibt noch die frage, wo denn die politischen priester der wendezeit gebleiben sind.

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die hirten dieser schäflein waren für ddr-verhältnisse privilegiert, sie durften, was sonst wenige durften, ins kapitalistische ausland reisen. ihre kinder durften studieren

Eine Angela Kasner schon, die Mehrheit der Pfarrerskinder bekam aber die Zulassung zur EOS nicht, auch Gaucks Kinder nicht. Denen blieb dann allenfalls der Umweg, Berufsausbildung mit Abitur zu machen, um danach eventuell Theologie zu studieren - oder eben wie Gaucks Kinder einen Ausreiseantrag zu stellen. Da Pfarrerskinder - im Gegensatz zu Angela Kasner - in der Regel auch weder den Thälmann-Pionieren noch der FDJ beitraten, bekamen sie häufig in der Schule Probleme seitens der Lehrer (ich sag nur "Fahnenappell") und waren überdies ja auch von den ganzen gemeinsamen Aktivitäten ihrer Mitschüler ausgeschlossen.

Dass die evangelische Bruderhilfe auch manches Auto für DDR-Pfarrer sponserte, dürfte mit der Tatsache zu erklären sein, dass die Pfarrer auf dem Land für mehr als eine Gemeinde zuständig waren, also auch in mehr als einer Kirche sonntags Gottesdienst zu halten hatten. Mit einem Fahrrad ist man aber deutlich länger unterwegs und im Winter kommt man nur beschwerlich voran.

Und von massenhaft in die Bundesrepublik zu Besuch kommenden DDR-Pfarrern habe ich damals auch nichts mitbekommen. Es waren eher mal die West-Pfarrer, die ab und an die Kollegen in den ostdeutschen Partnergemeinden besuchten. Die konnten schließlich nicht kommen.

@ jeeves: siehe dazu War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

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danke, arburetum, gute hinweise.

es war also so, dass diejenigen geistlichen, die das rote kalb anbeteten und zum zeichen dafür ihre kinder vom staat der sed sozialisieren liessen, es besser hatten, als die, die das nicht taten.
das war bei den anderen ddr-bürgern nicht anders.

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... wo bei es noch die Frage ist, ob man es als vom SED-Staat sozialisiertes Kind wirklich besser hatte, als wenn man in Distanz zu ihm aufwuchs. Immerhin waren die materiellen Privilegien, die dieser Staat zu vergeben hatte, aus heutiger Sicht eher lächerlich, und die Gefahr, in diesem Milieu engstirnig und dumpfsinnig zu werden, ziemlich groß.

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Liebe Leute, bleibt doch mal ein bißchen am Boden. Ich durfte auch kein Abitur machen, aber ich war kein Widerstandskämpfer. Die DDR war banal, häßlich und ziemlich albern. Aber sie war kein SS-Staat und nicht das schlechthinnige Böse. Und ich muß sagen, wenn jemand Merkel und Gauck ihre Herkunft zum Vorwurf machen will, dann nur von armen Irren.

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@ auch-einer: Dass Angela Kasner "allzeit bereit" war und auch brav das Kulturprogramm der FDJ organisierte, mag eine Rolle gespielt haben, als es um die Zulassung zur EOS ging. Ebenso mag es eine Rolle gespielt haben, dass ihr Vater ja einst von der West-Kirche wegen des Pfarrermangels in der DDR dorthin entsandt wurde. Die DDR-Oberen hatten ja mitunter solche Anwandlungen, Westlern unbedingt beweisen zu wollen, dass die DDR doch der bessere Staat sei.

@ damals: Dass Kinder von SED-Größen nicht unbedingt besser daran waren und zudem sich so ganz und gar nicht zu einer "sozialistischen Persönlichkeit" entwickeln mochten, sah man an Leuten wie Thomas Brasch. Ziemlich arm dran waren häufig die Kids, von denen bekannt war, dass der Vater bei der Stasi arbeitete - die mochte meist keiner so richtig. Außerdem durften die daheim in der Regel kein West-Fernsehen gucken, mitreden konnten die auf dem Schulhof also auch nicht.

@ savall: Zweifellos durften auch haufenweise Teenager aus politisch unauffälligen Elternhäusern nicht auf die EOS. Es genügte doch schon, sich als Junge in der Oberstufe, wenn der nette Herr von der NVA in den Staatsbürgerkundeunterricht kam, nicht länger für selbige zu verpflichten als ohnehin vorgeschrieben. Dann war es mit EOS und Studium - auch mit besten Noten - normalerweise Essig. Selbst wenn die dann den harten Umweg Berufsausbildung mit Abitur nahmen - und dabei nicht unbedingt einen Beruf erlernten, für den sie Neigung verspürten, sondern oft halt irgendeinen, bei dem sie die Chance hatten, auch das Abitur zu erlangen -, bekamen hinterher etliche dann trotzdem keinen Studienplatz.

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Zweifellos durften auch haufenweise Teenager aus politisch unauffälligen Elternhäusern nicht auf die EOS. Es genügte doch schon, sich als Junge in der Oberstufe, wenn der nette Herr von der NVA in den Staatsbürgerkundeunterricht kam, nicht länger für selbige zu verpflichten als ohnehin vorgeschrieben. Dann war es mit EOS und Studium - auch mit besten Noten - normalerweise Essig.

Meine persönlichen Erfahrungen sind anders. Und ich glaube, dass sich die Gegebenheiten sehr stark von Jahr zu Jahr geändert haben.
Beispiel: Verpflichtung zum Längerdienen spielte bei mir bei der Zulassung zur EOS überhaupt keine Rolle; die entsprechenden Gespräche fanden erst in der 11. Klasse statt.
Benotung war bei uns völlig unabhängig von solchen Dingen, ebenso die Zulassung zum Studium (tatsächlich wurde von meiner Hochschule eine Längerverpflichtung als eher problematisch gesehen).
Wie gesagt: Das sind MEINE Erfahrungen; ich behaupte nicht, dass das immer und überall so war. Aber in der Mitte der 80er war das dort, wo ich herkomme, eben genau so.

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Möglicherweise gab es regionale Unterschiede. Freunde von mir erlebten es Mitte der 80er noch anders - von denen durfte keiner auf die EOS, die mussten ihr Abi über die Berufsausbildung machen. In einem Fall bedeutete das VEB Braunkohleveredelung Espenhain (Video), falls das noch jemandem was sagt. Hier auch noch ein Erlebnisbericht über Espenhain zum Lesen, für all die, die kein Video schauen möchten.

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Möglicherweise waren das in der Tat regionale Unterschiede, wobei das insoweit interessant sein könnte, alldieweil meine damalige Region im großen und ganzen ähnlich der Gauck'schen Region ist (Nordost).
Was gern verwechselt wird: Eine Verpflichtung als Offizier war gleichbedeutend einer Zulassung zur EOS, weil eine Offiziersausbildung das Abitur voraussetzte. Es gab natürlich auch eine Abschätzung im Hinblick auf "sozialistische Persönlichkeit" (und dazu habe ich intensive eigene Erfahrungen).

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danke, arboretum und oberlehrer, gute hinweise.

die brikettfabrik in espenhain ist heute eine disco mit dem sinnigen namen cult tanzfabrik.

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@ oberlehrer: Von Ihren Erfahrungen würde ich gerne mehr hören. Wollen Sie nicht doch mal ein eigenes Blog starten? :-)

@ auch-einer: Das wusste ich noch gar nicht, dass das heute eine Disco ist. Dass die den Geruch vollständig aus dem Gemäuer bekommen haben, kann man sich irgendwie kaum vorstellen.

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Was, himmelhilf, ist "EOS"?

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EOS=Erweiterte Oberschule entspricht dem heutigen Gymnasium

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Außerdem ist Ἠώς die Göttin der Morgendämmerung...

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@ der zensor: Für einen schnelle Überblick über das Schulsystem in der DDR gibt es eine vereinfachte Darstellung, ausführlicher lässt es sich dort nachlesen.

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"Was, himmelhilf, ist "EOS"?"

"EOS=Erweiterte Oberschule entspricht dem heutigen Gymnasium ."

"Außerdem ist Ἠώς die Göttin der Morgendämmerung..."

Und Eos ist ein Kleinkabriolett, Zweitwagen für SUV-Mütter.

Es vergingen unfassbare 24 Stunden, bis einer die berechtigte Frage stellte, was EOS sei. EOS=Gymnasium. Man muss das nicht wissen, die DDR ist tot.
Im Ausland heißt die Turnhalle Gymnasium, seinem Namen nach erst eine Nacktkörperschule. Das Geistige kam, wenn überhaupt, später. In manchen deutschen Bundesländern wartet man noch heute auf die Ankunft des Geistigen in den Gymnasien. Aber lassen wir das. :-)

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Gestern las ich einer Zeitung "Altbundespräsident Wulff".
Wow. Wie edel es klingt. Altkanzler, Altbischof, Altbundespräsident.
Was waren das noch für Zeiten mit dem Altbundespräsidenten Wulff! Die gute, alte Zeit.

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