: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 28. März 2012

Blaurot

Andererseits... ein Privileg habe ich: Ich muss nicht. Das ist das einzige Privileg, das mir wichtig ist. Ich kann einfach weiter so machen. Tage vergehen lassen. Ich bin im Innersten stinkfaul und völlig desinteressiert an Leistung, das hält moch zusammen, darüber ist dann der Ehrgeiz und der unbedingte Wille, der Beste zu sein, aber auch nur, wenn es wichtig ist... ist es das? Was nehme ich dafür in kauf? Lohnt es sich? Oder ist nicht das andere wichtig?









Eigentlich müsste ich jetzt schreibenschreibenschreiben, aber ich gehe an den See und denke nach. Denn ich muss nicht.

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Privilegien

Hin und wieder bekomme ich ja auch mit, wie das manche ankotzt. Und ich habe dafür Verständnis. So lange, bis ich dann wieder erinnert werde, wie die sich benehmen, wenn man ihnen die Privilegien zum Missbrauch überlässt. Die Medien sind leider voll von solchen hochgeschwappten Nullpersonen, die sich dann an den Möglichkeiten der Zeitung aufgeilen. Kann man es ihnen vorwerfen?



Das Problem mit den Privilegien ist, dass man damit umgehen können muss. Die Rolle des Don Alphonso kokettiert natürlich damit, dass hier jemand genau das nicht in der Form kann, wie es der Mensch dahinter tut: Es ist höchst unfein, die Privilegien voll auszunutzen. Auf der Buchmesse zum Beispiel sieht man das. Oder das Geschmeiss beim Drängeln um kostenloses Fressen, das auch dann nicht aufhören würde, wenn es mal mit einem cateringunternehmen reden könnte. Es ist jedem, der damit aufwächst, irgendwann aus besten Gründen gesagt worden: Du hast sie, aber setze sie sehr vorsichtig ein. Die anderen bekommen sie und haben soweiso den Eindruck, dass sie jetzt auch mal dran sind. Mit dem Ergebnis, dass sie sich auch auf Kosten derer bereichern, deren Lage nicht schöner als ihre eigene gewesen ist.



Was mich oft beruhigt, ist das Wissen: Der durchschmittlich artfremde Privilegienbesitzer hat eine recht gute Chance, irgendwann in sein altes Nichts zurückzufallen. Ein Grossteil der Journaille wird nach der Kündigung schlagartig nur noch ein verwöhnten, aufgeblasenes Nichts mit unfinanzierbaren Ansprüchen sein. Und man tut gut daran, sich das vor Augen zu halten, wenn man sich über die ärgert: Sie haben im Moment Privilegien.



Aber keine Sicherheit. Deshalb raffen sie so, deshalb haben sie kein Benehmen, und deshalb werden sie oft auch wieder vom System ausgestossen. Es kommen in diesem Umfeld ja genug andere nach, die noch fieser sind und es für weniger tun. Die Privilegien bleiben, das Pack ändert sich. Aber das leise Gegrummel über die schlechter werdenden Journalistenrabatte - das ist schon Musik in meinen Ohren.

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Bei Rot muss man stehen bleiben

und auf alle Fälle immer schauen! Es könnte ja was kommen.



(Aussenreinigung + solche Schuhe = Italien)

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