Ich will sofort meinen Kronleuchter!

Liebe Goya AG, liebe trauernde Aktionäre,

Ihr hättet mir glauben sollen. Ich habe Euch doch gesagt: So ein Laden kann in so einem Slum nichts werden, noch dazu, wenn es eine AG ist. AGs haben schon immer dazu eingeladen, mit den Einlagen der Aktionäre rigide umzugehen, ganz besonders, wenn sie noch nicht mal durch einen Börsengang in ein Regelwerk eingebunden sind. Und dann passiert es eben, dass nach einer ersten kleinen Erschütterung plötzlich der Vorstand kaltgestellt wird und Knall auf Fall die Insolvenz da ist.

Wie man aber auch so doof sein kann zu glauben, dass es beim bau beim Kostenvoranschlag bleibt... Wie man aber auch so blöd sein kann, Anteile einer Firma zu kaufen, die Plakatwerbung macht... Wie man auch so dämlich sein kann, sich an einer Firma zu beteiligen, die einem das Blaue vom Himmel runtererzählt... Ich mein, Pleite 3 Monate nach der Eröffnung, das haben selbst die Versager der New Economy kaum hinbekommen...

Wie auch immer: Die venezianischen Lüster sind toll. Ich hätte gern einen. Euch Aktiönäre wird es vielleicht trösten, wenn Ihr wisst, dass Euer schönes Geld nicht ganz verloren ist, schliesslich würde ich 5% vom Neupreis zahlen. Der typ, der sich das Vermögen des Goya krallen und Euch damit ohne einen Cent dastehen lassen wird, zahlt sicher weniger.

Freitag, 3. März 2006, 18:20, von donalphons | |comment

 
dann aber schnell mit den lüsternden leuchtern, denn falls es stimmen sollte, dass die löhne der belegschaft noch ausstehen, könnte es nämlich sein, dass die heut abend zur kompensation fix von der decke geschraubt werden...

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Nun gut. Wenn da aber oben schon jemand hängt, muß erstmal die Spurensicherung ran.

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Wenn das Personal heute plündert, dann ist es in ein paar Wochen auf dem Trödel beim Mauerpark. Und bei der Höhe des Goya gibt es weniger aufwändige Methoden - aber da passiert nichts, ist ja eine AG mit Vorstand, und der ist sicher versichert.

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Ich will auch einen!

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Im Saal hängen gerade mal 12 Stück, da sollte man sich schnell rühren. (Wo hänge ich die nur hin...)

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Vielleicht die Decke zwischen der freien Wohnung und dem Dachgeschoß rausnehmen?

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Örgs - da habe ich heute gerade einen hingehängt. Aber bei meinen Eltern in der Halle, da wäre Platz, und im Aufgang zum 3. Stock. Hm.

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Taugen die Dinger eigentlich überhaupt, oder ist das gegossener Klimbim mit Plastikeinfassungen um die Drähte? Wundern würde es mich ja nicht.

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Der markt für solche Monster ist nicht gross, noch dazu, wenn sie nicht elekrifiziert sind. Und gerade die Lüster a la facon venice werden in der Grösse zu selten nachgefragt, als dass sich sowas lohnen würde.

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Im Saal hängen gerade mal 12 Stück, da sollte man sich schnell rühren. (Wo hänge ich die nur hin...)

Ich glaube, da wird sich sehr schnell eine Lösung finden. Frau Mama wird sich elf Stück ausleihen. ;-)
Ok, nur zehn - einen kassiert die Schwester.

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Frau Mama hat sich schon vier Stück ausgeliehen. So schaut´s aus. Neben dem Altbestand ist für 10 kein Platz mehr, es sei denn im Speicher.

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Ich würde auch einen nehmen.

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Vielleicht sollten wir den Klub übernehmen für einen Euro, die Kronleuchter rausreissen, und dann weiterverscherbeln.

Weil: Wert ist der Club eigentlich gar nichts. Die Immobilie gehört ihm nicht mal.

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Wäre auch endlich mal Platz für die blogger-Lesungen.

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Kritiker könnte man auch schnell entfernen lassen, sei es durch die Türsteher oder via Luftpost aus dem obersten Rang.

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Respekt: 3 Monate. Das ist eine reife Leistung. Anscheinend hatte der Vorstand nicht mal Rücklagen gebildet, um Anfangsverluste auszugleichen und ein anständiges Werbekonzept zu finanzieren. (Wenn man überhaupt davon überzeugt war, dass so ein Konzept in Berlin Zukunft hat).

Und unter den Aktionären sind etliche, die in den Medien als Vorbilder gehandelt werden.

Sowas geht auch nur in Berlin.

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Was will man Rücklagen bilden, wenn das ganze Geld schon beim bau flöten geht. Der Irrsinn ist doch, dass die das irgndwann gemerkt haben müssen, und trotdem immer fröhlich weitergeworden haben.

In München hat sich einer wegen der Millionenverluste in seinem Thailokal gerade ins Ausland abgesetzt, so geht das richtig.

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Wie sagte schon der alte Abs:
Kleinaktionäre sind dumm und frech.
Dumm, weil sie ihr Geld geben, frech, weil sie dafür mitbestimmen wollen.

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2300 Aktionäre werden vielleicht das nächste Mal besser nachdenken, wenn sie sich nochmal fragen, wohin mit den 1980 oder mehr Euro. Zum Beispiel direkt die venzianischen Lüstermacher unterstützen. Für 1980 Euro bekommt man schon was ordentliches.

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Was will übrigens der Beck mit Lüster auf Manila?

DAS wäre eine Romanvorlage.

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mal schaun, wann bei dem die Zielfahnder zuschlagen. Aber er hat es echt dumm gemacht: Ein Mittelständler in meiner heimat hat Pleite gemacht und ein halbes Dutzend Firmen mitgerissen, und dennoch lebt er nach 3 Jahren des Untertauchens heute als unbescholtener Bürger in einer grossen Villa vor der Stadt. So kann´s gehen - aber das raffen natürlich die Berliner nicht.

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Insolvenzrecht - Aufklärung bitte
hi,

im Tagesspiegel steht, das Rechtsanwalt Fromm vom Kudamm Insolvenzverwalter ist. Gleichzeitig soll er aber im Aufsichtsrat der GOYA AG sein.

Wird der Inso-Schlachter nicht i.d.R vom Amtsgericht bestellt und sollte dieser nicht "neutral" sein?


Verwirrt bin...

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es gibt inzwischen sowas wie eine Insolvernzverwaltung unter eigener Regie, wenn das Unternehmen damit besser überleben kann. Und noch ist es die vorläufige Insolvenzverwaltung. Die müssen sicher erst mal prüfen, wie gross die Löcher sind und wen sie dafür bluten lassen.

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@ pleite
Wundert mich eigentlich wieso die Pleite sind. Haben doch eine so schöne FLASH-Seite

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Die Seite ist doch Oberschrott
Bei höherer Bildschirmauflösung kaum lesbar
Flash Müll.... wahrscheinlich sind die Lüster auch nur Blech

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Glaube ich nicht - wie auch immer: Zusätzliche Einrichtungsfreuden könnten demnächst auch aus dem China Club Berlin kommen, noch so einer Mitglieder-Veranstaltung, die wohl nur so richtig voll ist, wenn Firmen das Teil mieten. Da hört man auch so rauchige Sachen, nachdem die Gründerfamilie Jagdfeld so gewisse Probleme in ihrem Immobilienimperium haben soll. Sollte es demnächst eine Medienoffensive geben - Johurnaille darf dort dann vielleicht kostenlos tafeln - ahnen Wissende, wie es darum bestellt ist.

Trotz der üblichen Schickis und Mitgliedergebühren, die das Goya erheblich übertreffen, scheint es da trotz teurem Koch also nicht zum Allerbesten zu stehen. Ich fand meinen Chinesen im Wedding besser, und nicht weniger frisch. Also, warum sollte man sich sowas in Berlin antun, wenn es ohnehin niemanden gibt, der das in dieser Stadt schätzt?

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yep. Ich war damals bei der Eröffnungsveranstaltung, und schon da konnte man sehen, daß das Publikum nicht ausreichen wird, um auf Dauer die Miete zu bezahlen. Der Geschäftsführer von dem Laden wurde ja auch schon ausgetauscht.

Und die eine oder andere Filmpremierenparty wird wohl kaum auf Dauer reichen, den Laden am Laufen zu halten, dafür gibt es genügend Alternativen in Berlin.

Wenn's den China Club noch länger als 2 Jahre gäbe, würde mich das wundern. Schade um die 20k Aufnahmegebühr der Mitglieder :-)

Aber sieh's positiv: Mingvasen sind doch besser als Kronleuchter, Dottore Alphonso.

Wenn einer von diesen komischen Businessclubs überlebt, dann maximal der BCC, da er von den Aufnahme- und Jahresgebühren dem Berliner Preisniveau halbwegs angepaßt ist.

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Wie sich Prophezeiungen erfüllen
Wie lustig. Pleite. Dabei hatte ich doch acht Monate geschätzt. Fünf Monate zu früh.
Hm. Da war der Name «Glückstein» wohl nicht Programm.

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Hm. "Wer im Glück sitzt, soll nicht mit Steinen werfen"?

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Klatsch ums Goya
Hier noch einige Insider Infos:

Der Vorstand hatte sich im Vorfeld der Eröffnung 3 Monate in Barcelona einquartiert , nur um baskische Küche zu testen.
Danach ging es nach Venedig, um Gläser zu kaufen.
Die Djs hat man in New York gesucht.

Alles auf AG Kosten.

Ich finds nur für die Handwerker fies, aß die jetztt die Zeche zahlen. 3.000.000 Euro sind alleine hier offen.

Glückstein hat ja in der Zeitung gesagt, er könne jetzt endlich mal wieder in Ruhe ein Glas Wein in der Lützowbar trinken und neue Projekte angehen.
Das ist eine Beleidigung der Handwerkerfirmen.


Striker

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