Transparency International Deutschland: Die verlorene Pressemitteilung

oder: Der Missbrauch von Weblogs als Forum für die Weiterverbreitung von Falschdarstellungen

Folgendes mir aus TID-nahen Kreisen (whistleblow my arse) zugespielte Schreiben stellt die von Transparency Deutschland e.V. nach einer heutigen Krisensitzung "zurückgezogene" Presseinformation zu diesem Fall dar, die allerdings bereits gestern Abend in Umlauf gebracht wurde. Das Witzige an diesem Versuch der Krisenkommunikation ist, dass man Pressemitteilungen halt schlecht zurückziehen kann. Was draussen ist, ist draussen. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sind einige Stellen von mir mit XXXX gelöscht.

Die Freundin einer ehemaligen Mitarbeiterin hat im Weblog „Gedankenträger“ einen Bericht über ein beendetes Arbeitsverhältnis zwischen einer Freundin und Transparency Deutschland (TI) veröffentlicht. Die Inhalte dieses Postings entsprachen größtenteils nicht den Tatsachen und vermittelten den Lesern den Eindruck, die ehemalige Mitarbeiterin sei ungerecht behandelt worden.

Tatsache ist, dass das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Probezeit nicht fortgesetzt wurde, da die ehemalige Mitarbeiterin die Aufstockung der Arbeitszeit von Gehaltsforderungen abhängig machte, die seitens TI nicht verwirklicht werden konnten. Dass die anfangs vereinbarte Stundenanzahl von 20 Wochenstunden nach Ablauf der Probezeit erhöht werden sollte, war der Mitarbeiterin seit den Vorstellungsgesprächen bekannt. Die ursprünglich verabredete Vergütung bei 20 Wochenarbeitsstunden betrug monatlich XXXX Euro Brutto. Die Mitarbeiterin forderte bei einer Aufstockung auf 30 Wochenstunden eine Vergütung von XXXX Euro Brutto pro Monat. Das Jahresbudget einer gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation wie Transparency Deutschland (siehe http://www.transparency.de/Jahresabschluss_2004.70.0.html) lässt derartige Gehaltserhöhungen auch im Hinblick auf die Gehälter der anderen Mitarbeiter der Organisation nicht zu.

Mit dem Schreiben unseres Justiziars wurde die Bloggerin
aufgefordert, das Posting aufgrund der dort enthaltenen Falschdarstellungen zu entfernen, was inzwischen ja auch geschehen ist.
[Und wieder rückgängig gemacht wurde, Anm. Don]

In diesem Schreiben wurde bewusst auf eine sofortige strafbewehrte Unterlassungserklärung verzichtet und der Bloggerin zunächst die Gelegenheit gegeben, den Text zu entfernen. Daraus haben sich für die Bloggerin weder rechtliche noch finanzielle Konsequenzen ergeben.

Transparency Deutschland hat die Diskussion auf den Blogs zu diesem Thema zur Kenntnis genommen. Wir vertreten die Ansicht, dass Weblogs nicht als Forum für die Weiterverbreitung von Falschdarstellungen missbraucht werden sollten.


Es bleibt festzuhalten, dass der Bericht trotz des Versuchs, die Sache anders hinzudrehen, die Aussagen von Moni in weiten Teilen bestätigt. Von Falschdarstellungen kann also keine Rede sein. Das weitere Vorgehen des TI-Justiziars gegen Moni wird dagegen nicht erwähnt.

Zuvor hatte sich allerdings TI Deutschland noch mehrfach in Bezug auf die Weitergabe von Daten und Informationen wie folgt geäussert:

Sehr geehrter Herr M,
Sie wissen so gut wie ich, dass es in Deutschland Datenschutz gibt und Transparency hält sich an Gesetze. Wir sind durchaus offen für Kritik und wissen auch mit ihr umzugehen, aber die Fakten, auf denen Kritik beruht,
müssen schon stimmen. [...] . TI-D wird Personalangelegenheiten nicht in der Öffentlichkeit diskutieren, auch wenn die Angelegenheit dann in einem anderen Licht erscheinen würde.

Dienstag, 28. März 2006, 14:37, von donalphons | |comment

 
Meine Güte, die sind so... ungeschickt.

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pressesprecherpraktikant

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Nein, dem Vernehmen nach kommt das Teil direkt von der Geschäftsführung.

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Was kommt jetzt als nächstes?

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Eine Unterlassungsklage gegen mich wegen Copyrightverletzungen, weil ich die PM abgedruckt habe? Durchaus möglich! Bei dem Verein.

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Ein Reserveheld bezeichnet den Höchstabstand zwischen zwei Fettnäpfchen. Hättest Du wohl gerne ;-)

Glaube ich nicht, das hatten wir auch schon: liebe Freizeithelden, sollte Don etwas hören, steht es innerhalb von 15 Minuten an jeder Klowand.

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Ähhh.... erinnert sich noch wer an den Inhalt des Schreibens an mich? So von wegen Datenschutz und so?

Ich verstehe das richtig, dass DIESES Schreiben mit Zahen statt XXXe an die Presse ging?

Interessant....

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Richtig, da waren Zahlen drin. Soviel zum Umgang mit vertraulichen Daten bei Transparency Deutschland e.V. gegenüber den Medien.

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Nur zur Erinnerung...
Zitat aus der Mail, die ich wohl mal an den Focus weiterleiten sollte :-D

[...]
Sie wissen so gut wie ich, dass es in Deutschland Datenschutz gibt und Transparency hält sich an Gesetze.

[...]
TI-D wird Personalangelegenheiten nicht in der Öffentlichkeit diskutieren, auch wenn die Angelegenheit dann in einem anderen Licht erscheinen würde.

[...]

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Immerhin sind die beiden Version (Monis und diese Pressemitteilung) im wesentlichen deckungsgleich (Betrag?). Moni hat also aus meiner Sicht keine falschen Informationen verbreitet (weshalb es also auch in den Drohmails an keinen konreten Textstellen festgemacht werden konnte?). Es riecht nach Rufmord und Dreckschleuder, liebe Reservehelden? Gibt es Beweise dafür, daß die Mitarbeiterin schon zum Einstellungszeitpunkt über die Gratis-Stundenaufstockung informiert wurde?

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Ceterum censeo, Marten esse dimittem.

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Hey, kaum bin ich ein paar Tage weg ist hier die Hölle los. Blogosphäre, die fünfte Gewalt?!

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ähnlich verwundert wird wohl auch das eine oder andere beiratsmitglied am montag reagierrt haben :-)

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>>da die ehemalige Mitarbeiterin die Aufstockung der Arbeitszeit von Gehaltsforderungen abhängig machte, die seitens TI nicht verwirklicht werden konnten. <<

Und auch noch mehr Geld fordern - Frechheit!! Für ausgebildete Journalisten gibt's doch die Mülltonne am Supermarkt.

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Es ist ja auch eine Sauerei, für das anderthalbfache Arbeitspensum auch noch das anderthalbfache Gehältchen haben zu wollen.

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Die geben in einer Pressemitteilung zu, Akademiker auszubeuten?

Meine Antwort:

http://gesundheit.blogger.de/stories/416433/

Am Samstag ist europäischer Praktikantenaktionstag.

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Die Zahlen in der PM (die mir auch vorliegt) entsprechen den von mir in meinem ursprünglichen Posting genannten Zahlen insofern, als ich die erste Zahl in brutto angegeben hatte (exakt gleich) und die zweite Zahl in netto. In der PM nennen sie auch bei der aufgestockten Gehaltsforderung die Bruttozahl, die aber nach allen Abzügen ziemlich genau auf das rauslaufen dürfte, was ich an Netto genannt habe. Ich kann mir nicht helfen, ich bin nach wie vor auf der Suche nach den "Behauptungen, die im wesentlichen nicht den Tatsachen entsprechen". Haben die die mit raus aufs Meer genommen und dann sind sie über Bord gefallen, fragt sich mancher, den ich kenne, aber ich würde das ja nun nicht so flapsig fragen wollen.

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Exakt das habe ich mich auch gefragt. Selten habe ich einen Vorgang aus zwei verschiedenen Perspektiven inhaltlich so deckungsgleich präsentiert bekommen.

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"Was wollt ihr denn?"
Fest-stell-ungs-kla-ge! Fest-stell-ungs-kla-ge!
Fest-stell-ungs-kla-ge! Fest-stell-ungs-kla-ge!
Fest-stell-ungs-kla-ge! Fest-stell-ungs-kla-ge!

Spass beiseite. Bei dem Justiziar muss sich TID sicher keine Sorgen mehr machen. Und auch einer Klage der ehemaligen Mitarbeiterin kann man mindestens so ruhig wie einem heranbrausenden Zug, wenn man auf den Scheinen liegt, entgegensehen.

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Der Beiratsmitglieder sind ja so dxxf. Wenn man sich mal anschaut, wo die Typen überall ihr Geld "verdient" haben und noch ihre Tantiemen beziehen (Allianz, MdB, WDR ich lach mich schlapp!! Weltbank haha ...), die müßten eigentlich mit allen Wassern gewaschen sein. Man freu ich mich, gebt den Typen saures!!

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Da ja bei bei TI eine Stelle frei wird, geh ich mal das Risiko ein, mich zu bewerben.

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Unser täglich PR-Gau gib' uns heute...

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@ erdbeerliesl: Vorsicht, es gibt da im Beirat mindestens eine Ausnahme, die nicht mit dem Ethikbeauftragten brüllt.

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Sollte man da bei anderen Beiratsmitgliedern nachhaken?

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@don: Ich wette, der feine Herr Bäumel ist es nicht.

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Lustig ...
Der Webmaster meldet sich zu Wort:

http://meonly.de/weblog/index.php?id=58#c58-2

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Gott... als PR-Verantwortlicher würde ich mir den Strick nehmen.

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Und jetzt...

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Ok, und was kommt jetzt als nächstes?
Jetzt macht der Admin die Pressearbeit, sogar besser als bisherigen Verlautbarungen.

Lieber Admin,

könntest Du bitte die Webstatistiken aktualisieren?

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@strappato: ... oder besser vielleicht ein Patch Kabel.

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Spon soll dran sein. Hört man.

Komischerweise hat bislang noch alles gestimmt, was ich so gehört habe. Muss eine gute Quelle sein, das. Ab 10 negativen Berichten wird es für den Ethikbeauftragten vielleicht doch eng, und sie versetzen ihn auf einen anderen Posten bei der Mama.

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Der Vollständigkeit halber, der Artikel erscheint auch bei N24:

http://www.n24.de/wirtschaft/multimedia/index.php/n2006032815072500002

Nachtrag: Da hatte wohl jemand die gleiche Idee ;-)

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Der Vollständigkeit halber: N24

http://www.n24.de/wirtschaft/multimedia/index.php/n2006032815072500002

Nachtrag: 2 Seelen - 1 Gedanke

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@franz: nee, an dem Patchkabel wird der Webmaster aufgeknüpft. Der Ethikbeauftragte ist bestimmt dafür, der kann Ablenkung gebrauchen.

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Schön langsam sollte sich TID aber mal eine Unterlassungsklage einfangen:

"Da spielt nur eine gefühlte Gerechtigtkeit eine Rolle", sagt Jochen Bäumel, Vorstandsmitglied bei Transparency International. "Die Behauptungen in dem Weblog waren vollkommen an den Haaren herbeigezogen."

Und die ARD hat auch keine Ahnung:

Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten die privaten Blogbetreiber dabei nicht.

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Da spielt nur eine gefühlte Gerechtigtkeit eine Rolle", sagt Jochen Bäumel, Vorstandsmitglied bei Transparency International. "Die Behauptungen in dem Weblog waren vollkommen an den Haaren herbeigezogen."

Bäumel ist Korrespondent der ARD a.D.

Sonst hätte man vielleicht mal nachgefragt: Na welche Behauptung eigentlich?

Die alten Netzwerke halt.

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Leider ist der Artikel nicht ganz korrekt: Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten die privaten Blogbetreiber dabei nicht. - das wurde zwar versucht, aber die Kommunikation wurde ja einseitig verweigert.

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Der Ethikbauftragten-Darsteller
Wer ein ein gar hübsches Foto von ihm sehen möchte, der muss hier (Jpg) klicken. Und wer begreifen will, warum man sich von ihm nicht trennt, liest ggf. diese Geschichte aus Gründungstagen.

"...denn Korruption geschieht nicht nur mit Geld"

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Post an die ARD
Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem Artikel unter der Webadresse
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5374766,00.html

ist zumindest ein grober Schnitzer passiert. Sie schreiben dort:
" Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten die privaten Blogbetreiber dabei nicht. "

Das kann so nicht stimmen. Ich weiss von zahlreichen versuchten Kontaktaufnahmen, einschließlich meiner eigenen. Allerdings weiss ich auch, dass ich einer der wenigen bin, die eine - wenn auch nichts sagende - Antwort bekommen haben.

Bitte passen Sie - nach entsprechender Recherche im Web - Ihren Artikel doch entsprechend an. Meine Schreiben und die Antwort finden Sie unter
http://unkreativ.twoday.net/stories/1752289/
http://unkreativ.twoday.net/stories/1757430/


Diese Mail werde ich als Kommentar unter
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/#comments
einstellen und hoffe auf eine Antwort oder Reaktion von Ihnen...


Mit den besten Grüssen
Stefan M

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From: Die Stimme der freien Welt
To: redaktion@tagesschau.de
Subject: Ihr Artikel zum Thema Transparency Deutschland

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihre Berichterstattung über die Vorgänge im Zusammenhang mit
"Transparency Deutschland" gelesen
(http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5374766,00.html).

Ich selbst berichte ebenfalls in meinem Weblog "Die Stimme der freien
Welt" (http://www.die-stimme-der-freien-welt.de/) über den Vorgang.

Sie schreiben in diesem Artikel:

| Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit
| Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten
| die privaten Blogbetreiber dabei nicht.

Abgesehen davon, daß relativ viele der berichtenden Blogger
hauptberufliche Journalisten sind, ist diese Aussage schlicht und
einfach falsch. Diverse Blogger haben versucht, Kontakt aufzunehmen und
Stellungnahmen von TD zu erhalten. Die Kommunikation wurde aber
verweigert. Siehe:

http://unkreativ.twoday.net/stories/1752289/
http://unkreativ.twoday.net/stories/1752536/

Ihren Kollegen vom FOCUS ging es übrigens auch so:

| Auf Anfrage von FOCUS Online lehnte Geschäftsführerin Dagmar Schröder
| noch am Montagnachmittag jede inhaltliche Stellungnahme ab

http://focus.msn.de/digital/netguide/transparency-international_nid_26808.ht
ml

Ich würde mich freuen, wenn Sie dieses in Ihrem Artikel richtigstellen
könnten.

Mit freundlichen Grüßen

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Langsam wird es wirklich peinlich
Also welche Fakten stimmen nun nicht:

1) Dass die Mitarbeiterin für 30 statt 20 Stunden Arbeit ziemlich genau den entsprechenden Lohn mehr verlangt hat, weil man nunmal Miete und Essen bezahlen muss, jedoch anderer Broterwerb aufgegeben oder zumindest reduziert werden muss?

2) Dass die Mitarbeiterin nicht weiterbeschäftigt wurde (auch nicht die 20 Stunden zum alten Lohn), obwohl alle mit ihr zufrieden waren? Dass man zufrieden war, ist wohl schwer zu bestreiten, sonst hätte man die 30 Stunden nicht angeboten.

3) Dass jemand anderes bereit war, für geringeren Lohn die 30 Stunden zu arbeiten, weil das Geld nicht "gebraucht" wurde?

War es also nicht genau so, wie bei Moni ausgeführt: Man erwartete, dass die Mitarbeiterin nach Ablauf ihres Praktikums zwar mehr arbeiten, aber dafür nicht mehr Lohn bekommen sollte? Und weil sie das nicht konnte, praktischerweise gekündigt werden konnte, weil jemand anderes das "astronomische" Gehalt nicht brauchte?

Und ist es Schmähkritik, solch ein Gebahren einer ethisch so auf dem hohen Ross sitzenden Organisation ein wenig... nun ja... unethisch zu finden?

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Schadensbegrenzung sieht anders aus, ...
... ganz anders. Vor allen Dingen sollte man sich Verteidigungspositionen suchen, bei denen man nicht sofort denkt "Haeh" ?
(siehe auch http://www.c0t0d0s0.org/archives/1346-Schadensbegrenzung-sieht-anders-aus.....html)

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http://blog.nrwspd.de/archives/001444.php

Waren da nicht Zuwendungen aus Steuermitel von Heidi im Spiel??

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@avantgarde
2 enthält den Fehler, denn der Webmaster mag sie nicht.

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Mail an den Autor des tagesschau.de Artikel
Sehr geehrter Herr Stegers,

vielen Dank, das Sie das Thema "Transparency Deutschland vs. Blogszene" aufgenommen haben. Es ist gut, dass ein solches Thema auch seitens der etablierten Medien diskutiert wird. Leider ist Ihnen ein kleiner Fehler unterlaufen.

Sie schreiben:

"Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten die privaten Blogbetreiber dabei nicht."

Das ist so nicht richtig.

Sowohl der Kollege Don Alphonso (http://rebellmarkt.blogger.de/) als auch MiFomm (http://weblog.mifomm.de/2006/03/25/blogging/transparency-heisst-offenheit.html), Marcel Bartels (http://www.mein-parteibuch.de/2006/03/25/email-von-transparency-international-an-die-klowaende-des-internets/), und unkreativ (http://unkreativ.twoday.net/stories/1752536/) haben mehr oder weniger erfolgreich versucht, Transparency Deutschland zu einer Stellungnahme zu bewegen. Es stimmt also nicht, das die Gegenseite nicht gehört wurde.

Es wäre schön, wenn Sie dies in Ihrem Artikel noch ergänzen könnten, da sonst der Eindruck entstehen könnte, Weblogs würden zum reinen Selbstzweck ungeprüft gegen eine an sich sehr unterstützenswerte Organisation zu Felde ziehen.

Des Weiteren möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich der Unmut der Blogszene zum großen Teil darauf begründet, dass eine Organisation wie Transparency bei solchen Artikeln sofort mit der Abmahnkeule droht und somit die Frage aufwirft, wie weit man eine freie Meinungsäußerung gegenüber den Interessen eines eingetragenen Vereins einschränken darf. Sie werden als Kollege mit mir einer Meinung sein, dass die Meinungsfreiheit gerade zur Zeit eines der schützenswertesten Güter ist, die wir in Deutschland haben.

Mit freundlichen Grüßen
Don Dahlmann
DJV Mitglied

--
http://don.antville.org

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Ein bisschen Datenschutz muss sein
Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem Beitrag

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5374766,00.html

stellen Sie die über Blogger die pauschale Behauptung auf,

"Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit
Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten
die privaten Blogbetreiber dabei nicht."

Diese Behauptung ist falsch, denn ich selbst habe [....mussnichtjederwissen...] die von Transparency zurückgezogene Pressemitteilung
inclusive des Verstosses von TI gegen Persönlichkeitsrechte ihrer
ehemaligen Mitarbeiterin erhalten, die Sie hier

http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/

begutachten können. Offensichtlich waren Sie selbst nicht in der Lage,
sich diese Informationen zu beschaffen. Was mich deshalb besonders
verwundert, ist der Abgleich von Bloggern gegen "professionelle
Journalisten". Ich bin Blogger und von Beruf Journalist, habe [...] diese Informationen [...] erhalten, weil TI in Person [...] massiv
gemauert hat und zu keiner Information bereit war. Ich konnte mich
natürlich nicht, wie die ARD im Fall des TI-Vorstandes und
Korrespondent der ARD aD Jochen Bäumel, mit einem ehemaligen
Mitarbeiter meines Hauses zusammensetzen. Wie Ihre Mitarbeiter das als
professionelle Einstellung verkaufen wollen, ist von mir nicht zu
beurteilen.

Ich hoffe aber, dass Sie die falschen Tatsachenbehauptungen in Ihrem
Beitrag korrigieren.

Mit freundlichen Grüssen

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Das erklärt natürlich alles...
Aber vielleicht wird dessen Stelle auch bald frei...

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Hallo Herr Stegers,

neben dem, was andere Blogger ihnen gerade schon gemailt haben, möchte ich sie auf einen weiteren Fehler aufmerksam machen. Sie schreiben: "Als die Bloggerin neuen Löschforderungen des Transparency-Juristen nachkam, wurden ihre Äußerungen längst bei anderen Blogs zitiert." Ich bin keinen weiteren Löschforderungen nachgekommen, ich habe nur den ersten Beitrag gelöscht, keine weiteren. Ich bitte sie, das zu korrigieren.

Diese Mail werde ich als Kommentar unter http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/#comments stellen, wo momentan die Reaktionen auf die Presseberichte gesammelt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

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Das wäre auch mal ein Fall für den Beirat und Netzwerk-Recherche-Chef Thomas Leif, wenn ein ARD aD Mann in seinem Verein PR bei der ARD für diesen Verein macht.

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Falsche Darstellung bei der ARD
Jochen Bäumel: "Die Behauptungen in dem Weblog waren vollkommen an den Haaren herbeigezogen."

Das stimmt einfach nicht

Jochen Bäumel, war das jetzt der Admin oder Praktikant??

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From: webfraeulein
To: redaktion@tagesschau.de
Subject: Ihr Artikel "Transparency International im Clinch mit Weblogs"

Sehr geehrter Herr Stegers,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie dazu anhalten, die in oben genanntem Artikel zitierte Aussage von Herrn Jochen Bäumel, "Die Behauptungen in dem Weblog waren vollkommen an den Haaren herbeigezogen", nochmals kritisch zu hinterfragen.

Wie Sie dem Brief von Herrn Vetter, einzusehen unter http://www.lawblog.de/index.php/archives/2006/03/27/gestortes-verhaltnis/#more-3960
entnehmen können, ist nicht zu belegen, dass es sich bei den von Frau S. erstellten Texten bzw. den von Herrn Bäumel angesprochenen Behauptungen um Unwahrheiten handelt. Eine entsprechende Richtigstellung seitens Transparency Deutschland, die etwaige inkorrekte Sachverhalte berichtigt hätte, steht bislang noch aus.

Ihre Wertung der "leicht zu empörenden Bloggergemeinde" steht Ihnen selbstverständlich zu, da - ich denke, ich spreche hier für einen Großteil der Blogbetreiber - Ihre persönliche Meinung auch und gerade im Internet geäußert werden darf, ich würde es jedoch trotzdem begrüßen, wenn Sie obiges Zitat nochmals in einen etwas differenzierteren Zusammenhang bringen könnten.


Auf eine Rückantwort oder anderweitige Reaktion freue ich mich und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,

[Webfraeulein]

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@Don
Der Witz an der Sache war doch, dass der Ethikbeauftragte in seiner Drohung eine alternative Sicht der Dinge verweigert hat.

Er sagte nur, stimmt nicht, gelogen, Hund am Schwanz gezogen...

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Herrlich das alles. Noch jemand Popcorn?

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hehe, der mini-pr-gau für tagesschau.de im maxi-pr-gau? ;-)

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@unreal: Gerne. Soll ich noch ein Bier holen?

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Wie gesagt, meine Rechtsabteilung meinte gerade, in so einem Fall würde es sich lohnen, gleich an TI eine Unterlassungsaufforderung zu schicken. Und auch die ARD setzt sich da gerade in unschöne Nesseln.

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@hockeystick
Danke, für mich nicht. Ich geh jetzt gleich erstmal mit Novesia einen lecker Wein trinken....

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Vielleicht hat ja der liebe Herr Vetter ein paar Minuten Zeit?

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Ja, das war mal wieder Toprecherche von der Tagesschau. Ich schätze, da werden jetzt seitens von TI alte journalistische Freundschaften bemüht...

Einfach mal sagen, sorry, da haben wir einfach mal Scheisse gebaut, wohin dürfen wir den Blumenstrauß mit der Entschuldigung schicken?

Der Ethikbeauftragte kennt ja die Adresse.

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Don, hat der Ethikbeauftragte sich schon gemeldet?

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der redet wahrscheinlich nur mit professionellen journalisten ;-) Die schreiben williger seiner Erklärungen unkommentiert ab.

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Hallo noch einmal,

ich sehe gerade, dass sie meinen letzten Satz nicht korrekt zitieren. Ich sagte nicht "Verhalten" sondern Blogverhalten. Das ist schon ein Unterschied. Außerdem war mir der letzte Teil des Satzes wichtig, den sie da weggekürzt haben, denn er wirft Licht darauf, welche Implikationen Abmahnwellen für die Weblogs möglicherweise haben könnten. Darüber wird noch komplexer und genauer nachzudenken sein, aber ich fände es an dieser Stelle erstmal gut, wenn sie meinen Satz entweder vollständig zitieren oder aber ganz weglassen.

"Wie sich dieser Vorfall auf mein eigenes Blogverhalten auswirken wird, kann ich momentan schlecht abschätzen. Einerseits würde ich mich natürlich gerne weiterhin frei fühlen, meine Meinung zu äußern, andererseits werde ich diese Lawine im Hinterkopf haben und ich glaube, es ist unrealistisch anzunehmen, dass sich das Schreiben dadurch nicht verändert."

Dieser Kommentar wird wieder unter der Sammlung bei Don Alphonso abgelegt.

Mit freundlichen Grüßen,

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Unter meinem Klarnamen reden die seit 1998 mit mir. Dauernd. Das ist jetzt das erste Mal, dass sie nicht mit mir reden wollen. Weil es das erste Mal ist, dass ich mich wirklich durchgehend kritisch mit denen auseinandersetze. Vielleicht hätte ich schon früher genauer hinschauen sollen, alles habe ich denen ja auch nicht geglaubt, aber ich fühle micg - gerade nach der ARD-Geschichte - schon etwas hintergangen.

Bislang gibt es übrigens noch keine Antwort von der ARD. Beim letzten grösseren Knatsch mit deren Onlineabteilung musste ich sogar mit dem Anwalt drohen - damals hatten sie bei beim Übersetzen der Bilanzzahlen aus dem Englischen bei den Verlusten einer Firma drei Nuller zu viel angehängt und dieses Gesamtdefizit von 30 Jahren für ein Jahr angenommen. Was habe ich damals gebrüllt...

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Dito: Schweigen von TI und von der ARD. Wie erwartet...

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Nun ja, wir wollen mal nicht eine Frist von knapp 12 Stunden setzen. Kleiner Scherz am Rande.

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Wäre das nicht ein hübscher ARD-Boo?
Nur so ne Idee :-)

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Ich hole schon mal das Fischbesteck für das Entgräten.

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Was auch nicht einwandfrei ist, wie die Tagesschau "Fakten" und "Meinung" verschwurbelt.

Meinung beruht natürlich immer auf Fakten (die stimmen oder nicht stimmen können). Das kann aber nicht heißen, dass ich keine Meinung äußern kann oder darf, selbst wenn ich die Fakten, auf denen diese Meinung beruht, nicht hunderprozentig eruieren kann.

Dann hätte ja auch kein Mensch eine Meinung zum Einmarsch im Irak äußern können... schließlich waren die "Fakten" bekanntlich so eindeutig nicht.

Wenn aber ein Unternehmen Meinung unterdrücken will mit der Behauptung, diese beruhe auf falsche Tatsachenbehauptungen, gleichzeitig sich es aber "erspart", auf diese einzugehen, dann ist das einfach ethisch nur noch [insert Schmähkritik]

So nach dem berühmten Motto: Wenn du nicht weißt, warum ich sauer bin, ich werd's dir nicht sagen...

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Hach :-(
Wenn ich nicht so feige wäre und wenn nicht gerade persönliche Probleme meine Aufmerksamkeit fordern würden.... es Formen sich Sätze in meinem Kopf. Von Seilschaften, einseiter Berichterstattung, Gefälligkeiten, Ignoranz.... hach... köstlich *schlabber*

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Ich bin ja am Freitag in Chemnitz auf einem Podium, wo es um die Frage der medialen Realitätskonstrukte geht, da werde ich den jungen Leuten dieses Beispiel vor Augen führen. Hans Müller-Jahns vom MDR ist auch da, da kann man das prima debattieren.

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Gegendarstellung basteln??
Wann hatte tagesschau.de zum letzten Mal eine Gegendarstellung zum abdrucken?

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Von: felix schwenzel <ix@wirres.net>
Datum: 28. März 2006 16:29:18 MESZ
An: xx@netzjournalismus.de
Betreff: blogger überprüften keine fakten?

das ich das noch erleben muss, dass auf focus.de ein besser recherchierter artikel als auf tagesschau.de steht! ich bin ein bisschen erschüttert.

> Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle
> Journalisten mit Transparency International als Gegenseite
> in Verbindung gesetzt hatten die privaten Blogbetreiber
> dabei nicht.

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5374766_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

lieber fiete stegers,

da hätten sie aber auch mal die fakten überprüfen können oder sich mit ein paar dieser unprofessionellen blogger in verbindung setzen können. mindestens ein blogger <http://unkreativ.twoday.net/stories/1752536/> hat die antwort auf seine anfrage von frau schröder sogar veröffentlicht (die antwort ist wohl eine standard mail, die an meherer blogger geschickt wurde), ich persönlich habe keine antwort auf meine mail bekommen. imho ist der oben genannt satz in solch einer pauschalen anwendung völliger quatsch.

und das mit den fakten die ti-d als „falsch“ moniert könnte man auch als profi nochmal genau nachprüfen, siehe:

http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/

in ihrer pressemitteilung behauptet ti-d exakt das gleiche was auch bei moni zu lesen war und besteht doch darauf, dass sie unwahre tatsachen verbreitet. was an monis darstellung falsch sein soll behält ti-d nach wie vor für sich. oder wissen sie mehr?

gruss
ix

[nachtrag]
exakt die gleiche antwort bekommen von fiete stegers wie mein nachredner.

... link  

 
Oho, eine Antwort vom Author:

vielen Dank für Ihre freundliche E-Mail. Da fehlte in der Tat ein nun
eingefügtes "meist". Denn nachgeforscht hat ja nur ein kleiner Teil der
Verlinker. Dem weniger blogaffinen Teil unseres Publikums sollte vor allem
die schnelle Weiterverbreitung in der Blogosphäre dargestellt werden.

> | Auf Anfrage von FOCUS Online lehnte Geschäftsführerin Dagmar Schröder
> | noch am Montagnachmittag jede inhaltliche Stellungnahme ab
>
> http://focus.msn.de/digital/netguide/transparency-international_nid_26808.
> html
>

Und am späten Nachmittag vertröstete sie tagesschau.de wieder und wieder ...

... link  

 
An: redaktion@tagesschau.de
Betreff: Ihr Artikel: Meinungsäußerung oder falsche Fakten? - Transparency International im Clinch mit Weblogs

Sehr geehrter Herr Stegers, sehr geehrte Tagesschau-Redaktion,

ich habe Ihre Berichterstattung über den Zwist, den Transparency International Deutschland ("TI-D") gegen eine Bloggerin führt, gelesen
(http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5374766,00.html).

Die unkritische Art und Weise, in der Sie die Behauptungen des Interessenvertreters von TI-D, Herrn Bäumel, übernehmen, empört mich.

In meinem Weblog "Charivari - Gesammeltes, Charivari und Allerlei" http://charivari.wordpress.com/ berichte ich ebenfalls darüber und dokumentiere sowohl den Vorgang an sich, als auch Ihre Berichterstattung darüber.

Sie schreiben in Ihrem Artikel:

| Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit
| Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten
| die privaten Blogbetreiber dabei nicht.

Erstens einmal sind viele der berichtenden Blogger hauptberufliche Journalisten.
Zweitens haben diverse Blogger sich mit der Gegenseite in Verbindung gesetzt, aber keine Stellungnahme von TI-D erhalten. Diese wurde verweigert. Siehe
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/
http://weblog.mifomm.de/2006/03/25/blogging/transparency-heisst-offenheit.html
http://www.mein-parteibuch.de/2006/03/25/email-von-transparency-international-an-die-klowaende-des-internets/
http://unkreativ.twoday.net/stories/1752536/

S. auch ihre Kollegen vom FOCUS:
http://focus.msn.de/digital/netguide/transparency-international_nid_26808.html

| Auf Anfrage von FOCUS Online lehnte Geschäftsführerin Dagmar Schröder
| noch am Montagnachmittag jede inhaltliche Stellungnahme ab

Drittens sind Sie es, die als Profi-Journalisten im Gegensatz zu den Amateuren die simpelsten Sorgfaltspflichten verletzt haben. Bloß weil Herr Jochen Bäumel, derzeit Vorstandsmitglied bei Transparency International, einmal Korrespondent bei der ARD war, heißt das doch nicht, daß er nicht jetzt die Seiten gewechselt hat und jetzt Lobbyist ist.
Eine Recherche hätte klären müssen, ob dessen Behauptung, die Blogger hätten nicht nachgefragt, wahr ist.
Des Weiteren hätten Sie erst recht seine Darstellung des eigentlichen Sachverhalts juristisch prüfen müssen.

Da der ganze Vorgang eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem hehren Anspruch und Wirklichkeit bei Transparency Deutschland belegt, wenn man sich die Mühe macht, die Fakten zu recherchieren, ist die Aufregung unter den Bloggern verständlich.

Daß Sie sich diese Mühe nicht gemacht haben, läßt alleine Ihre Professionalität in sehr schlechtem Licht stehen. Und nicht die der Blogger.

Ich hoffe, daß Sie die Gelegenheit nutzen, Ihre Berichterstattung den nachweislichen Fakten anzupassen.

Mit freundlichen Grüßen

Camelopard

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süss. sehe gerade, fiete stegers hat den artikel korrigiert: dort steht jetzt: „Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten die privaten Blogbetreiber dabei meist nicht.“

„meist“ ist neu! süss.

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Mail an TP
Liebe Telepolis-Redaktion,

als Stammleser bei Euch, wollte ich mal einen kleinen Hinweis loswerden. Wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, gibt es derzeit "Differenzen" zwischen den Bloggern Deutschlands und Transparancy International Deutschland.

In dem Zusammenhang kann man im Moment sehr schön die verschiedenen Arten der Berichterstattung sehen. Während der manchmal belächelte Focus einen (meiner Meinung nach) guten Artikel zum Geschehen unter
http://focus.msn.de/digital/netguide/transparency-international_nid_26808.html

veröffentlichte, hält die Tagesschau mit einem Artikel dagegen, der teilweise... sagen wir "eigen" formuliert ist:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5374766,00.html

Teilweise enthält er auch schlicht sachliche Fehler. Ähnlich wie schon Transparancy reagiert man dortderzeit aber nicht auf die EMails mit Bitte um Korrektur und dann - oh schau - werden Verbindungen zwischen Interviewer und Interviewtem aufgezeigt:

http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/#416878

Vielleicht ist das ja mal einen Artikel bei Euch wert, der die "Unabhängigkeit" der deutschen Medien, insbesondere der Öffentlich-Rechtlichen thematisiert, da ich dort einen besonderen Auftrag sehe, eine unvoreingenommene Berichterstattung zu leisten.

Mit freundlichen Grüssen
Stefan M

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tagesschau.de: mostly harmless.

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@ix Eben. Die kleinen Dinge im Leben zählen doch. ;-)

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Nachgeforscht
Es ist schon witzig, dass "professionelle Journalisten" von diesem Blogsgesindel das erwarten, was man selbst nicht oder nur mangelhaft tut.

Abgesehen davon wurde bekanntlich recherchiert. Natürlich hat nicht jeder einzelne Blogger versucht, von TI eine Stellungnahme zu erhalten. Das war erstens nicht nötig, weil dies einige bereits stellvertretend und erfolglos getan haben, zweitens gibt es auch in der "professionellen" Presse Agenturmeldungen, die in der Regel ungeprüft übernommen werden. Als würde jede Meldung von dpa von jedem Redakteur, der sie nachdruckt, überprüft.

Abgesehen davon sollte man Bloggern keine Fristen von Sonntag Mitternacht setzen und dann niemanden am Telefon sitzen haben.

Abgesehen davon, liebe "professionelle" Presse, habt ihr größtenteils den lieben langen Montag verschlafen.

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Meine Antwort auf die Mail von Hern Stegers:

Sehr geehrter Herr Stegers,

> vielen Dank für Ihre freundliche E-Mail. Da fehlte in der Tat ein nun
> eingefügtes "meist". Denn nachgeforscht hat ja nur ein kleiner Teil der
> Verlinker. Dem weniger blogaffinen Teil unseres Publikums sollte vor
> allem die schnelle Weiterverbreitung in der Blogosphäre dargestellt
> werden.

Das ist zwar immerhin etwas, aber nicht so viel, wie ich mir erwünscht
hätte.

Wenn es schon etwas kritisch die Prüfung von Fakten in der Blogosphäre
darstellen soll, dann wäre doch wenigstens ein Satz wie folgt angemessen
gewesen:

| Die Fakten überprüft oder sich mit Transparency International als
| Gegenseite in Verbindung gesetzt haben viele private Blogbetreiber
| dabei meist nicht. Diejenigen, die jedoch versuchten Kontakt mit der
| Organisation aufzunehmen, bekamen nur eine vorformulierte E-Mail als
| Antwort, die darüber informierte, daß sich die Organisation dazu nicht
| äußern würde.

Oder?

Mit freundlichen Grüßen,

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Und wie man seit dem entsprechenden BildBlog-
Eintrag weiss, das die Prüfung von Agenturmeldungen auch garnicht notwendig ist ... zumindestens rein rechtlich ...

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Glück gehabt?
Das hätte ins Auge gehen können:
http://www.gespraechsfetzen.de/?p=1336


Via: Frau Fragmente
http://fragmente.twoday.net/stories/1759224/

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Noch einer, der vergeblich fragte

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Wir brauchen mehr deutsche Blogs auf Englisch
Ich hab jetzt nicht so parat, wieviele Blogs in Deutschland auf Englisch publizieren, aber es sollten mehr sein.

Vielleicht opfere ich mich ja doch, ich muss beruflich sowieso dauernd auf Englisch schreiben.

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Der Netzeitungsartikel wird auf golemde repliziert:

http://www.golem.de/0603/44312.html

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Warum eigentlich ein "Blog-Problem"? Früher hätte man sowas noch schön ein "Glaubwürdigkeitsproblem" genannt.
Oder "Rechtfertigungsproblem".

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Und vor der Erfindung des Anwalts und der ARD-netzwerks hätte man vielleicht einfach von Mafiamethoden gesprochen. Was natürlich heute problematisch wäre.

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Das gibt aber eine schöne Pressemappe.

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Ich bin schon ganz fleißig am Sammeln! :-)

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Sehr geehrte Tagesschau-Redaktion,

ich halte Sie mit einiger Berechtigung für eine in Deutschland am saubersten recherchierenden, neutralsten und unparteiischsten Quelle für Nachrichten. Daher bin ich nun sehr erstaunt darüber, daß Ihnen in Ihrem Artikel "Transparency International im Clinch mit Weblogs", den ich unter http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5374766,00.html gefunden habe, mehrere Fehler finde, die nicht nur peinliche Recherchemängel beweisen, sondern sogar Behauptungen beinhalten, die den vorliegenden Tatsachen völlig widersprechen.

Ich möchte jedoch lediglich auf die drei gröbsten Schnitzer eingehen:

1. "Als die Bloggerin neuen Löschforderungen des Transparency-Juristen nachkam, wurden ihre Äußerungen längst bei anderen Blogs zitiert."
Das ist falsch, Sie kam den neuen Löschforderungen eben nicht nach: http://wasweissich.twoday.net/stories/1754002/

2. "Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten die privaten Blogbetreiber dabei meist nicht."
Schön, daß Sie sich seit meinem ersten Lesen dieses Satzes zu einem "meist" durchringen konnten. Allerdings gab es durchaus mehrere Versuche, eine direkte Stellungnahme zu erreichen:
Mindestens sechs Blogger haben versucht, Transparency Deutschland zu einer Stellungnahme zu bewegen. Es stimmt dabei zwar, das die Gegenseite nicht gehört wurde, das liegt aber daran, daß sie nichts gesagt hat.

3. Mich verwundert sehr, daß Sie unter dem Trenner "Transparency beklagt "gefühlte Gerechtigkeit" zwar Herrn Bäumel zitieren ("Die Behauptungen in dem Weblog waren vollkommen an den Haaren herbeigezogen:", dann zwar erwähnen, daß Moni durch einen Rechtsanwalt vertreten wird, aber völlig vergessen haben auch zu berichten, daß die Behauptung, der Artikel sei unwahr, vollumfänglich zurückgewiesen wurde. Außerdem hätten Sie, wenn Sie die Darstellung der Bloggerin mit der von TI verglichen hätten, feststellen können, daß sie tatsächlich keine unwahren Behauptungen aufgestellt hat (die Darstellung von TI wie sie gestern abend veröffentlich wurde, finden Sie u.a. hier: http://www.jensscholz.com/2006_03_01_archive.htm#114355294716475055
Insoweit ist dies der ärgerlichste Fehler des Artikels, denn hier führt dieser Mangel an Recherche, der seitens der Blogger im Gegensatz zu Ihrem Autoren übrigens nicht passiert ist (http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/#416809), gar zu einer völlig verzerrten und einseitigen Darstellung der Ereignisse, der Ihre Reputation zumindest bei mir stark relativiert.

Mal salopp gesagt: Wenn sogar im FOCUS besser recherchiert wird als bei der Tagesschau, dann fragt man sich schon, ob dahinter nicht sogar eine Absicht steckt...

Mit freundlichen Grüßen,

Jens Scholz

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Das wäre auch mal ein Fall für den Beirat und Netzwerk-Recherche-Chef Thomas Leif, wenn ein ARD aD Mann in seinem Verein PR bei der ARD für diesen Verein macht.

Ähm, Don, Thomas Leif ist doch auch im Beirat von TI.

Nachtrag: Sorry, das hattest Du ja schon geschrieben, hatte ich überlesen. Wegen des Links lasse ich es trotzdem hier stehen, dann kann jeder bequem 'rüberklicken, um sich den Beirat einmal anzuschauen.

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... comment
 
Die Website www.transparency.de ist down
ERROR
The requested URL could not be retrieved

While trying to retrieve the URL: http://www.transparency.de/

The following error was encountered:

* Connection Failed

The system returned:

(111) Connection refused

The remote host or network may be down. Please try the request again.

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Vielleicht muss der Lebenslauf von Herrn Jochen Bäumel frisiert werden. Besser, sie löschen ihn gleich ganz.

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Vielleicht wegen der Statistik? Oder ists der slashdot-Effekt?

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jetzt sind sie wieder da. Die PHP/MySQL-Errors bleiben.

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Wenn das erst mal bei Digg ankommt, Freunde, dann heisst es Abschied nehmen...

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@ Stimme der freien Welt
Guckt doch selber nach: http://www.transparency.de/phpinfo.php

Der Admin hat ein ähnlich laxes Verhältnis zu seiner Arbeit.

19:05 Uhr:
Brav gelöscht.

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wenn das der köpcke wüßte
mit seiner tagesschau

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ups, sorry...hab grad gemerkt daß ichs in den falschen thread geschmissen hab...
jetzt hier

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@Don:
Ich beziehe mich oben mit meiner Meinung "unprofessionelle" Beiratsmitglieder auf die von Transparency Deutschland e.V. nach einer Krisensitzung "zurückgezogene" Pressemitteilung, in der seitens TI-D vertrauliche Daten bezüglich der Entlohnung ihrer Praktikantinnen bekanntgegeben wurden.

In der Krisensitzung dürften doch einige der im "Interessenregister Vorstand" vorgestellten Personen anwesend gewesen sein. Und die Postionen, die einige aus diesem Gremium bekleidet haben bzw. bekleiden, sind doch nicht von schlechten Eltern. Und dann wird gemeinsam eine Presseinformation fabriziert, die kurz darauf aufgrund der Vertraulichkeit zurückgezogen werden muß. Da frage ich mich, wo einige Leute aus diesem Gremium in die Lehre gegangen sind und ob sie diese Tantiemen wirklich "verdient" haben.

Oder beraten sich in einer Krisensitzung nur die Geschäftsführerin, Ethikverdreher und unbezahlte Vollzeitpraktikantinnen mit dem Webmaster? Ich hoffe doch nicht.

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@ unreal: Nur weil die nicht mehr schlägern wollen, heisst nicht, dass ich nicht mehr schlägern mag. ich bin gerade so richtig in Fahrt. Schön langsam komme ich auch in die Schichten der alten DDR runter. Das hättense sich ma früher überlegen sollen, wa.

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Korrekt.

Dagmar sagt ja bei Netzpolitik.org: "Wir werden diese Blog-Einträge nicht weiter verfolgen. Wir wollen unserer normalen Arbeit nachgehen.”

Liebe Dagmar, es ist nicht die Frage, ob ihr die Blog-Einträge weiter verfolgt, sondern vielmehr, ob euch die Blogosphäre EUCH weiter verfolgt. Inklusive Google und den Mainstream-Medien. Don't think it's over.

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(Weia, inzwischen hat's ja hier das Layout zerbröselt.)

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@ erdbeerliesl: Meines Wissens war es so, dass die PM gestern Nachmittag erstellt wurde, nachdem in mindestens einem Gespräch mit einem Medienvertreter schon irreguläre Informationen geflossen waren. manche würden soas vielleicht als versuch einer Schmutzkampagne bezeichnen. Die PM sollte darauf eins draufsetzen und einen Standard für alle Profianfragen herstellen. Gleichzeitig, berichten meine Kontakte, wurden auch wegen Nachfragen weitere Leute über das Problem informiert - unzureichend, heisst es. Daraufhin kam es heute Vormittag zu einem längeren Disput, in dessen Folge das Teil wegen der enthaltenen Informationen zurückgezogen wurde.

Das ist im groben nach meinen Informationen der Ablauf der Dinge. Ob das alles so stimmt, weiss ich nicht, weil es natürlich auch bei TI interne Spannungen und Fraktionen gibt. Tendenziell war der Vorstand wohl eher für einen Durchmarsch, aber man hat wohl erkannt, dass man spätestens mit dem Auftritt von Uwe Vetter kaum noch Chancen auf einen Sieg gibt. Der Rest sind Rückzugsgefechte.

Ich denke, die Verwerfungen bei TI werden sich im Beirat zeigen, ich weiss, und die wissen, dass manche das hier lesen. Das Thema bleibt also spannend. Auch für die Medien und die internationale Mama.

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@don: Gegenüber netzpolitik.org wird doch behauptet , die PM sei immer noch auf Anfrage verfügbar. Kann die mal ein Profi-Journalist anfordern?

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Sie wurde wohl wieder verfügbar, nachdem sie hier stand.

Mein Exemplar ist noch das vom 27. am Abend, aber es entspricht wahrscheinlich dem, was der Focus hat.

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@el_loco
>Guckt doch selber nach: >http://www.transparency.de/phpinfo.php
>
>Der Admin hat ein ähnlich laxes Verhältnis zu seiner Arbeit.

Ja, und dann auch noch Uralt-Versionen mit diversen Sicherheitslücken:
Build Date Sep 17 2005 21:36:03
OpenSSL 0.9.6c 21 dec 2001

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@Don
Geht man dann mit strengvertraulichen "Whistleblower" - Infos genauso um wie mit der Schmutzkampagne gegen Moni? Der Whistleblower (sofern es den überhaupt gibt), der dieser Tarnorganisation zur Einheimsung von Spendengelden und der persönlichen Selbstdarstellung etwas "vertraulich" steckt, darf ja dann von vornherein um seine Existenz fürchten. Oder kundschaftet man so gefickt eingeschädelt seine Gegner aus? Aber das wäre Verschwörungstheorie, auf dieses Feld begebe ich mich nicht.

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Der Bläser weiss, was ich tue, und ist über so Kleinscheiss erhaben. Und wenn ich das richtig interpretiere, dann stört es ihn nicht, wenn TI begreift, dass man sich dort nicht allzu sicher sein sollte.

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Englischsprachige blogs
@ avantgarde

Ich habe einen englischsprachigen Blog, der im generellen Grundrauschen bei LiveJournal halt mitläuft; da habe ich das mal reingegeben & werde mal sehen, wo das wieder raussickert...

Sorry, kein Link.-

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Englischsprachige blogs
@ avantgarde
@ sethos

Da muss ich Euch Recht geben. Mein bescheidener Beitrag heute war eine Richtigstellung in diesem kleinen amerikanischen Blog. Ganz abgesehen davon, sollte aber jedes artikulierte Interesse bedient werden: "I would be most interested in readers with facility in German to outline further details of the story in the comments."

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ganz interessant fand ich noch die nachfrage bei der dachorganisation ti bei:
http://scottageb.blogspot.com/

kein permalink, soweit ich sehe, ich meine den eintrag, der mit "Transparency International – A Company in Chaos Stalls while Moni Waits" überschrieben ist.

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O.K. It seems this thing is getting out of control.

Oh yes, indeed.

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Actually, it does. Word has it, some newscorp is on the way.

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Wunderbares Zitat! :-)

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Tagesschau-Eintrag überarbeitet?
Stand: 28.03.2006 18:27 Uhr

Hat jemand daran gedacht, die älteren Varianten des Artikels zu sichern (ich leider nicht)?

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5374766,00.html

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@sdfw: Hat fast das Zeug zum Klassiker, a la Houston, we've had a problem!

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don, danke für das auffinden des permalinks, soviel zeit muss sein.

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ich habe die erste Version.

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ich hab die von 17.10h

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@don_a:

Kannst Du mir die erste Version mal zumailen? Ich werde dann die Unterschiede dokumentieren.

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Mir gefällt absolut nicht, wie die "Blogosphäre" mit dieser Sache umgeht. Natürlich war das Verhalten des Justiziars nicht in Ordnung. Natürlich stellt das Abmahnungsschreiben einen Angriff auf die Meinungsfreiheit dar. Natürlich ist es okay, dem ganzen gemeinsam entgegenzutreten.

Was daraus entstanden ist, hat mit der ursprünglichen Zielsetzung aber nur noch wenig zu tun. Da äußert man Pauschalkritik an einer Organisation, die eigentlich gemeinnützige Zwecke verfolgt. Da wird diese alte Sache mit der Entlassung wieder ausgegraben und gegen die Organisation eingesetzt - Ohne sich jemals mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die Entlassung damals denn nicht doch gerechtfertigt war.

Es gibt beim journalistischen Schreiben, und dessen Maßstäbe legen die meisten Blogger ja dann doch an die eigene Arbeit an, einen Grundsatz: "Hear the other side". Das bedeutet nicht, dass Recherche immer in beide Richtungen gehen muss - Besonders, wenn das nicht möglich ist. Dass bedeutet vielmehr, dass ein journalistischer Artikel immer auf beide Seiten eingehen muss. Dass Argumente für und gegen eine bestimmte Sachen genannt werden müssen, und dass man dem Leser erlaubt, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Was aber hier passiert, ist rein subjektive Kritik, undifferenziert und gegen alles und jedes gerichtet, was sich der rollenden Blog-Walze entgegenstellt. Es ist klar, worum es hier geht: Es soll ein "PR-Gau" kreiert werden. Es soll die Macht der Blogosphäre demonstriert werden. Was dabei unter die Räder kommt, sei es ein Journalist, der seine Texte nicht juristisch korrekt formuliert, sei es ein Webmaster, der sich öffentlich zur Sache äußert, sei es auch einfach nur die Kritikfähigkeit der Blogosphäre, der hat eben Pech gehabt.

Der Justiziar des Unternehmens hat sich meiner Auffassung nach äußerst fair verhalten. Wenn der Eintrag von Moni nur eine einzige Tatsache falsch dargestellt hat, dann hatte sie die Rechtspflicht zur Löschung, so bald sie von dem Fehler erfuhr. Eine Organisation wie Transparency International hat ein Recht, in der Öffentlichkeit nicht falsch dargestellt zu werden.

Was der Justiziar getan hat war, Moni auf diese Rechtslage hinzuweisen. Was er nicht getan hat, war, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zu fordern und ihr dafür seine Anwaltskosten zu berechnen - Das waren in vergleichbaren Fällen auch schon 700 €. Für Moni und ihr Blog hätte diese Geschichte ohne weiteres ins Auge gehen können. Das sie es nicht getan hat, das ist einem Anwalt zu verdanken, der anscheinend doch ein wenig mehr Ahnung von Ethik hat, als es im Moment dargestellt wird.

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"äußerst fair" ?

Mein lieber Prima Simon, die zugrunde liegende Methodik ist das Handwerkszeug des Anwaltes: 1. Drohen, 2. Erschrecken, 3. Schnell eine Unterlassungserklärung unterschreiben lassen wollen.

Wenn Du keine juristische Vorkenntnis hast oder schwache nerven oder keine Kohle oder alles zusammen, führt diese Methodik in 99 % der Fälle zum Ziel.

Und ja, sie ist sicher "unfair". In diesem Falle war alles nämlich von vorn bis hinten haltlos. Wenn es weiter gegangen wäre, hatte Moni den TIs die ihr entstandenen Kosten des Rechtsschutzes einbrennen können, und das wäre bei einem Jahresbudget von TI von nur 200 Scheinen mal schnell sehr, sehr spürbar gewesen... Bei Nörr am Gendarmenmarkt nimmt eine Freundin von mir so um 500 Euro die Stunde um ähnliches niederzuwalzen.

Hier hat es mal nicht geklappt. Und dann wird gejammert und gebarmt.

Ein gewaltsamer Einlauf ist halt nicht jedermanns Geschmack.

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Da bewirbt sich gerade jemand auf die freiwerdende Stelle des Rechtsverdrehers bei TI-D.

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Du hast, mit Verlaub, von Medienrecht keine Ahnung. Du schreibst erst was von Abmahnung und danach sagst Du, dass es keine gegeben hat. Bleiben wir mal bitte bei den Fakten.

Wenn der Eintrag von Moni nur eine einzige Tatsache falsch dargestellt hat, dann hatte sie die Rechtspflicht zur Löschung, so bald sie von dem Fehler erfuhr.

Nein, hat sie natürlich nicht. Sie hätte nur die Pflicht haben können, die beanstandete unwahre Tatsachenbehauptung zu löschen. Sonst nichts. Allerdings kam der Justiziar damit nicht durch und hat es erst mal bei einer Drohung belassen, weil er vermutlich gewusst hat, dass er mit seinem Angriff auch mit "Schmähkritik" vor Gericht nicht durchkommt. Schmähkritik ist nochmal was ganz anderes als eine falsche Tatsachenbehauptung. Insofern kann ich den Glauben an den netten Onkel Justiziar nicht teilen. Und wer sich auf so ein Vorgehen einlässt, muss immer damit rechnen, in die Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Dafür gibt es viele Fälle, fairpress.biz ist voll davon und verdient mit solchen Meldungen gutes Geld.

Was hier bemängelt wurde, sind nun mal falsche Tatsachenbehauptungen in einem Medienbericht, und eine wenig saubere Trennung der ARD bei der Auswahl ihres Gesprächspartners. Keiner schickt denen deshalb eine Abmahnung, wir weisen nur auf das Problem hin. Das ist legitim, wir leben in einem freien Land. Wenn es Dir nicht gefällt, jo mei, Du kannst es hier artikulieren, in Deinem Blog, niemand schickt Dir deshalb einen bösen Brief. Aber ich lasse mir auch nicht sagen, wie in meinem Stand und Beruf mit solchen Justiziaren und liebedienerndern Journalisten umzugehen ist.

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@ Erdbeerchen

Vielleicht hat man Prima Simon ein prima Praktikum in Aussicht gestellt ...

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@simon prima:

Mir gefällt sehr, wie die Blogosphäre mit TI-D umgeht. TI steht für einen hohen moralischen Anspruch (unnötig zu betonen: für eine gute Sache) und entblößt sich selbst als ein Ausbeuterverein, der nicht nur systematisch Hungerlöhne trotz hoher Einnahmen zahlt, sondern auch sich in moralisch höchst fragwürdiger Weise mit nicht genehmer Berichterstattung befaßt.

Mir gefällt, daß sich bloggende Rechtsanwälte gleich um die Betroffene gekümmert haben.

Mir gefällt, daß trotz der Versuche des Vereins, Transparenz bei Transparency zu verhindern, Transparenz geschaffen wird - ganz im Sinne der Idee, die Transparency offenbar fälschlich vereinnahmt. Fälschlisch, weil der Verein den eigenen Maßstäben offenbar nicht genügt, s.o.

Mir gefällt, daß Journalisten, die unkritisch (will ich mal wohlmeinend unterstellen) die Positionen von Transparency übernehmen, als unprofessionell bloßgestellt werden.

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Nunja, das ist eine sehr defensive Sichtweise. Es drehte sich um die Frage, wieviel Meinungsfreiheit sich eine Bloggerin erlauben kann. Auch dann, wenn sie in ihrem Blog Zahlen nennt, die vermutlich unter einem vertraglichen Stillschweigeabkommen gelegen haben. Man muss in diesem Fall aber abwägen, welches Gut höher zu bewerten ist. Das vertraglich zugesicherte Stillschweigen über die Höhe der Entlohnung gegenüber eines Berichtes, welche Methoden und Mittel ein eingetragener Verein bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern nutzt. Man kann darüber streiten, welches Gut höher zu bewerten ist, und wie man dies im Internet am besten darstellt. Auf der anderen Seite kennen wir in Deutschland die Sache mit den gegebenen "Ehrenwörter" über die Nichtweitergabe von Informationen ja zu genau. Nichts anderes ist dieser Fall.

Aber um die Sache mit dem Blogeintrag geht es ja nun nicht mehr, seit dem Frau Schröder in einem Interview erwähnte, dass man die Sache nicht weiter rechtlich verfolgen würde. Aber der kleine Auslöser hat dafür gesorgt, dass man sich mit der Arbeit der deutschen Filiale von TI mal auseinandersetzt. Dabei sind interessante Informationen zusammen gekommen, die zumindest eine weitergehende Recherche interessant erscheinen lassen. Ausschlaggebend für mein weitergehendes Interesse war eine einfache Google Suche, die einen Spiegel Artikel zu Tage brachte, in dem die Arbeit von TI Deutschland mehr als nur kritisch beleuchtet wurde. (Mehr Infos usw. bei mir)

Es wird also keine Sau durchs Dorf getrieben, sondern nur geschaut, was es mit TI eigentlich auf sich hat. Sollte am Ende herauskommen, dass sie alles völlig korrekt machen (wovon ich als leidenschaftlich positiver Mensch mal ausgehe), wird sich die Sache auch wieder legen.

Ich finde es sehr wichtig, dass gerade die Blogszene so schnell und heftig auf solche Dinge reagiert, zumal den etablierten Medien hierfür meist das Personal und Zeit fehlt. Das nicht alle Aussagen in allen Blogs über das Thema vernünftig formuliert sind und hier und da über das Ziel hinaus schießen, ist aber leider richtig.

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Keine Ahnung, ob jemand so einen langen Thread durchliest...
@strappato

"Die geben in einer Pressemitteilung zu, Akademiker auszubeuten?"

Da frage ich mich, ob Akademiker per se was besonderes sind?

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@lebemann
aber doch hoffentlich nicht unbezahlt? Ich fall vom Stuhl.

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@ Loreley

Akademiker sind eingentich nichts besonderes, jeder sollte sich ein paar davon halten.

Trotzdem ist es misslich sie einfach verhungern zu lassen - Sklaven kaufte man teuer in einer offenen Versteigerung gegen andere Bieter und ging daher pfleglich mit ihnen um. Das ist ein Minimum, auf das man sich auch bei Akademikern einigen könnte. Halbwegs.

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@Simon prima:

Es ist ok, wenn ein Anwalt das tut, wofür er da ist: er nimmt die Interessen seines Mandanten wahr.

Und es ist ok, wenn die Blogosphäre sich darüber das Maul zerreißt, wenn eine Institution, die sich auf Moral und Ethik beruft, gegen eben diese Maßstäbe verstößt.

TI-D verfolgt sicherlich ein hehres Ziel: Korruption ist übel. TI-D ist mit der Moni-Freundin nicht fair umgegangen. Und TI-D hat einen Anwalt, der in ihrem Namen handelt und schlicht schlechte Schriftsätze produziert: wenn man unvoreingenommen liest, was passiert ist, Monis Blogeintrag mit der angeblichen Pressemitteilung vergleicht, muss man zu dem Eindruck kommen, dass es hier um Meinungsfreiheit geht.

Was ist an dieser Diskussion schlecht? Dass sie so einseitig verläuft? TI-D schweigt zu dem Thema: kein Wunder also, dass die Diskussion einseitig ist.

Immerhin haben Sie, Simon prima, ja mal einen Anfang gemacht, zu differenzieren, wenn auch vielleicht an einer STelle, an der es nicht viel zu differenzieren gibt...

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Ich wollte nur noch mal kurz was korrigieren:

Was vorlag, war eine Abmahnung:

"Eine Abmahnung ist eine Aufforderung, eine (vermeintliche) Rechtsverletzung zu unterlassen."

(http://www.abmahnung.de/)

Was nicht vorlag, war eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, bei der die Abgemahnte die Anwaltskosten zu tragen hat.

Nichts anderes habe ich geschrieben.

Ansonsten war mein Satz zur "Löschung" möglicherweise etwas ungenau formuliert, aber nicht falsch.

Und, übrigens: Ich studiere Jura, mit Schwerpunkt Informations- und Medienrecht. Du kannst davon ausgehen, dass ich weiß, wovon ich rede.

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"Jura mit Schwerpunkt Informations- und Medienrecht."

Hatte ich fast geahnt. Mir kommen gerade die Rigatoni hoch und ich widerrufe meine Aussage, dass Du Dich hier verbreiten darfst.

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@Loreley
Eigentlich nicht. Der Mensch fängt bei mir erst mit der abgeschlossenen Promotion an. Wenn man dann noch 2 Uni-Abschlüsse vorweisen kann, dann kann man auch anfangen mit ihm zu reden.

Hier geht es um Mitarbeiter und Aufgaben, bei denen ein Hochschulabschluss vorausgesetzt wird. Aber 1000 Euro Brutto für den Halbtagsjob würde auch bei einem Handwerker ein Hungerlohn sein. Das entspricht übrigens netto ALG2 + 1 Euro-Job. Von den Vollzeitpraktikanten, für 300 Euro (die wahrscheinlich auch ein Studium hinter sich haben) mal ganz abgesehen.

Übrigens wird auch gerne der Schluss gezogen: Hungerlöhne=Korruption:

Das bitterarme Land steht auf der Transparency-Liste der korruptesten Staaten ganz oben. Jeder zweite der mehr als 140 Millionen Bengalen muss mit weniger als zwei Euro pro Tag überleben

Statistiken der Organisation Transparency International zufolge gibt es kaum ein Land auf der Welt, in dem die Bevölkerung die politischen Parteien für korrupter hält als in Peru.

Zum Bild eines armen Entwicklungslandes mögen Spitäler ohne Medikamente, der Mangel an qualifiziertem medizinischem Personal und Hungerlöhne (im Gesundheitswesen) gehören.

Und immer wird im selben Text auf Transparency International als Authorität verwiesen. Eigenes Handeln und öffentliche Erwartung sind bei Transparency International nicht ganz kongruent.

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So, so, wir studieren Jura. Das bedeutet: Wir können es noch nicht, denn könnten wir es, müßten wir es nicht erst studieren. Denn dafür studiert man doch, nicht wahr.
Daß es hier noch manches zu studieren gibt, ward Dir vielfältig dargetan. Die Dir hier zukommende Position ist die des Zuhörenden und Lernenden.
Juvenil-freche Tonalität und das Beharren auf rechtsirrigen Positionen wird von denen, die bereits studiert haben und zudem über einschlägige Berufserfahrung verfügen, nicht wirklich geschätzt.

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... comment
 
So, ich würde sagen, jetzt lassen wir Google mal schön die ganzen hunderte von Blogeinträgen durchindizieren ... und freuen uns auf einen schönen Index in ein paar Tagen.

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Dumm di dumm, wen verklagen wir den heute mal so einfach?
Zitat von Bäumel, Vorstandsmitglied von TI-D auf tagesschau.de: "Wir hatten einfach unseren Justiziar beauftragt, in dieser Sache tätig zu werden. [...]"

Hört sich an wie „fire and forget“. Unglücklicherweise waren die falschen Koordinaten einprogrammiert.

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@ Erdbeerlisl

"cry havoc, and let slip the dogs of war"

Bill Shakespeare: J. Ceasar


Die Erklärung passt zum Sachverhalt:
http: //www.phrases.org.uk/meanings/105600.html

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Ob man das hier unten noch liest?
@Don Dahlmann: Es gab meines Wissens in dem Vertrag meiner Freundin keine Klausel, in der Stillschweigen über das Gehalt vereinbart war.

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Ich lese alles, und ich fürchte, der Juragschaftlhuber von oben auch.

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Klasse, was die Scheinexaminierten sich heute so rausnehmen.

Das schleift sich in zwei Jahren Aktenfressen aber ab.

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Aber sicher liest man das...

Naja, wenn dem so ist, dass im Vertrag kein Stillschweigen vereinbart wurde, wenn also die Infos zur freien Verfügung stehen, was ja eigentlich für TI spricht, wenn sie ihren Angestellten es überlassen, ob und wem und in welcher Form diese ihre Gehälter mitteilen, dann verstehe ich das Schreiben und die Drohungen erst recht nicht.

... link  

 
@dond:

Ganz einfach: Der Versuch, jemanden, der bekanntermaßen schwach ist (sie wußten ja, daß Moni auch arbeitslos ist und deswegen wahrscheinlich lieber nachgibt) brachial einzuschüchtern.

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das unprofessionelle und obendrein arrogante verhalten von TI-D muss auch weiterhin angeprangert werden, egal, was irgendein dahergelaufener jurastudent erzählt. das ist meine meinung!

... link  

 
solch juvenile knallchargen ....
.... wie besagten Studiosus konnten meine Ahnen noch sang- und klanglos im Eckturm verschwinden lassen. «UUPS, Herr Hofmarschal, haben Sie unserem Gast
nichts zu essen gegeben das letzte halbe Jahr? Er wird uns für unfreundlich halten.»
Etwas später in der Geschichte hätte man sich mit ihm duelliert und heute muss man sich mit Leuten unter dreissig unterhalten.
Wo kommen wir da noch hin?

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lieber herr graf, ich erlaube mir, eure aussage auf meinem blog zu dokumentieren, da sie auf den jungjuristen passt wie der euch standesgemäße fehdehandschuh auf die pubertäre backe. :-)

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Nur mal zum Verständnis, es gibt Vertragsklauseln, in denen man sich verpflichtet, nicht über sein Gehalt zu reden? Aha. Könnte mir vorstellen, dass die sowieso unwirksam sind. Ist ja nicht alles wirksam, was im Arbeitsvertrag steht.

Wenn ich eine Stelle nicht annehme, weil mir das angebotene Gehalt zu niedrig ist, aus welchem Rechtsverhältnis sollte ich dann verpflichtet sein, darüber nichts erzählen zu dürfen?

Das ist ja hier ein Rechtsstaat, ich glaube da schon von Berufs wegen dran, das heißt: Was nicht verboten ist, das ist erlaubt. Und nicht umgekehrt.

Soweit kommt's noch!

Was Moni geschrieben hat, war (nach der Reaktion von TI-D zu urteilen) erstens wahr, zweitens als Meinungsäußerung klar gekennzeichnet, drittens aus einer Quelle, die sie notfalls nennen könnte (auch wenn sie das nicht muss), also völlig in Ordnung.

Und außerdembis dahin für TI-D völlig unschädlich, schließlich war der Beitrag schon ziemlich nach unten gesackt, und die Leser, die beim Googlen nach TI-D zu ihr gekommen sind, konnte sie bis zu der blöden Abmahnaktion wahrscheinlich an einer Hand abzählen.

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@ Ihro Gnaden

Duelliert ?

So etwas ist doch wohl kaum satisfaktionsfähig.

Das liess man in der Guten Alten Zeit von den Pferdeknechten verdreschen.

:-)

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@simon prima et al
Ich denke, es sollte jedem seine Meinung gelassen werden. Ob nun studiert, fertig studiert oder was auch immer, spielt meines Erachtens eher eine untergeordnete Rolle und sollte weder zu unkontrolliertem Essensauswurf noch zu Pöbeleien führen.
Auch mir ist aufgefallen (ich kann es nun im Einzelnen nicht belegen, weil der Wust an Informationen allein hier bei Don doch mittlerweile ganz schön gewachsen ist), dass inzwischen zumindest vereinzelt die Kritik ein bisschen undifferenziert geworden ist und mehr in ein allgemeines Halali ausartet. Eventuell war es das, was "simon prima" mit "Pauschalkritik" meinte.

Allerdings, simon prima, muss ich zumindest für mich persönlich doch in ein paar Punkten contra geben:

- gerade die "alte Sache mit der Entlassung" war es ja, die den Stein in's Rollen brachte, bzw. die Berichte von Moni darüber sowie die anschließende Reaktion des Justiziars von TD. Die Entlassung an sich war unfein, aber aus wirtschaftlicher Sicht durchaus gängig. Es werden sicherlich weit mehr Praktikanten bei geringem Gehalt vollzeitbeschäftigt und Verträge kurz vor Ende der Probezeit gekappt, als hier bekannt wird. Diese Tatsache alleine hätte meiner Meinung nach nicht zu solch einem Echo geführt. Was jedoch inakzeptabel ist, ist die Reaktion seitens TD (bzw. deren Ethikbeauftragten) aufgrund der Gründe, die auch Du nennst. Ursprünglich rollte die Welle daher gegen ihn, nicht gegen TD allgemein. Da er jedoch nunmal im Auftrag von TD agiert, ist eine Trennung hier nur schwer möglich, insbesondere aufgrund der Entwicklungen der letzten Tage, die vermuten lassen, dass auch andere Teile der Organisation das Vorgehen gutheißen oder aber zumindest dulden. Dies ergibt sich für mich allein schon aus der Nichtreaktion seitens TD zu diesem Thema. Nicht eingeschlossen ist hierbei natürlich das zweite Anwaltsschreiben.

- im Gegensatz zu Dir kann ich im Verhalten des Juristen keineswegs etwas faires erkennen. Für meine Begriffe wäre eine faire Reaktion eine persönliche eMail gewesen, in der beispielsweise auf eine (so sie denn vorhanden war) vertragliche Klausel hingewiesen wird, die der Freundin von Moni verbietet, über Gehaltsverhandlungen o.ä. Informationen zu verbreiten. Es geht mir hierbei also um die Begründung, die der Forderung nach Entfernung der Inhalte zugrunde liegt. Ein in meinen Augen schlecht formuliertes und zudem überzogenes Anwaltsschreiben halte ich durchweg für unangemessen. Ich bin mir bewusst, dass von rechtlicher Seite aus auch noch ganz andere Mittel möglich gewesen wären, ich vertrete hier aber den Standpunkt, dass nicht immer alles muss, was kann.

- in Sachen Ausgewogenheit der Berichterstattung stimme ich Dir zu, dass diese relativ subjektiv ist, zur Objektivität fehlt uns jedoch schlicht und ergreifend der Standpunkt der Gegenseite, da diese sich im Verlauf dieser Sache wiederholt widersprochen hat. Gerne würde ich eine offizielle Stellungnahme seitens TD in mein Blog mit einbeziehen, so kann ich leider nur auf die bereits zurückgezogene Pressemitteilung verweisen, die Don mittels geheimer Quellen zugespielt wurde. Ob dies die Objektivität erhöht, sei dahingestellt, um jedoch die Ansichten beider Seiten darzustellen, benötigt man sie erst einmal.

Ich gebe Dir Recht, dass mittlerweile teilweise Haare gespalten werden und die Autorität Beteiligter angezweifelt wird, sobald sie nur einen positiven Kommentar abgeben, allerdings wirst Du bei genauem Studium der diversen hauptsächlich beteiligten Blogs durchaus auch sachliche, fundierte Kritik finden sowie Beiträge, die das Thema aus verschiedenen Aspekten beleuchten, ohne zerpflückt zu werden.
Ich bin mir sicher, dass es hier viele Schreiber gibt, die durchaus kritikfähig sind und das auch zum Ausdruck bringen, allerdings stellst Du bzw. stellen wir gerade fest, was geschieht, wenn die Gegenseite den Kopf in den Sand steckt: die andere Seite sucht sich etwas anderes, um sich abzureagieren. Mit einer gezielten Stellungnahme oder sogar einer (selbst wenn sie nur per Telefon, ohne Zeugen, übermittelt wird) Entschuldigung von TD bzw. ihrem Ethikbeauftragten könnten die Wogen wesentlich geglättet werden. Um es flapsig auszudrücken: man entschuldigt sich eben, wenn man Bockmist gebaut hat. Tut man das nicht, muss man sich nicht wundern, wenn der andere sauer ist und entsprechend reagiert.

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Ich hoffe, dass ihr mir nicht übel nehmt, wenn ich - Anwalt - hier kurz meinen Senf (zu einem zugegeben ziemlichen Randbereich; in der Hauptsache hat sich Moni ja zu dem Kollegen Vetter begeben) abgebe: Kollege Simon Prima schreibt als Jura-Student mit Schwerpunkt Informations- und Medienrecht etwas zu Abmahnungen, das ich kurz graderücken möchte:

Nach der Rechtsprechung zwingend notwendiger Inhalt der Abmahnung ist die Aufforderung an den Abgemahnten eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. (Literaturstellen liefere ich auf Nachfrage(!) gerne nach)

Die Ankündigung eine strafbewehrte Unterlassungserklärung einzufordern oder die Ankündigung, dass eine einstweilige Verfügung beantragt werden wird, ist nicht hinreichend. Die Aufforderung, den Beitrag zu löschen ist ebenfalls keine hinreichende Aufforderung, denn die Begehungsgefahr in Form der durch den erstmaligen Verstoß vermuteten Wiederholungsgefahr wird durch das Löschen des Beitrages nicht ausgeräumt.

Aus dem Nichteinfordern der strafbewehrten U-Erklärung ergeben sich aber hochinteressante prozessuale Konsequenzen. Die zu durchdenken sei aber dem Bevollmächtigten oder der interessierten Mitleserschaft überlassen.

Danke für Eure Zeit und Geduld! Ich werde mich erst wieder melden, wenn's interessante Neuigkeiten aus meinem Mund gibt. :-)

Grüße
Dominik

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Das sollen die Knecht ran? Bei uns hier auf dem Land wird der Hund losgelassen und derjenige vom Hof gejagt.

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ey, das bürschlein ist doch schon genug in seine schranken gewiesen. is gut nu. :-)

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Ich wollte doch nur das Landleben erläutern. Ich habe nix gegen Jurastudenten, wenn sie mich in Ruhe lassen.

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Transparency International D macht hier den geordneten Rückzug à la Elphinstone aus Kabul um 1840 - komplett mit mit dem virtuellen Gandamack.

None left standing.

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Es ist die Praktikantenrepublik .....
..... die das Übel ist. Menschen glauben nur mit einen immer Mehr an Ausbildung für einen Job befähigt zu sein, den sie mit Anfang dreissig antreten. Sie tapsen blauäugig in die Praktikantenfalle. Dass Unternehmen und Heuchelbanden wie NGO das ausnutzen ist ökonomisch erklärbar aber fatal: Die Republik wird entprofessionalisiert. Auf allen möglichen Stühlen sitzen Anfänger, ohne Erfahrung ohne Hausmacht ohne Perspektive. Es wird gewurschtelt, es macht sich das grosse WG-Feeling breit - bis es dann um die Verteilung der Beute geht.
Dabei hatte man doch immer den Idealismus gepflegt, dass man sich für die gute Sache nicht entlohnen lassen dürfe. Das rächt sich jetzt. Wie sagen die Engländer: If you pay peanuts, you'll get monkeys.

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Es heisst da ja auch "more fun than a barrel of monkeys" was die Praktikantenhorde versinnbildlichen hilft.

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... also mal so am Rande - ich finde es gut und begruessenswert das ganze Jungjuristenkohorten ob der eh schon bedenklich hohen Juristendichte im Land in den naechsten Jahren am Hungertuch nagen werden.

(... das ganze Moni Desaster ist doch gerade mal archetypisch fuer das Elend was auf juristischer Basis uebers Land geschuettet wird.)

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@Sopran
Solange du Arbeitnehmer bist, musst du über das vereinbarte bzw. gezahlte Entgelt (im Betrieb und in der Öffentlichkeit) in jedem Fall Stillschweigen bewahren. Dies dient dem Betriebsfrieden. Wenn dir als Arbeitnehmer nicht ausdrücklich gestattet wurde, über das Gehalt zu sprechen, dann wäre das Sprechen darüber sogar ein fristloser (!) Kündigungsgrund, ein schwerer Pflichtverstoß.

Anders ist es, wenn du ein Ex-Arbeitnehmer bist.

Hier gibt es keine eindeutigen rechtlichen Normen. Man kann aber davon ausgehen, unabhängig vom Inhalt des vereinbarten Arbeitsvertrages, dass ein öffentliches "Petzen", das den Betriebsfrieden stört, unter Umständen einen Schadensersatzanspruch des Ex-Arbeitnehmers nach sich zieht. Das betrifft aber nicht das Verhältnis zwischen Moni und TI-D, und setzt überdies einen Nachweis des Arbeitgebers voraus, dass tatsächlich eine schwerwiegende Störung des Betriebsfriedens eingetreten ist, sowie Pflichttreue des Arbeitgebers gegenüber seinem Ex-Arbeitnehmer.

Beides ist hier nicht der Fall.

Es gibt kein Anrecht eines Ex-Arbeitgebers darauf, dass er vor zutreffenden Tatsachenbehauptungen verschont wird, z.B., damit sein Ruf unangetastet bleibt. Im Gegenteil! Es gibt ein öffentliches Interesse daran, dass fragwürdige Arbeitgeberpraktiken bekannt werden. Es gibt auch kein Anrecht eines Ex-Arbeitgebers, von Kritik verschont zu werden. Diese darf - als Meinung - sogar sehr deutlich ausfallen. Meinungsfreiheit, erst recht bei Moni.

Im Übrigen war das Vorgehen des Anwalts fragwürdig und m.E. grob standeswidrig. Dass ein derartiges Vorgehen von TI-D unterstützt wird, wirft ein sehr übles Licht auf das deutsche Chapter.

P.S.
Das Schreiben an die Anwaltskammer ist raus. Wenn dort keine ausgesprochenen Freunde von ihm tätig sind, dann hat der Herr "Ethikbeauftragte" ein Problem. Zurecht.

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@ Franz B.

"Ambulance Chaser"

ist hier der Schlüsselbegriff und der Blick in die nahe Zukunft. Schon heute verdient der durchschnittliche frischgebackene Volljurist weniger als ein gut beschäftigter Klempner - und im Gegensatz zum Anwalt freut man sich, wenn der Klempner kommt!

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Hungertuch? Ey, wir machen Medienrecht!

Aber die Generation Praktikum ist wirklich ein Problem. Die werden zum Schwanzeinziehen erzogen. Könnte ja das prekäre Leben auf der Kippe stehen. Nur: So lernt man auch nicht Verantwortung zu übernehmen - und erwachsen zu werden.

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sorry, aber wer einen beruf nur wegen der aussicht auf ein entsprechendes gehalt ergreift, ist meistens fehl am platz.

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... jo - poeh - meistens freue ich mich nichtmal wenn der Klempner kommt, weil dann schon wieder ein Raum voll Faekalien schwappt - allerdings - immer noch besser als jeder Kontakt mit einem Anwalt, in der Tat.

Das Verdienstgeheule kenne ich aus erster Hand - habe einen Anwalt in der Familie und der ist in irgendeinem Anwaltsverband fuer irgendetwas zustaendig was mit der Einkommensituation von Anwaelten zu tun hat - bei den Zahlen die der nennt fange ich fast automatisch an im Portemonaie nach ein paar Muenzen zu kramen ....

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womit wir wieder beim thema wären: die geschäfttsführerin der ti-d schleppt doch pro monat nicht weniger als 10 mill nachhause, eher mehr und da soll es so schwierig sein, einer QUALIFIZIERTEN!!! 30-stundenkraft 1500 zu zahlen? das ist äußerst lachhaft. finde ich.

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Wer nicht an das Gehalt denkt ....
.... ist unprofessionell und deshalb fehl am Platz. Wer nicht seine eigenen Interessen im Auge hat, kann die einer Firma oder einer Organisation auch nicht optimal umsetzen. Glauben Sie mir: Ich habe genug mit idealistischen Losern zu tun. Mir sind die Leute, die mit dem Massanzug aus der Savile Row auftauchen und haargenau wissen, was ihr Preis ist lieber. Mit denen kann man arbeiten. Mit Idealisten und Berufenen: over my dead body only

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deshalb habe ich gleich bei meinem ersten jobwechsel nach dem studium 50% mehr als mein bisheriges gehalt gefordert. und bekommen. ;-)

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@nixxon: na wenn die Dame tatsaechlich 10k einsackt ist es gerade deswegen nicht moeglich den niederen Chargen ein vernuenftiges Gehalt zu bezahlen - bei dem Etat den die da haben ...

Zustaende sind das ... wie in einer Werbeagentur (nur das dort die GF natuerlich wesentlich ordentlicher verdient ... und die Praktikanten ganz umsonst arbeiten ... von der Versorgung mit Drogen mal ganz abgesehen)

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@franz.brandtwein
ich habe mir gerade bei flickr deine Photos angesehen. Und was sehe ich da oben rechts? Ganz großes Kino für ganz kleines Geld.

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@franz: geschäftsführung unter 10 ist ja wohl heute kaum möglich, besonders in berlin, wo man mit weniger zu den parias gezählt wird.

die agentur, die ich kenne, zahlt ihre praktikanten ihren fähigkeiten entsprechend und sehr ordentlich!

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10 k ist doch für den Job gar nicht überbezahlt, wenn man das Renomee von TI bedenkt. Nur: Dann müsste auch das Spendeneintreiben Fundraising besser funktionieren.

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strappato, wozu? wenn man von den schmierlappen als feigenblatt finanziert wird, braucht man keine "spenden", wiewohl sie so heißen mögen...

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@erdbeerliesl: Danke fuer die Blumen, allerdings finde ich den Betrag von Kohl Koenig zur Volksernaehrung wesentlich bedeutsamer (gibts auch in Kassler).

@nixxon: was ist denn das fuer eine Weicheieragentur? Ich kenne nur (huestel) Top-Agenturen die Ihre Praktikanten NICHT bezahlen. (entspricht allerdings auch Ihrem Koennen - faire Sache das ...)

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Irgendwie auch so ein italienisches Business-Modell: Da wir auch auf das schlechte Gewissen gepokert. Fast wie Ablass. Die Kirche ist ja auch bekannt dafür, dass sie Gottes Lohn den Tarifen des öffentlichen Dienstes vorzieht.

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Also dass man während eines laufenden Arbeitsverhältnisses automatisch Stillschweigen über sein Gehalt wahren muss, ohne sich dazu im Arbeitsbvertrag verpflichtet zu haben, dazu hätte ich schon gern den entsprechenden Paragraphen.

Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses muss in jedem Fall eine vertragliche Verpflichtung zum Stillschweigen vorliegen. Wobei man sich allerdings bei einer Gesellschaft, die sich Transparenz auf die Fahnen schreibt, schon über soviel Geheimniskrämerei wundern könnte.

Nur braucht das alles Moni nicht zu interessieren, da sie ja nicht bei TI angestellt war. "Eine Freundin erzählte mir, sie verdiene bei TI #### Euro" wäre nur dann abmahnfähig, wenn es üble Nachrede wäre... sprich wenn TI sich durch die FALSCHE Behauptung in ihrem Ruf geschädigt fühlen dürfte. War die Behauptung aber wahr, ist nichts zu machen, selbst wenn das die Gesellschaft in ein schlechtes Licht rückt.

Der Anwalt hätte also lediglich angegebene Zahlen monieren können... das hat er aber nicht getan.

Er hat - und das könnte man als standeswidriges Verhalten interpretieren - der Bloggerin falsche juristische Tatsachen vorgespiegelt und durch die ganz bewußte Fristsetzung die mit Sicherheit angenommene juristische Unkenntnis der Bloggerin ausgenutzt, die sich bis Sonntag Mitternacht keinen juristischen Rat holen konnte. Wer jemand juristisch haltlos mit massiven finanziellen Konsequenzen droht, macht sich u.U. der Nötigung schuldig.

Das ist massive Einschüchterung und Störung des Rechtsfriedens. Von gebotener Eile konnte nicht die Rede sein... schließlich stand Monis Beitrag schon 2 Monate im Netz und es hat ihn vermutlich längst kein Mensch mehr gelesen. Das wäre auch so geblieben.

Das Einmaleins der PR besagt unter anderem: Reagiere nicht auf Negatives, wenn deine Reaktion noch Negativeres für deine Organisation zur Folge hat.

Und das war für jeden, der schon mal von Blogs gehört hat, abzusehen. Und die Lawine wäre noch Montag morgen zu stoppen gewesen.

Jetzt ist daraus längst eine Grundsatzfrage geworden.

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"Die Dir hier zukommende Position ist die des Zuhörenden und Lernenden. " (Noergler)


Das gilt insbesondere für mich, da ich bislang wenig bis keinen Kontakt (read only) zur Blogosphäre hatte. Ich bin platt, welche Dampfwalze aus hunderten hochqualifizierter Leute sich in dieser Aktion organisiert hat und wie gut koordiniert sämtliche Aktionen abgelaufen sind. Gerade heute Nachmittag, als im Minutentakt irgendwelche Schreiben an die Medien rausgegeben wurden - Abends bekommt Google alles vorne und hinten reingeschoben. Es war ein Lehrstück für alle Abmahner und arroganten Journalisten.

Ich glaube nicht, daß die Meinungsfreiheit hier besonders gefährdet ist, solange die Blogger solidarisch sind und aufpassen.

Well-done! ;-)

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Meinungsfreiheit ist ein zartes Pflänzchen und immer gefährdet, wenn man nur einen Augenblick nicht aufpasst.

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Koordination? Die Nicht-Koordination ist dabei wichtig. Jeder macht seins, jeder macht was er kann. Eben nicht eine Form-E-Mail 1000 kopieren, sondern selber formulieren. Kein einheitliches Ziel bieten. Im eigenen Telefonbüchlein blättern, alte Freunde anrufen oder mailen. Es beim Ziel aus allen unerwarteten Richtungen einschlagen lassen.

Das Lehrstück ist leider nicht vollständig. Der Ethikbeauftragte wird seinen Job behalten. Gras wird drüber wachsen. In einem Jahr stehen die Kungeljungs und -damen in irgendeiner Schickimicki-Bar in Berlin und erzählen sich "Erinnerst du dich noch ..."-Geschichten.

In der Zwischenzeit werden andere Gestalten mit einem patologischen Ethikdefizit X-Mal irgendwo das Gleiche versuchen.

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Ja, schade, sehr loyale Chefs hat der Beauftragte, beneidenswert. Das Lehrstück ist auch deshalb noch nicht vollständig, da Monis Ruf nicht wiederhergestellt wurde (eine offizielle PM/Erklärung/Entschuldigung) und eine Richtigstellung der teilweise unrichten Aussagen in den Medien ist geblieben. Vielleicht kommt ja dazu noch mehr.

Auch ein Lehrstück für PR-Berater und Pressereferenten.

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Lehrstück: Werden wir sehen. Es wird, das kann ich dir versprechen, zumindest noch lange lebendig bleiben. Nicht nur die Ankündigung von Don für ein Podium im Osten steht, sondern natürlich baue nicht nur ich das prominent in Seminare ein (auch und gerade die für Journalisten), natürlich wird es ein schönes Ding im Verkauf von Dienstleistungen rund um Blogs sein, natürlich wird es lebendig bleiben bei allen, die mit PR zu tun haben.
Es wird TI noch lange anhängen - zumindest in Szenen, die als Mulitplikatoren nicht vollständig zu verachten sind.

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Ja, der Vorgang wird den Beteiligten wie die Pest am A* kleben. Jeder Gesprächspartner wird eine ganze Weile grinsend Fragen dazu stellen. Lachen ist gesund.
Und nachdem ich heute Abend einen völlig unwissenschaftlichen Bericht bei tagesschau.de über die Korrelation von Umgebungstemperatur und Hirngröße, abgeleiteter Intelligenz, sowie deren Auswirkung auf europäische Kriege der Vergangenheit gelesen habe, ist es für mich nicht schlimm tagesschau.de in der Ecke von bild.de zu verorten. Über die Hirnmasse, der an solchen Meldungen beteiligten, könnte man jetzt natürlich diskutieren.

Danke an den Hausherren für die Bereitstellung des Fischbestecks und gute Nacht ;-)

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Nach der Rechtsprechung zwingend notwendiger Inhalt der Abmahnung ist die Aufforderung an den Abgemahnten eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. (Literaturstellen liefere ich auf Nachfrage(!) gerne nach)
Das wäre nett, nach meinem Kenntnisstand und auch nach Rückfrage ist eine Unterlassungserklärung nämlich tatsächlich optional. Eine Abmahnung ist zunächst nur die formale Aufforderung an eine Person ein Verhalten in Zukunft zu unterlassen.

Letztendlich aber auch egal, da das Ziel, nämlich die Seite aus dem Netz zu bekommen durch die Schriftwechsel recht klar wird: ""Sollte das nicht erfolgen, kündige ich Ihnen schon jetzt eine strafbewehrte Unterlassungserklärung und ggf. eine einstweilige Verfügung an. Ich gehe davon aus, dass Sie sich über die rechtlichen, aber auch finanziellen Konsequenzen, die sich daraus für Sie ergeben werden, klar sind.""

--snip--
[...] Aus dem Nichteinfordern der strafbewehrten U-Erklärung ergeben sich aber hochinteressante prozessuale Konsequenzen. [...]
Das ist soweit klar, ja.

Aber nur weil man sich als Abmahner ohne Einforderung einer Unterlassungserklärung letztendlich ein Bein stellt, wird sie ja noch nicht erforderlich.

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Na, ich les ja nun seit Tagen sehr neugierig mit, und wenn hier nun so viele Juristen und Halbjuristen versammelt sind, dann muss ich doch mal meine Frage zwecks Einordnung dessen, was ich da vor ein paar Tagen vom RA meines Ex-AG bekommen habe.

Eine Unterlassungserkärung wurde von mir auch nicht gefordert, sondern nur die Unterlassung von (angeblichen) Aussagen an sich - geht auch um Kündigungsgründe aber nur mündliche Aussagen. Egal ob man das Ding nun Abmahnung nennt oder nicht, welche Konsequenzen hat das denn nun, dass eine U-Erklärung nicht eingefordert wurde, sondern nur weitere gerichtliche Schritte bei Wiederholung angedroht wurden.

Und welche Konsequenzen hat das wenn ich darauf überhaupt nicht reagiere, das so stehen lasse? Ist das quasi ein Schuldeingeständnis? Ich finde es ja absolut versätndlich und richtig, dass Moni nun ihrerseits gegen die Aussagen der TI vorgeht, aber so hoch, wollte ich das doch nicht gleich hängen.

Na ja, vielleicht hat jemand nen Tipp.

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"Das wäre nett, (...)"

Gerne, danke für die Nachfrage/Aufforderung. Kommt morgen am frühen Nachmittag. Früh und vormittags muß ich mich erstmal um zwei relativ dringende Sachen kümmern, die sehr ordentliche Arbeit brauchen.

"Letztendlich aber auch egal, da das Ziel, nämlich die Seite aus dem Netz zu bekommen durch die Schriftwechsel recht klar wird:"

Aber reicht das wirklich? Das bringt mich zum Stichwort der Wiederhlungsgefahr. Wenn eine Veröffentlichung tatsächlich rechtswidrig war, dann räumt nach dem BGH (TCM-Centrum) nur die Abgabe einer mit einer hinreichenden vertragsstrafe versehene Unterlassungserklärung die Wiederholungsgefahr aus, nicht aber das Einstellen der beanstandeten Handlung, denn die könnte jederzeit wieder aufgenommen werden.

"Aber nur weil man sich als Abmahner ohne Einforderung einer Unterlassungserklärung letztendlich ein Bein stellt, (...)"

Ist dem wirklich so? Die "potentielle Falle" sehe ich (weder zu Ende gedacht, noch im Detail geprüft) eher beim Abgemahnten.

Viele Grüße
Dominik

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Das kannst Du jetzt auch ruhig persönlich nehmen, Jörg-Olaf, aber solange bei Dir die Blumencron-Gedächtniswochen für sinnentstellende Zitate und Unterstellungen laufen, hast Du hier nichts verloren. Geh bitte woanders spielen, es gibt ja durchaus Typen wie "Simon", die Dich klasse finden.

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Soderle, jetzte: Baumbach/Hefermehl, Bornkamm, UWG, 23. Aufl. 2004, § 12 Rn.1.16 "c) Forderung einer Unterwerfungserklärung Die Abmahnung muss dem Schuldner den Weg weisen, wie er sich zu verhalten hat, damit ein Prozess vermieden wird. Der Gläubiger muss also den Schuldner daher zur Abgabe einer Unterwerfungserklärung,, also einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, auffordern (beim vorbeugenden (...))." und bei 1.17 "Enthält die Abmahnung alles, was nötig ist (konkrete Beanstandung, Aufforderung zu Abgabe einer Unterwerfungserklärung), so ist es unschädlich, wenn (...)".

Zweite Funstelle: Harte-Bavendamm/Hennning-Bodewig, UWG, 2004, § 12 Rn 43: "c) Verlangen einer Unterwerfungserklärung Die Abmahnung muss den Abgemahnten auffordern, eine Unterlassungserklärung nebst Vertragsstrafeversprechen abzugeben.73" In Fn. 73 der Hinweis auf Teplitzky, Kap. 41 Rn. 14.

Die Ankündigung einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und ggf. einer einstweiligen Verfügung ist IMO keine Aufforderung zur Abgabe einer Vertragsstrafebewehrten U-Erklärung.

Grüße
Dominik, hoffentlich funktioniert das mit dem BBCode und Fettschrift... <- hat natürlich nicht, erst beim Nachbesserungsversuch :-)

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Gerd und Guido und T. I.
Manueller Trackback: http://www.yadayada.de/67-Gerd-und-Guido-und-T.-I..html

Guido Westerwelle im Spiegel (27.03.2006) zu seiner Auseinandersetzung mit Altbundeskanzler Gerd Schröder:

Weil hier das Recht auf Kritik in Frage gestellt wird, werde ich diese Sache vor Gericht ausfechten. Gegen die einstweilige Verfügung habe ich Widerspruch eingelegt.


Recht auf Kritik? Da schließt sich der Kreis!

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Ich hätte da noch eine Flasche 18 prozentigen Eierlikör.....

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Nachdem Anwälte (und Jurastudenten) ja hier ihr Fett relativ wegbekommen haben (nehmen und wegstecken): ich bin gerne bereit zur Situation von Anwälten (hah, wir machen Medienrecht(!) ist ja keine Lösung) gelegentlich ein paar Infos weiter zu geben. Die berühmte "Anwaltsschwemme" ist wohl bekannt, warum versuchen dann aber denn immer noch ein paar Leute immer noch die Weg in die Selbständigkeit?

grübelnde Grüße
Dominik

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.., weil hinten jedes Jahr genau soviele Anwälte wieder aus den System rausfallen? ;-)

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Gute Nacht!
Was mich erstaunt: Herr Prof. Dr. Jürgen Marten ist nicht nur Ethikbeauftragter von Transparency International Deutschland
(http://www.transparency.de/Ethikbeautragter.600.0.html),

sondern war Mitglied des allerersten TI-D-Vorstandes:

"...Transparency Deutschland [wurde] in einer Versammlung am 5.10.1993 [gegründet], an der bereits 30 Interessenten teilnahmen. Zum geschäftsführenden Vorstand wurden Prof. Lühr, Dr. Fahrenhorst und Prof. Marten gewählt."
(http://www.transparency.de/Entstehung.55.0.html)

Heute ist er nicht mehr im Vorstand.

Außerdem wundere ich mich über die Finanzierung der Organisation.
DaimlerChrysler, Robert Bosch, Siemens... als ob eine dieser Firmen ihren internationalen Geschäften ohne Bestechung nachgehen könnte. Und als ob diese Firmen - nur zum Beispiel diese drei Firmen - keinen Einfluss mittels halb- oder illegaler Zuwendungen auf die nationale Politik ausüben würden. Drei der wichtigsten Rüstungsfirmen der Bundesrepublik :)) ach, da seh ich noch ABB ganz oben... soll das ein Witz sein, oder sieht die Spenderliste jeder "NGO" so aus??
(http://www.transparency.de/Mitgliedsbeitraege_und_Spenden.758.0.html)

Seitens der spendenden Firmen natürlich schlau (und billig), aber für eine Organisation mit den Zielen von Transparency International Deutschland und ihrem eigens zuständigen Ethikbeauftragten klingt das für mich erstmal wenig vertrauenserweckend.

Wie nur ist der Justiziar Marten eigentlich auf die ursprüngliche Geschichte auf wasweissich gestoßen, die zu diesem Zeitpunkt ja schon länger im Netz war? Hätte er die über Google finden können? Und wie sonst?

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vgl. dazu auch diesen Thread und diesen Beitrag von Don Dahlmann.

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Waren wir wirklich so naiv, an die Integrität dieser Organisation zu glauben? Sind wir wirklich so naiv, alles das zu glauben, was uns tagtäglich von unserer "Elite" vorgesetzt wird? Ich habe die Entwicklung TD vs. Moni die letzten Tage live am Laptop miterlebt und ich muss sagen: ich bin richtig stolz auf Kleinbloggersdorf.

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Ja, wirklich gut gemacht.

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Moment! Man sollte den spezifischen, von einem der Gründer (Peter Eigen) gewählten Ansatz nicht grundsätzlich diskreditieren. Die Einbindung der Unternehmen ist gewollt, weil Eigen der Ansicht war, dass so der kritische Dialog mit den Firmen nicht nur auf moralischer Ebene, sondern auch betriebswirtschaftlich (negative Langfristfolgen von Korruption für Unternehmen) geführt werden kann. Mir scheint, dass sich dieses Konzept in den 10 Jahren der Existenz von TI insgesamt bewährt hat.

(siehe dazu auch ein Beitrag in meinem Blog: http://www.rainersacht.de/2006-03/transparency-die-fakten.php)

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Guten Morgen
... und heiter weiter. Die Süddeutsche nimmt sich auch des Falles an:

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m2/jobkarriere/erfolggeld/artikel/955/72883/

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Köstlich! "Wir machen einfach nichts!" TD, die Laisser-faire-Organisation. Wären sie mal von Anfang an entspannter gewesen; der Einschüchterungsversuch erinnerte ja an einen Herrn Syndikus...

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Bis zum 31. Mai läuft an der Berliner Schaubühne übrigens noch die Bewerbungsfrist zum Einreichen eines Theaterstückes: Stückewettbewerb . Nur mal so. (Tschuldigung, ich will eigentlich nicht unnötig polemisieren.)

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Egal was wir jetzt machen, ist falsch.

Da möchte ich widersprechen (nicht nur in grammatikalischer Hinsicht). Wie wäre es, wenn sich Herr Bäumel und Herr Marten für ihre wiederholten unwahren Unterstellungen mit einem hübschen Blumenstrauß der 70-Euro-Klasse bei Moni entschuldigen würden (die Überschüsse laut Jahresbericht geben das her). DDR-Gottschalk Marten könnte anschließend seine aktuellen Posten bei TI-D räumen, den Ehrenvorsitz bei TI-D übernehmen und beim MDR eine Samstagabendshow über die gute alte Zeit moderieren.

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In der Tat, einen Blumenstrauß und das Wort "Entschuldigung" scheinen die nicht über sich zu bringen.

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Gerade habe ich es verstanden: Ich fragte mich die ganze Zeit, warum sich TI-D im SZ-Online-Artikel wieder auf der Geschichte mit Monis Freundin bezieht und nicht auf Moni während in den Blogs von der unangemessenen Reaktion auf das Posting von Moni die Rede ist. Erster Punkt wird auch von Bloggern allgemein als normal hingenommen, wenn auch für eine NGO schade oder gar unangemessen. Dahinter steckt Strategie. Im ersten Feld sind sie nicht angreifbar, ziehen den Juristen aus dem Feuergefecht und können sich darauf zurück ziehen, dass sie nun nur falsches sagen könnten. Das Posting von Moni kommt von ihrer Seite in den Medien nicht mehr vor. Deshalb machen sie auch nichts: Wenn, dann müssten sie etwas in Richtung Moni machen, aber da sind sie angreifbar. Ich wette: Auch wenn es lange gedauert hat, seit dem Süddeutsche-Online-Artikel haben sie einen Kommunikationsprofi da sitzen. Und mit dem versuchen sie es nun auszusitzen.

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Wenn's für TI-D dumm läuft, flattert ihnen dann urplötzlich eine Feststellungsklage ins Haus. Gerade die Aussagen von Herrn Bäumel im Tagesschau-Artikel unterstellen Moni sehr direkt, sie hätte auf ihrem Blog die Unwahrheit verbreitet. Das kann sie auf sich sitzen lassen, oder eben nicht.

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Genau, aber das war vorher. Das machen sie jetzt nicht mehr. Das war kommunikatives, beleidigtes Chaos, in der SZ ist es anders. Vielleicht ZUfall, ich glaube aber Strategie.

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Ach, ich weiß nicht.
Auf die Idee, den Kopf nicht mehr aus dem Sandhaufen rauszuziehen, kann man auch ohne externe Profiberater kommen. ;-)

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Die kümmern sich jetzt einfach um ein ihnen genehmes Presseclipping aus serösen Medien, falls da noch ein paar kritische Anfragen kommen. btw hat jemand schon bemerkt, dass dieses Blog als Hintergrund der SZ-Grafik verwendet wurde? Dann bemerke ich das jetzt mal.

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Lustig...
Irgendwie gebärdet sich TI gerade so wie eine Prostituierte, die anderen Frauen vor- oder außerehelichen Beischlaf anprangert. Wo bleiben denn die ganzen tollen Methoden zur Aufdeckung von Ungereimtheiten im Verein / Unternehmen, die TI bei anderen so gerne einzusetzen gedenkt? Klarheit und Transparenz wäre da mal wirklich hilfreich, aonsonstne schlage ich eine Umbenennung in "Intransparency International" vor. Fakt ist, dass TI sich nicht so verhalten hat, wie es selbst von anderen gefordert wird (Vermeidung von Lohndumping) und sich nun darüber aufregt, dass und wie der Fakt publik wurde, anstatt sich mal endlich inhaltlich zu den Fakten zu erklären mit mehr als bloß "Alles gelogen!" Sehr unreifes Verhalten für eine Organisation mit diesem hohen "ethischen" Anspruch, hier verkörpert durch den Ethikbeauftragten. Setzen, 0 Punkte!

MfG

Daniel

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Herr Leyendecker von ....
.... der Süddeutschen ist übrigens im Beirat von TID

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*lol*

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Wir warten weiter gespannt auf die Stellungnahme der Allianz Versicherungs-AG.

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Mail an die Tagesschau
From: Dieweltistscheisse.de
To: redaktion@tagesschau.de
Subject: Ihr Artikel zum Thema Transparency Deutschland

Sehr geehrte Damen und Herren,

ihr Bericht ist in weiten Teilen unzureichend.
Wie Sie sicher auch schon auf http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/#comments feststellen mussten.

Auch ich hatte bei TI angefragt, ob die Geschäftsführerin sich zu den Vorwürfen in einem Blogtalk auf meiner Seite äussern würde.
Leider erhielt auch ich, wie alle anderen, keinerlei Antwort.

Ich bin zwar kein Journalist, sondern nur Weltherrscher, aber dennoch frage ich mich gerade: "Sind Sie Journalisten? Ist ihre Berichterstattung eher auf Treu und Glauben oder doch Journalistisch motiviert entstanden?"

Eigentlich wollte ich immer, wenn ich mal groß bin, Journalist werden und bei der Tagesschau anfangen.
Jetzt aber nicht mehr, Morgen bewerbe ich mich dann doch lieber bei der Bild.

Falls Sie einen Vorschlag von mir evtl. Veröffentlichen könnten:

"Liebe Ti-Spender,

im Moment ist's ja nicht soooo "Schön" diesem Verein euer Geld zu geben.
Ihr fragt Euch jetzt sicherlich und zu Recht:"Mann! Wohin jetzt nur mit meiner Kohle?"
Da ich für meine gütigen und dollen Ideen bekannt bin, hier mein Vorschlag:
Spendet doch einfach Euer Geld der Moni, die soll sich das dann mit der Freundin teilen.
Über Monis Haupt schwebt ja noch immer die Klagedrohung, das kostet richtig Geld, wenn Moni Pech hat.
Und Die Freundin von Moni, weiß sicherlich im Moment auch nicht so genau, wie es weitergehen soll, so ganz ohne Job.
Euer Geld soll ja anderen Helfen.
Helft doch jetzt einfach der Moni und der Freundin."

Viele Grüße
Ihr Weltherrscher *Herrschen ist Vertrauenssache*

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hey, don alphonso in meiner Heimatstadt Chemnitz, der werd ich mal vorbeischauen. Übrigens wurde dein Pseudonym auf den Seiten der Chemnitzer Medientage konsequent falsch geschrieben: Da ist immer von einem 'don alphonsonso' die Rede..

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manueller trackback:
http://www.musiqua.de/2006/03/29/transparency-international-deutschland-mag-nicht-transparent-sein/

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prima, das wird lustig.

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Zum Thema "prima":

Hat simonprima wieder zugeschlagen:

Andererseits haben die Blogger in der Zwischenzeit auch der Gegenseite einige Munition geliefert. Da wäre zum Beispiel der Kommentarthread auf rebellmarkt.de, in dem sich einzelne Kommentierer in einer Weise über TID und einzelne Mitglieder äußern, die bei weitem eine eigene Abmahnung rechtfertigen würde. Dabei können nicht nur die einzelnen Kommentierer zur Rechenschaft gezogen werden, sondern unter Umständen auch DonAlphonso selbst (LG Hamburg Az. 324 O 721/05).

Weiterhin ist zu fragen, ob die Blogger, die sich in der Zwischenzeit nicht nur auf TID konzentrieren, sondern auch Menschen aus dem Umfeld angreifen, sich nicht ein wenig weit aus dem Fenster lehnen. Gerade in den Bereichen, in denen nur noch spekuliert wird, rutschen einige m.A. deutlich nah an üble Nachrede (§ 168 StGB) und vorsätzliche sittenwidrige Schädigung (§ 826 BGB).

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2006/03/29/uble-nachrede/#comments

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Ja, der hat sich gestern schon per Mail bei mir beschwert, weil ich seinen letzten etwas pöbligen Beitrag hier gelöscht habe. Spassigerweise ist Rebellmarkt.de gar nicht meine Homepage, sondern von einem bekannten Bamberger Kommentarspammer namens Achim Hecht registriert,

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*räusper*
Ich würd gern was sagen, wegen Grinsen geht das aber nicht für einen angehenden Juristen ist er nicht sehr sorgfältig, oder?

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Auch angehende Juristen können sich als billige Hetzschreiber entpuppen, das wäre nicht wirklich neu, mal ganz allgemein gesprochen.

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Auch angehende Juristen können sich das Berufsleben versauen ;-)

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Manche Namen sollte man sich merken.

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Es gibt halt Menschen ....
.... die werden es nie weiter als zum Referenten bringen.

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Merken?
Och nö, musste nicht. Es wir das Internet noch eine Weile geben. Und das vergisst nie.

Wie man mir selber gerade wieder belegt hat... ;-)

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Die Sache mit dem Internet und der Drohung
Ich dachte, mein Kommentar unter
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/#417824

hätte dazu beigetragen, meine Aussage in
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/416738/#417792

zu verstehen. Leider ist das nicht so: Simon meldete sich heute und bat mich, unter dem Versuch eines Zitatverbotes, zur Kenntnis zu nehmen, dass er von einer Strafanzeige unter anderem gegen mich absieht. Ursache war wohl, dass er sich in dem Kommentar#417792 von mir bedroht fühlt, meiner Vermutung nach u. a. in seinem Grundrecht auf freie Berufserntfaltung. Vielleicht auch anders.

Ich habe ihm dann in einer Email geschrieben, dass ich hier noch ergänzend hinzufügen werde, was ich ihm gerade auch schrieb:

Meine Kommentare beziehen sich darauf, dass ich mal in der glücklichen Position war, im Personalmanagment tätig zu sein. In den Anfängen der durchdringenden Verbreitung des Internets habe ich darauf hin Kolleginnen und Kollegen versucht zu vermitteln, welch mächtiges Tool Suchmaschinen sind - und wie man Fake-Identitäten findet oder auch Hinweise zu Personen, wenn die andere Namen als Realnamen verwenden.

Wobei "Simon" leider auch auf die Verwendung eines vollständingen Namens verzichtet.

Nun, wie dem auch sei: Ich hoffe, ich konnte damit das Mißverständnis aus der Welt schaffen: nicht ich versaue irgendwem den Einstieg in irgendwas, er sie oder es macht das von alleine, wenn nicht berücksichtigt wird, dass man im Internet auch gefunden werden kann.

Wobei... nunja, angenommen Simon Prima ist kein Realname... aber das führte zu weit.

Vielleicht noch kurz der Hinweis, dass auch Abmahnungen wegen des unvollständigen Impressums auf unkreativ.net sinnlos sind, da es keine geschäftliche Website ist. Es handelt sich um ein reines Hobby.

Danke für die Aufmerksamkeit.

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Äh ja...
... da habe ich mir wohl Feinde gemacht. Oder ich rede unverständlich. Oder ich habe mir Feinde gemacht, WEIL ich unverständlich rede. Oder so. :-(
http://unkreativ.twoday.net/stories/1766191/

Wie seht Ihr das? Kommentare würden mir helfen zu bestimmen, ob das Problem in mir und meinen Postings liegt. Oder im Empfänger meiner Worte.

Was für eine Nacht....

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Simon
ist ein Spinner

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Einfach keine Aufmerksamkeit schenken, in beiden Fällen. Der zweite Fall is in it for the promotion of his blog book.

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Englische Übersetzung
Da dieser Eintrag meine Quelle war, wollte ich mal erwähnen, daß ich die Pressemitteilung der TI ins Englische verfrachtet habe. Moni's berühmten Eintrag hatte ich gestern schon gemacht. Mal sehen was die englischsprachigen Pyjamajournalisten (amerikanisches Equivalent der Klowändebeschmierer) dazu so sagen.

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Viel Feind, viel Ehr.

Simon, so erscheint es mir, gibt hier eine Rolle, die ich persönlich bei Jurastudenten immer wieder erlebt habe. Irgendwann kamen die auf DEN Trip. Dann war die ganze Welt für sie plötzlich nur noch ein juristisches Problem, und sie, als angehende Juristen, die einzigen, die es lösen konnten. So eine Art Supermann-Syndrom. Das, gepaart mit Ansätzen von Verfolgungswahn, führte zu dauerndem Gebrabbel von "Ich studiere Jura, ich verklage dich", "Ich studiere Jura, ich zeige dich an", weil "Ich studiere Jura". Veritable Allmachtsfantasien. Wenn dann noch hinzu kam, daß sie an einer "Eliteuni" studierte, in der jede Vorlesung auf dem Grundthema "Die Arroganz des Juristen in Beruf und Gesellschaft" beruhte, wurden sie unerträglich.

Manche bekamen sich irgendwann wieder ein und wurden doch noch zu nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft. Andere? Na ja. Vielleicht Nachwuchsmaterial für Ethikbeauftragte.

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Simon wohnt als Student im Hotel Mama. Er weiß, daß nach dem Examen seine 'Kanzlei' das Wohnzimmer von Mama sein wird.
Wäre er so gut, wie er glaubt, hätte er bereits jetzt Mandanten und damit keine Zeit für Endlos-Postings.
Ceterum censeo ist gm ein Sprücheklopfer, der in seinem ganzen Leben keinen einzigen Jurastudenten kennengelernt hat.

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Isch 'abe ein Problem:
Simon schrieb mir, dass er hier keine Stellung beziehen kann, weil er nicht mehr kommentieren darf / soll / kann. Das ist natürlich nicht in meinem Sinn, weil ich der Meinung bin, dass er sich auch beliebig äußern dürfen sollte. Daher würde ich bitten, evntuell weitere Kommentare hier zu posten:

http://unkreativ.twoday.net/stories/1766124/

Thanks :-D

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Lasst mir jetzt mal den ....
.... Jungen in Ruhe und schaut grosszügig über das Gesagte hinweg. Es ist genug gesagt. Gemeinschaftliche Hetze ist unfair.

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heise und spon haben noch nicht berichtet
Ich enthalte mich einmal jeglicher Wertungen, sondern mache einfach nur eine Feststellung.

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