Wikileaks-Fallout: Prostitution doch nicht verdammen

Irgendwie hatte ich bei Wikileaks ein sehr schlechtes Gefühl; das Gefühl, bald eine Reihe von Regionenn zu kennen, die zu boykottieren ich nicht umhin hönnte. Italien sah ich da leider als eine der ersten Unterdrückernationen an.

Statt dessen: Australien. Gut, das spielt ohnehin keine Rolle. Schweden. Als kleiner, dunkler, fetter Bayer wollte ich da allein schon aufgrund meiner Aversion gegen grosse, blonde Schränke nie hin.

Aber dass ich zu dieser Liste irgendwann auch emanzipierte Frauen rechnen würde, hätte ich nicht gedacht.

Nur mal so theoretisch: Sexuelle Übergriffe werden in Schweden nach Rechtsgrundsätzen und mit Folgen definiert, die einen Mann, vorsichtig gesagt, massiv der Willkür seiner Geschlechtspartnerin, ja sogar Bekannten oder zufälligen Begegnungen aussetzen. Jetzt wirklich mal weg von Assange und aufgrund eigener Erfahrungen mit Stalkerinnen, die ich ab und zu im Briefkasten habe: Da stehen dann wirklich krude Dinge drin, von denen die denken, dass ich sie mit ihnen tun würde. Da werden bescheuerte sexuelle Wünsche auf mich übertragen, wie etwa ein Kinderwunsch mit ihr (ich! Ausgerechnet!), da wird aus meinen FAZ-Texten die Einladung herausgelesen, dass man gleich mal vorbei kommen soll und ich sie am Bahnhof abholen will.

Was passiert, wenn so jemand wirklich vor meiner Tür steht, keine Zeugen da sind, und die eine klare Absage dann als Anlass nimmt, durchzudrehen und mit so einem irren Weltbild dann sauer zur Polizei zu rennen? So etwas ist hier in Deutschland schon unerfreulich genug, wenn man allein an der fehlenden Briefmarke merkt, dass die Person tatsächlich da war. Aber wie ist das erst in Schweden, wenn man an die Falsche gerät und die selbst bei einvernehmlichen Sex ein paar Tage danach alle Möglichkeiten hat, einen ins Gefängnis zu bringen - einfach mit der blossen Behauptung, es wäre kein Kondom im Spiel gewesen? Wenn schon der Umstand, allein mit einer Frau in der Wohnung zu sein, für eine Erpressung und übelste Folgen ausreicht?

Ich bin nun wirklich familiär gegen Prostitution geeicht, das ist neben Alkohol, Drogen und Glücksspiel wirklich nicht vorgesehen - aber unter solchen Bedingungen könnte ich es nachvollziehen, wenn jemand lieber zahlt - einfach, weil man im Bett nicht an solche Risiken denken will. Kein Gefühl, nur Geschäft, reine Dinestleistung, aber auch keine Klagen. Aber da ist ja das nächste Problem: Prostitution ist in Schweden auch verboten.

So gesehen fange ich doch an, dem guten, alten, bayerischen 2. Heiratsmarkt positive Aspekte abzugewinnen: Da weiss man in etwa, was man bekommt, jede Menge Gefühlsmüll aus vergangenen Ehen und das Elend der Einsamkeit - aber wenigstens keinen Haftbefehl durch eine durchgeknallte Staatsanwältin eines scheinliberalen Landes, das in Sachen Frauenrechten so fortschrittlich ist, dass es in dem finsteren Loch der Sexualverfolgung landet, das Bayern schon lange verlassen hat.

Mittwoch, 8. Dezember 2010, 18:48, von donalphons | |comment

 
Ja, das ist wirklich immer eine aeusserst schwierige Sache im Einzelfall zu beurteilen, wer den nun die Wahrheit sagt.
Abseits allen Medienrummels wird es ja gerade im Fall des Wetteransagers wieder deutlich.
Es gibt eben meistens nur einen Zeugen und der ist eben gleichzeitig das Opfer.
Und nicht selten wird gerade bei entaeuschten Erwartungen ploetzlich der Vorwurf einer Vergewaltigung erhoben.
Allerdings muss man einen solchen verdacht sehr vorichtig und behutsam aeussern, um Vergewaltigungsopfern nicht Unrecht anzutun.
Wie wichtig das wissenschaftlich fundierte Glaubwuerdigkeitsgutachten ist, hat der BGH in seiner Entscheidung BGHSt 45, 164 deutlich gemacht.

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Tja, die Gutachten - und ihre Erstatter
"Seriöse Sachverständige halten sich an das Wort des großen Psychiaters Klaus Dörner: „Die posttraumatische Belastungsstörung ist ein interessengeleitetes Modekonstrukt, an dem Sie Ihre Patienten nach Möglichkeit vorbeisteuern sollten.“

Wie wesentlich wichtiger Menschenverstand und Lebenserfahrung sind, macht sogar so ein Kavallerist der Rechtspflege deutlich:

http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&item=5609

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Naomi Wolf hat das Thema wunderbar ironisch in einem "Brief" verarbeitet: Hier.

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Und "Jill" in einem feministischen! US Blog meint dazu, "that we can chew gum and walk at the same time."
Dem ist eigentlich wenig hinzuzufügen.

http://www.feministe.us/blog/archives/2010/12/08/naomi-wolf-assange-captured-by-the-dating-police/

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Das Ausrufezeichen beim feministischen US-Blog erübrigt sich, denn Wolf und Jill sind sexpositive Feministinnen. Es gibt wahrhaft andere feministische Positionen als die Frauen-sind-immer-Opfer-Haltung.


http://de.wikipedia.org/wiki/Sex-positiver_Feminismus


Das sagt über die Schuld oder Unschuld von Assange und Kachelmann aber imho überhaupt nichts aus.

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Prostitution
ist hier oben noch viel lustiger. Es ist nämlich NICHT verboten Liebesdienste gegen Bares anzubieten. Es ist sogar höchst legal. Verboten und illegal ist es nur für solche Liebesdienste zu bezahlen, sprich das Angebot anzunehmen ;-) . Der, insbesondere schwedische, Feminismus ist eben was er immer schon war: krankhaft. Ach btw. : Die Dame die Julian angezeigt hat hat offenkundig beste CIA Beziehungen und ist an der Universität von Upsalla für "Gender Equality" , was immer das auch sein soll, stattlich besoldet... Denke sich nun jeder seinen Teil dazu.

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Auch in Deutschland
sind die Gefahren, Opfer von Falschbeschuldigungen zu werden, so gering nicht. Ein bekannter Mannheimer Fall illustriert das.
Das Problem ist ein unangenehmes für eine aufgeklärte Gesellschaft: insbesondere die Frau an sich scheint zu Wahnentwicklungen bezüglich Opferwerdung zu neigen, wenn es gilt, Frustrationen und Enttäuschungen zu bearbeiten.
Die Religionen wußten bzw. die einzig prosperierende weiß das. Deshalb hat sich meine Abneigung gegen letztere auch stark verringert, auch wenn das das Ende der Aufgeklärtheit bedeutet. Aber eben auch den Anfang eines bei uns in der westlichen Welt verlorengegangenen Sozialvertrauens bedeutet.

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Nicht lustig
Das ist nicht lustig sondern ganz vernünftig, weil es die Prostituierten entkriminalisiert. Tatsache ist leider, dass die in dem Geschäft grösstenteils die schwächsten Glieder sind und z.B. Zwangprostituierte ansonsten damit rechnen müssten, bestraft zu werden wenn der auf sie ausgeübte Zwang nicht bewiesen werden kann.

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Assange ist aber nicht wegen Bezahlung einer Prostituierten angeklagt, sondern wegen Vergewaltigung. Nach den Informationen, die ich bisher gelesen habe, ist das noch nicht einmal eine Falschbeschuldigung, sondern eine unglückliche Mischung aus sehr speziellem schwedischen Recht, eigenartiger schwedischer Polizeiarbeit und zwei Personen (Assange/Dame1) mit sagen wir mal "starkem Charakter". Die USA freut's. Bis Assange in Schweden ist, haben die US-Justizbehörden sicher auch einen Haftbefehl zusammen gezimmert. Am liebsten würden die den wohl in Guantanamo sehen.

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"... die Frau an sich scheint zu Wahnentwicklungen bezüglich Opferwerdung zu neigen ..."

So schreibt der wahre Frauenkenner. Da bin ich nur ein kleines Licht, denn was "die Frau an sich" ist, weiß ich bis heute nicht. Allerdings kann ich, wenn ich die Einlassungen von "stimmviech" lese, in etwa mir vorstellen, dass bei diesem Vollpfosten "Frustrationen und Enttäuschungen" schwerlich ausbleiben.

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Ich mag ja ein Vollpfosten sein
Der Wettermoderator , Julian Assange und die Männer, der RA Schwenn gerade aus mehrjährigen Haftstrafen erlöst hat, sind es deiner Logik zufolge dann auch. Mir scheint: im negativen Entwicklungsfall werden Männer zu brutalen Diktatoren in Familie und Politik. Frauen dagegen werden zu verlogen-intriganten Manipulatorinnen. Mein Menschenbild, schon immer von einer gewissen Skepsis geprägt, hat sich in letzter Zeit noch stärker verdüstert.

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Nein, Kachelmann und Assange sind das nicht. Die haben nämlich nicht so einen sexualrassistischen Scheiß erzählt.
Was kommt als nächstes von Dir? Dass der Neger gerne schnackselt, und der Jude als solcher sehr geschäftstüchtig ist?

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"Sexualrassistischer Scheiß"
Wow! Jetzt klonen die schon Neskovic, Freisler und Trittin.

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..und zu der schwedischen Damenbekanntschaft gibt's hier aufschlussreiches Material: die hat sogar am Tag nach der angeblichen Vergewaltigung eine Party für Assange geschmissen.

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Man sollte
bei der ganze VG Diskussion mal bitte nicht vergessen was hier oben nach Meinung der Staatsanwältin, übrigens auch ein heißer Feminismus Feger, so als Vergewaltigung gilt:

a:) Man reich, Frau arm. Einvernehmlicher Sex. Nach 2 Wochen Anzeige Seitens der Frau = Vergewaltigung weil: Indirekter Zwang.

b.) Man IQ 179, Frau 129, siehe oben Beispiel a.)

Die Liste lässt sich beliebig verlängern, sobald irgendein Ungleichgewicht da ist ist es Vergewaltigung. Was in der Praxis heißt: Einvernehmlicher Sex ist gar nicht möglich, es sei den man legt vorher JEDE einzelne Bewegung schriftlich fest. Und selbst das hilft nicht siehe a.) und b.) Davon mal abgesehen das man es dann gleich lassen kann, den wenn Man/Frau einem Drehbuch folgen muss so bleibt dann der Spaß, die Emotion, die Spannung, die Erotik, das was Sex eigentlich ausmacht ...

So verachtenswert eine Vergewaltigung ist, so eine Rechtsauffassung ist perverser Feminismus der über die Grenze des Dekadenten weit hinausgeht.

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"Perverser Feminismus", solch eine Formulierung ist allerdings Backlash pur. In der Frage gesellschaftlicher Machtverteilung ist diese Gesellschaft im Übrigen noch immer ein Patriarchat, und so etwas wie die CIA-Genderbeauftragten-Verschwörung liest sich ähnlich wie das, was einige Blogs weiter über die "Queerfront" oder die angebliche Irrelevanz und Durchgeknalltheit des Feminismus lesen musste. Da scheinen einige neurotische Seelen ja gerade große Räder zu drehen.

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yep.

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Tja.
Die einzige wirksame Vorsorge, die mir da einfällt, bestünde darin, das einvernehmliche und lümmeltgetütete Nümmerchen möglichst zeitnah bei Youpron hochzuladen als Beweismittel just in case.

Mannmannmann...

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Zusätzlich zu Vergewaltigungsvorwürfen
würde dann aber noch wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten vor einer gewissen Pressekammer in Hamburg einiges zu zahlen sein. Und vor der Verknastung hülfe es auch nicht. Denn die jetzt im Fall Assange tätige Staatsanwältin vertritt ganz generell die These, alle Männer, die schon mal Angeschuldigte in einem Vergewaltigungsfall waren, präventiv einzusperren. Seit ich von diesen ganzen Fällen lese und , nebenbei gesagt, nach 17 Jahren Ehe von meiner Gattin ähnlich abstrus angeschuldigt werde, lese ich weniger PI.

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In England ist das so, dass die Polizei in der Regel Vergewaltigungsanschuldigungen von Frauen gar nicht mehr ernst nimmt. In der Regel. Wenn ich das richtig verstanden habe. Die meisten Vergewaltigungsanklagen kommen so zustande: eine Frau lernt einen Mann bei einer Wochenend/Feierabendsauferei kennen. Dann wacht sie bei ihm oder er bei ihr auf. Beide koennen sich in der Regel an nichts erinnern, weil beide in der Regel total besoffen waren. Aus irgendwelchen Gruenden geht die Frau dann am naechsten Tag zur Polizei, und behauptet vergewaltigt worden zu sein. Meistens sind beide Parteien in diesen Faellen Englaender. Und meistens ist es Bullshit seitens der Frau. Variante: Frau lernt Mann auf Privatparty kennen. Mann hat Geld oder ist B-List star. Wenn Frau dann in einem Zimmer ein paar Minuten allein mit diesem Mann war, ist es moeglich, dass sie am naechsten Tag zur Polizei geht, und behauptet, er haette sie vergewaltigt oder es versucht. Da war vor kurzem so ein Fall im Evening Standard. Das Gericht hat (klugerweise) den Fall noch in der ersten Phase abgewiesen.
Wenn aufgrund solcher Vorfaelle dann Maenner lieber Prostituierte von mehr oder weniger teurern Escort Services anheuern, haben sie mein vollstes Verstaendnis. Ich finde so ein Verhalten seitens der Frauen derart zum Kotzen, dass mir kaum noch was dazu einfaellt. Eine Freundin (Italienerin, lebt in London) hat zu einem aehnlichen Vorfall gefragt: "Wie koennen sich Maenner mit solchen Frauen einlassen?" Ich meinte dazu, dass das die entsprechenden Maenner in dem jeweiligen Fall einfach nicht wissen, was ihnen da bevorsteht. Jedenfalls bin ich froh, dass die englische Polizei und Gerichte mittlerweile auf solche verrueckten Anschuldigungen mit Klagenabweisungen reagieren. Sollten die in Deutschland auch tun. Und wenn ich mir ansehe, wie verrueckt sich die meisten Frauen so benehmen (vor allem hier in Canada), dann wundert es mich nicht, wenn viele Maenner diese Frauen einfach hassen.

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England
Wird am ehesten zur Vernunft zurückkehren. Die migrantische Community wächst rasch, und mit der entsprechenden Religion und deren schon in England gültigen Spwzialgesetzen sind solche Fehlanschuldigungen ausgeschlossen, da eine Frau für eine Anschuldigung gegen einen Mann mehrere Zeugen braucht. So wie ich die Frauen hinsichtlich ihrer Wandelbarkeit einschâtze, ist die italienische Freundin vielleicht die nächste Anschuldigerin.

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Genau, Pythia & Stimmviech,
die sog. "Vergewaltigung" gibt es garnicht, alles bloß Gezicke von Hysterikerinnen, wo nicht Erpresserkalkül. Außerdem meint eine Frau bekanntlich Ja, wenn sie Nein sagt, sowieso.

Euer reflexhaftes Anspringen auf die ganz anders gelagerte Thematik des Eröffnungseintrags ist bereits Hinweis genug, mit welchem Besen da gekehrt wird. Kaum zu glauben, welcher Siff aus der Latrine des Patriarchats im Jahr 2010 noch möglich ist.

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Leider
scheint ein Großteil der Anschuldigungen wirklich dem Erpresserkalkül zu entspringen. Wie sonst wäre das Verhalten Anna A. zu erklären
1) Sie wird angeblich vergewaltigt
2) Sie twittert nach der angeblichen Vergewaltigung sinngemäß, daß man gemütlich zusammensitze.
3) Einige Tage später, nachdem sie eine andere Sexualpartnerin von Assange kennengelernt hat, will sie vergewaltigt worden sein.
Und sie scheint nicht die einzige Frau mit Wahnvorstellungen zu sein. Wenn beim Don schon ihm völlig unbekannte Frauen zwecks Heirat quasi vor der Tür stehen, wenn das Internet voll ist von Berichten von Männern, die von Frauen ganz böse hintergangen worden sind, ist Skepsis gegenüber dem weiblichen Geschlecht angebracht. Gegenüber dem männlichen auch, wie ich schon ausgeführt habe. Aber die besseren Manipulatorinnen sind die Frauen, und sie sind es in nennenswerter Anzahl. Dazu auch interessant diese Meinung http://www.amazon.de/Das-bevorzugte-Geschlecht-Martin-Creveld/dp/3932425529

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pythia, "...Sollten die in Deutschland auch tun."
Nein, von dem englischen (wie auch von dem schwedischen) System sind wir in Deutschland weit entfernt, und das ist auch gut so.
Ansonsten sei auf die bereits von don ferrando zitierte Entscheidung des BGH hingewiesen. Unser Rechtsapparat funktioniert halt doch noch relativ gut.

Der Assange tut mir irgendwie leid; auch wenn ich die Details offen gestanden nicht mitverfolgt habe.

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Wer mal eine Vegewaltigung im persönlichen Umfeld mitbekommen hat weiß, dass das im Regelfall anders gehandhabt wird: Normal war bis vor einigen Jahren die sog. "zweite Vergewaltigung", d.h. der Seelenstriptease des Opfers vor Gericht, das selber die Beweislast trägt und all die traumatisierenden Erfahrungen noch einmal durchleiden muss. Und die feministische Forderung, dass die Definitionsmacht darüber, was eine Vergewaltigung sei beim Opfer zu liegen habe kommt ja nicht von ungefähr angesichts männlicher heterosexueller Richter und Staatsanwälte, die das nach eigenem Gutdünken definierten. Ich habe selbst erlebt, wie eine vergewaltigte und bewusstlos geschlagene Freundin kein Recht bekam. Die griff dann zur Selbstjustiz. Empfiehlt sich wahrscheinlich auch, wenn Positionen wie die von Stimmviech und Pythia wieder mehrheitsfähig werden.

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yep.

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che2001, alles richtig - es wird nach wie vor zu wenig angezeigt und v.a. auch noch viel zu wenig verurteilt, eben weil die Situation für das Opfer so beschissen ist; doch zeigt die berufliche Erfahrung (in diesem Fall meine), dass durchaus auch RichterINNEN das Verfahren gern mal einstellen; wohingegen ich einen Richter (nee, nicht schwul und auch nicht links) erlebte, der dem Vergewaltiger, der über Jahre seine Ehefrau sexuell genötigt und mißbraucht hatte, ganze 5 Paletten aufbrummte und damit sogar noch den Antrag der Staatsanwaltschaft (3 1/2 Jahre) überbot.

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Sephor, bedeuten "5 Paletten" 5 Jahre Haft? Wenn ja, halten Sie sie für ausreichend?

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Ja, 5 Jahre, und das war in dem Fall etwas zu hoch gegriffen, finde ich (zu vage waren viele Aussagen der Frau; beide gaben zu, in manchen Situationen alkoholisiert gewesen zu sein).
Dennoch eine vertretbare Entscheidung.

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oder noergelt da doch nur Herr Buske?

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Über die rechtlich reichlich bizarren Auswirkungen des Europäischen Haftbefehls sollte man auch mal nachdenken.

1) Das Delikt muss nicht im Land strafbar sein, in dem sich der Beschuldigte gerade befindet.

2) Beweise zu diesem Delikt müssen nicht vorliegen

3) Theoretisch ist nicht mal ein rechtlicher Rekurs vor der Auslieferung möglich (scheint aber zumindest in GB anders gehandhabt zu werden)

4) Man kann in jedes EU-Land ausgeliefert werden, wegen einer idiotischen Anschuldigung. Theoretisch muss man noch nicht mal im entsprechenden Land gewesen sein. Dumm, wenn das dann ein Land ist, das recht freigiebig in die USA ausliefert.

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Na und wie auf Bestellung

Informal discussions have already taken place between US and Swedish officials over the possibility of the WikiLeaks founder Julian Assange being delivered into American custody, according to diplomatic sources.

http://www.independent.co.uk/news/uk/crime/assange-could-face-espionage-trial-in-us-2154107.html

Da ist es sicher ein "Zufall", dass eine der beiden Schwedinnen nicht nur rabiate Feministin ist, sondern auch für eine von der CIA unterstützte Organisation arbeitet.

Jedes Mal wenn mir von am Radlfahrer redn, kummt oana vorbei. Zufall!

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..."Honigfalle" nennt man das...

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Mir ist ganz schlecht. Und es wird sicher noch schlimmer werden. Eigentlich müßte man die Vorhänge im Salon zuziehen und sie nie wieder aufziehen, sozusagen, damit man die Widerwärtigkeit der Welt nicht mehr wahrnehmen muß. Man fragt sich ob eigentlich seitens der "Mächtigen" aller Sorte der eiserne Wille und Plan vorherrscht baldmöglichst vom Mob auf der Straße erschlagen und durch die Rinnsteine geschleift zu werden. Wenn die ganze ekelhafte Malaise, sei es Finanzkrise, sei es Politik, seien es Medien so weitergeht ist früher oder später wohl mit allem zu rechnen. Bin ich froh, daß ich silberne Teekännchen, gute Nerven und Don Alphonsos Blog als tägliche Freude habe!

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Die Anschrift der schwedischen Botschaft
Schwedische Botschaft Berlin
Postanschrift Schwedische Botschaft
Rauchstraße 1
10787 Berlin
Deutschland
Besucheradresse Rauchstraße 1
Berlin
Tel:+49-(0)30-50 50 60
Fax:+49-(0)30-50 50 67 89
E-Mail:ambassaden.berlin@foreign.ministry.se

Eine nett formulierte Meinungsäußerung hilft vielleicht den Schweden, sich sexualstrafrechtlich zu bessern.

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"Honigfalle"? Nee, "honeypot" resp. Honigtopf. Meint aber dasselbe.

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Das Image von Schweden war mir immer viel zu posiitiv. Wenn die Umsätze von IKEA jetzt ein wenig zurückgehen, umso besser.

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Anschaulich ist anhand diesen Falles wie auch jenes des Wetteransagers vor allem eins: Je nach ideologischer Ausrichtung weiss man (und auch Mann) vom heimischen Sessel schon von Anfang an und besser als jeder der am Verfahren beteiligten Juristen und Kriminalbeamten ganz genau, was wirklich passiert ist. Alle Männer sind Vergewaltiger. Alle Frauen erheben falsche Anschuldigungen.

Und schnell hat man einen Einzelfall parat, der belegt, das es "immer" so oder so ist.

Ist der Gedanke aus der Luft gegriffen, die Assange zur Last gelegten Vergehen seien erfunden?

Ist es ausgeschlossen, dass Assange sich die behaupteten sexuellen Übergriffe geleistet hat? Ist es schon deshalb ausgeschlossen, weil er doch Wikileaks geschaffen hat? Fällt es neben dieser Leistung vielleicht gar nicht ins Gewicht, falls er tatsächlich...?

Und was wäre die richtige Vorgehensweise in solchen Fällen? Die Staatsanwaltschaft erlangt von einer mutmaßlichen Vergewaltigung Kenntnis und wirft sie umgehend und ohne weitere Ermittlungen in den Papierkorb?

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Danke noergler und kreuzbube.

Nicht auszuhalten, auf was für ein Niveau dieser Thread abgleitet.

Prostitution ist auch eine Art von Vergewaltigung, aber das nur am Rande.

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Prostitution? Vergewaltigung?
wieso das denn? prostitution geschieht am straßenrand, in der ehe und in der lohnschreiberei. aber wieso denn vergewaltigung?

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Leider
haben wir uns in westlichen Ländern eine gar nicht so kleine Truppe herangezogen, die jeden sexuellen Kontakt als Vergewaltigung durch den bösen Mann ansieht, wenn die Frau sich später mal schlecht fühlt. Das Zimmer war zu schön? Manipulation, also Vergewaltigung.
Das Zimmer war zu schlecht?
Auch Vergewaltigung, da seelischer Mißbrauch.
Verweigerung von Sex mit völlig unbekannter Frau? Auch Vergewaltigung, da ein seelisches Tief erzeugt wurde.
Ich liebe den Islam, denn der löst diesen Scheiß ganz schnell.

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Stimmviech, verpiss Dich zu PI oder Kewil, wo Du hingehörst!

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manchmal
bekommen wir, was wir wollten... wenn dann als strafe...

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@lorely
Wie belieben Sie zu meinen ? Ich kenne nicht nur eine junge Dame die das gerne und freiwillig macht , einmal aus Neigung, einmal aus Faulheit und einmal aus blanker Not um Ihr Studium zu finanzieren.

Die würden Sie auslachen und fragen... nun ja das führe ich besser nicht weiter aus.

Meine Aussagen sind ja nun oftmals auch sehr... pointiert, aber so was einfach Bodenlos dummes ist nur noch durch Indoktrination erklärbar..

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Freiwillig aus blanker Not. Soso. Und die anderen treffen bodenlos dumme Aussagen.

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OK, missverständliche Formulierung. Ich bitte um Entschuldigung. Aber ich denke es war klar wie und was gemeint war.

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Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn
Die Ladies, die mit Prostitution ihr Studium verdienen? Als Mythos erzählte man das schon in meiner Oberstufenzeit (frühe 80er), real eine getroffen habe ich noch nie. Stattdessen, außer im teuren und seltenen Eskortservice: Hauptsächlich Junkies oder anderswie Suchtkranke oder zwangsverschleppte Osteuropäerinnen und Thailänderinnen. Klar gibt es auch Hobbyhuren und selbstverwaltete Alternativbordelle einschließlich Netzwerke von freundlichen Freiern, aber der Normalzustand ist das alles nicht.

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Normalzustand
das ist wesentlich "normaler" als ihr offenbar glaubt. vielleicht solltet ihr nur über das reden, wovon ihr was versteht?

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"Sie twittert nach der angeblichen Vergewaltigung sinngemäß, daß man gemütlich zusammensitze"

Yeah, klingt ganz nach einer von der CIA von Anfang an professionell geplanten Sache.

Und ansonsten: Gibt es hier Juristen, die im schwedischen Recht bewandert sind? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort einvernehmlicher Sex unter den Straftatbestand einer Vergewaltigung subsumiert wird, ganz gleich, womit heute das web vollgeschrieben wird. Ich lasse mich gerne korrigieren, tippe aber bei der Vergewaltigung-wegen-geplatztem-Kondom auf den nächsten hoax.

edit: Gerade gefunden, das schwedische Strafgesetzbuch und die Definition der Vergewaltigung, die keine andere ist als hierzulande:

http://www.sweden.gov.se/content/1/c6/04/67/97/7b51fc71.pdf

"A person who by assault or otherwise by violence or by threat of a criminal act forces another person to have sexual
intercourse or to undertake or endure another sexual act that, having regard to the nature of the violation and the
circumstances in general, is comparable to sexual intercourse, shall be sentenced for rape to imprisonment for at least two
and at most six years. "

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@"Yeah, klingt ganz nach einer von der CIA von Anfang an professionell geplanten Sache." ----- Das können die ja meisterhaft, wäre nicht das erste Mal. Was stört, ist im Thread dieser Gout in Richtung "Frauen, die Männer wg. Vergewaltigung anzeigen, tun das sehr oft ohne realen Hintergrund" und "die Justiz arbeiten denen entgegen" und "Schuld sind die Feministinnen." Das gibt eine brandgefährliche Mischung.

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@che2001
Zustimmung! Man braucht diese zusätzlichen Mutmaßungen auch überhaupt nicht. Wenn es stimmt dass diese Dame nach der angeblichen Vergewaltigung so etwas getwittert hat ist die Sache klar: selbst wenn es eine Vergewaltigung gewesen wäre (unter 4 Augen, Niemand sonst dabei) hat sie sich damit der Möglichkeit begeben, so etwas anzuzeigen. Was immer ihr Motive ,,post festum" gewesen sein mögen hat sie zu akzeptieren, dass sie keinem vernunftbegabten Menschen nach solch einer eigenen Botschaft zumuten kann an eine Vergewaltigung zu glauben. Wenn sie dennoch damit kommt spricht das unbedingt für externe Stimulationen. Das ist auch das Einzige, was Andere außer ihr selbst und JA angeht.
Jetzt ist WikiLeaks zu unterstützen und damit auch die Position von JA.

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In Schweden wird Vergewaltigung wohl doch anders definiert
Einen neuen Haftbefehl, wieder einschließlich Vergewaltigungsverdachts, erwirkte eine neue Staatsanwältin: Marianne Ny aus Göteborg. Sie hob hervor, dass nach schwedischem Recht Nötigung oder Vergewaltigung in einem minder schweren Fall vorliegen kann, wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl fühlt oder sich ausgenutzt vorkommt.
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E87EEE82032EB4D1785FF2CA29EE4814D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Das ist eine englische Übersetzung .

Original auf die Schnelle:

https://lagen.nu/begrepp/Grov_v%C3%A5ldt%C3%A4kt
https://lagen.nu/begrepp/V%C3%A5ldt%C3%A4kt
( auf den offiziellen Seiten ist mir die Suche zu mühsam... )

Zudem ist der eigentliche Text wie auch beim Stgb, nicht maßgebend, den es kommt auf die Auslegung an, wie jeder Jurist bestätigen wird, und violence or thread sind weeiiit auslegbar, so man sich ans englische hält.

Die Praxis hier oben habe ich bereits dargestellt. Man sollte auch mal der Frau StAin nachlesen, was die Dame von sich gibt ginge in "nicht feministischen" Ländern glatt als geistige Störung durch..

"Das gibt eine brandgefährliche Mischung."
"Jetzt ist WikiLeaks zu unterstützen und damit auch die Position von JA."

Full ACK.

FAZ ist ausnahmsweise mal halbwegs akkurat:

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E87EEE82032EB4D1785FF2CA29EE4814D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Hätte es denn übelste Folgen gehabt, wenn Herr Assange sich der polizeilichen Befragung gleich gestellt statt wochenlang entzogen hätte? Zumindest zu Beginn begründete man die polizeiliche Suche nach dem Mann ja damit, dass er sich der Einvernahme entziehe. Oder habe ich da etwas falsch mitbekommen?

Mal abgesehen davon: Es würde mich schon sehr wundern, müsste nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, wer bei einer Prostituierten Sex mit Kondom einkauft, dann aber gegen ihren Willen au naturel weitermacht. Es ist ja nicht jede(r) bereit, sich eine Geschlechtskrankheit zuzuziehen.

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Er hat sich nicht der Einvernahme entzogen.
Er wollte halt nach der Veröffentlichung der Depeschen nicht nach Schweden zurück, weil er befürchtete, von dort leichter in die USA ausgeliefert werden zu können.

Da es diesbezüglich schon informelle Gespräche zwischen den USA und einer - sehr USA-freundlichen - schwedischen Regierung gibt, ist das kein Vorwand.

Er hat aber angeboten, sich in der schwedischen Botschaft in London vernehmen zu lassen.

Das mit "gegen ihren Willen": Es gibt ein Satz, den ich bisher in jeder Version der Anschuldigungen vermisse:

"Er hat weitergemacht, obwohl ich ihm klar zu verstehen gegeben habe, dass er aufhören soll."

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Huch?! Der Assange hat vor über 10 Jahren ein Buch über das Thema "Hacking, madness and obsession on the electronic frontier" geschrieben.

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"Er hat weitergemacht, obwohl er in meinem Gedanken hätte lesen können, dass ich nach zwei Tagen sauer sein würde, wenn ich erfahre, dass er mit einer anderen auch was hatte, weshalb ich mich dann rückwirkend natürlich gewehrt hätte."

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Und trotz allem sind Schweden (und Finnland) die derzeit zivilisatorisch am höchsten stehenden Länder auf der Welt.

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Äh ja. Du bist wohl noch nie mit der Fähre von Stockholm nach Helsinki gefahren.

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Du bist wohl noch nie mit der Fähre von Stockholm nach Helsinki gefahren.

Made my day.

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@sylter123
Selbstverständlich, wenn man auf dem Stand von 1950 stehen geblieben ist.

Lebe mal 12 Jahre in Västerbotten/Norrbotten, am besten in dem was man hier landläufig "Inlandet" nennt. Danach kommt dir der Kongo sehr zivilisiert vor.

Wenn man natürlich auf das wahllose abschlachten von Tieren, Jagd genannt, Grubenindustrie und Holzplantagen steht, und einem alles außer Geld scheiß egal ist, man es toll findet das nie irgendjemand für irgendwas verantwortlich ist, weil alles immer nur im Kollektiv beschlossen wird, wenn es dann beschlossen und nicht totgequatscht wird, , ect. ect. pp. mag das schon stimmen....

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Dieser Spiegel-Artikel
aus dem Jahr 1981 zeigt sowohl die damals sehr aggressive Feministinnenbewegung als auch die wissenschaftlichen Meinungen zum Thema: Tenor: die Frauen sind selbst schuld, wollen vergewaltigt werden.
Nun erkennen wir, daß der Feminismus als Antwort die Position "alle Männer sind Vergewaltiger" eingenommen und insbesondere in Schweden auch ins Gesetzbuch geschrieben hat. Die Wahrheit dürfte wohl in der Mitte liegen, die Assange-Beschuldigerinnen könnten wohl zu den Damen mit uneingestandenen Vergewaltigungswünschen gehören, die sich dann zwecks rationalisierender Abwehr dem Feminismus widmen. Und ihren Selbstbetrug durch eine falsche Anschuldigung stabilisieren.

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Der link

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@ avantgarde & otaku1216
Warum sollte ich etwas so dummes tun? Fahren Sie vielleicht mit der Berliner S-Bahn oder leben gar in ihrer Nähe?

Und otaku1216: Den dritten Absatz Ihrer Antwort haben Sie doch wohl dem Merian "Schweiz" entnommen.

(Verzeihen Sie bitte meine späte Replik)

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